Bilder: Las Alpujarras/Trevélez

Heute die Bilder aus der Region Alpujarras. Dies ist ein sehr gebirgiger Landstrich südlich bzw. noch Teil der Sierra Nevada, deren höchster Berg Mulhacen sich auf 3483m Höhe erstreckt. Steile Täler und kleine, weiß getünchte Orte, die sich an die Hänge schmiegen – das ist das typische Bild. Wegen seiner Unzugänglichkeit war die Region das letzte Rückzugsgebiet der Mauren in Spanien, nachdem sie 1492 aus dem nahen Granada vertrieben wurden.

Erst in letzter Zeit wirklich erschlossen ist die Regio nun ein beliebtes Ziel für Tagestouristen und Wanderer, die die eigenwillige Schönheit der Region geniessen wollen. Auch ich machte mich per Bus von Granada auf den Weg – Ziel war der Ort Trevélez, eines der höchstgelegenen Dörfer Spaniens am Fuße des Mulhacens.

Für die knapp 100km Straße – Luftlinie wäre es etwa nur die Hälfte – benötigt der Bus mit Zwischenstopps in anderen Bergdörfern aber satte 3 1/2 Stunden, in der man – sofern man auf der richtigen Seite sitzt – aber ein schöne Aussicht hat und einen Blick in schwindelerregende Tiefen werfen kann, an der sich der große Bus in Dutzenden von Serptentinen geradeso entlangwindet.

Treveléz selbst ist ein beliebter Ausgangspunkt von Wanderungen und Stadt des nach ihr benannten Treveléz-Schinken, eine Art luftgetrockneter Serrano-Schinken, der von Dutzenden Betrieben in diesem Dorf verarbeitet wird. Auch ich nahm mir das Vergnügen, diesen schmackhaften, recht dicken, festen Schinken zu probieren und wurde nicht enttäuscht.

Ansonsten schlenderte ich ein wenig durch die engen Gassen, sah mir die Schinkenschlachtereien an und genoss die Aussicht, dabei etliche Höhenmeter überwindend – der obere Teil des Dorfes (nur knapp 1000 Einwohner) ist etwa 200m höher als der untere. An wirkliches Wandern war aufgrund einer Fußverletzung nicht zu denken, weshalb die 3 Stunden Aufenthalt auch genug waren, ehe der Bus mich wieder nach Granada fuhr.

Jetzt ein paar Impressionen der Landschaft der Alpujarras – auf Unterschriften verzichte ich diesmal, auch wenn der Ort nicht immer Trevélez ist (nur die Fotos in der Mitte)…

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Bilder: Almunecar und Nerja

Nach einer Artikel-Stagnation in den letzten Wochen dürfte es in nächster Zeit wieder eine Inflation geben. Hoffen wir, dass es den Content nicht entwertet.

Die großen Reisen sind nämlich abgeschlossen, jetzt folgen noch zahlreiche weitere kleine.

Wer auf Bilder von New York wartet, den muss ich enttäuschen und auf ein paar Tage später vertrösten. Kommen tun die aber bestimmt.

Noch befinde ich mich ja bei meiner Spanien Reihe, die ich nun fortsetzen werde. Heute auf dem Programm stehen die beiden Orte Almunecar und Nerja, gelegen an der Costa Tropical bzw. Costa de Sol.

Almunecar liegt an an der Costa Tropical, der zur Provinz Granada gehörende Küstenabschnitt, der durch die Sierra Nevada von Nordwinden geschützt wird und daher ein tropisches Klima ermöglicht, in denen tropische Früchte gedeihen, die dort auch angebaut werden. Der Küstenabschnitt ist nicht recht groß, im Osten grenzt er an die Umgebung Almerias, im Westen an die Malagas.

So ist Nerja bereits der westlichste Ort der Costa del Sol, zur Provinz Malaga gehörend, anders aber als die anderen Strände in dieser Region noch sehr felsig und mit schönen Buchten.

Beide Städte sind natürlich touristisch – Nerja aber deutlich stilvoller. In Almunecar gab es lediglich einen breiten Kiesstrand, das Meerwasser ist lange Zeit sehr flach und die Stadt wird von Bettenburgsbetonklötzen dominiert, die immerhin von den Ruinen einer alten Burganlage überragt werden.

Deshalb führte mich mein Sonntagsausflug ein paar Stunden Baden und Sonnen später nach Nerja, welches mit seinen weißen Häusern un engen Gassen, geschmiegt an eine Steilküste, von schönen Buchten unterbrochen, deutlich mehr Flair aufweist. In Nerja ist der sogenannte „Balcon de Europa“ – eine Art Promenade und Aussichtsplattform an der Steilküste und zugleich Hauptplatz von Nerja mit einer Vielzahl an Restaurants, von der man an klaren Tagen bis Afrika sehen kann, zumindest aber die Panoramasicht Nerjas geniessen kann, das im Hinterland gleich von hohen Bergen umragt wird. Hin und wieder führen Treppen zu den kleinen Buchten hinab, in denen feinkörnige Strände winken, die sofort in schwimmgerecht tiefes Wasser mit ordentlichen, aber nicht zu hohen Wellengang hineinführen. Ein Haufen von Felsen lädt ein ins Meer zu springen oder bietet angenehmen Schatten. Auch von der sonst an der Costa del Sol angeblich herrschenden Quallenplage habe ich dort wenig mitbekommen.

Allerdings sollte man sich das Baden an beiden Stränden trotzdem zweimal überlegen. Grund sind auch keine Haie, sondern ganz einfach die Wassertemperatur, die mit etwa 17 Grad nicht gerade warm ist. Der Bodensee ist wärmer. Grund dafür ist die Nähe zur Straße von Gibraltar und der Austausch der Wassermassen des Atlantiks und des Mittelmeers. Aufgrund der Außentemperaturen von knapp 40 Grad in der Sonne war es aber eine willkommene Abkühlung.

Aber genug berichtet – ein paar Bilder sollten mehr aussagen als Tausend Worte. Nerja sollte man auf jeden Fall mal besuchen, wenn man gerade in Südspanien weilt, Almunecar kann man getrost auslassen!

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