Die Zeit und Aotearoa: philosophische und lyrische Ergüsse

Der heutige Tag war ein sehr besondere – er markierte heute vor einem Jahr meinem letzten Tag in Neuseeland nach 50 äußerst stimulierenden Wochen.

Zur Erinnerung habe ich mir gerade die wundervolle Nationalhymne angehört und dabei die tolle Landschaft Neuseelands – größtenteils auch mit eigenen Augen gesehen – noch einmal an meinen Augen vorbeiziehen sehen zu dürfen: http://www.youtube.com/watch?v=j6qmdqvItkM&feature=related

Die habe ich – auch wenn ich kein Neuseeländer bin – oft mitgesungen (jede Woche an meiner Projektschule einmal „Fahnenappell“). Genauso habe ich auch den Maori-Kriegstanz namens Haka gelernt, den das neuseeländische Rugby-Team, die „All Blacks“, in die weite Welt exportiert haben. Hier ein Video ihres Hakas aus dem Rugby-Weltcup-Finales in Neuseeland letztes Jahr im Oktober (wo ich leider nicht mehr da war), wo sie dadurch eingeschüchterten Franzosen auch auseinandergenommen haben: http://www.youtube.com/watch?v=8MvPugBIXik&feature=related

Über Aotearoas zweifellose Ästhetik seien hier aber keine Worte mehr verloren. Es war eine unbestritten herrliche und sorglose Zeit, erfüllend und lehrreich zugleich, die ich nicht missen möchte.

Die Zeit – ein Paradox, das sich dem menschlichen Verstande entzieht. Ich kann es nicht glauben, aber es ist tatsächlich schon ein ganzes Jahr her, dass ich neuseeländischen Boden verlassen habe. Ich erinnere mich noch genau an den letzten Tag, über den ich übrigens in meinen Neuseeland-Blog gar nicht berichtet habe (chrissofnz.wordpress.com).

Am Vorabend vor genau einem Jahr gegen 21 Uhr stieg ich in Waikanea – einen schönen Ort in der Nähe von Wellington, wo unser Abschluss-Seminar stattfand – in den Bus, der mich noch einmal über den Großteil der Nordinsel fahren sollte. So erhaschte ich denn auch noch einen herrlichen Blick auf das schneebedeckte Vulkanplateau des Mt. Ruapehu unter Sternenglanz, als unser Bus die „Desert Road“ entlangfuhr – einem Anblick der mir bei der Hinfahrt einige Tage zuvor wegen dichtem Nebel verwehrt wurde.

Früh morgens kam ich in Auckland an, schlug mich zum Flughafen durch, verstaute mein Gepäck dort und nahm – um nicht 6h am Flughafen totzuschlagen – noch einmal einen Ausflug in Aucklands City. So passierte es, dass ich den Neuseeland-Aufenthalt noch mit einem Rundgang auf der Außenplattform des 315m hohen Fernsehturms krönte (an einem Seil gesichert) und in freier Luft ohne jegliche Scheibe auf einer keinen Meter breiten Plattform ohne Geländer die grandiose Fernsicht bewundern könnte. Die Tasmanische See mit Manukau Harbour im Westen, direkt östlich der Pazifik mit Blick auf die Vielzahl der Inseln im Hauraki Gulf und der Spitze der Coromandel Peninsula. Die Vielzahl der Häuser in allen Richtungen – Auckland ist nach Mexiko City flächenmässig zweitgrößte Stadt der Welt bei grade einmal 1,3 Millionen Einwohnern – die dicht bewaldeten Waitakere Ranges und die grasigen Hügel im Norden, wo mein zweites Projekt in Helensville lag. Ich möchte die Leser nicht mit weiteren Namen quälen, die ihm nichts sagen, fand es aber gerade so schön, mir diesen Blick vom SkyTower noch einmal zu vergegenwärtigen.

Letztlich ein schöner Abschluss, denn wenige Stunden später hob das Flugzeug ab und ich liess Aotearoa hinter mir. Der Moment des Abhebens von neuseeländischer Erde erfüllte mich mit Wehmut und zugleich Hoffnung, mit freudiger Erwartung auf Deutschland wie auch trauriger Gewissheit, so schnell nicht zurückkehren zu können. Der heutige Tag stand demnach auch im Zeichen dieser Gefühlslage und ein gern immer wieder gehörtes Lied – der trotz oder gerade wegen gewisser Melancholie mein persönlicher Neuseeland-Song wurde – ohne von dort zu stammen oder etwas damit zu tun zu haben – bringt mich hoffentlich in Topform für die morgige Klausur: http://www.youtube.com/watch?v=n1NdJKJlrcw

 

Und jetzt ist schon wieder ein Jahr herum. Ich erwähnte das Paradox der Zeit: in Neuseeland sehnte ich mich – so gut es mir doch gefallen hat – insgeheim sehr stark nach Hause zurück – die Zeit wollte und wollte aber nicht vergehen, bis es endlich soweit war und man gerne noch viel länger geblieben wäre. Das ganze hat sich im Laufe des vergangenen Jahres nun umgekehrt: man hätte lieber sehr viel mehr Zeit – das zweite Semester ist plötzlich auch schon wieder vorbei – und die Zeit vergeht rasend schnell. Meine beiden Semester in Konstanz scheinen mir länger als ein Monat in Neuseeland vergangen zu sein.

Klausuren und Referate sehnt man sich förmlich herbei, merkt am Vorabend dann aber, das man viel mehr Zeit benötigt. So geht es mir gerade. Für meinen Blog bleibt mir trotzdem Zeit. Da sieht man was eine Herzensangelegenheit ist und was nicht 😉

Auf dem ICJA-Vorbereitungsseminar vor ziemlich genau 2 Jahren am Wannsee in Berlin – es kommt mir wie gestern vor – hatten wir die Aufgabe uns selbst einen Brief zu schreiben, den ich dann zur Jahresmitte meines Neuseeland-Aufenthaltes auch tatsächlich bekam. Auch dort schrieb ich über die Zeit – über die vergangene, die ich beim Öffnen dieses Briefes schon hatte und über die kommende, die noch vor mir lag und immer noch liegt. Es war eine einschneidende Erfahrung einen Brief an sich selbst zu lesen, aber eine wertvolle. Der heutige Jahrestag markiert den Beginn einer Tradition dieser Art. Wenn ich ihn in einem Jahr öffne – was ist dann passiert? Ich kann mir soviel vorstellen, aber es kommt doch immer anders erwartet.

Zufälligste Begegnungen und Ereignisse lassen das Kartenhaus jeder Zukunftsplanung schnell in sich zusammenstürzen. Innerhalb eines Jahres kann sich soviel verändern, dass man nicht weiß, wo man anfangen und wo man aufhören soll. Aber auch, wenn es nicht so lief, wie es sollte, lief es eigentlich besser. Viele Erwartungen wurden nicht erfüllt, manche übertroffen. Ich bin gespannt, wie es nächstes Jahr an diesem Gedenktag sein wird und verabschiede mich mit passend zur Thematik selbsterdichteter Lyrik, die mir bei einer Übernachtung in meinem Honda Civic an einem einsamen See in einsamer Nacht unter klarsten Himmel  mitten in den Southern Alps der Südinsel Aotearoas im November 2010  in den Sinn kamen:

 

Der Himmel voller Sternenglanz

der Mond, der um die Erde tanzt,

die da liegt wie ein blauer Ball

seit lang vergangnem Ur-Zeit-Knall.

 

Die Dunkelheit am Meeres Strand,

die Wellen auf dem feinen Sand,

der da liegt wie seit Ewigkeit,

und liegen bleibt für lange Zeit.

 

Die Zeit ist ein Mysterium,

mal währt sie noch, mal ist sie um.

Veränderungen jeden Tag,

ob gut, ob schlecht, wie man es mag.

 

Die Dunkelheit am Meeres Strand,

die Wellen auf den feinen Sand,

werden sie ewig weitergehn?

Was wird mit unser Welt geschehn?

 

Der Tag ist fern, die Nacht ist weit

dann wenn herum die Ewigkeit,

die unserer Erde noch bleibt.

 

 

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ICJA-Freiwilligenaustausch sucht dringend Gastfamilien!

Bald bin ich bereits seit einem Jahr aus Neuseeland zurück, zu meiner Austauschorganisation versuche ich trotzdem Kontakt zu halten. Ich teile zwar gewisse Werte und Visionen von ICJA – Internationaler Christlicher Jugendaustausch – bzw. besser ICYE – International Cultural Youth Exchange – (das „Christlich“ entspringt  ihrer deutschen Tradition, hat aber heute keine wirkliche Bedeutung mehr) nicht und bin mittlerweile froh in manch Themenfrage unindoktriniert geblieben zu sein , unterstütze aber natürlich trotzdem die Grundintention einer friedlichen Völkerverständigung durch einen Freiwilligenaustausch und viele weitere Ziele.

Denn im Gegensatz zu vielen anderen Austauschorganisationen unterstützt der ICJA (www.icja.de) nicht nur deutsche Freiwillige bei ihren staatlich subventionierten Abenteuerurlauben ins Ausland, sondern ermöglicht duch das internationale ICYE-Netzwerk  auch internationalen Freiwilligen einen Gastaufenthalt in Deutschland. Im Moment suchen viele lateinamerikanische junge Erwachsene eine Gastfamilie (s.u.).

Projekte für diese zu finden ist in Zeiten steigenden Bedarfs an Pflegekräften und Co. bei gleichzeitiger Abschaffung der Wehrpflicht bzw. des Zivildienstes sicher nicht allzu schwierig. Oft scheitert es jedoch am nachvollziehbaren Wunsch internationaler Freiwilliger, in einer deutschen Gastfamilie zu wohnen, wozu sich leider sehr wenige Familien , auch sicher in Ermangelung des Wissens  an die Möglichkeit dieser Möglichkeit, entschliessen. Auch Wohnraum in Projekten ist eher knapp – Wohnprojekte werden auch noch gesucht. Damit hatte ich in Neuseeland ja gute Erfahrung mit und es keinesfalls bereut.

Ingesamt liegen die Vorteile auf der Hand und überwiegen die Nachteile deutlich. Im Gegensatz zu anderen Organisationen zahlt der ICJA meines Wissens zwar kein Geld an die Gastfamilien, gerade dies sorgt meiner Meinung nach aber für ein deutlich besseres Verhältnis zwischen Familie und Gastfreiwilligen, das sicher in lebenslangen Beziehungen münden kann. Gerade für Eltern, deren Kinder zum Studium weggezogen sind und sich vielleicht etwas allein fühlen, könnten dadurch wieder Schwung in ihr Leben bringen.

Es gibt sicher auch harte Zeiten, gerade der Anfang, wo der Gast kaum Deutsch sprechen können wird mag auch anstrengend sein, aber die vielfältigen Erfahrungen zusammen, der Einblick in eine ganz andere Kultur, Sprache und Co. wirkt sicherlich sehr bereichernd.

Vielleicht ist ja unter meinen Lesern jemand, der sich vorstellen kann, einen internationen Freiwilligen bei sich zu Hause aufzunehmen. In nachfolgender pdf-Datei (verzweifelt gesucht!) finden sich wenige nähere Informationen. Wer Interesse hat, mag mir auch ganz unverbindlich schreiben und ich stelle den Kontakt her – oder Ihr meldet Euch direkt beim ICJA – Freiwilligenaustausch weltweit.

Ich würde mich freuen, wenn vielleicht ein interessierter Konstanzer oder sonstwer aus dem gesamten Bundesgebiet (ein Projekt wird sich schon finden lassen) Bereitschaft signalisiert, sich ganz unverbindlich mit der Idee zu beschäftigen und vielleicht tatsächlich einen Gastfreiwilligen bei sich aufzunehmen. Ich bin noch etwas jung, aber in ein paar Jahrzehnten würde mich das sehr freuen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte. Auch würde ich mich über Weiterverbreitung dieses Aufrufes freuen (und der ICJA sicherlich auch)…

Ein Wochenende in Thüringen

Morgen zieht es mich nach Thüringen. Zum ersten Mal in meinem Leben (echt jetzt) betrete ich dieses Bundesland. Ich übernachte dort sogar 2 Nächte, in dem noblen Kaff – soll ein Luftkurort sein – namens Friedrichroda.

Anlass ist ein Rück-Rückkehrertreffen meiner Neuseeland-Austauschorganisation ICJA, wo sich ein paar Leute des letzten Jahrganges nochmal wiedersehen und zu gewissen Themen arbeiten. Wenn ich mich richtig erinnere, soll es z.B. um Entwicklungspolitik gehen. Als powalter kann ich da natürlich nicht nein sagen und nehme das gerne mit, auch wenn ich garkein „weltwärtsler“ war.

Der Andrang schien sich in Grenzen zu halten – nicht verwunderlich, da entweder viele Leute die Semesterferien für einen Besuch in ihrem Gastland nutzen (wenn es nicht soweit weg ist wie Neuseeland…) oder viele auch noch mitten in der Klausurenphase sind.

Mit der bin ich durch – die Hausarbeit werde ich Montag aktiv anfangen. Die jeweils knapp 7h Bahnfahrt, die mir bevorstehen, bieten aber schonmal eine gute Gelegenheit, einen groben Überblick zu bekommen.Von Konstanz mit 5x Umsteigen über Offenburg, Mannheim, Fulda, Eisenach und Frotstätt soll es letztlich nach Friedrichroda gehen. Ich bin gespannt.

Nachdem ich mich über F.A. von Hayek bereits bestens auskenne, werde ich nach 14h Bahnfahrt mich am Sonntag Abend dann auch gebührend über J.S. Mill auskennen – hoffentlich jedenfalls genug, um meine Hausarbeit beginnen zu können. Die trägt nämlich den Titel „Der Begriff der Freiheit bei Hayek und Mill“. Ein Vergleich, der sich garnicht so einfach gestalten dürfte.

Jetzt freue ich mich aber erstmal auf das Seminar, ein paar bekannte und ein paar neue Gesichter und ein schönes Wochenende. Nicht freuen tue ich mich auf die vegetarische Verpflegung – denn diesen dogmatischen Vegetarismus meiner Austauschorganisation ICJA kann ich nicht ab. Aber  kann ich mit leben und ich werde das Wochenende wohl auch überleben 😉

Ein wenig Philosophie ?

Es verlangt in mir wieder nach einer Publikation in diesem Blog. Worüber?

Über unseren neuen Bundespräsidenten? Über den bevorstehenden Angriff Israels auf den Iran? Über meine Klausuren der letzten Woche und die anschließenden Feierlichkeiten ? Oder über den schönen Skitag, den ich heute in Lech und Zürs am Arlberg verbrachte? Über das großartige Buch, was ich gerade immer mal nebenbei lese und nach 5 Wochen und 1100 Seiten bald beeendet habe? Über die unsinnigen Gedanken, die ich mir in letzter Zeit gemacht habe? Über die Piratenpartei? Über Kontemplation und spirituelle Läuterung? Über meine bevorstehende Reise dieses Wochenende nach Thüringen? Oder über die zu schreibende Hausarbeit, der ich mich morgen zuwenden werde? Umziehen tue ich – übrigens – in wenigen Tagen auch.

Viele Fragen – die Antwort ist kurz und prägnant: nichts von alledem! Jedenfalls nicht heute.

Ob morgen, übermorgen oder überhaupt wird die Zeit zeigen. Die Zeit – ein Mysterium, dass ich nie begreifen werde.

Letztes Jahr um diese Zeit war ich in Neuseeland, arbeitete mit geistig behinderten Menschen in der Nähe von Auckland. Eine schöne Zeit, die viel zu schnell vorbeiging, deren Ende trotzdem oft von mir herbeigesehnt wurde; wo die Tage langsam dahinschmolzen, ein letztlich immer gleicher Tagesablauf und Abendgestaltung die Zeit als ewig erschienen liessen, mal abgesehen von den vielen Abenteuern, die ich bei meinen Roadtrips in Aotearoa – wie gern würde ich mich in grade in den Flieger setzen – erlebt habe. Die gibt es übrigens immer noch nachzulesen – ich lese auch immer wöchentlich nach, was ich im vergangenen Jahr um diese Zeit erlebt habe (chrissofnz.wordpress.com).

Dieses Jahr, um diese Zeit – ich schreibe gerade diese Zeilen – ist vieles ähnlich und manches anders. Das Studium ist ebenfalls eine schöne Zeit – mal mehr , mal weniger. „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ könnte man oft zitieren.

Und diese Zeit rast vorbei. Nun stehe ich schon fast am Ende meines ersten Semesters und frage mich: wie konnte das so schnell gehen? Die letzten Monate verflogen wie im Zeitraffer: ich bin um tausende Erfahrungen reicher, um tausende Erkenntnisse weiser, um tausende Euro ärmer 😉

Und ich harre der Dinge, die da kommen werden!

Das war jetzt leicht philosophisch, aber mir war mal danach…

Was so los war…

Es sei mal wieder ein Blogbeitrag zu schreiben, dachte ich mir. Worüber bloß? Über die „shikanöse“ Klausur (welch Wortspiel sich da jemand hat einfalllen lassen) heute, die ich mit einer frequentistischen Wahrscheinlichkeit von 99% nicht bestehen werde? Da der Blog ja öffentlich ist, möchten wir das nicht auf die Spitze treiben 😉 (zu den Klausuren äußere ich mich noch am Wochenende, wenn alle vorbei sind – anzumerken ist aber, dass der Fachbereich wohl ordentlich aussortieren möchte :P)

Familiärer Besuch half mir immer, schnell darüber hinwegzukommen. Im Kino sahen wir den Film „Hugo Cabret“ (sehr empfehlenswert – auch wenn es wie ein Kinderfilm anmuten mag, ist er durchaus anspruchsvoll) und labten uns danach bei gut Speis und Trank in Konstanz Gastronomieszene, für die abgesehen von Dönerbuden und asiatischen Garküchen mein Geldbeutel sonst zu schmal ist.

Am Wochenende war ja das Südbadentreffen der Piratenpartei. Freitag hin, mit von mir aus unverschuldeter zweistündiger Unpünktlichkeit (man kann auch sagen, manch anderer Pirat hat kein Zeitgefühl) und sich dann im Schneegestöber im tiefsten Schwarzwald mehrmals verirrt, unter anderen über kleine Feldwege gefahren (und schön gedriftet), sich in einer Baustelle wiedergefunden (gesperrter Straßenabschnitt) und kurz vor einem Ziel auf einen Bauernhof gelandet (der Navi führt falsch), wo der Wachhund mein Auto attackierte. Richtiges Abenteuerfeeling quasi – da werden Erinnerungen an Neuseeland wach. Die engen Kurven und Steigungen des Schwarzwaldes (jetzt war ich auch mal da) taten ihr übriges, dass ich mich so richtig wieder sehne, auf Entdeckungstour durch Aotearoa zu gehen.

Sonst möchte ich nicht allzu viel vom Südbadentreffen berichten, dass in einer kleinen Hütte in der Nähe vom Örtchen Oppenau stattfand. Es gab Diskussionen,  ein paar spannende Vorträge (genauer gesagt 2, da ich am Samstag Nachmittag bereits wieder wegfuhr) – einmal über Softwarepatente, das andere ein Rhetorikkurs, wobei es weniger um Rhetorik im eigentlichen Sinne, als um generelle Kommunikation ging – wie verhält man sich am Infostand usw…
Die Vorträge werden auch auf den Seiten des Bezirksverbands Freiburg veröffentlicht, da könnte sich reinhören durchaus mal lohnen (wurde ja alles schön aufgenommen!)

Mein Auto sprang natürlich dann auch nicht an (Batterie leer), mein Handy hatte ich verloren (fand sich dann letztlich im Bettlaken wieder), bin mies im Schnee ausgerutscht – es war also kein wahnsinnig toller, aber wenigstens erfolgreicher ( Tag, der noch durch einen magischen Sonnenuntergang über den Schwarzwaldhügeln abgerundet wurde, den ich aus dem Auto bei der Rückfahrt beobachten durfte (nachdem ich freundlicherweise immerhin Starthilfe bekommen hatte). Der Navi führte mich bloß natürlich wieder falsch – statt in Rottweil auf die Autobahn nach Konstanz zu kommen kam ich 50m nördlich in Horb am Neckar raus. Wenn das so weiter geht, kenne ich bald ganz Baden-Württemberg 😉

Aber genug für heute. Die Klausur heute vergeßend muss ich mich auf die nächste Klausur (Personal&Organisation) am Mittwoch vorbereiten – und wollte den Rest der Nacht dazu nutzen, mit dem Lernen mal wenigstens anzufangen. Aber wie ich schon immer wusste und heute wieder gesehen habe: je mehr ich lerne, desto schlechter bin ich. Schätzungsweise. Vielleicht habe ich ja auch alles richtig erraten 😉

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Falls Ihr immer noch so wenig auf Weihnachten eingestimmt seid wie ich , kann Euch ja vielleicht der Powalter-Chor unter dem Dirigenten Prof. Dr. Seibel weiterhelfen, ausschnittsweise zu sehen unter folgendem Link: http://www.youtube.com/watch?v=vTNqbxDpWbs

Letztes Jahr um diese Zeit war ich in Napier, Neuseeland. Dort feierte ich Heiligabend an einem einsamen Strand – ist jetzt und war  ja schließlich Sommer dort – mit romantischen Lagerfeuer in internationaler Gemeinschaft! Weihnachten fiel trotzdem flach für mich – am Morgen des Heiligabends 2010 wurde schließlich mein Auto aufgebrochen und die Hälfte meines Hab und Gutes geklaut. Der 1. Weihnachtstag stand ganz im Zeichen einer langen Autofahrt von Napier nach Rotorua – mit der Route über kilometerlange Schotterpisten durch den Regenwald am Lake Waikaremoana vorbei. Wie gern ich doch da wieder wäre… Der 2. Weihnachtstag führte dann weitere 3 Autostunden weiter nach Auckland, wo ich Neuseeland nach Sydney verließ, wo ich ja Silvester zelebrierte unter einem bombastischen Feuerwerk.

Letzes Jahr Weihnachten in Neuseeland und Silvester in Sydney – dieses Jahr Weihnachten in Filzmoos und Silvester in Herford. Was kommt nächstes Jahr, was wird aus nächstem Jahr? Lassen wir uns überraschen, auch davon, ob ich mir meine guten Vorsätze zu Herzen nehmen werde. Einer davon ist, hier regelmässiger zu schreiben…

 

Tag 14: Karamea-Opara Basin-Culverden

So, nun möchte ich endlich die Reisegeschichte beenden und den Trip kurz resümmieren, um dann von dieser schweren Last befreit mit interessanteren Artikeln auftrumpfen zu können – es hat sich schon manche Idee auf meiner Festplatte angestaut, genug um jeden Tag bis zu den Ferien etwas zu schreiben. Aber dazu wirds wohl nicht kommen.

Bevor ich mit dem 14ten und letzten Tag beginne – hier noch ein kleiner Witz, den mir ein Grundschulkind heute erzählt hat!

„What does a  possum do at the road? – He wants to see his flat mate“

Hahahaha – habt ihr gelacht,  oder nicht? Zumindest hoffentlich verstanden, auf Deutsch wiederzugeben würde dem auf Wortspiel basierenden Witz schließlich seinen Charme rauben.

Nun aber zum letzten Tag meiner Reise – wer mitgezählt hat, weiß, dass dieser an einem Freitag war – die letzen beiden Ferientage wollte ich in Culverden verbringen, so langsam war ich das „aus dem Koffer leben“ auch satt.

Ich stand also nach einer schlaflosen Nacht auf und richtig, ich befand mich ja immernoch in den Räumlichkeiten der Rongo-Sekte! Die Nacht war deshalb schlaflos, weil es nur dünne Decken zum Zudecken gab bei unangenehmer Kälte) und die Bettmatraze extrem dünn und unbequem war. Aber ich hab es überlebt, noch ein paar Worte mit den Rongonianern gewechselt und bin dann auf deren Anraten zum Opara Basin gefahren. Das hiess, dass ich erst einmal wieder Richtung Heaphy Track gefahren bin, dann aber auf halber Strecke dorthin eine Schotterstraße mitten in den Urwald genommen habe. Das Opara Basin ist nämlich mitten im Kahurangi Nationalpark gelegen, ca. 25k von Karamea entfernt.  Und die Straße war  natürlich auch leer. War bisher die herausfordendste Straße – Schotter bzw. gar kein Belag, ständiges Auf und Ab, extrem kurvige Strecke, dabei die g anze Zeit durch den dichten, kaum Sonne durchlassenden Urwald. Ich kam aber heil im Zielgebiet an, wo sich außer mir auch niemand anders befand. Da wurde mir auch deutlich, dass, wenn ich steckengeblieben wäre (da ich ja nunmal kein Allrad habe) oder von der Strecke abgekommen wäre (man driftet da ganz schön – unabsichtlich) wohl so schnell keine Hilfe bekommen hätte. Ohne Handyempfang, kein Mensch im weiteren Umkreis und mit Karamea der nächste Ort ca. 25km Straße entfernt.

Zum Opara Basin ist folgendes zu sagen: es ist ein Gebiet mitten im Regenwald, indem ein paar Wanderwege verlaufen, darunter auch der Startpunkt eines Mehrtages-Tripps. Hauptsächlich kommen die Besucher hier aber wegen der Höhlen her. Das Gestein dort ist nämlich irgendwie besonders und es gibt viele Höhlen, wo man auch öfters Fossilien oder Knochen vor nicht allzu langer Zeit ausgestorbener Tiere findet (z.B vom Moa (= quasi ein Kiwi, bloß größer als ein Strauß).

Außerdem fliesst ein Fluss durch die Gegend und der idylische Regenwald lockt mit einem Orchester an Vogelstimmen.

Soweit abgelegen hätte ich es nicht erwartet, doch das DoC hat hier sogar eine Toilette aufgestellt und ein überdachtes Infozentrum, wo man sich an Schautafeln schlau machen konnte. So erfuhr ich, dass den Höhlen und Flüssen in dieser Gegend „Herr-der-Ringe“ Namen gegeben wurden (der Kreis schliesst sich…)

Tatsächlich führte mich meine erste Wanderung (von mehreren kleineren, höchens halbstündigen Trips) zur „Moria Cave“ – benannt nach Moria – oder auch Khazad-dûm um den kleinen Volk entgegenzukommen (:P) – der verlassenen Zwergenstadt, wo  der böse Balrog kommt und Gandald von der Brücke mit in die Tiefe reisst…

Doch der Eingang der Höhle sah nicht wie im Film aus, noch befand ich mich im Azanulbizar – einladend war es aber nicht. Ein kleines Loch mitten im Felsen – es herrschte Dunkelheit auf den ersten Blick. Ich entschied mich trotzdem hereinzusteigen und es ging auch sofort hinunter in die Tiefe. Da sah ich aber auch schon, dass es wieder hell wurde, die Höhle hatte ihren wirklichen Einlass nämlich ein paar Meter weiter – bloß kommt man von dort nicht hinein, weil ein Fluss direkt vorüberfliesst. Ich kraxelte also ein bisschen in der „Höhle“ rum, was ich fast bereut hätte, denn der Weg hinaus aus der Höhle war nicht so einfach wie rein – der Boden war glitschig und ich musste mich echt ziemlich konzentrieren, um wieder sicher hinauszugelangen. Ich beschloss dann, statt den Weg wieder umzukehren, den etwas längeren Rundweg zu nehmen, der mich noch an zwei sehr schön spiegelnden Seen vorbeiführte – spiegelnde Bäume sehen aber ja nicht sonderlich interessant aus. Ich stieg dann wieder ins Auto und fuhr noch 2km weiter, weil dort ebenfalls noch ein kleiner Ausflug wartete. Neben einer größeren Höhle, die allerdings abgesperrt ist und die man nur in fachkundiger Begleitung betreten darf, führt ein Pfad zu zwei anderen wirklich größeren Höhlen. Ich ging also den Pfad, weiter und immer weiter, und wunderte mich, warum es plötzlich so dunkel wurde. Der Wald ist zwar ohnehin dicht, aber so dicht konnten die Bäume auch nicht sein. Ich schaute nach oben und stellte verblüfft fest, dass ich mich bereits in einer riesigen, bestimmt 30m hohen Höhle befand, in der die Bäume reingewachsen waren. Die Höhle ging allerdings nicht sonderlich weit, nichtsdestotrotz war es ein beeindruckender Anblick.

Danach suchte ich noch zwei weitere Höhlen auf, wo ich mich diesmal tatsächlich als Höhlenforscher betätigte. Obwohl dringend empfohlen wurde, eine Taschenlampe griffbereit zu haben, betrat ich die Höhle, zuerst die kleinere, ohne. Es führte aber ein gesichter Rundweg einmal hindurch, also nicht sonderlich gefährlich. Trotzdem wurde es recht eng und ich musste zeitweise krabbeln. Schwaches Licht gab mir nur mein Ipod (dessen Leuchtkraft reicht aber quasi nicht aus) und meine Kamera, die, wenn ich den Blitz benutzte, mir für den Bruchteil einer Sekunde die Orientierung ermöglichte. Sonderlich viel von der Höhle habe ich demnach natürlich nicht gesehen, die kleinere jedoch erfolgreich durchquert. Danach ging es in die größere, die im Gegensatz zu der kleineren ziemlich breit und hoch war. Auf einen Schild vorm Eingang wurde vor Spinnen und Käfern hingewiesen – man solle doch bitteschön aufpassen, diese nicht zu zertrampeln. Ich ging also auch in diese Höhle, immer weiter, das Licht vom Eingang erlosch irgendwann und ich war in vollkommener Dunkelheit gefangen. Langsam tastete ich mich mithilfe des Kamerablitzes voran – nach wenigen Minuten wurde es mir aber zuviel. Irgendwie war mir die Höhle unheimlich, so ganz ohne Licht – und mit dem Gedanken weit und breit der einzige Mensch zu sein. Angst vor Höhlenbären braucht man hier zwar nicht zu haben, doch ich beschloss, lieber wieder umzukehren. Diese Höhle blieb von mir also unerforscht.Ich möchte darauf hinweisen, dass die potentiellen Gefahren nicht sonderlich hoch waren, schließlich waren es vom DoC ausgewiesene Wanderziele, die auch entsprechend gesichert waren. Wenn man aber Lust auf „Caving“ hat, dort in der Nähe gibt es noch eine Vielzahl weiterer Höhlen, die noch weitgehend unerforscht sind…

Nun hiess es für mich Abschied nehmen und meine ziemlich lange Auto-Fahrt begann. Ohne nämlich groß einen Zwischenstopp im Auge zu haben, wollte ich nach Culverden zurückkehren. Nach ca. 40 Minuten war ich in Karamea, nach 2 Stunden nahe Westport , nach 3 1/2 Stunden machte ich dann Pause in Reefton, einen kleinen, im Vergleich aber doch recht großen  Örtchen (viertgrößter und einziger inländischer Westküstenort), welcher sich, warum auch immer, preist, die erste Straßenbeleuchtung Neuseelands gehabt zu haben. Irgendwas lässt sich ja immer vermarkten 😀

In nicht allzu weiter Ferne ist übrigens die Pike-River-Kohlemine, von der man vielleicht auch in Deutschland grade hört. SPON berichtet z.B darüber und ergeht sich in der Stadtneuschöpfung „Greychurch“ – eine Mischung aus Greymouth und Christchurch (beim nächsten Erdbeben heisst Christchurch bestimmt „Christmouth“…)

Es gab  nämlich ein Grubenunglück, bloß im Gegensatz zum „Wunder von Chile“ werden dort alle 29 Bergleute ihre Schicht vermutlich  nicht überleben. Die Anteilnahme ist, grade hier in der Gegend, wo es nicht allzuweit weg ist, ziemlich hoch. Aber mal sehen, vielleicht gibt es ja wirklich noch ein Wunder…

Von Reefton ging es dann über den Lewis Pass zurük nach Culverden, was noch einmal 2-3h Fahrt bedeutete. Kurz vor Reefton ereignete sich dann das eigentlich schon lange Erwartete. Regen! 5 Tage war ich an der We(s)t Coast, und es gab keinen Regen, tagsüber. Nun schien ich aber die volle, glücklciherweise ausgebliebene Ladung abzubekommen – es regnete und regnete und hörte nicht auf. Dadurch habe ich auch die eigentlich spontan geplanten Zwischenstopps für kurze Wanderungen nicht wahrgenommen.

Erst als ich das Gebirge verließ und in die Ebene kurz vor Culverden einschwenkte, sah ich wieder die Sonne, die am Horizont zu verschwinden drohte. Es war nämlich schon Abend geworden. Froh, wieder in Culverden zu sein, erließ ich also alle notwenigen Anweisungen (gegenüber mir selbst) und zelebrierte das Ende der Reise mit einer schönen Cranberry-Pizza im Red-Post-Cafe – ein Ritual, dass ich nach Abreise hier wohl vermissen werde. Das restliche Wochenende erholte ich mich dann noch, samstags abends in den Thermalquellen Hanmers, schrieb was in diesem Blog ;), und bereitete mich wieder auf die Arbeit vor. Das ist jetzt zwischen 6-7 Wochen her – und ich bin erstaunt, wie ich mich noch an alles erinnert habe.

Damit könnte ich eigentlich zum Abschluss kommen, mache ich aber nicht. Erst noch ein kleines Resumeé meiner Reise.

Die Reise war wirklich „awesome“, „fantastisch“ und sehr „lehrreich“. Vor allem war sie unerwartet, denn eigentlich dachte ich, ich wäre die ganze Zeit mit den beiden ehemaligen Mitreisenden zusammen. Es war aber genau die richtige Entscheidung, getrennte Wege zu gehen – ich hätte einfach zu viele interesannte Dinge verpasst. Da nehme ich dann gerne auch etwas Einsamkeit auf mich. Im Endeffekt war es durch das Schlafen in Backpackers statt in Zelten und der Spritkosten etwas teurer als kalkuliert, aber es war sein Geld auf jeden Fall wert! Ich freue mich schon riesig, wenn es in knapp 2 Wochen wieder losgeht – die genaue Route werde ich noch mitteilen…

Um meine Frühlingsferien-Route besser nachvollziehen zu können, werde ich wohl auch noch eine Karte bearbeiten und Euch zeitnah präsentieren.

Soviel dazu, Fotos kann ich im Moment leider nicht hochladen, da das Internet grade arg langsam ist…

Entscheidungen und Wochenende!

So, mal wieder was von mir.

Gestern fand ich eine Mail im Postfach, das es nun darum geht, ein neues Projekt auszuwählen. Wie ich leider festgestellt habe, stehen meine beiden Wunschprojekte in Wellington garnicht mehr zur Auswahl. Ich muss mich jetzt also anders entscheiden und möchte Euch daran teilhaben lassen.

Klar ist, dass ich auf die Nordinsel möchte, da die Gegend hier, wie schön sie auch ist, doch langsam langweilig wird und alles gesehen ist. Zumal es interessant ist den Lebensstil zu vergleichen – so habe ich schon öfters von den hier Einheimischen gehört, das die Südinsulaner viel netter, freundlicher, offener usw. sind.

Wie dem auch sei, diese 5 Projekte sind in meiner näheren Auswahl:

1. Vertical Horizon Adventure Camp (http://verticalhorizon.co.nz/)

2. Kauaeranga Valley Christian Camp (http://www.kvcc.org.nz/)

3. Finlay Park Camp (http://www.finlaypark.co.nz/)

4. Whangarei Heads School (http://www.whangareiheads.school.nz/welcome.php)

5. Mount Tabor Trust (http://www.mt-tabor.org.nz/index.html)

Könnt ihr euch ja mal anschauen, wenn es interessiert. Ich neige momentan zu ersterem, das ist ein Adventure Camp in Inglewood, an der Ostküste der Nordinsel, direkt bei dem 2500m hohen einsam in der Landschaft stehenden und auf Bildern traumhaft aussehenden Mount Taranaki 😀                                        Mit New Plymouth ist auch eine Viertelstunde entfernt eine größere Stadt in der Nähe, die bereits als lebenswerteste Kleinstadt (unter 50.000) der Welt ausgezeichnet wurde. Ich glaube, das könnte dort ganz nett werden – aber fraglich natürlich, ob ich auch überhaupt meinen Erstwunsch bekomme. Die anderen Camps sind aber auch an durchaus attraktiven Stellen, sodass es mir ehrlich gesagt, eigentlich relativ egal ist, wo ich hinkomme. Die Schule und die Behinderten-Einrichtung ist auch recht interessant, echt schwierig sich zu entscheiden.

Soviel zu diesem Sachverhalt. Gestern war ich mal wieder in Christchurch – eigentlich aus einem ziemlich banalen Grund: ich musste mir mal wieder die Haare schneiden lassen. Der Friseur hier in Culverden ist auf 5 Wochen ausgebucht und außerdem sogar noch recht teuer. Also bin ich in Christchurch irgendwo reinspaziert und sofort wurden mir in barbarischster Weise meine wunderschönen Haare abgesäbelt!

Nachdem es Freitag wieder extrem heiß war (nicht auszuhalten…), hat es gestern fast den ganzen Tag geregnet, auch in Christchurch. Ziemlich schnelle Wetterwechsel hier. Da ich aber nicht nur des Haare Schneidens wegen nach Christchurch gefahren bin, beschloss ich, nicht zuletzt wegen der Hysterie um den neuen „Harry-Potter“-Film ein neuseeländisches Kino aufzusuchen.

Meine Wahl fiel auf das „Hoyts“, eine Kinokette hier in Neuseeland, vergleichbar mit Cinemaxx. Ich muss aber sagen, die Sessel sind deutlich bequemer und weiter und selbst ich kann meine Beine vollständig ausstrecken im Kinosaal.

Dort saß ich dann nämlich auch und erduldete den zweieinhalb-stündigen „Harry-Potter-Film“, der mich nicht sonderlich überzeugt hat. Trotz seiner Länge passiert eigentlich ziemlich wenig – oder aber, anders betrachet, ziemlich viel, soviel dass man das meiste schnell wieder vergisst. Ich muss zugeben, als der Film anfing, wusste ich vor lautem „Herr-der-Ringe“-Fanatismus garnicht mehr, worüber der 7. Teil handelt – aber es fiel mir dann doch recht schnell wieder ein. Was auch gut ist, denn für jene, die das Buch nicht gelesen haben, könnte es Verständnisschwierigkeiten geben.

Aber ich möchte mich hier nicht auch noch als Filmkritiker betätigen und deshalb nur noch sagen, dass der Film immerhin ein paar Stunden gute Ablenkung bot – aber auch nicht mehr…

Nach einem kleinen Imbiss und der Suche meines Autos (diesmal hab ich die richtige Abzweigung genommen!) ging es dann an die Heimfahrt nach Culverden, die so langsam echt ermüdend wird. Noch 3-4 mal werde ich die Strecke machen – trotz der ganz netten Landschaft ist es aber irgendwann zu viel ständig die 100km nach Christchurch  zu fahren – geht ja auch an den Sprit.

Heute Abend geht es für mich dann noch mal wieder nach Hanmer Springs in den heißen Quellen relaxen, ich muss nämlich noch meine 10er-Karte, wo ich noch ein paar Punkte drauf habe, in den nächsten 3 Wochen abgelten. Dort kann ich dann auch schön entspannt nochmal nachdenken, für welches neue Projekt ich mich entscheide – morgen werde ich das dann an den ICYE schicken!

Pimp my Blog

Ich habe und werde in den nächsten Tagen das äußere Erscheinungsbild des Blogs noch etwas verändern, insbesondere für die Übersichtlichkeit.

Sind nämlich schon ganze 55! Artikel, die ich geschrieben habe. Die habe ich jetzt erstmal in Katgorien sortiert, damit ihr leichter finden könnt, was euch interessiert. Die Such-Funktion habe ich auch aktiviert.

Und ein Bild von meiner Reise schmückt jetzt den Header!

Seid gespannt, was ich noch so mache…