Robert Nefs Vortrag zu „Regionale Integration – Ende der Nationalstaaten?“

Am Donnerstag, den 31. Januar, veranstaltete der Hayek Club Konstanz seine zweite Veranstaltung. Eingeladen nach Konstanz war der liberale Schweizer Intellektuelle Robert Nef, der im Nachbarland seit Jahrzehnten für mehr Freiheit streitet. Als Gründer des Liberalen Instituts Zürich, ehemaliger Herausgeber der „Schweizer Monatshefte“ und aktiver Redner und Publizist hat er den Klassichen Liberalismus in der Schweiz gefördert wie kein Zweiter. Umso mehr war der Hayek Club Konstanz erfreut, dass er sich die Zeit nahm, gut 20 Zuhörern in privaten Räumlichkeiten seine Thesen vorzustellen.

Seinen Vortrag – „Regionale Integration – Ende der Nationalstaaten?“ hielt er in ähnlicher Form bereits anlässlich der Tagung der Mont Pelerin Society 2012 in Prag. In etwa 50 Minuten nahm er Stellung zum Nationalstaat und legte eine klares Bekenntnis zum Non-Zentralismus ab. Kleine Staaten seien in seinen Augen zwar auch nicht perfekt, aber mit weniger Nachteilen behaftet als große Zentralstaaten. Er machte dies an den 3 Begriffen der Souveränität, Solidarität und Subsidiarität fest, denen er sich etymologisch näherte.

Souveränität, vom Lateinischen „superare“ kommend, bedeute vor allem, dass niemand über einen stehe. Natürlich würde ein Mensch nicht isoliert aufwachsen können, entgegnete er auf eine entsprechende Diskussionsfrage. Doch seien alle Menschen gleich und niemand solle den anderen in irgendeiner Hinsicht von Natur aus übergeordnet sein.

Solidarität sei unter anthropologischen Gesichtspunkten auf kleinere Kreise begrenzt und solle freiwillig erfolgen. Man dürfen den gewöhnlichen Menschen nicht zwingen, jemanden zu helfen, der einer ganz anderen Kultur und Sprache angehöre, da ihn dies überfordere. Er betonte jedoch auch, dass diese Grenzen in einer zunehmend globalisierten Welt gerade für Jüngere langsam verschwinden. Er sei – wie auch dem Hayek Club irrtümlich vorgeworfen –  kein Gegner, sondern ein glühender Verfechter von Solidarität, sofern sie freiwillig erfolge.

Subsidiarität sei etwas, was gehörig in die falsche Richtung laufe. Robert Nef forderte eine Schranke gegen Weitergabe von Befugnissen nach oben. Subsidiarität müsse die Möglichkeit sein, auf kleinster Ebene soviel lösen zu können wie möglich. Probleme einfach an eine übergeordnete Instanz abzugeben, bis es keine mehr gibt, führe zu nichts als noch schlechteren Entscheidungen.

Anschließend an seinen Vortrag gab es noch ausreichend Zeit für eine kritische Diskussion. Der Bundestagskandidat der Linkspartei im Kreis Konstanz, Marco Radojevic, versuchte Robert Nef aus der Reserve zu locken.Wieder einmal wurde deutlich, dass Marxismus und Liberalismus in der Analyse nahe beieianderliegen, aber bei den Lösungsansätzen ähnlich weit entfernt sind. Robert Nef antworte geduldig auf viele aufkommende Fragen und Diskussionsbeiträge, ehe die Veranstaltung um 22 Uhr endete.

Danach bestand noch die Möglichkeit sich privat mit Robert Nef zu unterhalten oder einer der vielen ausliegenden liberalen Werke zu begutachten und mitzunehmen. Darunter auch das Buch „After the Welfare State“ unseres Kooperationspartners, den European Students for Liberty, in dessen Netzwerk wir aufgenommen wurden.

Für den Hayek Club Konstanz war es eine gelungene zweite Veranstaltung. „Mit nunmehr 30 Interessierten ist der Start des Clubs überaus gelungen„, so der Club-Leiter Christoph Heuermann auf Anfrage des auch an dieser Veranstaltung teilnehmenden Südkuriers. Ende Februar steht ein privates Treffen der Interessierten zum gegenseitigen Austausch an.  Am 5. Juni freuen wir uns dann auf den Vortrag des Wirtschaftsweisen Prof. Lars Feld. Schon vorher soll noch ein anderer Referent sprechen. Vorschläge sind immer gerne gesehen!

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„Aussteigen, Endstation Sozialismus“ – eine freiheitliche Konferenz in Zürich

Gestern besuchte ich unser Nachbarland für eine von den Schweizer Jungparteien der FDP und SVP organisierten Konferenz, die den etwas doppeldeutigen Namen „Aussteigen, Endstation Sozialismus“ trug. Spätestens nach dem ersten Vortrag wurde aber klar, dass der Sozialismus nicht das Reiseziel, sondern das Problem sei, aus dem man aussteigen müsse.

Der Veranstaltungsaal einer christlichen Gemeinde war prall gefüllt – neben vielen Schweizern drängten sich auch einige Deutsche, die sich die Vorträge ihrer Landsmänner Frank Schäffler und Christian Hoffmann nicht entgehen lassen wollten. Auch Security war vor Ort – der angekündigte Ansturm einiger Linksautonomer blieb aber aus.

Schließlich sollte bei der Konferenz eine Allianz der bürgerlichen Kräfte geschmiedet werden, um sich den aktuellen Linksdrall der Schweiz erfolgreich widersetzen zu können. Denn die Schweiz ist längst nicht mehr so freiheitlich, wie ich dachte, auch wenn fehlende Zugehörigkeit zur Europäischen Union und Direkte Demokratie das Schlimmste noch verhindert haben. Wie der Schweizer Nationalrat Lukas Reimann von der SVP später in seinem Referat ausführte, hätte der Staat Plastiktüten verboten weil ein paar Leute sie weggeworfen haben, traue er Hundebesitzern nicht mehr das Halten von Hunden ohne Überprüfung zu, weil ein paar Leute sie nicht gehabt hätten und würde das private Pokerspielen unter Strafe stellen, weil es ja ein abhängig machendes Glücksspiel sei. Von Haftung und Verantwortlichkeit der Fehlhandelnden kenne der Staat kein Wort, würde den rechtschaffenen Bürger aber immer mehr Sachen verbieten und ihm im Grunde garnichts mehr zutrauen.

Bereits zuvor führte Maurus Zeier, Präsident der Jungfreisinnigen der Schweiz in die Konferenz ein und betonte die Gemeinsamkeiten von FDP und SVP, auch wenn es gerade in Fragen der Einwanderung sehr unterschiedliche Meinungen gibt. denn der in Deutschland läufige Eindruck der SVP als Rechtspopulisten täuscht. Letztlich wollen sie größtenteils nur kontrollierte Einwanderung nach dem Vorbild von Kanada, Neuseeland oder Australien, auch wenn sie im Wahlkampf zum Stimmengewinn oft populistisch wirken. Der von links gegen die SVP so oft gemachte Vorwurf Rassismus habe ich weder während der Konferenz noch danach erlebt.

Nach Lukas Reimann sprach der Organisator der Konferenz, Christian Zullinger (Autor des Blogs „Zuercherin“, auf der ich auch publiziere), über die Ideen des klassischen Liberalismus und wie sie in der Schweiz aktuell bedroht seien. Abgelöst wurde er durch Christoph Stampfli, der als Gründer der Initiative „Switzerland for Ron Paul“ den Wert des „Grassroots“-Aktivismus betonte. Gerade der klassische Liberalismus sei eine Bottom-Up-Bewegung, die in vielen kleinen dezentral agierenden Zellen ohne Herrschaft ähnlich viel erreichen könne wie zentralistisch organisierte Top-Down-Bewegungen. Als Beispiel führte er den US-Wahlkampf an, wo Ron Paul, obwohl von den Medien konsequent ignoriert, Massen von Unterstützern mobilisieren konnte, die mit Unternehmer- und Erfindungsgeist insbesondere das Internet dominierten.

Die Reihe der Jungpolitiker schloss Erich Hess, Präsident der Jungen SVP der Schweiz, ab. Er legte denn parteitypisch auch Wert auf die Freiheitlichkeit der Einwanderungsbegrenzung – schließlich sei es Recht jedes Landes zu bestimmen, wer in es eintritt – eine Aufassung, die ich nicht komplett teile.

Auch Dennis Chinnow von den European Students for Liberty kam noch zu Wort, stellte die Bewegung vor und machte auf die ESFL-Konferenz aufmerksam, die vom 8.-10. März in Leuven in Belgien stattfinden wird (ich bin natürlich dabei – hier kann man sich anmelden).

Nach einer kurzen Pause folgten dann die Vorträge der renommierteren Referenten. Zuerst erschien der als Paladin der Eurokritik titutlierte Frank Schäffler, der für die FDP im Deutschen Bundestag sitzt und als Einziger Liberaler dort auch klassich liberale Werte vertritt. Er betonte, dass es in der aktuellen Krise vor allem auch um die Entscheidung zwischen einem individualistischen oder kollektivistischen Europa gehe. Die zweifelhafte aktuelle Rettungspolitik werde auf jeden Fall fortgesetzt werden, um das Projekt eines supranationalen europäischen Superstaates nicht scheitern zu lassen, das David Cameron, Premierminister Großbritanniens, zurecht kritisiere. Wettbewerbsfähigkeit, Flexibilität und Diversität, Wiederbelebung der Subsidiarität durch Rückfluss von Kompetenzen an die Mitgliedsstaaten, demokratische Rechenschaftspflichtigkeit und schließlich Fairness zwischen den Staaten innerhalb und außerhalb der Eurozone seien alles auch liberale Prinzipien für ein Europa der Bürger statt ein Europa der Bürokraten. Wohin die aktuelle Rettungspolitik führe, machte er am Beispiel Zypern klar: eine zur Hälfte geteilte Insel mit 800 Tausend Einwohnern und der größten Bank kleiner als die Hamburger Sparkasse würde gerettet, um Europa nicht scheitern zu lassen. Auch wenn der europäische Steuerzahler damit Schwarzgeldkonten der russischen Mafia retten würde.

Ihm folgte der Schweizer Liberale Robert Nef, den wir am kommenden Donnerstag bei uns in Konstanz begrüßen. In seiner gewohnt humorvollen Art setzte der 70-Jährige ein flammendes Plädoyer für einen minimalstaatlichen Liberalismus. Zentral für Liberale sei die Bereitschaft etwas zu tun. So forderte er die Anwesenden auf, selbst unternehmerisch tätig zu werden und Arbeitsplätze zu schaffen statt auf ihre Entstehung zu warten. Neben der Lernbereitschaft, der Leistungsbereitschaft und der Sparbereitschaft betonte er auch die Wichtigkeit der Bereitschaft zur Reproduktion, auch wenn Kinder nicht für jede(n) geeignet seien.

Danach sprach der Rechtsprofessor David Dürr. Wer von dem seriös wirkenden älteren Herrennun einen weniger liberalen Vortrag erwartete, wurde enttäuscht. Er entpuppte sichnoch als deutlich radikaler und zeigte einige interessante Zusammenhänge auf. So sei des Monarchisten Thomas Hobbes „Leviathan“ nichts als eine Rechtfertigung für die Monarchie und sein berühmter Satz „Homo homini lupus“ (Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf) eine Beleidigung für Wölfe. Diese seien schließlich sehr soziale Tiere, die miteinander kooperieren würden. Er wies auf die von Hans-Hermann propagierte Idee einer Privatrechtsgesellschaft hin, indem er das Rechtsmonopol des Staates auseinandernahm. So sei es schließlich eine weitgehend nicht hinterfragte Tatsache, dass im Bereich des öffentlichen Rechtes Richter, die vom Staat bezahlt werden, zugunsten von ihm entscheiden würden. Das Ergebnis sei meist also schon vorher klar, wie etliche Beispiele zeigen würden. Gerade in der Schweiz wäre es sogar noch extremer, was bei den anwesenden Deutschen für ungläubiges Gelächter sorgte. Denn in der Schweiz könne nur Richter sein, wer Mitglied einer politischen Partei ist – etwas, dass in anderen Ländern meist als karriereschädigend angesehen wird.

Wieder folgte eine kurze Pause, ehe Christian Hoffmann, Professor für Medienwissenschaften in St. Gallen, die Irrwege des Wohlfahrtstaates aufzeigte. Getreu Frederic Bastiat sei wichtig zu unterscheiden zwischen dem, was man sieht, und dem, was man nicht sieht. Bei den  umverteilungsfinanzierten Sozialsystemen sei das Problem nicht nur die demografische Entwicklung, sondern eine gigantische Wohlstandsverschwendung. Bei privaten Sparkonten würde das Geld schließlich investiert werden und dem Wirtschaftswachstum auf die Sprünge helfen. Als Beispiel nahm er die erfolgreiche Reform der Rentenversicherung in Chile und die der  privaten Gesundheitsvorsorge in Singapur, jeweils die wohlhabendesten Länder ihrer Region.

Das Bildungsmonopol nahm danach Bernd Reuter, Vater von 6 Kindern und erfolgreicher Manager in vielfältigen Positionen, unter die Lupe und offenbarte wahrlich erschreckende Zustände im Schweizer Bildungswesen. Abgesehen von seinem sehr stark eingengten Fokus auf schulische Bildung, Leistung und Rankings war es ein augenöffnender Vortrag. Eine Gemeinde wie Zürich-Rüschlikon mit Steuereinnahmen von 250 Mio. jährlich müsste 200 davon an umliegende Gemeinden abgeben, um diese durchzufüttern. Das meiste Geld allerdings würde im Staatstropf versickern. So könne man auch das von der Bildungsdirektion festgelegte Lehrer-Schüler-Verhältnis von 1 zu 24 in Rüschlikon nicht verändern – alles was nicht genau gleich sei, sei in den Augen sozialistischer Ideologen schließlich unfair. Der Standard-Schüler sei das Maß aller Dinge. Die Schlechten und die Guten würden außen vor gelassen. So seien Schweizer Universitäten bis auf die ETH Zürich (Platz 15 laut Ranking) weltweit abgeschlagen, obwohl der Staat Massen in sie investiere. Auch die tägliche Gewalt auf dem Schulhof sei ein Problem, weshalb viele Eltern ihre Kinder auf teuerste Privatschulen schicken würden, die trotz ihres Preises bereits jahrelange Wartelisten hätten. Er machte auch – politisch sehr inkorrekt – als Problem aus, dass Kinder vorsätzlich gewaltätig sind, da sie erkennen, dass sie dann auf eine viel bessere Schule kommen würden, in der sie viel besser gefördert werden. Seine Einlassungen jedoch, dass Ausländer nicht integrierbar seien, teile ich nicht. Das liegt wohl eher am System der Gleichmacherei in Schweizer Schulen. Ein Ausweg wäre das u.a. von Milton Friedman vorgeschlagene System von Bildungsgutscheinen, die zumindest den Wettbewerb der Schulen ankurbeln und eine freie Schulwahl ermöglichen würden.

Letzter Redner in der bereits 5-stündigen Konferenz war Claudio Grass von Global Gold, der über die monetäre Geschichte referierte. Vor allem machte er auf ein zweifelhaftes Jubiläum aufmerksam, dass in diesem Jahr auf uns zukommt. Vor gut 100 Jahren wäre die Federal Reserve Bank in den USA gegründet worden – und zwar auf Betreiben der damaligen Finanzgrößen wie Stanley Morgan, Goldman Sachs und Rockefeller. Die hätten in der Bevölkerung gesagt, dass das Gesetz ihnen schaden würde. Eine Lüge, die sich bis ins heutige Zeitalter fortzieht. Grass zeigte auf, dass es 100 Jahre gebraucht hat und zwei Weltkriege in Verbindung mit staatlicher Propaganda um das das Gold aus dem Währungssystem rauszudrängen. Das aktuelle Papiergeldsystem besteche einzig dadurch, dass es mit seinen derzeit 41 Jahren ohne jegliche Deckung das längste in der Geschichte des Geldes darstelle. Er fügte hinzu, das es bereits seit 300 v. Christus immer Betrügereien gegeben hat, Papiergeld aus dem Nichts zu schöpfen und das Endresultat stets in Bankenpleiten und dem Totalverlust für den Anleger geendet hat – einzig Gold und Silber haben es jeweils überlebt.

Nach den Vorträgen gab es noch eine Frage- und Diskussionsrunde sowie viele nette Gespräche. Im kleinen Kreis, auch noch mit vielen Referenten, wurde der Abend in einem Zürcher Restaurant bis Mitternacht forgesetzt und die Befreiung der Schweiz bei einem Bierchen erörtert.

Zusammenfassend sei gesagt, dass es eine außerordentlich spannende Konferenz und ein gelungener Ausstieg aus dem etatistischen Alltag war. Auch wenn die Schweiz mir garnicht mehr so als Vorbild erscheint und ich doch meine Probleme mit dem Verständnis des Schweizerdeutschen habe. Zürich ist zudem auch noch wunderbar zum Verirren und Verschwenden von Geld. Nichtsdestotrotz hat es sich gelohnt und mir einige neue Aspekte eröffnet, gerade auch in Bezug auf die Schweiz. Hatte ich vorher Bedenken ob der Teilnahme der SVP, so haben sich diese nicht bestätigt. Sie sind zwar wesentlich etatistischer, nationalistischer und konservativer als das die Vorträge der Konferenz vermuten lassen, doch eint alle das grunsätzliche Bekenntnis zu indiviudeller Eigenverantwortung und zu einer offenen Gesellschaft. Ich freue mich auf meinen nächsten Besuch!

Hayek-Club in Konstanz

Heute möchte ich auf meine aktuelle Initiative hinweisen. Interessierte Leser sind herzlich eingeladen, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Natürlich auch, wenn sie bisher garnichts mit liberalen Ideen am Hut hatten und gerne mehr erfahren möchten…

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Freiheit,

ich möchte Sie auf den gerade in Gründung befindlichen Hayek-Club in Konstanz aufmerksam machen. Als regionaler Club der Hayek-Gesellschaft (www.hayek.de), von denen es mittlerweile über 40 in ganz Deutschland gibt, wollen wir einen Anlaufpunkt für all jene bieten, die sich fern von Parteipolitik zum Zwecke der Verbreitung klassisch liberaler Ideen engagieren möchten oder auch einfach nur interessiert sind, an unseren Veranstaltungen teilzunehmen.

Benannt nach dem Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek beschäftigen wir uns mit der ganzen Breite liberalen Denkens – sowohl ökonomisch als auch gesellschaftspolitisch. Uns liegen liberale Ideen und ihre Verbreitung im Raum Konstanz und der nahen Schweiz am Herzen, keine konkreten Policies. Ob die liberale Ideengeschichte, die Österreichische Schule der Nationalökonomie oder vieles mehr – wir wollen Aufklärung leisten in einer Welt, wo liberale Ideen bis ins Gegensätzliche verfälscht werden.
Wir veranstalten zu diesem Zwecke Vortragsabende mit hochkarätigen Rednern, Lesekreise über liberale Autoren  Diskussionsrunden unter Gleichgesinnten und andere Aktivitäten.

Am 29. November begrüßen wir Prof. Gerd Habermann, Initiator der Hayek-Gesellschaft, hier an seinem Promotionsort in Konstanz, um unsere Gründung offiziell zu feiern. Bis dahin fehlen jedoch noch engagierte Leute, die sich vorstellen können, aktiv bei der Etablierung des Hayek-Clubs in Konstanz mitzuwirken oder uns finanziell zu unterstützen.
Als Student der Politik- und Verwaltungswissenschaften im 3. Semester freue ich mich über jede Mitwirkung!

Ob Sie sich aktiv einbringen möchten oder einfach nur auf dem Laufenden bezüglich Veranstaltungen bleiben wollen:

Melden Sie sich bei: hayekclubkonstanz@gmx.de
Informieren Sie sich auf: www.hayekclubkonstanz.wordpress.com
Folgen Sie uns auf Facebook: https://www.facebook.com/HayekClubKonstanz?ref=hl

Ich freue mich sehr auf ihre Nachrichten und stehe für Rückfragen jederzeit zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Heuermann

Die ZEIT und eine Debatte über Politikwissenschaft – Teil 2

Zum Abschluss eines tollen Wochenendes in Herford nun der zweite Teil der ZEIT-Debatte über die Politikwissenschaften

Es geht um den Artikel von Julian Kirchherr (http://www.zeit.de/studium/hochschule/2012-05/Politikwissenschaft-Kritik/seite-1) und er ist FDPler, aber scheinbar kein Gesinnungsgenosse wie wir sehen werden. Aber gerade das macht den Liberalismus ja aus.

Fangen wir an:

Sie sind enttäuscht von uns Studenten, weil wir so schweigsam sind

Würde mich brennend interessieren, was unsere Professoren dazu sagen. Nicht nur zum Schweigen, sondern zum ständigen Getuschele und Gezocke. Über ersteres freuen sie sich wohl – ist die Vorlesung eher rum.

Solch Kollektivaussagen wie „wir Studenten“ hätte ich von einem Liberalen aber nun echt nicht erwartet. Herr Kirchherr, ich teile Ihre Meinung nicht, werde aber bis zum letztem Atemzug kämpfen, dass Sie ihre Meinung frei äußern können – frei nach Voltaire.

Ich will Ihnen sagen, warum wir nicht leidenschaftlich über die Barschel-Affäre diskutieren und warum uns Endlosgespräche zu Themen wie Macht kalt lassen: Wir wollen in unseren Seminaren endlich etwas Nützliches lernen. Aber Sie bringen uns nichts Nützliches bei.

Ich fand meine erstes Semester schon sehr nützlich. Allerdings sind wir Powalter ja ohnehin etwas praxisorienierte Politikwissenschaftler, weil wir gleich etwas über die Verwaltung mitlernen, die ja um eine Metapher zu bemühen das Fahrwerk des Politik-Ferraris ist.

Das Studium der Politikwissenschaft ist für uns ein Mittel zum Zweck. Wir erwarten, dass die Dozenten uns die Werkzeuge an die Hand geben, die wir brauchen, um etwas zu bewirken: Als Entwicklungshelfer in Mali, Freelancer bei Spiegel Online oder auch als Berater bei McKinsey.

Das ist es im gewissen Maße durchaus, aber sicher nicht allein. Als Politikwissenschaftler erwartet mich eine Karriere als promovierter Taxifahrer – da sollte ich besser Wirtschaft oder Jura studieren. Wober ich persönlich ja glaube, dass es schnurzpiepegal ist, was man studiert – mitnehmen tut man letztlich vom Pflichtstoff eh sehr wenig – es kommt ganz drauf an, wie man seine Zeit nutzt.

Die drei Jobperspektiven kämen für mich übrigens nicht in Frage. Ironisch schon fast, dass man damit was „bewirken“ kann. Als Entwicklungshelfer ja noch vielleicht, aber das andere scheint mir doch eher Wunschdenken zu sein…

Das sind unsere Träume, aber die Antwort unserer Dozenten lautet immer nur: „Wie wäre es mit einer Diskussion zu Max Weber oder Karl Marx?“ Doch diese Diskussionen führen nicht zu Antworten.

Richtig. Werden sie auch niemals! Aber wer Antworten sucht, scheint mir in einer Naturwissenschaft besser aufgehoben zu sein. Oder in der Philosophie – mit der Gefahr nach 20 Semestern immernoch keine Antworten gefunden zu haben. Allerdings schärft manch Diskussion Geist und Verstand und trainiert die Sichtweise anderer Leute zu verstehen. Letztlich wollen doch alle Menschen nur das Eine Gleiche – bloß auf unterschiedlichen Wegen mit unterschiedlichen Mitteln zu unterschiedlichen Zwecken.

Als ich ein Praktikum beim Umweltprogramm der Vereinten Nationen in Brüssel absolviert habe, sollte ich Förderanträge schreiben, um Mittel des Europäischen Sozialfonds anzuzapfen. Mein Studium hat mich darauf nicht vorbereitet. Dafür weiß ich Bescheid über regionale Integrationstheorien und den Konstruktivismus. Na toll.

Würde ich sowas an der Uni lernen müssen, weiß ich genau was passiert. Im Gegensatz zu Statistik, wo mich ab und an noch an die Uni quäle, würde ich sowas wohl boykottieren. Wie will sowas auch beigebracht werden? Learning by doing muss die Devise sein  – wofür sind denn Praktika da außer zur Ausbeutung? Außerdem –  längst nicht jeder Politikstudent möchte in die Bürokratiebunker von Brüssel, Straßburg, Berlin oder sonstwo…

Frau Florin, Sie wohnen in einem akademischen Elfenbeinturm. Sie sind verliebt in Theorien und Definitionen. Wegen Dozenten wie Ihnen ist das Studium der Politikwissenschaften so trocken und theoretisch.

Da hat er Recht. Es ist aber wohl eher weniger eine Sache des Inhalts, sondern mehr eine der Kommunikation von Inhalten. Die Themen sind – subjektiv aus meiner Sicht (ich werde ständig gefragt, wie man sich für sowas begeistern kann…) – hochspannend und lohnen tiefergehender Beschäftigung. Gerade wegen den Theorien…

Während die Studenten in Ihrem Seminar schweigen, Frau Florin, brodelt es in den meisten von ihnen. Viele von uns haben schon über einen Studienabbruch nachgedacht. Spätestens zum Masterstudium wählen wir dann eine andere Fachrichtung als Politikwissenschaft. Oder gehen ins Ausland, denn dort wird der Praxisbezug des Studiums hochgehalten.

Oder sie gehen nach Konstanz !? Vielleicht bin ich einfach an der falschen Uni und bin als halber Politikwissenschaftler nicht qualifiziert mich dort drüber auszulassen. Ein Studium-Abbruch kommt jedenfalls nicht in Frage – die Hälfte ist ja quasi schon geschafft. Dass Deutschland im Master nicht unbedingt in Frage kommt, ist hingegen weniger eine Frage des Praxisbezuges, sondern mehr eines der Inhaltsspezialisierung.

Wir jungen Politikwissenschaftler wollen nicht diskutieren, sondern umsetzen. Als ich in den Stadtrat meiner Heimatstadt gewählt worden bin, dachte ich: Als angehender Politikwissenschaftler Kommunalpolitik machen, ein Kinderspiel. Doch das war falsch. Trotz aller Seminare zu Kommunalpolitik war ich heillos überfordert: Doppelte Buchführung? Kontraktmanagement? Budgetierung und Controlling?

Komm nach Konstanz, Junge! Naja, sowas haben wir auch (noch) nicht gelernt. Natürlich ist Kommunalpolitik kein Kinderspiel, auch für Politikwissenschaftler nicht. Juristen haben da es schätzungsweise einfacher. Leider ist die Illusion eines Politikstudiums als Wegbereiter einer Politiker-Laufbahn eine noch weit verbreitete Annahme in der Bevölkerung, der mittlerweile sogar der ein oder andere Studieninteressent anheim zu fallen scheint. Politik ist jedoch viel, viel, viel mehr. Politik ist oft trocken und langweilig, Politikwissenschaft ist es nicht.

In der Universität hatte ich philosophische Essays über die Kommunalpolitik als Schule der Demokratie gelesen. Doch mit der Quintessenz dieser Essays lässt sich nicht begründen, wann eine Schule geschlossen, die Sportförderung gestrichen oder die Preise im Schwimmbad erhöht werden müssen

Womit lässt es sich denn begründen? Wenn überhaupt, nicht durch Kraft von Argumenten, sondern durch pure Ideologie. Über die lernt man im Studium leider herzlich wenig. Könnte ja sein, dass manche Ideen einen zu großen Anklang finden…

 

Wir Studenten wollen einen Kurs in Ökonometrie oder Spieltheorie, aber unsere Dozenten bieten uns nur das nächste Seminar zu Adorno.

O Gott! Ich möchte das nicht. Ich möchte auch keinen Kurs zu Adorno. Wie wär es stattdessen zu einem Kurs zur Geschichte des Liberalismus. Würde dem Autor der kommentierten Zeilen durchaus gut tun. Sein Bildungsideal hat nämlich wenig gemein mit dem humanistisch-liberalen, ob nun von Humboldt oder sonstwem.

Wir wollen nicht Bundeskanzler in die richtige Reihenfolge bringen, denn die Politikwissenschaft ist kein Geschichtsunterricht

Nicht nur, aber auch. Ich sehe die Geschichtswissenschaft als wichtigstes Fach zum Verstädnis von Politik – noch wichtiger als die Politikwissenschaft selbst…

Wir interessieren uns für Mechanismen und Wirkungszusammenhänge: Mit welchen Instrumenten steuere ich den demografischen Wandel? Welche Parteien profitieren und warum, wenn die Wahlbeteiligung steigt? Welchen Effekt hat Einwanderung auf rechtsextreme Gruppierungen?

Das interessiert mich auch. Ist aber nicht unbedingt ein Thema für Vorlesungen. Da könnte man einfach mal zu Kolloquien und Vorträgen gehen und nimmt von dort dann viel mit – viel los ist da leider eher wenig. Ansonsten ist sowas ideal zum Selbststudium: ein gutes Buch, eine Nacht in der Bib – und man ist um ein paar Erkenntnisse reicher.

 

Frau Florin, Sie schreiben, Sie seien eine Beobachtungsexpertin. Das stimmt und das ist das Problem der deutschen Politikwissenschaft: Während Sie beschreiben und beschreiben, wollen wir Studenten erklären und analysieren, um dann Empfehlungen zu erarbeiten und umzusetzen. Wir sehnen uns nach Relevanz, während Sie sich mit uns über Definitionen streiten wollen und in Nostalgie verfallen, dass wir keine Tageszeitung mehr lesen. Wann werden Sie endlich verstehen, dass Online-Medien die Tageszeitungen unserer Generation sind?

Da kriegt er ja noch die Kurve.  Jedenfalls am Ende mit den Online-Medien. Seine Informationen sucht man sich heute selber – dann kann man auch sicher sein – und nur dann – , dass man alles Relevante mitbekommt…

„Was machen denn eigentlich die Absolventen unseres Studiengangs?“, fragen wir unsere Dozenten oft. Doch dann heißt es nur: „Wieso müsst Ihr immer so sehr auf Eure Karriere fokussieren? Konzentriert Euch aufs Studium!“

Taxi fahren !? Oder wenn es gut läuft, Protokolle im Bundestag schreiben !? Manch einer bringt es sogar zum Abgeordneten oder  sitzt in irgendwelchen Bürokratiebunkern. Ein paar schlauere Individuuen kommen noch in der Wirtschaft – Stichwort McKinsey unter – und der Rest? Lebt von Sozialleistungen, die ihre Vorbilder ausgedacht haben…

Zugepitzt gesagt. Tatsächlich sollte man sich auch auf das Studium konzentrieren. Es schadet aber keinem, insbesondere den notorischen 20-Semestlern, auch etwas die Zukunft in Blick zu haben. 20 Semester Studium bedeuten nämlich nicht unbedingt mehr Bildung, wie es ja gerne suggeriert wird. Aber das ist ein anderes Thema…

 

 

 

 

 

Rücktritt und Zukunft

Es wird Zeit mal wieder etwas mehr zu bloggen. Schon oft gesagt  und nie erfüllt soll das jetzt anders werden. Motiviert durch das endlich abgeschlossene noch akzeptabel gelaufene Quasi-Epic-Fail-Referat heute Abend, blicke ich nun gespannt darauf, was die bislang eher unverplanten nächsten Wochen so mit sich bringen werden.

Meine kleine Rücktrittserklärung scheint hohe Wellen geschlagen zu haben. Knapp 200 Zugriffe jeweils an den Tagen danach scheinen dies zu dokumentieren.

Zum Rücktritt an sich ist nicht mehr viel zu sagen. Das Feedback, das ich bekam, war überwiegend positiv.

Lediglich einige Personen wollten potenzielle Falschaussagen meinerseits klarstellen, in 2 Fällen sehe ich das auch als gerechtfertigt an und möchte mich für die Falschaussagen entschuldigen.

Einerseits betrifft es den Kreisrat Michael Krause: ich nehme die Aussage zurück, dass „etwas von oben nach unten eingefädelt wurde“. Er wollte die Basis miteinbinden, hat mehrmals versucht den KV zu erreichen (was aufgrund der Vorsitzendenproblematik wohl nicht geklappt hat), und sich dann, weil er vor einer Kreistagssitzung geklärt haben wollte, an den Landesverband gewendet, der den Kontakt hergestellt hat. Zu erwähnen sei auch noch, dass ein Stammtisch in Singen stattfand, an dem sich Michael Krause den interessierten Parteimitgliedern vorgestellt hat.

Andererseits betrifft es das Kommunalprogramm Singens, dessen fleißige Ausarbeiterich  mit meinem Copy&Paste-Vorwurf wohl leicht vergrätzt habe. Tatsächlich haben sie Unmengen an Arbeitsstunden investiert, sich viele Gedanken gemacht, die sie auch gerne hätten erklären wollen und sahen das Ganze ja schließlich auch nicht als fertiges Wahlprogramm, sondern als Arbeitsgrundlage für ein Grundsatzprogramm auf Kommunalebene an. Kritik steht mir letztlich hier auch nicht zu, weil ich mich daran trotz entprechender Aufforderungen nicht beteiligt habe.

Was folgt jetzt nach den Piraten? Ich wurde von vielen gebeten, in der Partei zu verbleiben. Das werde ich auch mindestens bis zu den Vorstandsneuwahlen tun, die jetzt zeitnah stattfinden werden. Bis dahin hat mich der verbliebene Vorstand auf mein Angebot hin quasi „kooptiert“, sodass ich bis dahin die Mitgliederverwaltung noch fortführe. Die potenziellen Neumitglieder sollen durch meinen Rücktritt ja nicht zu leiden haben.

Der Eintritt in eine andere Partei ist vorerst keine Option für mich. Die FDP ist zwar wieder im Aufwind, muss aber noch einiges an Strukturen und Personal ändern und mit glaubwürdiger liberaler Politik punkten, ehe ich einen Beitritt für sinnig erachten kann.

Die libertäre Partei der Vernunft ist von den Inhalten her sehr nahe an meinen politischen Vorstellungen, lässt durch ihre Nähe zu diversen Verschwörungstheorien bei mir aber die Alarmglocken schrillen. Hier sollte man noch abwarten, wie sich die Partei in Zukunft entwickelt – gestern in NRW erhielt sie gerade einmal 0,1% der abgegebenen Stimmen.

Statt einer kleinen Splitterpartei gibt es aber einen liberalen Verein – die Liberale Basis e.V. – die unabhängig von der FDP liberale Politik zu fördern versucht. Denn Liberalismus und FDP haben sich leider weit voneinander entfernt – doch Liberalismus ist noch immer eine Philosophie, für die man kämpfen sollte! Als echter Liberaler lehnt man ohnehin parteipolitisches Geschacher ab und setzt sich konsequent für Freiheit ein, indem man das gesellschaftliche Bewusstsein dafür weckt.

Die Liberale Basis, in der nicht ohne Grund auch andere enttäuschte liberale Ex-Piraten eine neue Aufgabe suchen (neben vielen FDPlern und anderen), wird Partizipation großgeschrieben – wie schon mit der „Basis“ assoziert wird. Fachkundige ITler entwickeln zurzeit z.B. ein dem fehlgeschlagenen Piraten-Tool Liquid-Feedback  (das investigative Zentralorgan des deutschen Jorunalismus hat es heute auch endlich gemerkt: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piraten-partei-kann-basisdemokratie-versprechen-nicht-einhalten-a-832421.html) ähnliches Beteiligungsportal unter dem Codenamen „New Democracy“, auf dessen Ergebnis ich schon gespannt warte.

Ansonsten wird mit viel Energie Kampagnenarbeit betrieben, um die Freude am Liberalismus wieder zu entfachen. Dass sich diese Arbeit gerade gegen die Piraten richtete, mag viele nicht freuen – unter der Adresse piratennrw.com wurde z.B Christian Lindner mit einer E-Card-Aktion unterstützt. Wie sich die Liberale Basis noch so in den NRW-Wahlkampf eingeklinkt hat und so für einen schönen Abend für viele Liberale gesorgt hat, die zumindest mit der FDP als noch vergleichsweise liberalen Korrektiv sympathisieren, dem sei dieser Artikel empfohlen: http://www.liberalebasis.de/libabp/2012/05/14/die-nrw-wahl-und-die-liberale-basis/

Ich selbst stehe mit einigen Mitgliedern bereits im Kontakt, sehe viele tolle Gedanken und möchte die Arbeit des Vereins in Zukunft in welcher Form auch immer gerne unterstützen. Denn auf Parteien habe ich vorerst keine Lust mehr.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr Euch über die Arbeit des Vereins mal informiert. Auch ich werde dies weiterhin tun und dann bald entscheiden, ob ich dort Mitglied werde oder lieber meine eigene liberale Agenda wie auch immer verfolge, z.B. durch viele Blogposts, die jetzt wieder folgen werden 😉