Hayek-Club in Konstanz

Heute möchte ich auf meine aktuelle Initiative hinweisen. Interessierte Leser sind herzlich eingeladen, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Natürlich auch, wenn sie bisher garnichts mit liberalen Ideen am Hut hatten und gerne mehr erfahren möchten…

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Freiheit,

ich möchte Sie auf den gerade in Gründung befindlichen Hayek-Club in Konstanz aufmerksam machen. Als regionaler Club der Hayek-Gesellschaft (www.hayek.de), von denen es mittlerweile über 40 in ganz Deutschland gibt, wollen wir einen Anlaufpunkt für all jene bieten, die sich fern von Parteipolitik zum Zwecke der Verbreitung klassisch liberaler Ideen engagieren möchten oder auch einfach nur interessiert sind, an unseren Veranstaltungen teilzunehmen.

Benannt nach dem Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek beschäftigen wir uns mit der ganzen Breite liberalen Denkens – sowohl ökonomisch als auch gesellschaftspolitisch. Uns liegen liberale Ideen und ihre Verbreitung im Raum Konstanz und der nahen Schweiz am Herzen, keine konkreten Policies. Ob die liberale Ideengeschichte, die Österreichische Schule der Nationalökonomie oder vieles mehr – wir wollen Aufklärung leisten in einer Welt, wo liberale Ideen bis ins Gegensätzliche verfälscht werden.
Wir veranstalten zu diesem Zwecke Vortragsabende mit hochkarätigen Rednern, Lesekreise über liberale Autoren  Diskussionsrunden unter Gleichgesinnten und andere Aktivitäten.

Am 29. November begrüßen wir Prof. Gerd Habermann, Initiator der Hayek-Gesellschaft, hier an seinem Promotionsort in Konstanz, um unsere Gründung offiziell zu feiern. Bis dahin fehlen jedoch noch engagierte Leute, die sich vorstellen können, aktiv bei der Etablierung des Hayek-Clubs in Konstanz mitzuwirken oder uns finanziell zu unterstützen.
Als Student der Politik- und Verwaltungswissenschaften im 3. Semester freue ich mich über jede Mitwirkung!

Ob Sie sich aktiv einbringen möchten oder einfach nur auf dem Laufenden bezüglich Veranstaltungen bleiben wollen:

Melden Sie sich bei: hayekclubkonstanz@gmx.de
Informieren Sie sich auf: www.hayekclubkonstanz.wordpress.com
Folgen Sie uns auf Facebook: https://www.facebook.com/HayekClubKonstanz?ref=hl

Ich freue mich sehr auf ihre Nachrichten und stehe für Rückfragen jederzeit zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Heuermann

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Aktuelles

Eigentlich wollte ich ja nichts mehr schreiben heute, mache das aber doch, da mich mein Kurzheimaturlaub über Pfingsten ab morgen wohl ein paar Tage vom Bloggen fernhält.

Daher mal kurz ganz post-privacy ein paar Dinge, die jetzt so anstehen in den nächsten 2 Wochen: heute war ich erstmals wieder beim Stammtisch der Piratenpartei. Mehr gibts dazu auch nicht zu sagen. Ich muss ja meine Stimme noch klug bei den Neuwahlen einsetzen und kann dann abspringen…

Im heutigen Vertiefungseminar zur Postdemokratie ging es unter anderen auch um Hayek: leider wurde er etwas verfälscht dargestellt bzw. viele wichtigen Aspekte nicht berücksichtigt. Aber 20 Minuten für ein Referat, das über die geringe Pflichtliteratur hinausgeht, wäre auch schon fast knapp bemessen.

Die nächsten 2 Wochen darf ich mir jetzt ein Thema für meine neue Hausarbeit ausdenken und ein Exposé erstellen: irgendetwas mit „Demokratiekritik“ schwebt mir vor. Allerdings bin auch noch mit einem Referat dran: die französischen Neomarxisten Jacques Ranciere und Chantal Mouffé. Nicht gerade begeisternd, aber mal ganz interessant.

Um zurück zum Hayek zu kommen: heute bekam ich die Zusage samt Stipendium für die von der Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft veranstalteteten Sommerakademie „Woche der Freiheit“ (www.wochederfreiheit.org). Ich werde zu gegebener Zeit mal noch einen extra Artikel drüber schreiben: freue mich schon total drauf!

Ansonsten kann ich mich wahrlich nicht über Langeweile beschweren. Die Abende sind alle verplant und das wird die nächsten 2 Wochen auch noch so weitergehen. Höhepunkt sicher ist nächste Woche Mittwoch, wo sich Konstanzer Professoren, darunter unser werter japanischer Methoden- und Statistikprof und einer der Internationalen Beziehungen, sich als DJ die Ehre geben werden um bei der Konstanzer Professorennacht für ordentlich Stimmung zu sorgen. Wer mal ein kurzes Interview mit den beiden hören möchte: http://soundcloud.com/luke_scrapwalker/interview-prof-dr-shikano-prof (dnach weiß man, was so auf uns zukommt). Gleich am Tag danach, Donnerstag 31.5  von meiner Coaching-Studi-Initiative die „ROCK YOUR LIFE“-Sommerparty in der Kantine, für die ich jetzt mal by the way Werbung machen möchte. Kommt alle vorbei, es dient einem guten Zweck 😛

Ddann direkt am Wochenende meine zweite MUN (UN-Simulation), von Konstanzern für Konstanzer, im Kleinformat, aber auf Englisch. Wird sicher ganz spannend – mein Land ist Kamerun, Thema sind Menschenrechte. Über die in Stuttgart hatte ich ja noch garnicht berichtet – die war aber bis auf die Altersstruktur doch sehr gut und spaßig.

Dann sind wir auch schon im Juni: wie die Zeit vergeht. Nächste Woche steht schon die erste Probeklausur an, die richtigen Klausuren sind schon in knapp 6 Wochen ! Wird Zeit, mal was für die Uni zu tun. Dieses Semester lasse ich schon arg schleifen habe ich das Gefühl…

Das Semester geht jedenfalls schnell zu Ende, und der „legendäre“ Konstanzer Sommer lässt leider noch auf sich warten. Soviel zur aktuellen Lage – jetzt wünscht mir Glück für mein erstes Schachturnier seit 2 Jahren am Samstag in Lünen bei Dortmund, wo ich mir Hoffnungen auf ein Preisgeld machen kann 🙂

Norbert Alois Röttgen – Gedanken zum gegangen werden!

Während ich hier genüsslich meine Erdbeeren auf Zitronensorbet schlürfe, frage ich mich, wie es dem Mann geht, der heute eiskalt wie mein Sorbet von Mutti Merkel abserviert wurde.

Die Rede ist von  Rüttgers, äh, Röttgen, der nach seinem grandiosen Wahlergebnis am Sonntag, das prozentual mit der durch ihn mitverursachten Strompreisentwicklung bei weitem nicht mithalten kann, heute gegangen wurde, weil Mutti Merkel – ganz entgegen ihrer sonstigen konservativen Policy des Bewahrens (Euro, Griechenland, Hosenanzug) – klare Kante zeigte.

Nicht unschuldig dabei sicher Horst Lorenz Seehofer, dessen neues Streben nach Transparenz und klaren Worten ihn mir immer sympathischer werden lässt, auch wenn er in meinem Ranking als sozialer Christ noch unter den demokratischen Christen steht. An dieser Stelle übrigens  Gratulation an Neu-Umweltminister Altmaier, dessen ständiges Gezwitschere mittlerweile sogar hartgesottenen Piraten auf den Keks zu gehen scheint.

Aber zurück zu Norbert Alois, dem mit E10 betriebenen U-Boot der Grünen, der die planwirtschaftliche Energiewende einleitete, sie aber offensichtlich nicht steuern konnte. Wer Hayeks „Weg zur Knechtschaft“ gelesen hat, weiß warum. Wer nicht, sollte das schleunigst nachholen.

Allerdings muss man die politischen Gedanken Röttgens nicht allesamt verteufeln, die letztlich lediglich dem Mainstream entsprechen. So setzte er sich für die Liberalisierung des Staatsangehörigenkeitenrechts ein und machte sich für den Bürokratieabbau stark.

Gerade letzteres verwundert, schien mir Röttgen doch fast einer Technokratenschmiede wie der Uni Konstanz entsprungen zu sein. Ein Jurist aus Bonn, promoviert, aber nicht plagiiert (wer weiß!?), möchte die Bürokratie zurückdrängen. Eine ehrenwerte Idee – bei der Idee ist es aber wohl auch geblieben. Als ich heute meinen Führerschein aus seiner Sicherheitsverwahrung im Konstanzer Bürokratiebunker befreite, wurde mir dies mal wieder allzu bewusst.

Ehrenwert war sicher auch seine Idee, im Umweltministerium lieber den obersten Planwirtschaftler zu spielen statt sich mit Kraft über die möglicherweise fatalen Folgen von Currywurstpropaganda für das Ernährungsverhalten deutscher Bürger zu duellieren.

Der Kopfmensch Röttgen hat sich da aber wohl verspekuliert. Statt 2 Pöstchen hat er jetzt garkeinen mehr. Aber das wird schon wieder: die Grünen brauchen  schließlich noch einen etwas fähigeren Kanzlerkandidaten. Und wenn es mit der Union so weiter geht, wird sich Röttgen in einigen Jahren freuen, als grüner Kanzler in einer Grün-Schwarzen Koalition die zur Agarministerin degradierten Merkel für die Zitronen in meinem Zitronensorbet eiskalt abzuservieren, die sie in riesigen Gewächshäusern in der Uckermarck züchten wollte.

Und falls es mit dieser Dystopie nichts werden sollte, bleibt auch noch Greenpeace: sein Ruf als Anti-Wa(h)l(fang)kämpfer eilt ihm ja voraus!

Aktuelles

Es ist nachts. 2.22 Uhr, Warum also nicht einen Blogeintrag schreiben?

Den frühen Abend verbrachte ich mit meinem großen Idol Maggie Thatcher. Naja, Idol ist übertrieben. Sie war schließlich eine Konservative. Gesellschaftspolitisch leider auf der völlig falschen Seite. Wirtschaftlich hat sie immerhin ein paar gute Akzente gesetzt, auch wenn solch Sachen wie Kopfsteuern totaler Irrsinn sind. Da ist mir der Reagan doch deutlich lieber 😉

„Die eiserne Lady“ heisst der Film über sie – er zeigt vor allem eine von Demenz geplagte alte Dame, die sich an die Hochzeiten ihrer Karriere erinnert, gespielt von einer wirklich guten Meryll Streep, die durchaus zu Recht dafür kürzlich einen Oscar erhalten hat.

Aber Personenkult soll heute nicht das Thema sein. Auch nicht die Hausarbeit, die ich so grundsätzlich heute abgeschlossen habe. Ich war wirklich innovativ und habe mir überlegt, den negativen Freiheitsbegriff in eine Mikro- und Makro-Ebene zu differenzieren und dort Friedrich von Hayek und John Stuart Mill einzuordnen. Eigentlich wollte ich zeigen, dass der  negative Freiheitsbegriff Hayeks radikaler als der von Mill ist – hat auch ganz gut hingehauen. Vieles gefällt mir trotzdem nicht – zum Glück habe ich ja noch 4 Tage Zeit zur Überarbeitung – danach ist nicht nur Abgabeschluss, ich verlasse Konstanz auch gen Heimat – nach Herford!

Damit mir dort nicht langweilig wird, habe ich eben eine Liste für mich interessanter Bücher aufgestellt, denen ich mich in den Semesterferien widmen möchte. In letzter Zeit wurde mein Interesse in wirtschaftliche Themen immer mehr geweckt – da möchte ich mich also etwas bilden. Natürlich nicht so ein neoklassischer Mainstream – mit einer Ausnahme (ich brauche noch ne Idee was), ich möchte ja schauen, ob das Ganze seine Daseinsberechtigung hat – sondern Werke von Autoren, die in der Wissenschaft ein Schattendasein fristen müssen, obwohl sie die – meiner Ansicht nach, aus dem was ich aus Grundlagen mir bereits erarbeitet habe – die deutlich  besseren Ansätze haben. Diese gilt es nun zu vertiefen! Neben wirtschaftlichen Themen gehen manche Bücher denn auch eher in die politphilosophische Richtung – da hat mir die Hausarbeit noch nicht genug von gegeben. Aber seht selbst, in welch anarchokapitalistische und libertären Ideen ich mich bilden will. Auf Marx und den anderen Schmarrn habe ich vorerst keine Lust – das hatte ich im Proseminar und werde es im nächsten Semester in der Vorlesung „Staats- und Demokratietheorie“ wohl nochmal behandeln.

The machinery of freedom, David Friedman

Ethik der Freiheit, Murray Rothbard

Wettbewerb und Unternehmertum, Israel Kirzner

Anarchy, state and the utopia, Robert Nozick

Human Action, Ludwig von Mises

Economics – über Wirtschaft und Mißwirtschaft, Henry Hazlitt

Demokratie: der Gott, der keiner ist; Monarchie, Deomkratie und natürliche Ordnung, Hans-Hermann Hoppe

Fehlt mir noch so ein neoklassisches VWL-Studenten-Buch. Kann mir jemand eins empfehlen?

Dann habe ich auch reichlich zu tun in den nächsten Wochen – nebenbei muss ich ja auch noch Arbeitspapiere für die MUN-Konferenz verfassen, die ICJA-Teamerschulung machen, das Kommunalprogramm der Piratenpartei Konstanz auf die Beine stellen, mich auf einen Kurztrip nach Weimar bilden und auch einfach mal die Zeit in der Heimat mit allem drum und dran genießen 😉

Gute Nacht!

Ein Wochenende in Thüringen

Morgen zieht es mich nach Thüringen. Zum ersten Mal in meinem Leben (echt jetzt) betrete ich dieses Bundesland. Ich übernachte dort sogar 2 Nächte, in dem noblen Kaff – soll ein Luftkurort sein – namens Friedrichroda.

Anlass ist ein Rück-Rückkehrertreffen meiner Neuseeland-Austauschorganisation ICJA, wo sich ein paar Leute des letzten Jahrganges nochmal wiedersehen und zu gewissen Themen arbeiten. Wenn ich mich richtig erinnere, soll es z.B. um Entwicklungspolitik gehen. Als powalter kann ich da natürlich nicht nein sagen und nehme das gerne mit, auch wenn ich garkein „weltwärtsler“ war.

Der Andrang schien sich in Grenzen zu halten – nicht verwunderlich, da entweder viele Leute die Semesterferien für einen Besuch in ihrem Gastland nutzen (wenn es nicht soweit weg ist wie Neuseeland…) oder viele auch noch mitten in der Klausurenphase sind.

Mit der bin ich durch – die Hausarbeit werde ich Montag aktiv anfangen. Die jeweils knapp 7h Bahnfahrt, die mir bevorstehen, bieten aber schonmal eine gute Gelegenheit, einen groben Überblick zu bekommen.Von Konstanz mit 5x Umsteigen über Offenburg, Mannheim, Fulda, Eisenach und Frotstätt soll es letztlich nach Friedrichroda gehen. Ich bin gespannt.

Nachdem ich mich über F.A. von Hayek bereits bestens auskenne, werde ich nach 14h Bahnfahrt mich am Sonntag Abend dann auch gebührend über J.S. Mill auskennen – hoffentlich jedenfalls genug, um meine Hausarbeit beginnen zu können. Die trägt nämlich den Titel „Der Begriff der Freiheit bei Hayek und Mill“. Ein Vergleich, der sich garnicht so einfach gestalten dürfte.

Jetzt freue ich mich aber erstmal auf das Seminar, ein paar bekannte und ein paar neue Gesichter und ein schönes Wochenende. Nicht freuen tue ich mich auf die vegetarische Verpflegung – denn diesen dogmatischen Vegetarismus meiner Austauschorganisation ICJA kann ich nicht ab. Aber  kann ich mit leben und ich werde das Wochenende wohl auch überleben 😉

Atlas Shrugged

Who is John Galt?

Dass ich im Moment so wenig publiziere, hat Gründe. Seit Ende der Klausuren letzten Freitag ist nämlich jeder Abend bisher gut gefüllt gewesen mit allerlei Aktivitäten. So sollte es auch sein!

Berichten möchte ich heute über das Buch, dass mich die letzten 5 Wochen fast täglich begleitete. 1169 Seiten dick ist es bisher das monumentalste Werk, das ich je lesen durfte, sogar mehr als der „Herr der Ringe“ bei deutlich voll gesdruckteren Seiten!

Über „Atlas Shrugged“ und „Herr der Ringe“ gibt es übrigens ein sehr schönes, treffendes Zitat vom Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman:

„There are two novels that can change a bookish fourteen-year old’s life: The Lord of the rings  and Atlas Shrugged. One is a childish fantasy that often engenders a lifelong obsession with its unbelievable heroes, leading to an emotionally stunted, socially crippled adulthood, unable to deal with the real world. The other, of course, involves orcs.

Das sagt schon fast alles. Tatsächlich gab es kaum einen Tag, an dem ich meist abends vor dem Schlafen gehen nicht ein paar Zeilen gelesen habe. Ab und an versüßte es mir auch langweilige Vorlesungen oder andere Wartezeiten.

Natürlich habe ich dieses ganzen dystopischen „Roman“ auf Englisch gelesen, was der Lesegeschwindigkeit natürlich etwas geschadet hat – sonst brauch ich eigentlich nicht so lang. Dafür hat sich mein Wortschatz beträchtlich erweitert – und die Erkenntnisse, die ich aus dem Buch ziehen durfte, sind sehr bewegend.

Geschrieben bzw. veröffentlicht wurde „Atlas Shrugged“  bereits  1957 von Ayn Rand, einerAmerikanerin mit russischen Wurzeln und jüdischem Hintergrund. Andere Werke mit den Titeln wie „Capitalism: The Unknown Ideal“ oder „The Virtue of Selfishness“ lassen erahnen, wie Ayn Rand, bereits 1982 verstorben, drauf war.

In ihren Werken entwickelte sie eine eigenen philosophische Denkrichtung, den Objektivismus, die den Verstand über alles andere stellt. Wie auch in „Atlas Shrugged“ deutlich wird, vertritt sie einen strikten „Laissez-faire“-Kapitalismus. Am besten selbst mal informieren, bevor ich hier alles wiederkäue.

Zum Inhalt des Romans sei soviel gesagt: ich wollte grade nur einen extrem kleinen Überblick geben, was aber bereits ziemlich hart ist. Wikipedia muss euch also helfen 😉

Letztlich handelt es von wenig standhaften Unternehmern in einer kollektiv sozialistisch-planwirtschaftlichen USA, die sich erst gegen den Niedergang wehrend später spurlos verschwinden, in einen geheimen Tal für sich leben und warten, bis die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft endgültig zusammengebrochen ist, da niemand mehr die Fähigkeit hat, Innovationen zu schaffen und Unternehmen zu führen. Nach „The road to serfdom“ von F.A. von Hayek das zweite Werk, das eindrucksvoll die Gefahren des Sozialismus vor Augen führt. Das lustigste Gesetz, von dem nach und nach Hunderte verabschiedet werden, besagt, dass Schriftsteller nicht mehr als 10000 Bücher verkaufen dürfen, weil sie ja anderen Schriftstellern die Überlebenschancen nehmen. In der Art wird die gesamte Wirtschaft nach und nach von einigen wenigen „Gutmenschen“ eingeschränkt, die sich letztlich schamlos selbst am geraubten, enteigneten Eigentum anderer erfreuen. Die Haupthandlung ist eigentlich eine komplett andere, aber das ist eine andere Geschichte. Das Buch ist so reichhaltig, dass man es selbst lesen sollte. Ich hab es aus der Uni-Bibliothek, Amerikanistik.

„Atlas Shrugged“ gilt als eines der einflussreichsten politischen Bücher Amerikas, in vielen Ranglisten ist es laut Lesermeinung nach der Bibel das bedeutendste Buch. In Europa und Deutschland ist Ayn Rand und ihr Werk allerdings nahezu – unbekannt. Vielleicht auch besser so.

Die meisten Kritiker sprechen ihr höhere literarische Qualität ab, bezeichnen das ganze sogar als Kitsch (die Handlung ist streckenweise tatsächlich etwas kitschig und nicht immer sonderlich originell) und stören sich natürlich überhaupt an den Aussagen, die Ayn Rand in ihrem Buch trifft. Ihre Philosophie sei „fast perfekt in ihrer Unmoralität“ schreibt Gore Vidal.

Ich stimme auch nicht längst mit allem überein – sonst wäre ich wohl schneller aus der Piratenpartei raus, als mir lieb ist :P, betrachte es in Teilaspekten aber als sehr hilfreich für meinen weiteren Lebensweg.

Das war es auch schon. Ich möchte mich nicht weiter darin verzetteln, nur auf dieses wirklich lohnenswerte Buch aufmerksam machen. Lesen – es könnte euer Leben verändern! Oder sich zuwenigst drüber informieren und es danach hassen, und mich, weil ich es gelesen habe. Danach kann man dann drüber diskutieren – vorher nicht 😉

Ich schätze, 99% der Leser hier können damit nichts anfangen und würden es am liebsten verbrennen und verbieten !!!

Die Piratenpartei und Ich…

Am Samstag ist es soweit – der Kreisparteitag der Piratenpartei Konstanz wird stattfinden. Ich habe ja lange nichts über meine Parteiarbeit verlauten lassen – die ruhte aber auch seit Mitte Dezember.

Zuallererst muss ich zugeben (tut mir Leid, Ihr Piraten, die das jetzt lesen müssen ;)), dass die große Euphorie verpufft ist und mittlerweile in Enttäuschung umgeschlagen ist. Erst die Querelen auf Landesebene in Berlin, dann die Enttäuschung mit dem beim  Bundesparteitag beschlossenen Programm und letztlich auch noch sich für Piraten nicht ziemende  interne Streitigkeiten auf Kreisebene, von denen ich allerdings persönlich nicht viel mitbekommen habe,

Dazu kommt, dass ich bei aller nach wie vorigen Überzeugung für mehr Demokratie, Transparenz und Bürgerrechte mich doch ideologisch gewißermaßen radikalisiert habe, nicht zuletzt durch die intensive Beschäftigung mit Friedrich August von Hayek, über den ich am Donnerstag mein erstes Uni-Referat halten und bald danach auch meine Hausarbeit schreiben werde. Über ihn bin ich auch auf andere intellektuell bereichernde Gedanken gestossen und habe einen riesigen Haufen an Literatur, den ich in den Semesterferien nach geschaffter Hausarbeit noch abackern möchte bzw. nebenbeijetzt  bereits tue (ist spannender, als in der Vorlesung zuzuhören).                                                                                                                                              Wie man sich jetzt  fast denken kann, fröne ich radikalliberalen bis libertären Gedanken im Sinne der Österreichischen Schule der Nationalökonomie (ich bin allerdings kein Anarchokapitalist ;))

Somit als „neoliberaler“ Kapitalist abgestempelt (eine schlimme Beleidigung, nichts verachte ich mehr als den Neoliberalismus) habe ich es mutmaßlich schwer in einer Partei, die, habe ich fast das Gefühl, von Attac und anderen Organisationen übernommen wurde. So sehr ich auch die gesellschaftspolitischen Vorstellungen der Piratenpartei teile, so wenig gefallen mir ihre wirtschaftspolitischen Vorstellungen, sofern sie denn überhaupt vorhanden sind. Aber es ist klar, in welche Richtung sich diese zukünftig entwickeln werden – das ist halt Basisdemokratie. Da reicht es eben auch nicht, wenn 49% (zugespitzt gesagt) vernünftige Vorstellungen haben…

Voller Euphorie bin ich, gleichwohl die Stammtische nicht sonderlich toll waren, in die Partei eingetreten, mittlerweile denke ich, es war wohl zu schnell. Nichtsdestotrotz werde ich Mitglied bleiben – sofern mich die das hier lesenden Piraten nicht rausekeln 😉 (was bleiben mir auch für Alternativen…)

Auf die parteiinternen Streitigkeiten möchte ich zurzeit nicht eingehen, Fakt ist aber, dass der Kreisparteitag am Samstag interessant werden dürfte und einige Ämter neu besetzt werden. Nicht zuletzt wegen meinem gerade erfolgten „Outing“ werde ich natürlich nicht für ein  Amt kandidieren, dafür fehlt mir momentan nicht nur die Überzeugung, sondern schlichtweg auch die Zeit, zudem ich es eh als höchst zweifelhaft erachte, dass mich irgendjemand wählen würde 😉 Auch wenn ich Politik- und Verwaltungswissenschaften studiere – die Piratenpartei ist für mich kein Zugpferd, um mich schnell in irgendwelche Positionen zu hieven, wie manch böse Zunge behauptet 😛

Aber von meinem Wahlrecht werde ich natürlich Gebrauch machen und auch versuchen mitzuhelfen, dass der Parteitag reibungslos über die Bühne läuft. Berichten  werde ich dann natürlich auch darüber – ganz transparent, wie es sich für Piraten gehört.

Ich habe ja immer noch die Hoffnung – und mittlerweile sehe ich eine gewisse Dynamik entstehen – dass bald wieder konstruktives und vor allem ergebnisorientiertes Arbeiten möglich sein wird – reine Diskussionsstammtische sind zwar ganz nett, bringen aber letztlich nicht viel. Meine Initiative eine Hochschulgruppe der Piraten zu gründen stieß leider auch nicht auf viel Interesse, was daran liegen mag, dass leider kaum Studenten hier in Konstanz Mitglieder sind. Und so ganz allein, wenn man nicht so dahinter steht und eh genug anderes zu tun hat – da ist man doch eher unmotiviert etwas zu tun.

Wie dem auch sei, jetzt wisst ihr, woran ich mit der Piratenpartei bin, und die weiß, woran sie mit mir ist…