Entscheidungen und Wochenende!

So, mal wieder was von mir.

Gestern fand ich eine Mail im Postfach, das es nun darum geht, ein neues Projekt auszuwählen. Wie ich leider festgestellt habe, stehen meine beiden Wunschprojekte in Wellington garnicht mehr zur Auswahl. Ich muss mich jetzt also anders entscheiden und möchte Euch daran teilhaben lassen.

Klar ist, dass ich auf die Nordinsel möchte, da die Gegend hier, wie schön sie auch ist, doch langsam langweilig wird und alles gesehen ist. Zumal es interessant ist den Lebensstil zu vergleichen – so habe ich schon öfters von den hier Einheimischen gehört, das die Südinsulaner viel netter, freundlicher, offener usw. sind.

Wie dem auch sei, diese 5 Projekte sind in meiner näheren Auswahl:

1. Vertical Horizon Adventure Camp (http://verticalhorizon.co.nz/)

2. Kauaeranga Valley Christian Camp (http://www.kvcc.org.nz/)

3. Finlay Park Camp (http://www.finlaypark.co.nz/)

4. Whangarei Heads School (http://www.whangareiheads.school.nz/welcome.php)

5. Mount Tabor Trust (http://www.mt-tabor.org.nz/index.html)

Könnt ihr euch ja mal anschauen, wenn es interessiert. Ich neige momentan zu ersterem, das ist ein Adventure Camp in Inglewood, an der Ostküste der Nordinsel, direkt bei dem 2500m hohen einsam in der Landschaft stehenden und auf Bildern traumhaft aussehenden Mount Taranaki 😀                                        Mit New Plymouth ist auch eine Viertelstunde entfernt eine größere Stadt in der Nähe, die bereits als lebenswerteste Kleinstadt (unter 50.000) der Welt ausgezeichnet wurde. Ich glaube, das könnte dort ganz nett werden – aber fraglich natürlich, ob ich auch überhaupt meinen Erstwunsch bekomme. Die anderen Camps sind aber auch an durchaus attraktiven Stellen, sodass es mir ehrlich gesagt, eigentlich relativ egal ist, wo ich hinkomme. Die Schule und die Behinderten-Einrichtung ist auch recht interessant, echt schwierig sich zu entscheiden.

Soviel zu diesem Sachverhalt. Gestern war ich mal wieder in Christchurch – eigentlich aus einem ziemlich banalen Grund: ich musste mir mal wieder die Haare schneiden lassen. Der Friseur hier in Culverden ist auf 5 Wochen ausgebucht und außerdem sogar noch recht teuer. Also bin ich in Christchurch irgendwo reinspaziert und sofort wurden mir in barbarischster Weise meine wunderschönen Haare abgesäbelt!

Nachdem es Freitag wieder extrem heiß war (nicht auszuhalten…), hat es gestern fast den ganzen Tag geregnet, auch in Christchurch. Ziemlich schnelle Wetterwechsel hier. Da ich aber nicht nur des Haare Schneidens wegen nach Christchurch gefahren bin, beschloss ich, nicht zuletzt wegen der Hysterie um den neuen „Harry-Potter“-Film ein neuseeländisches Kino aufzusuchen.

Meine Wahl fiel auf das „Hoyts“, eine Kinokette hier in Neuseeland, vergleichbar mit Cinemaxx. Ich muss aber sagen, die Sessel sind deutlich bequemer und weiter und selbst ich kann meine Beine vollständig ausstrecken im Kinosaal.

Dort saß ich dann nämlich auch und erduldete den zweieinhalb-stündigen „Harry-Potter-Film“, der mich nicht sonderlich überzeugt hat. Trotz seiner Länge passiert eigentlich ziemlich wenig – oder aber, anders betrachet, ziemlich viel, soviel dass man das meiste schnell wieder vergisst. Ich muss zugeben, als der Film anfing, wusste ich vor lautem „Herr-der-Ringe“-Fanatismus garnicht mehr, worüber der 7. Teil handelt – aber es fiel mir dann doch recht schnell wieder ein. Was auch gut ist, denn für jene, die das Buch nicht gelesen haben, könnte es Verständnisschwierigkeiten geben.

Aber ich möchte mich hier nicht auch noch als Filmkritiker betätigen und deshalb nur noch sagen, dass der Film immerhin ein paar Stunden gute Ablenkung bot – aber auch nicht mehr…

Nach einem kleinen Imbiss und der Suche meines Autos (diesmal hab ich die richtige Abzweigung genommen!) ging es dann an die Heimfahrt nach Culverden, die so langsam echt ermüdend wird. Noch 3-4 mal werde ich die Strecke machen – trotz der ganz netten Landschaft ist es aber irgendwann zu viel ständig die 100km nach Christchurch  zu fahren – geht ja auch an den Sprit.

Heute Abend geht es für mich dann noch mal wieder nach Hanmer Springs in den heißen Quellen relaxen, ich muss nämlich noch meine 10er-Karte, wo ich noch ein paar Punkte drauf habe, in den nächsten 3 Wochen abgelten. Dort kann ich dann auch schön entspannt nochmal nachdenken, für welches neue Projekt ich mich entscheide – morgen werde ich das dann an den ICYE schicken!

Advertisements

Heute frei nach gestrigem Erfolg!

Nach einer Woche Pause nun der nächste Artikel.

Bevor ich morgen auf den 11. Reisetag eingehe: heute hatte ich frei (zur Klarstellung: nicht durch den Erfolg, falls die Überschrift das implizieren sollte).

Ein öffentlicher Ferientag, weil in Christchurch die „Show“ stattfand. Das ist ein Event, das bereits Mittwoch begonnen hatte und bis heute andauern sollte. Hauptsächlich geht es da um Rinder und Schafe, mit denen alles mögliche angestellt wird und ein paar andere „Bauern“-typische Aktivitäten wie Traktorwettrennen oder Holzhacken. Kostet natürlich auch was. Ich hätte es zwar spendiert bekommen, habe mich aber nicht entschieden dorthin zu gehen, hätte sich für 2-3h auch nicht gelohnt, weil die Veranstaltung schon um 5 beendet wurde (das Programm dort war eh nicht so der Kracher),

In Christchurch war ich trotzdem, und zwar am Meer, zuerst in der Hafenstadt Lyttelton, die in einer schönen Bucht hinter den Hügeln nahe der Banks Peninsula liegt. Dort ist auch ein größerer (Container)-Hafen, der das schöne Bild der Bucht (erinnert an Dunedin) leider zerstört. Trotzdem ein netter Ort, der sich an den steilen Hang schmiegt. Auf dem Weg dorthin bin ich auch erstmals in Neuseeland durch einen Tunnel gefahren (selbst zumindest; sonst aber auch nur der Homer-Tunnel zum Milford Sound). Der war sogar ein paar Kilometer gleich lang. Nach Lyttelton habe ich noch die Governors Bay besucht. Hier liegt ein ICYE Projekt, ein Kinderheim, in dem auch ein paar andere Freiwillige arbeiten. Die kann man wirklich für die schöne Lage dort beneiden. Ich bin ein bisschen am Meeresufer lang spaziert (war leider Ebbe) und habe mir aus der Entfernung mal das Projekt angeschaut. Wollte ja keinen bei der Arbeit stören, wobei ich glaube, dass eh keiner da war (war etwas still :D). Naja, danach ging es dann zurück nach Christchurch, doch nicht durch den Tunnel, sondern über einen Pass, der sich die doch recht hohen Hügel hinaufschraubt. Auf dem höchsten Punkt, wo sich auch ein Parkülatz und Cafe befindet, hat man eine super Aussicht. Auf der einen Seite der Blick in die  von Hügeln umschlossene Bucht, auf der anderen Seite über ganz Christchurch mit den noch schneebedeckten Bergen am Horizont. Hat sich gelohnt, diesen Weg zu nehmen. Danach ging es dann mit gewissen Umwegen zurück nach Culverden. Sonntag werde ich wohl nach Akaroa fahren (diesmal wirklich, ja), welches auf der erwähnten Banks Peninsula liegt, eine von Hügeln zerklüftete Halbinsel bei Christchurch, dessen Ausläufer eben schon dort waren, wo ich jetzt war. Ist aber von Christchurch immer noch so eine Stunde Fahrzeit. Die Strecke sieht aber sehr schön aus.

Zum nächsten Reiseartikel werde ich heute nicht mehr kommen, deshalb noch ein paar Worte zu gestern:

gestern war in sehr erfolgreicher Tag. Nicht nur, dass ich im Tennis gewonnen habe, zusammen mit Christian im Doppel (6:3 und nach hartem Match 6:5 bei den schon früher erwähnten komischen Regeln(.

Nein, ich habe auch meine Ehre wiederhergestellt. Und zwar wird in Room 5 (Klasse 5/6) donnerstags immer ein Mathe-Test geschrieben, der „Basic Facts Speed Test“. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um(100) einfache Rechenaufgaben (wie z.B. 6+7, 81:9, 8×7 oder 19-6), die in höchstens 7 1/2 Minuten möglichst schnell gelöst werden müssen. Dass das noch Mathematik ist, die der Christoph beherrscht, wollte ich natürlich zeigen. Also hatte ich vor etlichen Wochen mal aus Spaß mitgeschrieben. War natürlich auch alles richtig und ich war einer der Schnellsten – aber nicht der Schnellste. Während viele Kinder nämlich tatsächlich sehr lange für die 100 Aufgaben brauchen, sind 2 Kinder ziemlich schnell. So schnell, dass ich geglaubt hatte, sie würden „cheaten“. Darum habe ich bei den letzten Tests denen nur zugeguckt, um zu schauen, was ich falsch mache. Ich schreibe nämlich einfach nicht schnell genug. Die Aufgaben sind in einem Sekundenbruchteil gelöst, doch ma muss die Lösung eben niederschreiben. Für die 100 Aufgaben habe ich gestern 1 Minute und 38 Sekunden gebraucht, d.h. nicht ganz eine Sekunde pro Rechnung und Beschriftung. Schneller geht das echt nicht für mich. So hatte ich gestern dann auch meine Konkurrenten in den Schatten gestellt – doch der Rekord liegt bei 1 Minute und 10 Sekunden. Da muss man echt schon arg übertrieben schnell schreiben können. Probiert das doch einfach selbst mal aus!

Wie dem auch sei, ich habe bewiesen, dass ich doch noch besser rechnen kann als die Schulkinder – Gott sei Dank! Die Uni kann also kommen (wobei der Mathe-Anteil dort quasi nicht vorhanden sein wird, denke ich :D)