Die Sezession BaWüs – ein Vortrag im Modelhof

Heute war ich mal wieder zu Gast im Modelhof, den ich ja bereits anlässlich des Vortrages von Hans-Hermann Hoppe besucht hatte. Nach Hoppe und Robert Nef, den der Hayek Club Konstanz am kommenden Donnerstag begrüßt (Einladung hier), war der dritte Vortragende der bisher eher unbekanntere Marc Bettinger, der inspiriert durch die Lehren der Österreichischen Schule der Nationalökonomie ein Buch schrieb und in Eigenregie drucken und veröffentlichen liess.

Titel dieses Buches: „Sezession. Baden-Württembergs Weg in die Unabhängigkeit“. Angeregt durch Gedanken eines Schweizer Politikers sei er auf die Idee gekommen, dieses Buch zu schreiben, schließlich gäbe es unter Baden und Württembergern durchaus eine Mehrheit, die lieber Kanton der Schweiz würden statt in Superopa aufzugehen. Laut gewissen Studien sei Baden-Württemberg als eigener Staat gar hinter Luxemburg das zweitwohlhabenste Land der Welt, in dem sich auch die Facharbeiter die Autos leisten könnten, die sie zusammenschrauben, müsste man mit seinem Geld nicht Wowereit und Genossen durchfüttern (dieser Ausdruck stammt von mir…).

Das Buch hat knappe 80 Seiten, lässt sich also bequem an einem Abend durchlesen. Von Beruf eher an Zahlen gewöhnt darf man von Marc Bettinger keine Schreibkunst erwarten, sehr wohl aber eine klare Sprache. Das wird schon in der Kurzbeschreibung deutlich:

Wir schreiben das Jahr 2014. Die EU-Transferunion ist Realität geworden und die Abgaben nach Berlin und Brüssel lassen Baden-Württemberg langsam ausbluten. Die Bevölkerung im „Ländle“ wird nicht nur mit Geldentwertung und hohen Steuern drangsaliert, sondern auch mit bürokratischen Vorschriften und ideologischen Denkverboten. Der wegen seiner unverblümten Aussagen geschaßte Ex-Oberst Steiner rechnet mit dem politisch-medialen Komplex in einem Buch gnadenlos ab und schlägt darin eine radikale Lösung vor: Die Sezession, die Unabhängigkeit Baden-Württembergs! Das Buch wird zum Bestseller und die Sezessionsbewegung kommt tatsächlich ins Rollen…

Wie ein echter Libertärer nahm er die Dinge auch selbst in die Hand und gibt das Buch selber heraus. Immerhin 700 Personen hätten sich das Buch bisher gekauft – Tendenz steigend (für 6,50€ auf Amazon erhältlich).

In seinem Vortrag im Modelhof trug Marc Bettinger Passagen vor und unterlegte sie mit Hintergrundinformationen. Beispielsweise nimmt er das Gender Mainstreaming, die Klima-Debatte und die EU kritisch unter die Lupe. Am Ende steht die Sezession Baden-Württembergs und die Einführung einer edelmetalledeckten Währung – da wurde nämlich wohl ein Vorkommen im Schwarzwald entdeckt…

Alles in allem war es ein interessanter Vortrag, bei dem keine Fragen offen blieben. In Deutschland habe er bis auf seine Heimatstadt aber noch keine Vorträge darüber gehalten, wird aber vielleicht bald Gast des Hayek Club Konstanz werden. Er merkte noch an, dass das Buch des CSUlers Wilfried Scharnagls über die Unabhängigkeit Bayerns von ihm abgekupfert sei, fand dies aber nicht schlimm. Vielleicht seien aufgrund der unübersehbaren Mißstände zwei Leute auch unabhängig voneinander auf die Idee gekommen.

Der Abend im Modelhof klang dann noch bei netten Gesprächen und einer Erkundung der grandiosen Bibliothek aus. Wirklich ein grandioser Ort für Freiheitsfreunde, wo man sich vom täglichen Wahnsinn ein wenig erholen kann. Morgen geht es gleich weiter mit einer liberalen Konferenz in Zürich. Etwas geistige Erholung kann man sich ja mal gönnen…

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Ein Kommentar

  1. Nonnen

     /  Januar 27, 2013

    Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. fälschlicherweise zu behaupten, diese festgelegten Gegebenheiten um– bzw. dekonstruieren zu können.
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Frau sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013 nachzulesen]

    Antwort

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