Eröffnungsveranstaltung des Hayek Club Konstanz

Am Donnerstag, den 10. Januar, fand die Eröffnungsveranstaltung des Hayek Club Konstanz statt. 20 Interessierte, darunter eine Dame vom SÜDKURIER,  kamen um 19 Uhr in den edlen Gerstensackraum des Restaurant Barbarossa, um gemeinsam zu speisen und sich von Prof. Gerd Habermann, Gründer der Hayek-Gesellschaft, in den von ihr vertretenen Liberalismus einführen zu lassen.

Nach einer Begrüßung durch den Clubgründer und -leiter Christoph Heuermann stellten sich die Anwesenden einander vor, während sie auf das schmackhafte Mahl des Restaurants warteten. Die Hayek-Stiftung lud sie alle dazu ein, Prof. Habermann, der in Konstanz promovierte, erzählte besonders lange über seinen Werdegang und die Aktivitäten sowie Zielsetzung der Hayek-Gesellschaft bzw. ihrer regionalen Clubs. Ziel sei es zuerst, die noch vorhandene Freiheit zu bewahren. “Der Liberalismus habe sich nicht zu Tode gesiegt”, sondern sei tatsächlich 1876 durch Bismarck korrumpiert und gezähmt worden. Dabei sollte man laut ihm nicht vergessen, dass es neben der obrigkeitsstaatlichen auch eine breite freiheitliche Tradition in Deutschland gibt.

Bei der Vorstellung der Teilnehmer wurde deutlich, dass viele durch den verstorbenen Publizisten Roland Baader auf den klassischen Liberalismus aufmerksam wurden. Einige hatten sich schon näher mit Hayek beschäftigt, einige hatten noch nicht viel Kontakt mit den angesprochenen Themen. Doch Prof. Habermann sorgte mit einem umfassenden Überblick über die Geschichte des Liberalismus in Deutschland, seiner Theorie und seiner heute nicht mehr vorhandenen parteipolitischen Praxis für Aufklärung. Insbesondere kritisierte er die heutigen Parteien, die sich alle liberal wähnen, es aber nicht sind. Er machte klar, dass man zuerst die Begriffe ihrer ursprünglichen Bedeutung zurückführen müsse, um im Kampf für die Freiheit erfolgreich zu sein. So sei der heute so verdammte Manchester-Liberalismus tatsächlich eine Bewegung des kleinen Mannes gegen die Großgrundbesitzer gewesen und habe Großbritannien prosperieren lassen.Kernproblem der Freiheit sei heute der Wohlfahrtstaat, der aber scheitern werde wie alle sozialistischen Experimente es bereits getan hätten.

Nach seinem Vortrag nahm sich Prof. Habermann noch bis 23 Uhr Zeit um aufkommende Fragen zu beantworten, die es zuhauf gab. Anschließend setzten sich die an einem aktiven Engagement Interessierten noch zusammen und planten die weitere Expansion in Konstanz. So ist Ende Januar ein Vortrag mit dem Schweizer Publizisten Robert Nef geplant, der 1979 das Liberale Institut Zürich gründete. Im Sommer am 5. Juni kommt der Wirtschaftsweise Prof. Dr. Lars Feld aus Freiburg auf Einladung des Hayek Clubs nach Konstanz. Auch die Gründung einer Hochschulgruppe wird in Angriff genommen.

Für den Hayek Club Konstanz war es eine gelungene Auftaktveranstaltung. Das bestätigten auch die Teilnehmer, die alle in Zukunft über unsere Aktivitäten informiert bleiben möchten. Sie alle durften noch von Hernn Habermann verteilte Bücher über große liberale Denker und ein Manuskript seines Vortrages mit nach Hause nehmen.

Der Hayek Club Konstanz möchte sich an dieser Stelle herzlich für sein Kommen an seinen Studienort bedanken. Ebenso danken wir dem Restaurant Barbarossa für die hervorragende Bewirtung und freuen uns auf die Berichterstattung des SÜDKURIERS.

Das Neue Jahr wird noch weitere Veranstaltungen des Hayek Club Konstanz sehen. Wir freuen uns darauf und auf viele neue Gesichter, die sich mit liberalen Gedanken beschäftigen und sie diskutieren möchten!

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