ICJA-Freiwilligenaustausch sucht dringend Gastfamilien!

Bald bin ich bereits seit einem Jahr aus Neuseeland zurück, zu meiner Austauschorganisation versuche ich trotzdem Kontakt zu halten. Ich teile zwar gewisse Werte und Visionen von ICJA – Internationaler Christlicher Jugendaustausch – bzw. besser ICYE – International Cultural Youth Exchange – (das „Christlich“ entspringt  ihrer deutschen Tradition, hat aber heute keine wirkliche Bedeutung mehr) nicht und bin mittlerweile froh in manch Themenfrage unindoktriniert geblieben zu sein , unterstütze aber natürlich trotzdem die Grundintention einer friedlichen Völkerverständigung durch einen Freiwilligenaustausch und viele weitere Ziele.

Denn im Gegensatz zu vielen anderen Austauschorganisationen unterstützt der ICJA (www.icja.de) nicht nur deutsche Freiwillige bei ihren staatlich subventionierten Abenteuerurlauben ins Ausland, sondern ermöglicht duch das internationale ICYE-Netzwerk  auch internationalen Freiwilligen einen Gastaufenthalt in Deutschland. Im Moment suchen viele lateinamerikanische junge Erwachsene eine Gastfamilie (s.u.).

Projekte für diese zu finden ist in Zeiten steigenden Bedarfs an Pflegekräften und Co. bei gleichzeitiger Abschaffung der Wehrpflicht bzw. des Zivildienstes sicher nicht allzu schwierig. Oft scheitert es jedoch am nachvollziehbaren Wunsch internationaler Freiwilliger, in einer deutschen Gastfamilie zu wohnen, wozu sich leider sehr wenige Familien , auch sicher in Ermangelung des Wissens  an die Möglichkeit dieser Möglichkeit, entschliessen. Auch Wohnraum in Projekten ist eher knapp – Wohnprojekte werden auch noch gesucht. Damit hatte ich in Neuseeland ja gute Erfahrung mit und es keinesfalls bereut.

Ingesamt liegen die Vorteile auf der Hand und überwiegen die Nachteile deutlich. Im Gegensatz zu anderen Organisationen zahlt der ICJA meines Wissens zwar kein Geld an die Gastfamilien, gerade dies sorgt meiner Meinung nach aber für ein deutlich besseres Verhältnis zwischen Familie und Gastfreiwilligen, das sicher in lebenslangen Beziehungen münden kann. Gerade für Eltern, deren Kinder zum Studium weggezogen sind und sich vielleicht etwas allein fühlen, könnten dadurch wieder Schwung in ihr Leben bringen.

Es gibt sicher auch harte Zeiten, gerade der Anfang, wo der Gast kaum Deutsch sprechen können wird mag auch anstrengend sein, aber die vielfältigen Erfahrungen zusammen, der Einblick in eine ganz andere Kultur, Sprache und Co. wirkt sicherlich sehr bereichernd.

Vielleicht ist ja unter meinen Lesern jemand, der sich vorstellen kann, einen internationen Freiwilligen bei sich zu Hause aufzunehmen. In nachfolgender pdf-Datei (verzweifelt gesucht!) finden sich wenige nähere Informationen. Wer Interesse hat, mag mir auch ganz unverbindlich schreiben und ich stelle den Kontakt her – oder Ihr meldet Euch direkt beim ICJA – Freiwilligenaustausch weltweit.

Ich würde mich freuen, wenn vielleicht ein interessierter Konstanzer oder sonstwer aus dem gesamten Bundesgebiet (ein Projekt wird sich schon finden lassen) Bereitschaft signalisiert, sich ganz unverbindlich mit der Idee zu beschäftigen und vielleicht tatsächlich einen Gastfreiwilligen bei sich aufzunehmen. Ich bin noch etwas jung, aber in ein paar Jahrzehnten würde mich das sehr freuen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte. Auch würde ich mich über Weiterverbreitung dieses Aufrufes freuen (und der ICJA sicherlich auch)…

Advertisements
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: