Iron Sky

Heute habe ich den Film gesehen, den im Kino zu sehen mir nicht vergönnt war. An der Universität sollte nämlich eigentlich auf einer Freilichtbühne der Film „Iron Sky“ gezeigt werden, was allerdings im wahrsten Sinne des Worte ins Wasser fiel, da es in Konstanz seit Tagen wie aus Eimern regnet. Von wegen Traumsommer…

Aber die ganze Veranstaltung fiel ja nicht aus, sondern wurde ins Audimax verlegt, das auch recht gut gefüllt war.  Gab auch schon Filme vom Uni-Kino, wo nur 5 Leute da waren…

Gut gelaunt von der unerwartet bestandenen unangekündigten Statistik-Probeklausur und entspannt durch 3 Stunden geistiges Duell im Schach spielen freute ich mich also auf die „Nazis vom Mond“, einem Film, der durch eine Fangemeinde durchs sogenannte „Crowdfunding“ mit knapp 900.000 Euro vorfinanziert wurde. Das bei einem Gesamtbudget von nur 7,5 Millionen Euro solch teilweise recht hochwertigen Actionszenen möglich sind, ist schon nicht zu verachten.

„Iron Sky“ kann man nicht bedenkenlos empfehlen. Politisch korrekt ist er nicht unbedingt. Viele werden ihn sicher schrecklich finden – ich finde ihn genial. Schon allein wegen derIdee . Und der vielen Anspielungen.

Ich zitiere auf die Schnelle Wikipedia:

Im Jahr 2018 findet nach Jahrzehnten eine neue Mondlandung der Vereinigten Staaten – unter dem Vorwand der Wahlkampfpropaganda – statt. Eines der Teammitglieder der Mission erkundet die nähere Umgebung des Landeplatzes nach Helium-3 und entdeckt dabei einen großen Tagebau. Kurz darauf wird er von einem hierzu gehörenden Soldaten der Schutzstaffel erschossen, und ein weiterer Soldat zerstört mit einem Panzerschreck die Mondlandefähre. Einziger Überlebender der Mission ist der Afroamerikaner James Washington, der daraufhin von den Nazis gefangengenommen, in ihre Mondbasis gebracht und verhört wird.

Washington erklärt, er selbst wäre nur Model und die Mondlandung sei lediglich eine PR-Aktion für die Präsidentin der Vereinigten Staaten, welche Sarah Palin auffallend ähnlich sieht.[4] Jedoch entscheidet der „Mond-Führer“ Wolfgang Kortzfleisch angesichts der möglichen Entdeckung ihres Aufenthalts auf dem Mond, dass der Moment gekommen sei, die Erde für die Nazis zurückzuerobern und die Weltherrschaft zu ergreifen. Bei einem weiteren Verhör Washingtons finden die Nazis sein Smartphone, welches weit mehr Rechenleistung hat als die größten, aus den 1940er-Jahren stammenden Computer der Mondnazis. Dieses wird in die Götterdämmerung – ein Raumschiff gigantischen Ausmaßes – eingebaut, wodurch das Mutterschiff zum ersten Mal aktiviert werden kann. Allerdings ist der Akku des Handys nach nur wenigen Minuten leer und ein Start dadurch unmöglich.

Der SS-Offizier Klaus Adler (welcher Anwärter auf die Nachfolge des Führers ist), die idealistische SS-Offizierin und Lehrerin Renate Richter und der mittlerweile per sogenannter Albinisierung gebleichte James Washington werden zur Erde geschickt, um weitere Smartphones zu besorgen. Dort angekommen entführen sie die Wahlkampfleiterin der Präsidentin, Vivian Wagner. Diese sieht die Nazi-Ideologie als ideales Mittel für den Wahlkampf und bringt Adler und Richter zu ihr. Beide unterstützen sie in ihrem Wahlkampf, der hierdurch auf Nazi-Propaganda aufbaut und auch ähnlich inszeniert wird.

Nach einigen Monaten trifft Richter erneut auf Washington, dessen Karriere als schwarzes Model durch die Albinisierung zerstört wurde. Er lebt mittlerweile als Obdachloser und versucht vergeblich, die Bevölkerung vor den Mondnazis zu warnen. Er will Richter als eine Beteiligte der geplanten Invasion bloßstellen und beginnt eine Prügelei mit ihr, in deren Verlauf beide verhaftet werden. Sie erzählen einem Polizisten die komplette Wahrheit über den Hintergrund der Schlägerei; in Unkenntnis der wahren Verhältnisse hält dieser sie allerdings für Spinner und lässt sie wieder frei. Nachdem beide in einem Kino den Film Der große Diktator gesehen haben, den Richter bislang nur als um die wesentlichen Parts zensiertenKurzfilm“ kannte, beginnt Richter an ihrer Ideologie zu zweifeln.

Adler ist inzwischen der Wahlkampfleiterin Wagner näher- und vom Plan, Richter zu ehelichen, abgekommen. Als er mit Wagner Sex hat und seinen Plan, den Mond-Führer Kortzfleisch umzubringen, verrät, wird er von eben diesem überrascht. Kortzfleisch will daraufhin Adler exekutieren, Wagner kann einem Mitglied seiner Eskorte aber die Waffe abnehmen und erschießt vermeintlich Kortzfleisch und seine Begleiter.

Adler proklamiert sich als neuen Führer und will mit einem Tablet-Computer ausgestattet Richtung Mond aufbrechen, um den sogenannten MeteorBlitzkrieg zu starten. Hierbei dienen den Nazis riesige, zeppelinartige Trägerraumschiffe, die Asteroiden als Massenvernichtungswaffen hinter sich herziehen und einen davon mit verheerender Wirkung auf die Erde lenken. Während der Angriff durch Reichsflugscheiben unterstützt wird. Vor Adlers Abflug versucht der von Wagner lediglich schwer verletzte Kortzfleisch ein weiteres Mal, ihn anzugreifen. Adler tötet den Angeschossenen und startet Richtung Mond – allerdings ohne Wagner.

Richter wendet sich nun vollends gegen die Nazis und fliegt mit Washington in einer anderen Reichsflugscheibe ebenfalls zum Mond, um Adler bei seinem Vorhaben aufzuhalten, die Götterdämmerung zu aktivieren. In der Zwischenzeit starten die USA die Gegenattacke mit einem ursprünglich als Mars-Erkundungsschiff George W. Bush getarnten Kriegsraumschiff. Dieses wird auf Veranlassung der Präsidentin von Wagner kommandiert, die sich an Adler für die Zurückweisung rächen will. Das Schiff ist der Invasionsflotte zunächst unterlegen, es stellt sich jedoch heraus, dass alle anderen Raumfahrtnationen (außer Finnland) ebenfalls ihre Weltraumstationen und Satelliten bewaffnet haben. Sogar die Mir stellt sich als noch voll funktionsfähig heraus. Gemeinsam können sie den Angriff stoppen und nehmen Kurs auf den Mond, um die Nazis auszulöschen.

Auf dem Mond bereitet Adler währenddessen die Götterdämmerung vor. Gleichzeitig greifen die Amerikaner die Mondbasis der Nazis mit Nuklearwaffen an und nehmen dabei den Tod von unzähligen Frauen und Kindern in Kauf. Adler ignoriert diesen Angriff, sein Ziel ist weiterhin der Angriff auf die Erde. Da er die Erde mit der Götterdämmerung beschießen will, die Zeit aber knapp wird, schießt er zuerst den Teil des Mondes weg, der einem Direktangriff im Weg steht. Richter ist in der Zwischenzeit zur Brücke der Götterdämmerung gelangt und tötet ihn schließlich. Washington sabotiert das Schiff, das daraufhin auf den Mond stürzt.

Der mittlerweile wieder „dealbinisierte“ Washington und Richter überleben die Situation und finden als Paar in den Ruinen der Mondbasis zueinander.

Die Nationen der Erde entdecken nach dem Ende der Schlacht, dass die Nazis massenweise Helium-3 gefördert haben, das die Amerikaner allerdings sofort als ihr Eigentum beanspruchen. Die ehemals verbündeten Nationen beginnen sich darauf zu streiten, die Weltoberhäupter beginnen sich zu prügeln und die Raumschiffe zerstören einander. Die Eskalation des Streites mündet in einem nuklearenWeltkrieg, den man am Ende des Films vom Weltraum aus gesehen angedeutet bekommt.

Am Ende des Abspanns zoomt die Kamera immer weiter zurück bis hin zum Mars auf dessen Rückseite sich ein Satellit zubewegt.

 

Wem die Handlung wirr und unlogisch vorkommt – das ist sie zweifellos. „Iron Sky“ zu sehen lohnt sich trotzdem auf jeden Fall. Schon allein wegen dem Sarah-Palin-Imitat als amerikanische Präsidentin und vieler anderer lustiger Anspielungen, z.B aus Star Wars.

Ein paar ganz persönliche Highlights für mich:

– die Albinisierung eines farbigen Astronauten (die Quasi-Hauptfigur)

– ein nordkoreanischer Offizieller gibt die Nazi-Raumschiffe als seine aus, was auf breites Gelächter unter den versammelten Staaten stößt

– der Hakenkreuz-Ring eines indischen Offiziellen bringt diesen in Verlegenheit (indisches Friedenssymbol)

– nicht nur Amerika, sondern auch alle anderen versammelte Staaten (außer Finnland – der Regisseur ist Finne) haben bewaffnete Raumschiffe (u.a. die russische MIR), die sich nach Vernichtung der Nazis untereinander bekriegen

– der „Bösewicht“ wird durch einen hochhackigen Schuh getötet

 

Aber ich möchte nicht zu viel verraten. Jetzt fehlt nur noch ein Film über „die Rote Armee vom Mars“… 😉

 

 

 

 

Advertisements
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: