Buchtipp: The Libertarian Reader

Heute mal wieder eine Buchempfehlung über ein Buch, mit dem ich mich neben dem Studium die letzten 4 Wochen beschäftigt habe.

Denn nach der Hayek-Lektüre in den Weihnachtsferien und intensiver Beschäftigung mit ihm in meiner Hausarbeit, nach dem kolossalen Ayn Rand-Epos „Atlas Shrugged“, nach Werken in den Semesterferien wie „Anarchy, State and the Utopia“ von Robert Nozick und „Ethik der Freiheit“ von Murray Rothbard“, neben vielen andere, -schien mir nun das Verlangen groß, tiefer in die libertäre Ideengeschichte zu blicken.

Zu diesem Zweck benutzte ich das Angebot der Universitätsbibliothek Bücher vorzuschlagen und war ganz verwundert, dass mein Vorschlag angenommen und nach 3 Wochen das gewünschte Buch bereits von der Bibliothek gekauft wurde. Das Argument, es seien sehr viele, akademisch durchaus verwertbare Texte verschiedener Autoren, hat wohl gezogen.

Worum geht es denn jetzt eigentlich? Um „The Libertarian Reader“ von David Boaz mit dem verheißungsvollen Untertitel „Classic & Contemporary Writing from Lao-Tzu to Milton Friedman“,

David Boaz ist Vizepräsident des amerikanischen Think-Tanks Cato Institute (www.cato.org), die wohl einflussreichste libertäre Denkfabrik, bei der ich versuchen werde, einen Teil meines Praxissemesters nächstes Jahr zu absolvieren.

Nun zum Buch: es ist eine Aufsatzsammlung verschiedenster Autoren aus allen Epochen, die mit einer libertären Haltung publiziert haben. Die Texte sind in 7 verschiedene Themenschwerpunkte gegliedert,in „Skeptizismus über Macht“, „Individualismus und Zivilgesellschaft“, „Individuelle Rechte“, „Freie Märkte und spontane Ordnung“, „Frieden und internationale Harmonie“ und „die Zukunft des Libertarismus“. Selbst linke Pazifisten und Piraten kommen hier also teilweise auf ihre Kosten 😉

Das Autorenspektrum reicht vom Alten Testament (Samuel), über den Chinesen Lao-Tzu zu John Locke und Thomas Paine, Gründervätern der USA wie  James Madison und  bekannten Abolitionisten (Gegnern der Sklaverei) und Kämpfern des Frauenwahlrechts zu neueren Autoren wie Ayn Rand, Michael Polanyi und John Perry Barlow wie in ökonomischer Hinsicht über Adam Smith und Frederic Bastiat zu F.A. von Hayek, Ludwig von Mises und Milton Friedman – um nur die Bekanntesten zu nennen.

Das Buch ist zwar nur auf Englisch erhältlich, die Texte aber gut zu verstehen. Mit 450 Seiten zwar nicht an einem Abend zu verschlingen, bietet es durch die vielen kurzen oder auch mal längeren Aufsätze (insgesamt sind es 69) aber beste Möglichkeiten als „Gute-Nacht“-Lektüre, auch wenn man danach vielleicht nicht so gut schlafen kann.

Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst einen Einblick zu wagen – ab Montag steht das Buch wieder in der Uni-Bibliothek Konstanz und wartet auf anspruchsvolle Leser…

Ich kann es nur empfehlen: gedanklich sehr stimulierend!

 

 

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