Meine Abrechnung mit Konstanz: Part 1 – die Uni

Ich habe mir gedacht, ich werde in den nächsten Tagen mal mein bisher halbes Jahr in Konstanz Revue passieren lassen und ein wenig abrechnen 😉

Konstanz muss sich keine Sorgen machen, die Abrechnung wird überwiegend positv verlaufen. Ob für die Uni allgemein (Part 1), den Fachbereich und Studiengang (Part 2) oder die Stadt und das Leben drumrum (Part 3).

Heute fangen wir mit Part 1 an: die Universität Konstanz

Dass sie eine Exzellenz-Uni ist, in allen 3 Förderlinien erfolgreich, sieht man ihr von außen nicht gerade an. An Hässlichkeit übertrifft es fast die Uni Bielefeld, die aber längst nicht mit so einer schönen Lage punkten kann wie die Uni Konstanz. Auf und an dem Gießberg, rundherum dichter Wald, Wiesen und Naturschutzgebiete, der See nicht allzufern – da kann man über die äußeren Werte hinwegsehen. Zumal es immer ganz nett ist, die Insel Mainau, den Bodensee und das gegenüberliegende Seeufer zu beobachten – ob in der Mensa, manchem Hörsaal oder anderen Räumen. Im Sommer, wenn man am liebsten in den See springen würde, ist das vielleicht nicht mehr so schön ;

Ein einziger Campus hat aber auf jeden Fall seine Vorteile. Durch seine Lage außerhalb der Stadt ist sie zwar etwas von Konstanz entkoppelt, dafür sind viele Studenten gleichzeitig auf einen Haufen, ohne, dass es je übermässig voll wirkt.

Am Anfang verläuft man sich noch in den verwinkelten Gebäuden, schnell hat man aber die Orientierung raus und findet sich gut zurecht. Hin und wieder entdeckt man noch „geheime“ interessante Räume, bspw. den Bierautomaten in der Chemie-Fachschaft. Oder bewundert die garnicht mal so kleine Aquarienwelt im Biologietrakt, wo hungrige Piranhas auf ihre Opfer warten.

Kommen wir zur Mensa: speisen mit den Blick auf den Bodensee ist nett. Das Essen ist einigermaßen preiswert, schmeckt aber auch so. Alle 2 Wochen gibt es das gleiche, bloß unter einem anderen Namen. Die Portionen sind allerdings recht groß, weshalb Gourmands dort eher auf die Kosten kommen als Gourmets. Gibt allerdings auch eine Grilltheke usw. – die ist zwar teurer, da ist das Essen aber auch deutlich appetitlicher. Insgesamt betrachtet kann man in der Mensa aber durchaus essen, ich mach es etwa 2-3 mal in der Woche – vor allem, da es immer noch besser schmeckt, als wenn ich mir selbst was mache ;D Gibt auch noch einen Asiaten auf dem Campus  – bei dem hab ich mich allerdings noch nie getraut zu essen…

Als großes Problem – könnte man meinen – dürfe sich die Bibliothek der Universität Konstanz darstellen, die ja durch Asbestfasern verseucht ist. Tatsächlich merke aber zumindest ich keine wirklichen negativen Auswirkungen, was damit zusammenhängen mag, dass ich die Hausarbeit noch nicht wirklich gestartet habe und während der Klausurenphase die mutmassliche Überfüllung nicht miterlebt habe, weil ich, wenn überhaupt, zuhause gelernt habe. Eher sind mir die positiven Seiten aufgefallen: 24h geöffnet, 7 Tagen die Woche, sodass man auch tief nachts dort arbeiten kann, sowie eine Ausleihfrist von bis zu 20 Wochen, sofern nicht jemand das Buch vormerkt. Hab hier ein paar Bücher schon seit ein paar Monaten rumliegen – müsst ich echt mal zurückgeben… Die Bib ist auch echt gut bestückt, hab mir schon einige Literatur für nach den Semesterferien rausgesucht.

Was könnte ich noch so allgemein über die Uni erzählen? Ich habe als Vergleich ja nur die Uni Bielefeld – und  Konstanz  schlägt die in fast allen Aspekten doch deutlich. Den Exzellenzstatus der Uni sieht man ihr nicht so an. Da kann auch die unieigene Segelbootflotte und die stylischen Videotafeln im Eingangsbereich nicht drüber hinwegtäuschen.

Aber fachlich bekommt man einiges geboten, und darauf kommt es ja auch an. Fast jeden Abend findet irgendwo ein interessanter Vortrag statt, zu dem man gerne hingehen würde – meist sehr lohnend. Auch das sonstige Angebot kann sich echt sehen lassen, ob kulturell oder vom Hochschulsport. Solch ein breites Programm ist echt toll. Im Moment mach ich ja nur Schach, werde aber versuchen im nächsten Semester einen Platz im Segel- oder Kayakkurs zu erhaschen – den See muss man ja nutzen. Die Skiausfahrten sind auch immer sehr gut.

Jetzt fällt mir nichts mehr ein, was ich loben kann. Genauso wenig aber kann ich sehr viel kritisieren. Halten wir fest: mir gefällt die Uni Konstanz an sich sehr gut und ich bin froh die Entscheidung zugunsten von ihr getroffen zu haben 🙂

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