Produktivität und Prokrastination

Unglaublich, wie produktiv ein Tag noch verlaufen kann, wenn man bis 15 Uhr schläft. So produktiv, dass ich jetzt sogar zum Abchluss noch einen Blogartikel verfasse.

Das Gespenst der Prokrastination hat in den letzten Monaten ohnehin (zum Glück) merklich nachgelassen, in der ein oder anderen Hinsicht aber immer mal wieder zugeschlagen. So habe ich mir für meine Positionspapiere für die UN-Simulation MUNBW 2012 gebührend Zeit gelassen und die Frist bereits knapp 2 Wochen überschritten, ehe ich heute Abend mich mal eben dazu motivieren konnte, alle 3 zu schreiben. Themen waren: Privatisierung der Kriegsführung, Herabsetzung der Einsatzbereitschaft von Kernwaffen und der Einsatz moderner Waffensysteme wie unbemannte Drohnen, Streubomben und Landminen. Alles aus der Sicht Chinas, denn ich werde mich zum Chinesen verwandeln und das Reich der Mitte im Hauptausschuss 1, dem Ausschuss für Abrüstung und internationale Sicherheit, vertreten. Bis dahin vergehen aber noch 2 Monate, ebenso muss ich noch 2 Arbeitspapiere erarbeiten, die etwa komplexer sein müssen und als Vorbereitung auf eine eventuelle Resolution dienen könnten.

Jetzt ist – wäre da nicht mein Umzug am Donnerstag – mein Kopf quasi völlig frei und ich kann mich auf die Hausarbeit konzentrieren. Im Gespräch mit meinem Betreuer habe ich das Ganze nun merklich eingegrenzt, eine gute Gliederung erstellt und werde jetzt morgen so richtig damit anfangen. Grob gesagt mache ich eine polit-theoretische Untersuchung über den Freiheitsbegrif und damit  verbunden die Menschenbilder und ähnliche Aspekte vergleichend bei J.S. Mill und F.A. von Hayek, die dem ein oder anderen sicher ein Begriff sein dürften. Die Bibliothek freut sich sicher, mich mal zu sehen.

Das war natürlich längst nicht alles – ich habe mir unter anderem schon mal mein neues Heim angeschaut, eingekauft, mich über den Konstanzer Hühnerhaufen der Piratenpartei geärgert, einen wahnsinnig tollen Sonnenuntergang über Konstanz erlebt (siehe unten) und seit meinem Einzug auf der Fensterbank stehende leere Bierflaschen und anderen Müll entsorgt 😉

In gewissen Hinsicht besteht also doch Prokrastination. Gerade in der Hausarbeit, (hoffentlich) nicht (auch) für die Hausarbeit!

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