Theorie und Praxis

Bei aller Theorie im Studium, die ich in den vergangenen Wochen gelernt habe wie auch im Moment in mich einflüstere, fällt doch auf, dass Politik- und Verwaltungswissenschaften eigentlich doch  recht praxisnahes Studium ist.

Wer wollte sich nicht immer schon mal beim Bundesverfassungsgericht beschweren? Ich weiß jetzt ganz genau wie das geht und ob ich Aussicht auf Erfolg habe. Außerdem weiß ich auch noch einen Haufen mehr über öffentliches Recht – ab und an mag man das durchaus nutzen können – schließlich schränkt uns das Recht täglich in unserer Freiheit ein…

Deutlich praxisorientierter sind hingegen die Verwaltungswissenschaften. Ob nun der „bargaining“-Mechanismus, verschiedene Lernmodelle oder das „Garbage-Can-Model“ – vieles kann man auch auf die Realität anwenden, das „Garbage-Can-Model“ (Niskanen hats erfunden!) quasi auf alles! Ich weiß auch, wie die ganze Bürokratie tickt, was für Menschen Bürokraten sind und werden und warum überhaupt. Ich möchte klarstellen: nach all diesen Theorien und überhaupt als libertärer Mensch: eine Bürokratenkarriere, ja überhaupt eine vom Staat alimentierte Tätigkeit mag ich nicht mehr ansatzweise in Betracht ziehen. Ständig nur Budgets maximieren, mich mit engstirnigen Eiferen, Staatsmännern und Advokaten herumsschlagen, begrenzt rational zu handeln und überhaupt in einem „circulus vitiosus“ gefangen zu sein, klingt nicht sehr verlockend. Vielleicht folge ich dem Ratschlag unseren Professors und werde Förster. Der ist zwar auch beamtet, aber weitgehend autonom und muss sich nur mit Bäumen, Bären und Beeren herumschlagen. Oder ich lasse mich in den Aufsichtsrat von Schlecker kooptieren – die haben es ja nötig…

Methoden lerne ich hier auch im Studium. Das heisst, ich lerne wie man Zombies befragt, dass Frühaufsteher konservativ sind (kann ich bestätigen), was ein Schwedenschlüssel ist und dass es zwischen den USA und Gr0ßbritannien große Unterschiede bezüglich der Phasen der Beziehungsanbahnung gibt. Durchaus wissenswerte, nützliche Erkenntnisse, die mir in meinem Leben weiterhelfen werden. Im Ernst – man hört doch täglich von neuen Wahlprognosen, Umfragen etc. – jetzt kann ich das ganze viel besser einschätzen und viele Sachen als kompletten Murks abtun, der wohl nur da ist, die Bevölkerung zu täuschen 😉 Vertraue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!

Am praxisnahesten ist aber wohl die Vorlesung „Personal & Organisation“. Die beiden Vorlesungen über „Persönlichkeit“ fassen ein ganzes Psychologiestudium zusammen – ich kann jetzt jeden Menschen ganz genau einschätzen – und mich selbst sowieso. Abgesehen von den Big 5 (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard) bin ich manchmal Typ A, manchmal Typ B, habe manchmal ein Machtmotiv, manchmal ein Beziehungsmotiv, manchmal ein Leistungsmotiv. Alles ziemlich wischiwaschi, wie man sieht. Auch kann ich mich jetzt selbst motivieren, sofern das denn nötig ist, denn meine Motivation scheint intrinsisch und sehr hoch zu sein. Da brauche ich auch garnichts Maslows Bedürfnispyramide, Herzbergs Hygienefaktoren oder Vrooms Valenztheorie – da reicht mir Deci und Ryans Selbstbestimmungstheorie und die Zieltheorie nach Locke und Latham. Es gibt eigentlich keinen Inhalt dieser Vorlesung, den man nicht aufs echte Leben anwenden könnte (und der nicht wischiwaschi ist…). Ob es nun mal wieder ums Lernen geht (meine Lernart ist noch garnicht theoretisch fundiert), um Gruppenverhalten (Teamarbeit ist ganz schlimm!) oder darum, dass Boni nicht motivieren (warum zahlen dann alle Unternehmen Boni?). Mittlerweile sind wir schon bei solch Sachen wie „Spaghettiorganisation“ angekommen – ich frage mich, ob das so lecker ist, wie es klingt…

Die Klassiker der politischen Theorie sind hingegen nicht so praktisch. Auch wenn man natürlich gerne mal hinter Rawls „Schleier des Nichtwissens“ verschwinden würde, dem Lebensstil Schumpeters frönend kreative Zerstörung anrichten wolle oder sich in der Tradition von Aristoteles die praktische Arbeit ganz einfach mal abnehmen lassen würde.

Letztlich bleiben noch die Kenntnisse des gesamten deutschen Politiksystem übrig: alles nicht sehr praktisch umsetzbar, aber sehr praktisch zu wissen. Die gesamten Verfassungen, das ganze Wahlrecht, die ganzen Parlamente, ja noch viel mehr, quasi alles, auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene – der ganze Mist, der sich Politik nennt – ist (bald hoffentlich) in meinem Kopf drinne. Ein Wunder, dass die meisten Leute nicht noch politikverdrossener sind…

 

Wie man sieht – mein Studium ist sehr praxisorientiert. Das alles war alles natürlich nur ein klitzekleiner Ausschnitt der jeweiligen Fachgebiete – und nicht immer ernst gemeint – manchmal hingegen schon….

 

 

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Was mache ich eigentlich so?

Nach einen ambitionierten Start nahmen in letzter Zeit die Blog-Artikel wieder ab – das hat natürlich Gründe. Damit ihr wisst, welch wichtige Ereignisse in den kommenden Wochen anstehen, die mich jetzt sehr beschäftigen, ist hier ein kleiner Überblick:

Im Moment befinde ich mich nämlich in der wohl streßigsten Phase meines jungen Lebens. Von Streß möchte ich eigentlich nicht sprechen – ich mache das alles sehr gerne (ja, auch das Lernen ;)), aber ich habe keine Zeit zur wirklichen Muße und die Zeit rennt mir fast davon. Die vergangene Woche brachte mich nicht vor 4 Uhr nachts ins Bett – teilweise natürlich dem Umstand geschuldet, dass ich andere Aktivitäten am früheren Abend verfolgte (Studentenleben halt…).

Als neu erwählter Schatzmeister der Piratenpartei Konstanz musste und muss ich mich umfassend in die Materie einarbeiten, etliche mehr oder weniger benötigte Programme downloaden (Email-Verschlüsselung und so…) und schon bereits meines Amtes walten (Spendenbescheinigungen und Co.). Als Mitglied des Vorstandes fällt morgen eine Vorstandssitzung an, an der wir uns eine Geschäftsordnung geben müssen und  einen Schlachtplan für die kommenden Wochen erstellen. Vor der harten 3-Klausurenwoche (13.02-17.02) am Wochenende findet noch das Südbadentreffen statt – wo ich zumindest an einem Tag teilnehmen werde, um mal andere Piraten des südlichen Badens (Bezirksverband Freiburg) kennenzulernen.

Ich bin im Moment also ganz Pirat. Bis zum 15.02 muss ich jedoch auch mal kurz Chinese sein. Da ich bei der UN-Simulation MunBW Ende April in Stuttgart teilnehmen werde (ein andermal mehr dazu), muss ich bis zum 15.02 drei Positionspapiere einreichen, die die chinesische Sicht auf Themen wie „Privatisierung der Kriegsführung“, „Herabsetzung der Einsatzbereitschaft von Atomwaffen“ und den „Einsatz moderner Waffensysteme“ realitätsnah darstellen sollen – denn ich vertrete China im Hauptausschuss 1 , dem Ausschuss für Abrüstung und  internationale Sicherheit.

Ein wenig muss ich mich auch um das Schachturnier kümmern, dass unsere Schachgruppe Anfang Mai auf die Beine stellen wird. Ich bin dafür verantwortlich, dass mindestens 30 Teilnehmer kommen und muss daher die ganzen Marketingmaßnahmen und Co. koordinieren…

Rock your life, die Betreuung meines Hauptschülers, läuft nebenbei ja auch noch. Heute hatte ich wieder ein Treffen mit ihm – und ich muss sagen, es läuft sehr gut zwischen uns beiden. Im Moment treffen wir uns noch 1x wöchentlich, was ich auch gerne erst einmal beibehalten würde (min. alle 2 Wochen ist vorgegeben).

Damit nicht genug: Studieren tue ich ja auch noch. In den nächsten 3 Wochen stehen 5 Klausuren an, die erste bereits nächsten Freitag. Meine Einstellung zum Lernen mag mancher kennen, ich muss aber sagen, dass ich pro Vorlesung bereits jetzt mehr gemacht habe, als für das gesamte Abitur zusammen. Ein schlechtes Gewissen, dass ganze etwas lockerer anzugehen habe ich jedoch nicht. Ich denke, ich kann alles, die Probeklausuren liefen  sehr gut und der Stoff hält sich doch in Grenzen – jedenfalls kann man in 4h eine Vorlesung ziemlich gut durchlernen – geht also auch noch am Tag vor der Klausur 😉

Hinten anstehen muss allerdings die Hausarbeit in meinem Seminar. Es wird einem ja dringend geraten, jetzt schon anzufangen ( wer macht das schon?), aber da werde ich mich erst nach den Klausuren zu durchringen können. Immerhin habe ich schon ein Thema: ich vergleiche den Begriff der „Freiheit“ von John Stuart Mill und Friedrich August von Hayek. Wird sicherlich spannend – nach den Klausuren habe ich immerhin noch knapp 4 Wochen Zeit, von denen ein paar Tage aber auch vielleicht fürs Ski fahren drauf gehen werden (zu dem ich in den nächsten 3 Wochen gewiß nicht mehr kommen werde…)

In denen steht allerdings auch noch allerhand mehr an. Ein erneutes Rückkehrer-Treffen meiner Neuseeland-Austauschorganisation ICJA, in dem wir auch entwicklungspolitische Themen erarbeiten werden, steht genauso an, wie eine Vorbereitung auf die MunBW, an der ich im Gegensatz zu den meisten anderen Kommilitonen meiner Delegation aus Konstanz bisher noch nicht teilgenommen habe – und die ganze Geschäftsordnung der UN und so muss man ja kennen…

Anfang März muss ich ja auch noch umziehen – echt ein Glück, dass ich bereits ein neues Dach über den Kopf gefunden habe- da hätte ich jetzt echt keine Nerven mehr, mich damit zu beschäftigen. Ist der Umzug dann erst erfolgt und die Hausarbeit fertig, darf ich wohl zu etwas mehr Muße zurückkehren und die Semesterferien daheim in Herford genießen (sofern ich die Klausuren allesamt bestehe…)- gleichwohl ich mir ein ambitioniertes Lektüreprogramm polit-theoretischer Klassiker (die Bibliothek muss man ja nutzen) vorgenommen habe und auch, nochmals vom ICJA, eine Teamenden-Schulung besuchen werde, um vielleicht eines Tages auch mal solch ein Seminar mitteamen zu können.

So siehts in etwa aus für die nächsten Wochen – nicht erwähnt sind noch die ganz vielen anderen alltäglichen Sachen – ob nun noch eben das „alltägliche“ Studium (noch 1-2 Wochen Vorlesungen), die nicht-akademische Hausarbeit (Waschen, Putzen, Einkaufen, Kochen…) oder auch das Studentenleben, mit allem was dazugehört, welches ich nicht sonderlich vernachlässigen möchte. Ein dicker Schmöker sehr bedeutender Literatur (da kommt sicher auch noch ein Artikel dazu) möchte ebenso gelesen werden wie die ein oder anderen Nachrichten, damit ich das Weltgeschehen nicht ganz aus dem Auge verliere. Und zuguterletzt muss auch etwas Zerstreuung durch gewisse Dinge noch möglich sein – genauso wie Ihr vielleicht den ein oder anderen Blog-Artikel erwartet!

Wie man sieht, habe ich einiges vor, und besonders die nächsten 3 Wochen werden sehr geschäftig! Zeitmanagement heißt das Zauberwort, ich hoffe, ich manage sie richtig! Zu guter letzt muss ich echt sagen: ich bin so richtig im Flow, die Zeit vergeht rasend schnell – und das ganze fühlt sich richtig gut an! 🙂

 

Blood in the Mobile

„Blood in the mobile“ – so heisst der Film, den ich heute im Zebra Kino Konstanz sah – ein kleines kommunales, von einem gemeinnützigen Verein betriebenes alternatives Kino, dass diesen Abend sehr gut gefüllt war – denn die Hochschulgruppe „Studieren ohne Grenzen“ der Universität Konstanz hatte ordentlich Werbung gemacht.

Die  ihr diesen Blog lest habt wie ich ihn schreibe, dass gleiche Blut an den Händen, nämlich durch das Blut, dass in euren Handys, Ipads, Laptops, Computern, sogar Herzschrittmachern und ähnlichem steckt.

Erze  wie Coltan (daraus gewinnt man Tantal) braucht heutzutage nämlich fast jedes elektronische Gerät – und gefördert wird es fast nur im Kongo, wo es den dortigen Bürgerkrieg finanziert, indem die dortigen Warlords die Minen kontrollieren, die einheimische Bevölkerung ausbeuten und mit dem Geld Waffen gekauft wird. Im Bürgerkrieg im Kongo sind bereits 5 Millionen Menschen umgekommen.

Der Filmemacher Frank Poulsen aus Dänemark nahm sich der Thematik an und recherchierte investigativ sowohl im Kongo selbst – unter Gefahr für Leib und Leben – als auch in Europa und den USA, wo er mit Politikern, NGOs und vor allem Konzernen – in diesem Fall speziell Nokia – sprach.

Denn das Problem ist seit über 10 Jahren bekannt – getan hat sich wenig. Was geht uns das an, möchten einige fragen? Mir doch egal, wenn ein paar Leute in Afrika sterben, mir geht es gut!

Naja – es muss ja nicht gleich ein Verzicht auf elektronische Geräte sein, aber man könnte den Herstellern dieser Geräte ja z.B signalisieren, dass man in seinem Handy nur „konfliktfreie Materialien“ haben möchte – bloß woher?

Australien und Kanada verfügen noch über Förderkapazitäten, die sie aufgrund des geringen Weltmarktpreises aber auf nahezu Null geschraubt haben – wer will es ihnen verübeln? Wer bezahlt auch freiwillig deutlich mehr, damit sein elektronisches Gerät aus „konfliktfreien“ Gebieten (kann man dort wohl sagen) kommt?

Ein Vorschlag von NGOs ist es, die diese wichtigen Mineralien verwertenden Konzerne dazu zu verpflichten, ihre gesamte Zulieferungskette zu veröffentlichen – könnte fast ein Piratenvorschlag sein – um die Rohstoffe bis an ihren Ursprungsort zurückverfolgen zu können. Das macht jedoch niemand – ist ja vertraulich…

Das Schlimme ist, ein Konzern wie Nokia suhlt sich im Glanze, ein Unternehmen mit hoher „gesellschaftlicher Verantwortung“ zu sein. Diese Verantwortung nimmt er aber nur unzureichend wahr. Dass ihm die Mittel fehlen, den Ursprung der Rohstoffe zurückzuverfolgen ist lachhaft, wenn man sich mal die Umsätze anschaut und vergleicht, dass selbst Frank Poulsen mit bescheidensten Mitteln bis zur Quelle – den Minen von Biesi – vorgedrungen ist. Natürlich muss man bei der gesellschaftlichen Verantwortung – die den meisten Firmen, die sich mit diesem tollen neuen „CSR“ schmücken eher aus Marketinggründen gefällt denn eine Herzensangelegenheit ist – abwägen: wenn überspitzt gesagt soviel Mittel in „saubere“ Rohstoffe gesteckt werden, dass Massenentlassungen stattfinden, ist das sicher ein zu beachtender Punkt.

Die Firmen handeln nicht mit „blutigen“ Rohstoffen bzw. verwenden sie, weil sie böse sind – ganz im Gegenteil findet jeder Mitarbeiter das sehr schlimm – sondern, weil sie ja eigentlich keine andere Wahl haben, möchten sie nicht sang- und klanglos untergehen – die Konkurrenz schläft nicht. Solange die Politik nicht eingreift – in diesem Fall möchte ich es ausnahmsweise begrüßen – wird auch nicht viel passieren. Die USA hingegen – in letzter Zeit nicht grade Hoffnung erregend – haben bereits 2010 ein Gesetz verabschiedet, dass Konzerne Rohstoffnutzung aus dem Kongo transparent machen müssen – ob es nun wirklich eas bringt, sei dahingestellt.

Es ist ein gewisses Dilemma – schwer lösbar und sehr bedeutend. Das nach 10 Jahren kaum etwas passiert ist, ist der wohl größte Vorwurf und noch größer ist der, dass nicht eingestanden wird, dass es ein Problem gibt oder dass man versagt hat.

All diese Punkte werden auch im Film angesprochen – sehenswerter und teilweise unfreiwillig komisch ist jedoch die Reise der Filmemmacher durch den Kongo zu den Minen – mit Korruption an der Tagesordnung.

Im Anschluss fand noch eine Diskussion zu dem Thema statt: allgemeiner Tenor (unter vielen anderen interessanten Ansätzen) war, dass letztlich eh alle zu bequem seien und den Film und das Problem nach 10 Minuten bereits wieder vergessen hätten. Ich mag keine Mail an Nokia schreiben (oder einen anderen Konzern – ist ja nicht nur Nokia!) – tut ja sonst auch niemand 😉 – aber möchte wenigstens in meinem Blog auf diese Problematik hinweisen, was jetzt sehr verkürzt geschehen ist. Der Film ist jedenfalls sehr lohnenswert – schaut ihn Euch an!

Kreisparteitag und Narrenumzug

Narri narro,

so oder so ähnlich klangen die heute durchgehend die ganze Altstadt erfüllenden Schlachtrufe der Narren, die auch gestern schon während des Kreisparteitages der Piratenpartei Konstanz für die eine oder andere Störung sorgten, ob mit lautem Trommelwirbel, Trompetenklang oder anderem.

Zum Kreisparteitag werde ich nicht viel berichten, außer dass ich mich nun doch entschlossen habe zu kandidieren und auch tatsächlich gewählt wurde. Ich bin jetzt also Schatzmeister und damit im Vorstand des KV Konstanz und freue mich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den anderen!

Für meinen Blog bedeutet dies, dass ich mich mich mit all zu kontroversen Aussagen vielleicht etwas mehr zurückhalten werde, um keinen „Shitstorm“ zu entfesseln. Der Blog ist und bleibt aber mein Privatvergnügen und repräsentiert nicht im Geringsten (möglich ist es jedoch…) die Meinung der Piratenpartei.

Wer sich informieren möchte – ein Artikel einer Online-Zeitung über unseren Kreisparteitag mit kompakt zusammengefassten Informationen: http://www.see-online.info/34597/konstanzer-martin-rudel-neuer-vorsitzender-des-piraten-kreisverbands/%5B/url%5D

Für noch genauere Informationen hinsichtlich der einzelnen Wahlen, Kanditatenvorstellungen und Co. kann ich auch das minutiöse, vorläufige Protokoll empfehlen, zu finden unter:  http://wiki.piratenpartei.de/BW:Kreisverband_Konstanz/Aktion/Kreisparteitag/Protokoll

Weiterhin möchte ich in diesen Artikel noch ein paar Fotos vom heutigen großen Narrenumzug durch die Konstanzer Innenstadt zeigen, dem ich die ersten zwei Stunden zugeschaut habe, ehe ich zum Lernen an die Uni gefahren bin. Denn zu letzterem fehlt mir bald immer mehr die Zeit…

Nett anzuschauen war es – ein Bericht kann das Ganze aber nur unzureichend wiedergeben, man hätte schon live oder wenigstens vor dem Fernseher dabei sein sollen. Also schauts Euch an, wie die Schwäbisch-Alemannischen Narren so aussehen – und zuerst auch noch, welch schönen Blick auf die Alpen man bei bestem Wetter vor wenigen Tagen hatte…

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Die Narren sind los…

Helau und Alaaf,

es ist Narrenzeit – auch in Konstanz. Hier am Seerhein feiert man zwar nicht Karneval wie im Rheinland, die Schwäbisch-Alemannische Fasnet hat aber auch einiges zu bieten. Doch soweit sind wir noch garnicht – der Tag des Ausnahmezustands in Konstanz, der „Schmotzige Dunschstich“ ist erst Mitte Februar  – ein Donnerstag in der Woche, wo ich ausgerechnet 3 Klausuren schreibe…

Dieses Wochenende ist Konstanz jedoch auch schon von Narren überschwemmt. Grund dafür ist die Vereinigung Schwäbisch-Allemanischer Narrenzünfte, deren jährliches Treffen erstmals seit 40 Jahren wieder in Konstanz stattfindet.

Heute war bereits eine kleine Parade zur Einstimmung – am Sonntag gibt es noch eine größere: knapp 15000 Narren und mehrere Hunderttausend Besucher werden in Konstanz erwartet – der Stadt dürfte also ein Kollaps drohen. Vielleicht hilft das momentan sehr kalte, nasse Wetter (heute hat es sogar kurz geschneit) aber, dass es nicht ganz so voll wird. Der SWR überträgt die ganze Veranstaltung übrigens live… (ab 12 Uhr)

Die Narren werden in etlichen Bussen antransportiert – um diese unterzubringen wird die „Untere Laube“, Konstanzs zweispurige Hauptstraße durch die Innenstadt komplett für den Verkehr gesperrt. Mehrere Schiffe aus dem Bodenseeraum pendeln nach Konstanz und auch die Bahn hat jede Mennge zu tun. Parkplätze zu finden ist dieses Wochenende ohnehin schwer…

Eigentlich mag ich so Verkleiden ja garnicht – aber es war doch ganz nett, diesen Brauch heute mal näher zu betrachten – das hier hat auch noch viel mit Tradition zu tun, entsprechend sind die Leute verkleidet, meist mit Masken bestimmter Tiere und Sagengestalten. Die coolen jungen Leute im rosa Häschenkostüm bilden zum Glück die Ausnahme…

Hatte meine Kamera leider nicht mit, werde das aber Sonntag nachholen, damit ihr auch mal ein paar Impressionen zu sehen bekommt…

spät nachts…

Heute Abend zu später Stunde nur ein Link auf ein Video, dass fast alle Vorurteile gegenüber Konstanz bestätigt – http://www.youtube.com/watch?v=iZMl5drZOgM

Ich finde, die Jungs rappen garnicht mal so schlecht…

Weitere Rap-Videos gibts hier: http://www.petershausenparkrecords.de

 

Ansonsten kann ich nach dem heutigen Piraten-Stammtisch nur sagen – der Parteitag am Samstag dürfte sehr spannend werden, wenn auch nicht ohne Grabenkämpfe verlaufen.

Ich wurde sogar gefragt, ob ich nicht doch für ein Amt kandidieren möchte, werde aber aus gewissen Erwägungen darauf verzichten, mich jedoch im Quasi-Amt des Wahlhelfers am Samstag und allgemein als Kassenprüfer betätigen – sofern man mich wählt. Der heutige Abend hat mir jedenfalls neue Kraft gegeben, mich weiter für die Piraten zu engagieren – trotz gewisser Meinungsdifferenzen. Ahoi, Klarmachen zum Ändern und gute Nacht!

Die Piratenpartei und Ich…

Am Samstag ist es soweit – der Kreisparteitag der Piratenpartei Konstanz wird stattfinden. Ich habe ja lange nichts über meine Parteiarbeit verlauten lassen – die ruhte aber auch seit Mitte Dezember.

Zuallererst muss ich zugeben (tut mir Leid, Ihr Piraten, die das jetzt lesen müssen ;)), dass die große Euphorie verpufft ist und mittlerweile in Enttäuschung umgeschlagen ist. Erst die Querelen auf Landesebene in Berlin, dann die Enttäuschung mit dem beim  Bundesparteitag beschlossenen Programm und letztlich auch noch sich für Piraten nicht ziemende  interne Streitigkeiten auf Kreisebene, von denen ich allerdings persönlich nicht viel mitbekommen habe,

Dazu kommt, dass ich bei aller nach wie vorigen Überzeugung für mehr Demokratie, Transparenz und Bürgerrechte mich doch ideologisch gewißermaßen radikalisiert habe, nicht zuletzt durch die intensive Beschäftigung mit Friedrich August von Hayek, über den ich am Donnerstag mein erstes Uni-Referat halten und bald danach auch meine Hausarbeit schreiben werde. Über ihn bin ich auch auf andere intellektuell bereichernde Gedanken gestossen und habe einen riesigen Haufen an Literatur, den ich in den Semesterferien nach geschaffter Hausarbeit noch abackern möchte bzw. nebenbeijetzt  bereits tue (ist spannender, als in der Vorlesung zuzuhören).                                                                                                                                              Wie man sich jetzt  fast denken kann, fröne ich radikalliberalen bis libertären Gedanken im Sinne der Österreichischen Schule der Nationalökonomie (ich bin allerdings kein Anarchokapitalist ;))

Somit als „neoliberaler“ Kapitalist abgestempelt (eine schlimme Beleidigung, nichts verachte ich mehr als den Neoliberalismus) habe ich es mutmaßlich schwer in einer Partei, die, habe ich fast das Gefühl, von Attac und anderen Organisationen übernommen wurde. So sehr ich auch die gesellschaftspolitischen Vorstellungen der Piratenpartei teile, so wenig gefallen mir ihre wirtschaftspolitischen Vorstellungen, sofern sie denn überhaupt vorhanden sind. Aber es ist klar, in welche Richtung sich diese zukünftig entwickeln werden – das ist halt Basisdemokratie. Da reicht es eben auch nicht, wenn 49% (zugespitzt gesagt) vernünftige Vorstellungen haben…

Voller Euphorie bin ich, gleichwohl die Stammtische nicht sonderlich toll waren, in die Partei eingetreten, mittlerweile denke ich, es war wohl zu schnell. Nichtsdestotrotz werde ich Mitglied bleiben – sofern mich die das hier lesenden Piraten nicht rausekeln 😉 (was bleiben mir auch für Alternativen…)

Auf die parteiinternen Streitigkeiten möchte ich zurzeit nicht eingehen, Fakt ist aber, dass der Kreisparteitag am Samstag interessant werden dürfte und einige Ämter neu besetzt werden. Nicht zuletzt wegen meinem gerade erfolgten „Outing“ werde ich natürlich nicht für ein  Amt kandidieren, dafür fehlt mir momentan nicht nur die Überzeugung, sondern schlichtweg auch die Zeit, zudem ich es eh als höchst zweifelhaft erachte, dass mich irgendjemand wählen würde 😉 Auch wenn ich Politik- und Verwaltungswissenschaften studiere – die Piratenpartei ist für mich kein Zugpferd, um mich schnell in irgendwelche Positionen zu hieven, wie manch böse Zunge behauptet 😛

Aber von meinem Wahlrecht werde ich natürlich Gebrauch machen und auch versuchen mitzuhelfen, dass der Parteitag reibungslos über die Bühne läuft. Berichten  werde ich dann natürlich auch darüber – ganz transparent, wie es sich für Piraten gehört.

Ich habe ja immer noch die Hoffnung – und mittlerweile sehe ich eine gewisse Dynamik entstehen – dass bald wieder konstruktives und vor allem ergebnisorientiertes Arbeiten möglich sein wird – reine Diskussionsstammtische sind zwar ganz nett, bringen aber letztlich nicht viel. Meine Initiative eine Hochschulgruppe der Piraten zu gründen stieß leider auch nicht auf viel Interesse, was daran liegen mag, dass leider kaum Studenten hier in Konstanz Mitglieder sind. Und so ganz allein, wenn man nicht so dahinter steht und eh genug anderes zu tun hat – da ist man doch eher unmotiviert etwas zu tun.

Wie dem auch sei, jetzt wisst ihr, woran ich mit der Piratenpartei bin, und die weiß, woran sie mit mir ist…

 

Mein Arabisch-Kurs…

Heute nur ein ganz kleiner Artikel: wie manch einer weiß, lerne ich seit diesem Semester Arabisch. Morgen hätte ich eigentlich Abschlussklausur – aber ich habe mich bereits wieder davon abgemeldet.

Denn selbst wenn ich die Klausur bestehen sollte (was zu 99% unwahrscheinlich ist), bringt es mir doch herzlich wenig. Ich dürfte den nächsten Arabisch-Kurs besuchen – doch das möchte ich eh nicht. Es bringt mir weder CP für das Studium, noch steht es irgendwie auf den Zeugnis. Nur eine Bescheinigung kann ich mir ausdrucken lassen – aber mal ehrlich: was nützen mir Grundkenntnisse in Arabisch? Grundkenntnisse in diesem Fall heißt, dass ich ein paar der knapp 120 verschiedenen Zeichen des Alphabets kann, soviele jedenfalls um meinen Namen zu schreiben. Ich habe auch ein paar Präpositionen gelernt und kann mündlich sogar ein paar Sätze bilden (schreiben wird aber nix und lesen genauso wenig), z.b „ma aindi waqt“. Das heißt soviel wie „ich habe keine Zeit“ und stimmt auch, da ich keine Zeit hatte Arabisch zu lernen. Gut,  vielleicht war es auch eher fehlender Lust geschuldet. So viele Zeichen zu lernen – wofür? Um die Sprache zu beherrschen müsste ich das die nächsten paar Jahre durchziehen, regelmässig lernen und freiwillig in die Wüste nach Saudi-Arabien gehen (Syrien ist grad schlecht) – das möchte ich dann doch nicht. Und halbe Sachen mag ich auch nicht so. Die Sprache scheint mir zwar nicht sonderlich schwer zu sein vom Verstehen der Grammatik her, erfordert aber eben gerade am Anfang einen enormen Aufwand, ohne dass masich auch nur rudimentär verständigen könnte.

Als Fazit kann ich ziehen: ich kann meinen Namen schreiben. Und die einiger anderer Personen, was man ab und an durchaus gewinnbringend einsetzen kann 😉

Es war ein kurzer Ausflug in den Orient – den Arabischen Frühling werde ich nicht mehr erleben. Im nächsten Semester unternehme ich nochmals den Anlauf ins Spanische (wo ich jetzt im 1. ja keinen Platz bekommen hatte) und/oder werde mein schriftliches Englisch zu verbessern suchen. Das bringt mir auf Dauer mehr…

Noch eine kleine Anekdote aus meinem Kurs: unser Dozent, der das eigentlich echt gut gemacht hat, ist libanesischer Christ (und promovierter Soziologe und Theaterwissenschaftler mit eigenem Wikipedia-Eintrag!!!), weshalb wir natürlich nicht den Koran gelesen haben bzw. vorhatten dies zu tun.                     Einer der Kursteilnehmer in der ersten Kursstunde war ganz enttäuscht nach dieser Ankündigung und verschwand direkt auf Nimmerwiedersehen, nachdem er dieses erfahren hatte. Hätte ich ihm das mal gleich getan – dann hätte ich weniger Zeit verschwendet…

Ein japanischer Bonus

„Bei bisherigen Fragen können Sie maximal 100 Punkte erhalten. Wie hoch schätzen Sie
Ihre gesammelte Punktzahl ein? Bitte geben Sie Ihre Einschätzung ab. Falls die Differenz
zwischen Ihrer Einschätzung und den tatsächlich gesammelten Punkten gleich oder kleiner
als 5 beträgt, erhalten Sie noch als Bonus zusätzlich 5 Punkte.“

 

Dieses befremdliche Konstrukt schlug mir entgegen, als ich eben die 3 Jahre alte Methoden-Klausur überflog. Überflogen deshalb, weil ich erstmal nicht viel verstanden habe und Themen abgefragt wurden, für die ich noch nicht gelernt habe. Das Lustige daran ist, dass ich mir danach auch die Nachholklausur aus jenem Jahr angeschaut habe, die alle schreiben mussten, die die erste nicht bestanden hatten (das waren wohl einige). Lustig deshalb, weil ich auf Anhieb im Kopf fast alles lösen konnte. Wenn ich wüsste, dass es bei uns dieses Jahr auch so ungefähr werden würde, würde ich die erste Methodenklausur absichtlich verhauen, um in der Nachholklausur ordentlich zu punkten. Man kann nämlich bei uns (leider)  nicht etwa eine bestandene Klausur nochmals schreiben, um seine Note zu verbessern. Ein weiteres Problem: besteht man die Nachholklausur auch nicht, ist man weg vom Fenster (Exmatrikulation) und dürfte Probleme haben, jemals wieder in Deutschland Politikwissenschaften zu studieren.

Jenes Konstrukt da oben war auch nur in der ersten Klausur aufzufinden – mal schauen, ob es bei uns auch sowas geben wird. Finde ich eigentlich ganz nett: wenn ich weiß, es könnte knapp werden, gebe ich 50 Punkte an und kann mir dann 45 leisten, ohne durchzufallen. Natürlich kann man das ganze auch sonst ganz gut abschätzen, weil die zu gebenden Punkte ja bei den jeweiligen Fragen ersichtlich sind. Und 5 Punkte sollte man nicht unterschätzen, das macht einen ganzen Notensprung aus, den ich gut nutzen könnte. In Methoden lautet das Ziel im Gegensatz zu den anderen Klausuren nämlich einfach nur: bestehen!

Habt Ihr auch sowas schonmal gesehen – kam mir leicht spanisch japanisch vor 😉 ?

Und dann der Regen

Heute Abend war ich mal im Kino. Der Film hieß „Und dann der Regen“ , auch wenn ich mich an keine Stelle im Film erinnere, wo es geregnet hat.

Regen bedeutet aber Wasser – und Wasser, ob wir es nun spanisch „agua“ oder in Quechua „yaku“ nennen, ist für viele Menschen ein knappes und kostbares Gut.

Das scheint vielen Leuten hier in Deutschland nicht klar zu sein, die Unmengen des kostbaren Nasses verschwenden. Zugegeben, ich bin auch so ein Übeltäter. Vielleicht gerade deshalb, weil wenige Meter entfernt Deutschlands grösstes Wasserreservoir liegt – der Bodensee, der halb Baden-Würtemmberg versorgt und daher das Bewusstsein klein ist, dass Wasser Mangelware ist. Regnen tut es obendrein ja auch noch genügend.

In manchen Gegenden der Erde regnet es aber eher selten – nicht nur in Sahara, Gobi und anderen Wüsten, sondern auch im Hochland von Bolivien in Südamerika. Dort fanden im Jahr 2000 die Wasseraufstände von Cochabamba statt, um die sich der Film dreht (nur auf Englisch: http://en.wikipedia.org/wiki/Cochabamba_protests_of_2000)

Eigentlich dreht  sich der Film um einen Regisseur, der auch einen Film dreht, nämlich über Kolumbus und die Versklavung der Indios. Statt an der Küste zu drehen, wich der Regisseur ins Inland, zu den Quechua in den Anden aus – ist ja schließlich kostengünstiger, diese als Statisten zu beschäftigen. Zum Inhalt des Films möchte ich garnichts sagen – das kann man selbst nachlesen oder noch besser ansehen.

Der Film hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Ein Film im Film zeigt erstaunliche und natürlich beabsichtigte Parallen zum eigentlichen Film. Die bösen Spanier versklaven die Indios im Film im Film, im Film sind es die bösen internationalen Konzerne (Stichwort Globalisierung), die der einheimischen Bevölkerung quasi den Wasserhahn zudrehen, indem sie die Preise kurzerhand verdreifachen und der Bevölkerung gar untersagen, Regenwasser aufzufangen. Das ganze mündet natürlich in Protesten – genauso wie die Indios sich gegen ihre Versklavung zu wehren versuchen.

Eigentlich befürworte ich ja Privatisierungen. Wasser gehört jedoch allen Menschen – niemand sollte sich daran bereichern, auch wenn die Realität ganz anders aussieht. Spekulanten spekulieren schon jetzt mit Wasser  .                         Ein gescheiterter Versuch eines Amerikanes sah vor, Wasser-Futures einzuführen. Er wollte standardisierte Terminkontrakte auf die Höhe des Wasserspiegels der fünf großen Seen in Nordamerika kreieren , die den Grundwasserspiegel bestimmen, und damit auch die Ernten in Illinois und Iowa.

Wasser ist kein Produkt des Menschen, der Mensch aber ist ein Produkt des Wassers, ohne das er nicht überleben kann. Dass Konzerne die Natur ausbeuten ist hinlänglich bekannt – doch so schön Gold auch glitzert und Diamanten auch funkeln, sie sind nicht lebensnotwendig. Wasser hingegen schon – ob man nun verdurstet oder bei Protesten erschossen wird ist da zweitrangig.

Eigentlich wollte ich noch mehr schreiben, aber ich höre jetzt auf, da ich momentan keine vernünftige Antwort auf die Frage finde, wie man die Wasserversorgung global so organisieren kann, dass alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, ohne dass eine staatliche oder globale Stelle feste Quoten vorgibt, was ich sehr bedenklich finde und ideologisch mit meinen Idealen natürlich nicht vereinbar ist.  Ein Menschenrecht auf Wasser, wie es die UN im Juli 2010 beschloss und damit rein theoretisch in allen 192 UN-Staaten gilt, ist da nur bedingt hilfreich. Selbst Deutschland ratifizierte noch nicht einmal ein Zusatzprotokoll, womit das Menschenrecht auf Wasser auch wirklich für seine Bürger gilt – dies taten weltweit erst 3 Staaten…