Bodensee Therme Konstanz

Ich sehe mich gezwungen, mal wieder zu schreiben und sehe mich noch mehr gezwungen, dies im neuen Jahr häufiger zu tun. Ein guter Vorsatz also neben einigen weiteren – mal schauen, inwieweit ich ihn erfüllen kann.

Heute gibt es auch nur einen kleinen stadtspezifischen Artikel – nämlich über die Bodensee-Therme Konstanz. Wer nicht weiß, was eine Therme ist – so etwas wie ein Schwimmbad, bloß weniger zum Schwimmen als viel mehr zum Relaxen in heißen, oft mit angeblich heilenden und angelich natürlichen Mineralstoffen angereicherten Wasser. In den Genuss heißer Quellen kam ich ja bereits in Neuseeland, wo ich im ersten halben Jahr fast wöchentlich die „berühmten“ Hot Pools von Hanmer Springs aufsuchte, während ich im zweiten halben Jahr wirklich wöchentlich im Rahmen meiner Tätigkeit bei Mt Tabor einen Autisten ins Helensviller Bad begleitet habe. Das war zwar nur ein heißes Becken statt 9 verschiedene, aber immerhin war es heiß.

In dieser Beziehung muss ich auch gleich die Bodensee-Therme in Konstanz kritisieren. Wirklich warm ist das Wasser nicht, jedenfalls nicht für einen Warmduscher wie  mich 😉 Aber es ist immerhin so angenehm warm, dass man nicht nach 5 Minuten rausmuss (die 42 Grad Pools in Hanmer Springs haben einen schnell dehydrieren lassen…) und auch Stunden dort aushalten kann, ohne das einem allzu kalt wird. Das mag auch an den eisigen Außentemperaturen liegen, die einem garnicht dazu verleiten, mehr als den Kopf aus dem Wasser herauszustrecken – im Außenbecken natürlich nur, dass ich bei meiner Anwesenheit dort vorziehe. Im Innenbereich ist es zwar schön kuschlig warm lufttemperaturmässig, das Innenbeckenwasser aber recht kalt und der Whirlpool zwar heiß, aber regelmässig überfüllt.

Nun, was macht man in so einer Therme, insbesondere wenn man sie allein aufsucht? Kontemplation lautet das Stichwort, ein neu-denglischer Begriff ist auch „chillaxen“. Was gibt es Entspannenderes, als bequem im warmen Wasser (das ruhig wärmer sein könnte) zu liegen, den Kopf an eine Kopfstütze gelehnt (ja, sowas gibts da!), sich von den Massagedüsen und Blubberblasen massieren zu lassen und in den Sternenhimmel hochzublicken oder das verschiedenfarbige Lichtspiel zu bewundern, dass den aufsteigenden Wasserdampf in ein Meer an Farben verwandelt. Da kann man 2 Stunden mal so richtig vom Studium und dem ganzen Rest abschalten und sich gehen lassen. Das ganze liegt übrigens nur wenige Meter vom Bodensee entfernt – im Winter sicher nicht so ratsam – aber im Sommer kann man über den eigenen Steg dann auch schnell mal eine Erfrischung suchen (wobei ich mich frage, wer im Sommer überhaupt die Therme aufsuchen mag)

Auch architektonisch ist die Therme sehr schön gestaltet – warme Farben, ansprechende Architektur (am Tag spiegelt sich der Bodensee in den Fenstern) und ein angemessenes Interieur samt modernster Technik (Eintrittskarten und Schlüssel für Schließfächer waren gestern – heute kriegt man für alles einen digitalen Chip am Armband) macht das Ganze zu einer wahren Freude.

Und dabei ist es garnicht mal teuer: für einen in Konstanz Wohnenden beträgt der Eintritt in den letzten 2 Abendstunden (20-22 Uhr) grade einmal 4,40€  – das lässt das Studentenbudget auch noch zu.

Wem das jetzt zuviel nach Werbung klingt – es ist eine reine Meinung meinerseits, die sich weder in vergünstigten Eintrittspreisen, wärmerem Wasser oder sonstwas niederschlägt, auch wenn mittleres zu hoffen wäre. Ich gehe da jedenfalls gern min. alle 2 Wochen hin und kann die Leser meines Blogs nur ermuntern, dass gleiche zu tun – ihr müsst ja nicht kontemplieren, sondern könnt euch auch unterhalten – aber bitte nicht allzu laut… 😛

 

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Ein Kommentar

  1. Kleiner Tipp: Die Therme Konstanz hat zusätzlich ein Freibad gebaut, mit 50m-Schwimmbecken, Rutschen usw. – im Sommer ist da also durchaus gut Betrieb, bei dem Steg in den Bodensee eher weniger. (Gibt auch günstigere Tickets im Sommer, wenn man nur ins Freibad und nicht in den Thermalbereich will.)

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