Demo gegen „rechte Gewalt“ in Konstanz

Gestern marschierte ich auf meiner ersten Demo mit. Die Jusos Konstanz (deren Ansichten ich sonst eigentlich nicht teile) hatten angesichts der jüngsten, sicher bekannte,  Ereignisse zu einer Demonstration gegen „rechte Gewalt“ aufgerufen, die unter der Schirmherschaft des Uni-Rektors Prof. Dr. Rüdiger und dem Intendanten des Staattheaters Konstanz, Christoph Nix, stattfand.

So fanden sich am gestrigen Donnerstag gegen 17 Uhr auch zahlreiche Unterstützer vor der Universität zusammen – der SÜDKURIER (Konstanzer Tageszeitung) sprach von 400 Teilnehmern, die große Masse Studenten, lobenswerterweise auch einige „Powalter“.

Angeführt und abgeschlossen von der Polizei und begleitet von zahlreichen Ordnern führte die Demonstration den Gießberg hinab, die Friedrichsstraße entlang, über den Zähringer Platz, dann aber die Jahn-, Peterhausener-und Spanierstraße entlang, um danach die Rheinbrücke direkt am Bodensee zu überqueren  (bis hierhin wurde der Konstanzer Feierabendverkehr stark eingeschränkt ;)) und danach in den Gassen der Altstadt zu verschwinden, die letztlich zum Münsterkirchplatz führten. Dort wurde eine Kundgebung abgehalten, bei denen auch zwei Kommilitonen (auf Namen verzicht ich mal :P), einmal für die Grünen, einmal für die linke Hochschulgruppe, ihre Parolen schwangen. Im Gegensatz zur Antifa, die die Veranstaltung für ihre teils bizarren Thesen instrumentalisierte, jedoch völlig angemessene Worte. So wurde  z.B auch der alltägliche Rassismus kritisiert, der sich in Neologismen wie „Döner-Morden“ oder „SOKO Bosporus“ niederschlägt, vorzugsweise in der BLÖD und der Version davon für Analpabeten (gemeint sind spezielle Fernsehsender).

Für weitere Informationen ist der Südkurier-Artikel zu empfehlen: http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/400-Buerger-setzen-ein-Zeichen;art372448,5245275

 

Was ziehe ich jetzt für ein Fazit aus meiner „ersten“ wirklichen Demonstration? Naja – es war halt ein kleiner Spaziergang, ein jeder geschmückt mit Knicklichtern, mit netten Gesprächen – das Schreien können die Antifanten ja auch schließlich besser – für eine sinnvolle Sache. Manch Bürger mag sich gewundert haben, dass so etwas im beschaulichen Konstanz an einer so „unpolitischen“ Hochschule überhaupt stattfinden konnte, dazu auch noch im bitterkalten nebligen November – in dem Sinne kann man die ganze Sache als sehr gelungen betrachten! Das haben die Organisatoren, die Juso-Hochschulgruppe Konstanz, ausnahmsweise mal richtig und gut gemacht 😉

 

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