Einf. in die Verwaltungswissenschaft

Ich denke mir, einen kleinen Einblick in mein Studium würde den einen oder anderen interessieren. Politik- und Verwaltungswissenschaften ist schließlich nicht allzu bekannt – in dieser Form hier an der Uni Konstanz ja auch deutschlandweit einzigartig. Ich möchte heute nicht darauf eingehen, was das eigentlich ist, was man da alles macht und was man damit später machen kann, sondern werde beginnen ein Modul meines ersten Semestes vorzustellen – meine weiteren Module werden dann in den nächsten Tagen nach und nach folgen. Fangen wir an mit:

Einführung in die Verwaltungswissenschaften

In dieser Veranstaltung, einer Vorlesung samt freiwilligen Tutorat (in der Vorlesung besteht allerdings wie in keiner bei uns auch keine Anwesenheitspflicht) werden wir in einen quasi identitätsstiftenden Teil unseres Studiums eingeführt – in die Verwaltungswissenschaften. Das nimmt unser renommierter Professor Wolfgang Seibel vor, eine Koryphäe seines Faches zumindest deutschlandweit. Einfach mal googlen, er hat sogar einen recht ausführlichen Wikipedia-Artikel, was ja längst nicht selbstverständlich ist.

Er versucht uns nahezubringen, was Verwaltung eigentlich ist und wie sie funktioniert. Alles sehr theoretisch, was sich auch an der Lektüre bemerkbar macht. Ca. 100 Seiten zu jeder Vorlesung müssen wir lesen, meist trocken verfasste Fachliteratur, überwiegend auf Englisch. Die deutsche Verwaltungswissenschaft ist ja nämlich nicht sehr ausgeprägt, sieht man von Max Weber ab, der in der USA verehrt wird, während er, wie wir lernen durften, hier in Deutschland eher weniger Beachtung geniesst Themen der Vorlesungen waren bisher „Verwaltung als Werkzeug/Integrationsinstanz“  und „Verwaltungsautonomie/Verwaltungsresponsivität“. Morgen wird es wohl um „böse“ und „gute“ Verwaltungen gehen oder auch ethische Aspekte des Verwaltens. Herr Seibel hat nämlich ein Buch verfasst mit dem Titel „Macht und Moral. Die Endlösung der Judenfrage“, aus denen wir Ausschnitte lesen durften zur kommenden Vorlesung.  Überhaupt gibt er gerne Texte von sich selbst auf – man muss das aber positiv hervorhebend sagen, dass die vergleichsweise noch die am verständlichsten sind.

Alles in allem ist die Einführung in die Verwaltungswissenschaften bisher sehr interessant und überschneidet sich auch mit anderen Veranstaltungen, beispielsweise dem „Politischen System der BRD“ und „Personal & Organisation“. Im Hinblick auf letzteres kenne ich jetzt durch einen Verwaltungstext die „Stewardship-Agency“-Theorie – vermutlich habt Ihr von sowas noch nie gehört!

Es ist auf jeden Fall eine gewaltige Stoffmenge und sehr abstrakt – trotzdem komme ich momentan noch gut mit und das ganze bereitet mir durchaus Freude. Mal schauen, wie sich das ganze noch so entwickeln wird…

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