Das Mammut, Uncle Sam und Öl…

Das Leben ist schon spannend – jedenfalls wenn man sich am täglichen Weltgeschehen erfreut. Nicht nur Eurokrise und die zerfallende BVB-Koalition bestimmen die Schlagzeilen – nein, in den letzten Tagen wurden wir national mit dem sogenannten „Staatstrojaner“ von den Medien infiziert und in einigen Fällen sicher auch vorher schon infiltriert. Damit nicht genug – angeblich wollten angebliche Terroristen, die angeblich aus dem Iran stammen und angeblich in Kontakt mit dem Mammut stehen, in einem angeblichen Restaurant angeblich eine angebliche Bombe zünden, um neben den angeblichen Saudi-Arabischen Botschafter angeblich ganz nach der Manier „Ach, Scheiss auf Sie“ (Zitat des angeblichen Terroristen) die angeblich zahlreichen anderen Gäste des angeblich bereits erwähnten Restaurants angeblich umbringen.

Ich möchte mich darüber nicht lustig machen – es ist eine ernste Thematik, die man aber – nicht nur angeblich – bezweifeln kann. Fakt ist, dass Weltpolizist Uncle Sam die Nachfolger des persischen Schahs nicht wirklich leiden kann – harmlos gesprochen. Die glauben nämlich nicht nur an den Koran und regeln ihr Leben durch die Scharia, sondern bauen – angeblich – auch Atombomben. Wenn es denn so wäre, wäre es eine ernste Sache. Israel ist nicht fern und laut dem Mammut solle das ausgelöscht werden. Das trauen sich die Korangläubigen und Scharia-Befolgenden aber  eh nicht – Israel hat schließlich nicht nur eine Atombombe- und der treue Verbündete, Uncle Sam, gleich hundertfach so viele – genug, um ganz Persien mit Pilzen zu zieren.

So eine angebliche Atombombe ist aber natürlich der perfekte Grund, das einstige Persien als – durchaus berechtigte- Gefahr für den Weltfrieden anzusehen. Nachzuweisen ist sie nicht – sie ein zweites Mal zu unterstellen wird auch nicht mehr klappen. Also sucht der gutmütige Uncle Sam nach einer neuen Methode, um die Nachfolger des Schahs als blutrünstige Agressoren darzustellen – es wartet schließlich jede Menge Öl zum Trinken Airforce One befüllen, um damit nach Hawaii zu fliegen.

Keine Frage – der Iran ist ein grausiges Regime, regiert durch ein Mammut, das das Land dahin führt, wo es herkommt – in die Steinzeit! Es bleibt nur zu hoffen, dass der „Arabische Frühling“ – dort!- im nächsten Jahr wieder aufblüht.

Doch der Eindruck drängt sich geradezu auf, dass hinter dieser ganzen Thematik etwas ganz gewaltig faul ist. Die CIA als Dilettant mit kreativer Energie zu bezeichnen erscheint mir zwar als gefährlich, für nichts anderes halte ich aber diesen Staat im Staat, der Parasit in Uncle Sams Gehirn. Das wollen wir vorerst aber nicht weiter ausführen.

Was daran faul ist, erkennt wohl jeder denkende Mensch recht schnell, wenn er in den Medien mit dieser Geschichte, die zu schön um wahr zu sein ist, konfrontiert wird. Das ganze liest sich wie ein Agententhriller, sieht aus wie von Hollywood gedreht. Die haben den Drehbuchautor in Erwartung eines Kassenschlagers sicher bezahlt – Uncle Sam hat ja schließlich kein Geld mehr – außer für die guten alten Bomben, mit denen er bald das Mammut ausrotten will. So wird es kommen – vielleicht nicht jetzt, vielleicht nicht nächstes Jahr, aber wenn bald eine angeblich aus dem Iran stammende Bombe tatsächlich in Uncle Sams Nation hochgeht, hat er den Salat. Mit Öl, aber ohne Essig…

Das Rezept kennt man ja bereits: man nehme ein paar Strengstoffkugeln, mixe sie mit Rotormaschinen, füge noch ein paar grüne Gummibärchen dazu und backe dann das ganze in der Gluthitze der Wüste, um am Ende daraus Öl zu erhalten. Der Verschleiss an Gummibärchen, Sprengstoffkugeln und Rotormaschinen ist natürlich hoch – die Gummibärchen anderer Farbe haben aber viel höhere Verluste zu beklagen. Vielleicht baumeln sie nicht mehr am Galgen, weil sie gleichfarbige Gummibärchen lieben – dafür benutzen sie Sprengstoffkugeln, um neben den grünen auch andersfarbige Gummibärchen zu zermatschen. So dreckig ist die Welt!

Um nicht allzu sehr ins zynisch-metaphorische abzuschweifen nun abschließend noch ein ernstes Wort: man wird – sofern 2012 an der jetzigen geistigen Dimension der Weltbevölkerung nichts ändert- nie wissen, ob das Mammut (Ahmadinedschad)und somit das Land der einstigen persischen Schahs (Iran) in die angeblichen Anschläge in Uncle Sams Heimatland (USA) verwickelt sind, auch wenn viele einem das glauben machen wollen.

Das Ganze mag völlig wahr sein – genauso wahr wie das Mammut die Atombombe baut, statt nur angereichertes Uran zu schnupfen. Genauso kann es aber völlig falsch sein – wie dargelegt ein reiner Vorwand, um den Iran weiter zu isolieren und womöglich bald mit einem Krieg zu beginnen, dessen Ausgang absehbar ist und noch für viel Leid sorgen wird. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich dieser Fall weiterentwickeln wird und hoffe zumindest, dass nicht das eintritt, was ich prophezeie. Eintreten tue ich aber für das folgende: denkt selbst und lasst Euch nicht – vom wem auch immer – manipulieren!

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3 Kommentare

  1. Joseph Stalin

     /  Oktober 14, 2011

    Selten so einen schlechten Beitrag gelesen. Tut mir Leid. Wer denkt mit jeder Menge Ironie und Zynismus würde sich ein guter Blog schreiben lassen, ist wirklich verzweifelt.
    Der Blogtitel ist jetzt auch nicht wirklich gut…

    Antwort
    • Behaupte ich zu denken, ein guter Blog bestünde nur aus Ironie und Zynismus? Sicher nicht, wie manch Blogeintrag noch zeigen wird. Schade, dass Du die angebliche Schlechtigkeit des Blogtitels nicht begründen kannst – konstruktive Kritik greife ich immer gerne auf. Drum gibt es auch mal einen zynismusfreien Beitrag von mir, um mich aus meiner Verzweiflung zu befreien.

      Antwort
  2. Joseph Stalin

     /  Oktober 14, 2011

    Entschuldige mich, wenn ich davon ausgehe, dass man versucht seine Blogbeiträge so gut wie möglich zu schreiben.
    Du hast mit Ironie und Zynismus keineswegs gespart. Du hast übertrieben!(Ich werde jetzt nicht jedes einzelne Beispiel raussuchen, da ich zu müde bin noch großartig was zu machen). An einigen Stellen ist es mehr als geschmackslos. Außerdem ist es nicht wirklich toll sich über einen so traditionsreichen Namen lustig zu machen.
    Einen inhaltlichen Beitrag fänd ich toll. Würd deine politische Stellung gerne mal näher „erkunden“.

    Antwort

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