Ein letzter Beitrag aus Neuseeland !?

Sind wir schon soweit – sind bereits die letzten Minuten in Neuseeland angebrochen? Noch nicht ganz, doch viele Stunden bleiben mir nicht mehr in Aotearoa – genauer gesagt bin ich noch 8 Stunden hauptsächlich schlafend in Helensville, reise dann 13 Stunden größtenteils mit einem Bus nach Waikanae, um im dortigen Abschluss-Seminar 49 Stunden zu vertrödeln, ehe ich dann nochmals 12 Stunden mit dem Bus zurück zum Flughafen Aucklands fahre, dort nochmals 10 ganze Stunden warten muss, um dann schlussendlich in den Flieger steigen zu dürfen, der nach weiteren 30 Stunden Flug am Montag gegen 13.30 in Düsseldorf landen wird.

Wie man sieht, zähle ich die Zeit – und wie man auch sieht, verbringe ich ganz schön viel Zeit mit Reisen und Warten. Wundert Euch also nicht, Ihr, die mich am Montag erwartet, dass mein Verlangen nach Schlaf groß sein könnte. Noch hoffe ich aber, dass ich durch den quasi vollständigen Nachtflug (da mit der Zeit) ganz gut schlafen kann.

Grade habe ich meine letzten Bilder aus den letzten Tagen noch auf das Netbook geladen und auch auf der Festplatte gesichert, die ich vorsorglich in den Kofer packe, damit ich zumindest die Bilder heil nach Hause bringe. Knapp 300 Bilder über die Leute auf der Farm und allgemein im Mount Tabor Trust – da dürft Ihr euch schon drauf freuen.

Natürlich hatte ich auch ein tolles Abschiedsfest, bei dem ich die Tränen nur mit Mühe zurückhalten könnte, besonders als ich reich beschenkt wurde. Ein schöner  schwarz-weiß-gestreifter Neuseeland-Schal, den ich auch grade trage, eine nette Kappe und ein Neuseeland-Fotoalbum, das perfekt geeignet ist, um ein paar ausgewählte Bilder zu Farbfotos zu machen und dort reinzukleben. Dazu kam ein noch viel schöneres Geschenk – ein von Kevin gemaltes Bild mit seinem und meinem Foto, die miteinander agieren zu scheinen – mehr verratte ich nicht. Außerdem bereits in einen tollen Rahmen eingefasste Kunstwerke von Kevinangelo – genau was ich mir gewünscht habe. Auch Sandy hat mir was Schönes gemalt und alle haben unterschrieben. Das alles hat mich sehr gefreut und ich hoffe, all diese schönen Erinnerungen heil nach Hause zu bringen – in die Koffer passt alles rein!

Zum Abschiedsdinner kamen auch ein paar Leute von den anderen Häusern, es gab zum Abschluss nochmal lecker Ziegenbock-Curry und ein paar andere Dinge. Erfreut registrierte ich, dass man L&P extra für mich gekauft hatte. Um auch Euch in den himmlischen Genuss zu versetzen, habe ich eine 1,5l Flasche in meinen Koffer geschmuggelt, die hoffentlich ebenfalls heil nach Deutschland kommt (der Platt dafür ist halt da ;)).

Mir wurde natürlich für meine großartige Arbeit gedankt und ich verabschiedete mich nach und nach von den meisten Leuten, wie ich es auch schon im Laufe des Tages getan hatte. Und ich versprach, in Zukunft auf jeden Fall wiederzukommen. Das mag 5 Jahre dauern – aber ich habe es mir fest vorgenommen.

Von den meisten Farmbewohnern (inkl. Hund, Katze, Hühner und Schwein) werde ich mich morgen früh noch verabschieden können. Um 6.30 verlasse ich bereits die Farm, Robert fährt mich zur Bushaltestelle nach Auckland, wo ich um 7.45 den Bus nehmen werde. Kevin und Sandy sind dann meist schon wach, Kristin wird auch extra aufstehen, wirklich verabschiedet wird sich dann, Nachteule Billy kommt gleich noch.

Tommy wird lieber schlafen, aber ich hatte ein nettes „Gespräch“ mit ihm heute, habe ihn gefilmt und mit ihm beim letzten Mal „Wiggle&Giggle“ so lang wie noch nie getanzt. Er war heute sehr aufgeregt, weil ich ja morgen weg bin – und im Gegensatz zu Kevin kann er sich das auch wirklich vorstellen. Aber ich habe mich gebührend von ihm verabschiedet- das fällt mir doch sehr schwer. Zu Tom kann man garnicht den Kontakt wie zu Kevin haben, trotzdem ist sein alltägliches Verhalten einfach nur total „süß“, ein kleines Kind im alten Mann. Aber all die Erlebnisse und Details erzähle ich besser und lieber mündlich.

Sonst bleibt mir nicht viel übrig zu sagen, außer dass es mir grade sehr irreal erscheint, morgen Helensville und Sonntag bereits Neuseeland zu verlassen. Auf das Abschluss-Seminar freue ich mich nicht wirklich, jetzt gleich in den Flieger zu steigen wäre mir lieber. Aber vielleicht ist es tatsächlich gut, wenn noch die letzten Stunden in Neuseeland bereits Abstand zum Projekt zu gewinnen, noch einmal die halbe Nordinsel zu sehen, sich mit anderen Freiwilligen auszutauschen, Spaß zu haben und dann auch psychisch geordnet Neuseeland zu verlassen (wer weiß, ob wir psychisch geordnet werden beim Seminar!?)

Bei jenem fürchte ich auch, kein Internet zu haben, weshalb ich dies als letzten Eintrag meinerseits ankündigen muss, jedenfalls aus Neuseeland. Wenn doch, dann kommt vielleicht noch was, gleiches gilt für mögliches Internet am Flughafen Aucklands, an dem ich mir ja irgendwie 10 Stunden Zeit vertreiben muss. Die Chancen stehen also garnicht schlecht…

Am Sonntag um 17.45 hebt dann voraussichtlich aber das Flugzeug, diesmal eine Boeing und kein Airbus, von neuseeländischen Boden ab und es wird Zeit für mich zu sagen: „Haere ra, Aotearoa“

Bis dahin geniesse ich noch die Zeit, sofern mir das bei all den Reisestrapazen möglich ist, tue alle möglichen Dinge ein „letztes Mal“ und freue mich bereits auf Euch alle daheim!!!

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