Erinnerungen

Heute geht es um Erinnerungen: zuerst erinner ich mich an den heutigen Tag:

Das Bowling war ganzwitzig, aber extrem unorganisiert. Gespielt wurde mit Bande, was mir aber eher geschadet als genützt hat. So haben die Leute alle mit mehrmaligem Bandenkontakt viel abgeräumt und ich mit schnellen Schwung oft weniger. Am End hats trotzdem noch für ein gutes Eregebnis gereicht! Ging auch nur eine Stunde insgesamt – knapp 20 Würfe hatte ich also – aber viel Spaß gehabt und nochmal die Leute aus der Stadt gesehen.

Jetzt aber zu dem, was ich eigentlich schreiben wollte – über Erinnerungen. Vor knapp 50 Wochen bin ich in Neuseeland angekommen – seitdem ist natürlich viel passiert. Ich werde jetzt mal, möglichst chronologisch auflisten, was mir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist. Ihr werdet ja sicherlich auch Euren Spaß damit haben, erinnert Ihr euch doch auch vielleicht an einen Blog-Eintrag darüber. Also – los gehts, könnte lang werden… (ich erinnere mich natürlich noch an sehr viel mehr, quasi alles, aber das sind so die intensivsten Momente, die mir sofort in den Sinn kommen) (außerdem sieht man zum Ende hin, dass ich mich irgendwie nicht mehr so erinnere, woran das wohl liegt ;D)

Ich erinnere mich noch ganz genau an den Moment,

– als wir nachdem langen Flug in Auckland am Flughafen 2 Stunden warten mussten, weil eine Mitfreiwillige Probleme mit dem Zoll hatte…

– als ich bei der Busfahrt von Auckland und Rotorua in Tauranga zum ersten Mal die Wellen des Pazifiks erblickt habe

– als mir bei einem Spaziergang die geothermalen Matschblubbertümpel ins Auge fielen und überhaupt den Schwefelgeruch in jener Stadt

– als wir beim Flug von Auckland nach Christchurch uns wegen Übergepäck viele Lagen Kleidung angezogen haben und in der Sicherheitskontrolle  das meiste wieder aus- und anziehen mussten…

– als ich im nassen, kalten Christchurch fast erfroren wäre, bis endlich Neil im Schulbus kam, um mich nach Culverden zu kutschieren

– den ersten Tag in Culverden und an der Amuri Area School

– als ich Ski fahren im Mt Lyford Skigebiet war

– als ich mich bei der Wanderung in Hanmer Springs nach quälendem Aufstieg  in einem Forstwald verirrt hatte

– als ich bei der Schulvorführung fleißiger Requisiten-Schlepper war

– als ich meinen geliebten Honda Civic zum ersten Mal Probe fuhr

– als ich zum ersten Mal prickelnde L&P getrunken und die göttliche Chicken-Cranbery-Pizza gegessen habe

– als ich in den Frühlingsferien auf dem Weg nach Dunedin viele Hasen zu „Roadpizza“ verarbeitete

– als ich in Kaikoura die Robbenbabys beim Ohau Wasserfall beobachtete und überhaupt jenes tollen Städtchen erforschte

– wie ich in der ersten Zeltnacht nahe Dunedin durch viele Ereignisse kaum Schlaf fand

– als ich am Slope Point – südlichster Punkt Neuseelands – im Hagelschauer stand

– als der Motor von Ricos Auto beim Bluff Hill aufgab und qualmte wie die Hölle

– als wir im Wald bei den Mavora Lakes die Baumwurzel aus „Herr der Ringe“ gesucht haben

– als ich zum ersten Mal den Milford Sound sah

– als ich etwas unglücklich kommunizierte, fortan allein reisen zu wollen

– als ich in Queenstown aus 4000m Höhe aus dem Flugzeug sprang und 40 Sekunden im freien Fall mit grandioser Aussicht nach unten rauschte

– als ich in Oamaru hautnah die Pinguine erlebte

– als ich an einem einsamen Strand der West Coast eine Begegnung mit einem agressiven Seehund hatte

– als ich die die tolle Natur Karameas entdeckte & die Nacht im dortigen Hippie-Hostel

– als ich Fussball, Tennis und Co. in Culverden spielte

– als ich nach einer mißglückten Nacht im Auto mitten in den Bergen (nähe „Edoras“) die Nacht durchfuhr zurück nach Culverden

– als ich den Wal vor der majestätischen Bergkulisse Kaikouras abtauchen sah

– als ich beim Jack Johnson-Konzert in Christchurch war

– als mir beim Wandertag auf den Mt Culverden bewusst wurde, nur noch wenige Tage mit all den tollen Kindern und Lehrern zu haben

– als ich das letzr Mal mit Neil und Frau zusammen war

– als ich an meinem ersten Sommerferientag in Blenheim auf den örtlichen Fluss Kanu fahren versuchte, abdriftete, nicht zurückrudern konnte und letztlich das Kanu durch einen Privatgarten und über die Straße 1km zurück zum Hostel trug

– als ich im Abel Tasman Nationalpark Wandern war

– als ich mich bei Flirtversuchen in Spanisch mit der mexikanischen Hitchhikerin blamierte 😛

– als ich drei wundervolle Tage in der Golden Bay hatte

– als ich mit der Fähre vor bereits über 6 Monaten die Südinsel bei trostlosen Wetter verließ

– als ich mit Jonas auf dem Tongariro raften war

– als wir in Taupo an der Thermalstelle im Waikato baden waren

– als ich bemerkte, dass Heiligabend in Napier mein Auto aufgebrochen wurde und als ich dann im Polizeiwagn durch die Fußgägngerzone eskortiert wurde und alle geguckt haben 😀

– als wir uns in Sydney in der ersten Nacht den Weg zum Hostel suchten

– die ganze Zeit in Sydney, ganz besonders Sylvester, als wir 12 Stunden anstanden bzw. auf der Stelle warteten für den guten Ausblick

– als ich mich in einem Wald nahe Opotiki verirrte

– als ich den schweißtreibenden Hügel am Eastt Cape erstieg

– als ich unfreiwillig eine Nacht im Auto verbrachte, als ich in der Wairarapa/Wellington-Area keine Herberge mehr fand

– als ich in Mana/Wellington einen unvergleichlichen Sonnenuntergang mit Blick auf die Südinsel erleben durfte

– als ich Wellington das Parlament und Museum Te Papa und den Weta Workshop besucht habe und den großen Rochen im Hafen schwimmen sah

– als ich nach der schönen Whanganui River Road die Vulkane des Tongariro aufragen sah

– als ich mich nach erfolgreichem Aufstieg auf dem Schicksalsberg Mt Ngaurahoe beim Abstieg verirrte, mir einige Macken zuzog, das Tongariro Crossing daher nicht beendete, am Ende noch Kamera und Sonnenbrille am Wegesrand vergaß und ich zurückraste, um sie noch unangetastet wiederzufinden

– als ich das Filmset in „Hobbingen“ sah (auf die Bilder dürft ihr Euch privat schon freuen)

– als ich einen tollen Strandtag in den Wellen des Pazifiks in Mt Mauganui verbrachte

– als  bei der Fahrt mit Lucy und Grace nach Auckland die provisorische Auto-Scheibe abflog

– als ich hier bei der Mt Tabor Farm ankam und erstmal geschockt war

– als ich zum ersten Mal viele Male Schlüsselerlebnisse mit den Core People hier hatte

– als ich all die tollen Westküstenstrände rund um Auckland erblickte

– als ich die Pinnacles auf der Coromandel bestieg

– als ich an der Hot Water Beach auf der Coromandel im Thermalwasser relaxte

– als ich mich in Waitono in Höhlen abseilte, mich durch Löcher zwängte und kurzzeitg im unterirdischen Wasserlauf unterging

– als ich die Ninety Mile Beach entlang driftete

– als ich eine tolle Übernacht-Tour in der Bay of Islands hatte und im Sternenlicht Kayak fuhr

– als ich mein Auto  so unverhofft schnell verkaufte

– als mir heute bewusst wurde, dass ich nur noch eine Woche in Neuseeland habe…

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