Auckland Maritime Museum

Heute hatte ich mal wieder frei und habe die Zeit genutzt, nochmal ins City Centre von Auckland zu gehen, wo ich das am Hafen gelegene Maritime Museum besuchte. Das ist ziemlich lohnenswert in meinen Augen und bietet verschiedenen thematische Austellungen, die im weitesten Sinne irgendwas mit der Seefahrt zu tun haben. Z.B Entdeckung Neuseelands, Immigration, neuseeländische Maori-Kanus, Wale und Delfine bzw. ihr Fang und viel mehr. So erfuhr ich auch die interessante Tatsache, dass bereits im 16. Jhdt. ein spanisches Schiff angeblich Neuseeland entdeckt haben soll, knapp 100 Jahre bevor Abel Tasman 1642 Neuseeland sichtete, aber ja kaum erkundete. So sei im Naturhafen von Wellington z.B ein spanischer Helm aus dieser Zeit gefunden worden und Maori-Chroniken dokumentieren, das Weiße bereits vor Abel Tasman bzw. James Cook eine kurze Begegnung mit den Maori hatten. Ziemlich interessant das ganze!

Hauptausstellungsstücke des Museums sind aber natürlich die Schiffe bzw. Boote, von denen das Museum 100 beherbergt. Von altertümlichen Maori-Kanus über verschiedenste Segelboote bis zum Americas Cup-Gewinner.

Das Museum beherbergt nämlich das imposante Segelschiff, das in den Nullerjahren den Americas Cup, die wohl bekannteste Segeltrophäe überhaupt, zwei (oder sogar 3mal) in Folge gewonnen hat – nachdem in den Vorjahren die USA dominiert hatten.

Leider habe ich meine Kamera vergeßen, ein paar Fotos von diesem schnittigen Schiff wären schon nett gewesen. Ich wusste z.B auch garnicht, dass solche Rennschiffe knapp 2m unterhalb des Kiels noch eine Art Torpedo (sieht so aus) haben, für die Stabilität oder so. Während das gesamte Schiff oberhalb des Wassers so leicht wie möglich gebaut ist, wird dieses Teil unter Wasser möglichst schwer gemacht. „keel bulb“ ist der englische Begriff dafür, keine Ahnung ob es einen deutschen dafür gibt.

Neben diesen beeindruckenden Schiff, das in einer großen Halle hing, konnte man auch ein Kranschiff besichtigen, was ein paar Meter weiter in den Wassern des Waitemata Harbours lag – das Museum liegt ja direkt am Meer. Schon interessant dort rumzugehen und in den Maschinenraum hinabzusteigen und so weiter. Eine weitere andere ganz nette Attraktion war ein ordentlicher Segelsimulator samt richtigen Steuerrad, Segelversteller (wie man das auch immer nennt) und anderen Sachen, die man braucht um ein Segelschiff eben zu steuern. Wie man liest habe ich nicht so die Ahnung davon. Nach ein bisschen Ausprobieren habe ich das Steuerrad dann einfach total rumgerissen und das Schiff nur noch engste Kreise fahren lassen – bezweifel dass das in der Realität so geht.

Natürlich gab es noch viel mehr zu sehen, doch das als ein Besonderheiten!

Danach gönnte ich mir noch ein herrliches Eis von einer toller Eisdiele direkt an der Auckland Waterfront und ging – man glaubt es kaum – „shoppen“. Brauche ja ein paar Mitbringsel, die mich an dieses schöne Land erinnern werden. Was es war, lasse ich mal offen.

Schlenderte dann noch ein bisschen in der Stadt herum – wer weiß, ob es nicht schon das letzte Mal war. Wenn ich mein Auto schnell verkauft kriege, könnte es das sogar gewesen sein. Dort habe ich übrigens auch einen ehemaligen Freiwilligen getroffen, der zwar bereits leztes Jahr nach kurzer Zeit aus dem ICJA-Programm ausgestiegen ist, aber weiter Work & Travel gemacht hat. Zufall, dass man sich grad in der größten Stadt Neuseelands, an der Queen Street den meistfrequentiertesten Straßenzug Neuseelands zufällig trifft, wenn man grade eine gastronomische Einrichtung besuchen will. Ein kleines Gespräch folgte, er war jedoch in Eile wegen eines Jobgespräches.

Nunja, hier in Helensville wieder angekommen wartete dann leider kein Abendessen auf mich (alles aufgefuttert worden), also bereiteten meine Kochkünste eine schöne Lasagne zu. Danach, fast die letzten 3 Stunden habe ich mit Tobias geskypt – so langsam sehne ich mich schon nach Deutschland zurück könnte man sagen. Je näher der Tag des Abfluges kommt, desto unmotivierter scheine ich zu werden. Noch steht aber ein tolles nächstes Wochenende an – mein letzter 4-Tage Urlaub nächste Woche.

Auch morgen werde ich nochmal was unternehmen, vermutlich noch die Ostküste von Whangarei aus südlich bis Mangawhai erkunden – der Teil fehlt mir nämlich noch. Am Abend dann noch in den „Hot Pools“ von Waiwera entspannen, soll wohl ähnlich oder sogar noch besser als die in Hanmer Springs sein. Hoffentlich nicht – denn soweit ist Waiwera eigentlich garnicht entfernt. 35km – jedenfalls auch nicht mehr als Hanmer Springs von Culverden aus. Nunja, mal schauen…

 

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