Einkaufen in Neuseeland

Mal wieder ein Artikel von mir. Die letzten Tage waren recht geschäftig, weshalb ich nicht wirklich Lust dazu hatte. Da heute jedoch ein Päckchen aus der Heimat angekommen ist (nochmals ein „Ka pai“ an den Absender!), bin ich froh genug gestimmt, mal wieder was zu schreiben. Ist ja auch schon wieder Wochenende für mich. Die Zeit fliegt wirklich rasant…

Heute möchte ich mich dem „Einkaufen in Neuseeland“ widmen, sprich Euch einen Überblick geben mit Konzentration auf Lebensmittelerwerb.

Damit fange ich auch an:

Charakteristisch für Neuseeland sind die vielen „dairys“, wo man, wie der Name suggeriert, aber nicht nur Milch kaufen kann. Die gibt es in jedem noch so kleinen Stadtteil von Auckland (und auch hier in Helensville) und werden fast ausschließlich von Asiaten betrieben. Eine andere Bezeichnung dafür wäre „Superette“, wie die Schilder auf den Einkaufsgebäude sagen. Oft wird für sich als „Price Cutter“ geworben, was meist aber nicht stimmt. Die Auswahl ist aufgrund der Größe natürlich recht bescheiden, aber man findet überall Lebensnotwendiges aller Art – vielleicht aber eben nur eine Marke statt zehn.

Der Pendant zu den „Superetten“, auch noch als „dairy“ bezeichbar, sind die kleinen Supermärkte von „FourSquare“. Den gab es ja z.B in Culverden, und ist auch in jedem anderen kleineren Örtchen zu finden, an mancher Stelle auch in größeren Städten. Den „FourSquares“ ist eigen, dass sie meist immer in lokaler Hand von Einheimischen sind, die sich selbst auch um den Warenimport kümmern und regionale Erzeugnisse anbieten. Gegründet wurde die Kette nämlich einst, um den australischen Lebensmittellieferern und ihren Handelsketten etwas entgegenzusetzen und kleinen Orten einen Laden zu bieten. Die Auswahl ist hier bereits größer als in den meisten „Superettes“, was heißt, dass es vielleicht 3 Marken an verschiedenen Tomatensaucen gibt 😉 Das ganze hat aber natürlich seinen Preis -teilweise sind die Preise fast doppelt so hoch als wie z.b bei „Pak n Save“. Trotzdem sind die „FourSquare“ Supermärkte mit ihren sympathischen Logo (eine Art Mr. Bean Kopf un Einkaufswagen) eine sinnvolle und oft auch die einzige Alternative. Da gibt es denn auch öfters mal einen längeren Plausch mit den Angestellten.

Eine etwas größere mittelpreisige Kette sind die „New World“-Supermärkte, die man meist ab Städten mit 1000 Bewohnern aufwärts finden kann. Die sind bereits recht groß und man hat eine super Auswahl. Recht gut mit deutschen „Edeka“-Läden zu vergleichen, finde ich. In etwa gleichen Format, aber recht selten, sind die „supervalue“-Supermärkte zu nennen.

Die wirklich dominierenden großen Supermärkte sind „Pak n Save“ und „Countdown“ bzw. „Woolworths“.

„Countdown“ hat nämlich vor nicht allzu langer Zeit „Woolworths“ übernommen und deren Supermärkte bereits fast alle in seiner Form umgestylt, bloß hier in Helensville nicht. Ich bin bekanntlich weit herumgekommen, hier in Helensville ist jedoch der einzige Supermarlt Neuseelands, der noch das „Woolworths“-Logo auf dem Dach trägt…

„Countdown“ ist zwar durchschnittlich leicht teurer als „Pak n Save“, die Läden sind jedoch weitaus angenehmer, haben eine noch bessere Auswahl und bieten hochwertigere Produkte. Zu finden meist in Städten ab einer Bewohnerzahl von 3000.

„Pak n Save“ ist sozusagen der Dicscounter unter Neuseelands Lebensmittelgeschäften, auch wenn es hier eigentlich nichts ähnliches wie „Aldi“ oder „Lidl“ gibt. Die „Pak n Saves“-Stores sind nämlich riesengroß und auch nur in den wirklich großen Städten zu finden, ab z.B 10000Einwohnern (das ist schon groß in Neuseeland ;)) im Einzugsgebiet. In den „Pak n save“ Märkten muss man endlos lange durch Regallabyrinthe irren, um an die Kasse zu kommen (damit man auch ja noch was zusätzliches kauft), die Ware ist in meterhohen Regalen gepackt und die ganze Atmosphäre ist nicht so toll.Kassen gibts zwar auch noch, das „Selbst-Auschecken“ an bestimmten Automaten ist hier aber sehr populär. Spart ja schließlich Personal, um es mal ganz zynisch zu sagen. Dafür können die knallgelben „Pak n Save“-Märkte dann die landesweiten Niedrigpreise festlegen. Wie an anderer Stelle schon berichtet, verfügen die Märkte auch oft über eigene Zapfsäulen mit etwas vergünstigtem Sprit. Ansonsten findet man natürlich auch, was man sonst so braucht.

Das war ein kleiner Überblick über die Supermärkte in Neuseeland. Etwas grundsätzliches noch dazu: anders als in Deutschland darf in Supermärkten (und auch nicht in Tankstellen) kein Alkohol verkauft werden, mit Ausnahme von manch Bier und Wein. Dafür gibt es nämlich extra Alki-Läden wie z.b die Kette „SuperLiquor“, die ich bisher aber noch nicht aufgesucht habe und wohl auch nicht mehr werde. Alkohol ist hier eh recht teuer – und obwohl die Neuseeländer scheinbar gerne auch mal „saufen“ ist die Zuschaustellung von Alkohol meist verboten. So gehen die Leute aus besagten Läden immer mit einer unscheinbaren schwarzen Tüte davon, die das spritzige Naß enthält. Ständig sieht man auch überall Schilder, dass Alkohol im öffentlichen Bereich nicht konsumiert werden darf…

Grade in den großen Städten wie Auckland gibt es natürlich auch noch andere Bezugsmöglichkeiten von Lebensmitteln, z.B Wochen- und Fischmärkte, 24 geöffnete „Asiaten-Läden“ in der Innenstadt (z.b mit den Namen „Day & Nite) oder ethische Supermärkte.

Das war es eigentlich schon mit dem „essentiellen“ Einkaufen – mit „Shopping“ kann ich mich bekanntlich ja nicht sonderlich anfreunden. Wer irgendwas nicht Lebensmittel-artiges braucht, sollte ins „The Warehouse“ gehen, wo es wirklich alles zu einem recht billigen Preis gibt, die Qualität ist aber meist auch recht billig. Die vielen Farmer und Handwerker versorgen sich z.B in Handelsketten wie  z.B „Mitre 10″ mit ihrem benötigten Material, als Elektronik-Läden sind  z.B“Dick Smith“, „Noel Leeming“ oder „Harvey Norman“ zu nennen. Bekleidungsläden lasse ich aus Desinteresse mal außen vor 😉

Die letzteren Handelsketten sind dann meist auch alle in den diversen Dienstleistungszentren bestimmter Regionen zu finden, auch wenn der Ort selbst nicht allzu groß ist. Irgendwo muss ja auch eingekauft werden. Das geht hier in Neuseeland aber eigentlich recht gut. Man wird immer überall nach seinem Befinden gefragt und antworter darauf entweder mit „gut“ oder besser garnicht (weil es eh nur eine „Floskel“ ist), ansonsten kann man seinen Einkaufswahn aber problemlos ausleben.

Zu sagen ist jedoch, dass ein Großteil benannter Ketten in australischer (bzw. amerikanisch/britscher) Hand ist – rein in neuseeländischem Besitz befindliche sind eher rar gesät. Falls dies der Fall ist, bekommen die aber meine besondere Untersützung 😛

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