Der/die/das „Hui“

Bevor ich mich über der/die/das „Hui“ auslasse, muss ich erst einmal negative Emotionen freisetzen.

Grade habe ich nämlich erfahren, dass unser Abschlussseminar nicht in Aukland, sondern in Waikanae in der Nähe Wellingtons stattfindet. Das heisst also, dass ich für 3 Tage Seminar, auf das ich ehrlich gesagt eh keine Lust habe, 10 Stunden Busfahrt in den Süden auf mich nehmen muss, um nach 3 Tagen das ganze dann zu wiederholen. Schade auch, dass das Seminar am 17ten endet – da geht auch mein Flug. Muss ich wohl bereits am Vorabend aufbrechen. Immerhin wird alles vom ICYE bezahlt und ich sehe theoretisch nochmals einen ordentlichen Teil der Nordinsel…

Ein anderes Thema vor dem/die/das „Hui“ betrifft meine Freizeitgestaltung am Freitag, der so sonnig-sommerlich war, dass ich gleich bereute, mal ausgeschlafen zu haben. Ich machte dann noch eine kleine Irrfahrt durch den ländlichen Teil Aucklands in der Gegend um den Waitemata Harbour, um dann letztlich die Insel in jenem zu finden, die ich besuchen wollte.

„Herald Island“ heißt die Insel und ist einfach nur ein Wohngebiet ohne besondere Attraktionen. Allerdings ein recht nobles Wohngebiet, wie man sehen konnte. Mit Häusern direkt am Wassern, die über ihren eigenen Steg verfügen, an dem ihre Segelyacht vor Anker liegt. Herald Island liegt ziemlich im Norden des Waitemata Harbours, wo sich dieser ziemlich verästelnde Naturhafen nicht mehr allzu breit ist – so geht an einer Stelle bereits weiter südlich der Motorway über eine kleine Brücke drüber. Man denkt also eher, es wäre eine Insel in einem See, wären da nicht die Mangroven um die Insel herum. Der künstlich aufgeschüttete Damm samt Straße zur Insel macht den Inselcharakter aber auch eigentlich zunichte. Trotzdem ein schönes Plätzchen, wo es sich sicher lohnt, zu wohnen. Mein Besuch beschränkte sich auf das Durchfahren der wenigen Straßen des zwar langgezogenen,aber nicht sonderlich breiten Eilands und 2 Foto-Stopps.

Um den Tag noch in nachhaltiger Erinnerung zu behalten, nutzte ich die räumliche Nähe zum Westgate-Komplex, um mir im dortigen Kino mal wieder einen Film anzusehen. Unglückliches Timing meinerseits, weshalb der die Wahl auf „Wasser für Elefanten“ fiel, ein Zirkusfilm, wo immerhin einer meiner Lieblingsschauspieler mitwirkt (und am Ende von einer Elefantin erstochen wird :D). War gar nicht so schlecht…

Den Abend versüßte ich mir noch mit einer Hells-Pizza von gleichnamiger Pizza-Kette. Deren Pizzen haben nicht nur höllische Namen, sondern können auch höllisch scharf sein. Man kann 5 verschiedene Stärken von Chilli und Co. angeben, wie man seine Pizza denn haben möchte. Und Stärke 2, die ich nahm, brachte mich bereits ordentlich zum Schwitzen 😉 Schmeckte aber vorzüglich, sowas wäre sicher auch in Deutschland der Renner, auch wenn ich italienische Pizzen so langsam vermisse. Vielleicht eröffne ich ja ein Franchise, wenns mit der Bundeskanzlerschaft nichts wird…

Den Abend verbrachte ich noch mit frohen Skype-Diskussionen mit Tobias, um dann am anderen morgen gestärkt in der/die/das „Hui“ zu gehen. Ich sage ab jetzt, das „Hui“, da es übersetzt soviel wie „Meeting“ bedeutet. Und in Denglisch heisst es ja auch „das Meeting“ bzw. in Deutsch „das Treffen“!

Ein Treffen war es dann auch – von allen Mt-Tabor-Häusern samt Core und Support, deren Advocates, Freunde des Trusts und die Trustees, Administration und Co. Insgesamt etwa 70 Leute, die sich in einer Art Clubhaus keine 500m hier von der Farm entfernt die letzten beiden Tage trafen. Ich bin nicht scharf davon zu erzählen, aber im Kern ging es um das was der Trust bisher erreicht hat (positive wie negative Bestandaufnahme am ersten Tag) und wie er sich in Zukunft entwickeln möchte (Skizzierung der Vision am zweiten Tag). Dabei konnte sich jeder frei einbringen, was ich dn auch genutzt habe, um mal meine Meinung zu bestimmten Themen rauszulassen 😉

Alles in allem, trotz oder grade wegen de überwiegendes Rumsitzens und Zuhören, ein vernünftiges Wochenende. Das „Hui“ ist auf jeden Fall sinnvoll und für eine Community wie Mt Tabor essentiell. Internna veröffentliche ich nicht, interessieren aber ja eh keinen 😛

Immerhin weiß ich aber jetzt, dass Mt Tabor 1978 gegründet wurde – die drei Gründer waren auch anwesend und von den Core People aus der Anfangzeit gibt es auch noch ein paar – auch hier auf der Farm.

Das jedenfalls dazu, mehr braucht Ihr nicht zu wissen 😛

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