Tanken in Neuseeland

Mal wieder ein kleiner Artikel zur allgemeinen Infrastruktur in Neuseeland: heute über das, was Autos leider immer noch benötigen: das schwarze Gold namens Erdöl, das ja übrigens auch vor Neuseelands Küste gefördert wird.

Als ich hier in Neuseeland ankam, war ich positiv überrascht, wie billig Tanken hier doch ist. Während meiner ganzen Zeit in Culverden war der Spritpreis bei konstant 1,80 Dollar, das ist in etwa 1 Euro. Während meiner großen Reisezeit stieg er dann, immer weiter auf zwischenzeitlich 1,99 Dollar, wo er es sich dann erst einmal ein paar Wochen gemütlich machte.

Doch diese psychologische Grenze ist nun auch schon überschritten, und man muss mittlerweile 2,21 Dollar hinblättern – gut 40 Dollrcent mehr als noch vor ein paar Monaten (und ca. 1,25 Euro)

Im Vergleich zu deutschen Preisen mag sich das immer noch wenig ausnehmen, doch allzu höhere Preise wären den Neuseeländern nicht vermittelbar, ganz einfach weil bis auf die größeren Städte öffentlicher Nahverkehr fast völlig fehlt und selbst dort nur unzureichend ausgebaut ist. Das Auto ist ganz klar Neuseelands wichtigstens Verkehrsmittel, nicht auszudenken, wenn es plötzlich kein Benzin mehr geben würde. Gas ist an einigen Tankstellen, aber längst nicht an allen erhältlich, mit Bio-Kraftstoffen experimentiert man hier (Stichwort E10) meines Wissens nicht rum. Elektromobilität ist jedoch, grade hierin Auckland, ein Thema.

Die Standard-Tanksorten unterscheiden sich zwar im Namen, sind aber grundsätzlich gleich. Neben Diesel gibt es „Regular 91“ (meist 91, bei Caltex 93 Oktan) und „Premium“ (mit erhöhter Oktanzahl dann eben).

Ich tanke Regular 91, überall an der grünen Markierung zu erkennen, das wohl am ehesten mit deutschen Super zu vergleichen ist.

Die Tankstellen nehmen sich bis auf wenige Ausnahmen nicht viel in der Preisgestaltung. Ausnahmen sind hier die Ketten „Gull“ und Selbstbedienungstanksäulen von großen Supermärkten, z.B Pak n Save. Dort ist der Sprit meist 3-4 Dollacents billiger – bei Gull habe ich sogar mal das Glück gehabt, für 12 Cent weniger tanken zu dürfen. Supermärkte koopierien des Weiteren auch mit Tankstellenketten zusammen z.B (Countdown mit Shell) und bieten einen Preisnachlass von 4-12 Cent pro Liter an, je nach Größe des Einkaufes im Supermarkt (min. 40-100+ Dollar oder so). Da ich jedoch keine Großeinkäufe tätige, nutze ich diese Möglichkeit nicht.

Wichigste Tankstellen-Ketten sind „Shell“, „Caltex“, „Mobil“, „g.a.s.“ und „BP“, daneben sind auch kleinere wie „Gull“ und was weiß ich vertreten. Zu welchen Unternehmen die jetzt gehören, möchte ich jetzt nicht recherchieren.

Bei BP tanke ich jedenfalls grundsätzlich nicht (warum wohl?), wenn ich die Wahl habe steuere ich meist Caltex oder Shell an – oder natürlich Gull, weil das billiger ist. Letztere haben aber nicht die größte Verbreitungsdichte – oft findet man sie in kleinen Städten, wo man sie nun echt nicht erwartet hätte.

Tankstellen bieten wie in Deutschland auch allerlei Lebensmittel und Co. an, dürfen allerdings keinen Alkohol verkaufen. Ein Ärgernis hier in Neuseeland sind manchmal auch die Öffungszeiten. Grade auf dem Land sind die meisten Tankstellen vor bzw.  nach 8 meist geschlossen, oft auch an Sonntagen. Das ist natürlich ärgerlich, wenn man fast liegen bleibt deshalb, man kann die dort Arbeitenden aber natürlich verstehen 😉 In größeren Städten findet man auch zu jeder Zeit eine durchgehend geöffnete, an einigen hat sich mittlerweile auch bargeldloses Zahlen mit eftpos oder Kreditkarte durchgesetzt, geht also auch ohne Beaufsichtigung. Man bezahlt halt vorher für einen bestimmten Betrag, wird freigeschaltet und kann dann für den Betrag sein Fahrzeug wieder auffüllen. In manchen Teilen Aucklands ist das auch bei geöffneten Tankstellen Gang und Gäbe – gab wohl zuviele Tankende, die nicht bezahlt haben.

Im Gegensatz zu Deutschland (jedenfalls habe ich es dort nie gesehen) kann man an jeder Zapfsäule eintippen, wieviel Liter oder zu welchem Betrag man tanken möchte. Pumpe einstecken, und dann geht alles automatisch. Das nervige Zurechtpumpen auf einen bestimmten Betrag entfällt so.

Grade, aber nicht nur auf dem Land bieten die oft noch familiengeführten Tankstellen einen guten Service – man ist noch garnicht ausgestiegen, da steht bereits ein dort Arbeitender und fragt, wie und was man denn haben möchte. „Make it full“ sage ich dann und verschwinde ins Innere, um noch eine L&P mitzunehmen (das „Thank you“ kommt natürlich auch ;)). Manchmal wird einem sogar die Scheibe gewaschen oder ähnliches – bei mir meist ganz sinnvoll.

Habe ich noch irgendwas Wichtiges vergeßen? Das war eigentlich, was mir zu neuseeländischen Tankstellen eingefallen ist. Falls noch Fragen bestehen, fragt gerne und ich werde versuchen sie zu beantworten!

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