Neuigkeiten

Zeit zu berichten, was mir so in den Sinn kommt, denn die Zeit vergeht schnell. Mittlerweile ist schon fast Halbzeit in Helensville, drei Viertel meines Neuseeland-Jahres sind bereits herum – in etwas mehr als 3 Monaten darf ich wieder germanichen Boden berühren. Aber bis dahin habe ich auch noch einiges vor.

Meinen nächsten 4-Tages-Trip habe ich um eine Woche verschoben, weil er über das Oster-Wochenende eingeplant war. Dort werden aber hier helfende Hände gebraucht, womit ich mich auch gut anfreunden kann, da ich gerne wissen möchte, wie die hier Ostern feiern. Dann kommen wohl alle möglichen Leute hier zur Farm, es gibt schön zu essen und es gibt eine Ostereier-Suche – diesen Spaß (zu beobachten) möchte ich mir natürlich nicht entgehen lassen 😉

Um die Wartezeit auf den 4-Tages-Trip zu verkürzen, der mich in nun 3 Wochen in den hohen Norden zum (fast) nördlichsten Punkt Neuseelands führen wird („Cape Reinga“),  werde ich bereits nächste Woche Donnerstag/Freitag eine der Aktivitäten angehen, die ich mich bereits entschlossen hatte zu machen, als ich noch in Deutschland war.

Ich werde nämlich nach Waitomo aufbrechen, wo es sehr bekannte Höhlen gibt, die wunderschön von tausenden Glühwürmchen erhellt sind. Eine „normale“ Tour durch die Höhlen ist mir aber zu langweilig, weshalb ich mich in eine etwas aufregendere, ganz schön nasse Aktivität stürze. In der Gegend gibt es nämlich verschiedene Anbieter, die verschiedenen Höhlenerkundungstouren anbieten. Teilweise wird sich dann abgeseilt, geklettert, durch Spalten gezwängt oder durch unterirdische Flusssysteme geschwommen. Nun, aus finanziellen Gründen werde ich mir keine der wirklich aufregenden Touren leisten (z.B in ein 100m tiefes Loch abseilen und dann in 5h Abenteuer zurück an die Öberfläche ;)), jedoch ein spritzig-nasses Vergnügen machen, das sogenannte Blackwater-Rafting. Man erkundet die Höhle zu Fuß, kann tausende Glühwürmchen sehen, muss vielleicht auch ein wenig klettern, die Hauptattraktion besteht jedoch darin, sich auf einen Gummireifen durch die Dunkelheit eines unterirdischen Flusssystems tragen zu lassen – das durchaus auch seine „Stromschnellen“ hat. Zudem sollen im 10 Grad kalten Wasser auch gefräßige Aale lauern – klingt interessant. Wird es hoffentlich auch. Im Moment suche ich mir noch den richtigen Anbieter raus, weiß noch nicht, ob ich nur hauptsächlich das Wasservergnügen haben möchte, oder auch ein kleines Abseil-/Felsklettererlebnis.

Waitomo ist etwa 2 Stunden südlich von Auckland, ich werde also auch die Gegend noch etwas erkunden und dort wohl über eine Nacht bleiben. Vielleicht geht es noch nach Kawhia, das ist ein einsamer Ort an einem Naturhafen 1 Stunde westlich entfernt, wo es tatsächlich noch eine andere „Hot Water Beach“ gibt (bin auf den Geschmack gekommen). Die ist jedoch weitgehend unbekannt und aufgrund der eh sehr abgelegenen Lage, könnte das vielleicht sehr nett sein. Mal schauen, ob überhaupt.

 

Was kann ich ansonsten erzählen? Auf der Farm geht alles seinen gewohnten Lauf . Heute Abend gab es mal einen Spieleabend, wo ein paar Leute gekommen sind und mit uns Farmbewohnern ein paar (bzw. nur ein) Spiel gespielt haben, von dem ich auch nicht viel mitbekommen habe, da ich die meiste Zeit in meinem Zimemr ausruhte – bin schließlich ja jetzt „off“ – mal wieder ein Wochenende. Morgen geht es downtown Auckland, um bei schönen Wetter den Skytower zu besteigen oder bei schlechten Wetter ein Museum zu besichtigen. Dort werde ich mich auch um eine neue, kuschlig warme Regenjacke bemühen – wer sich erinnert, meine wurden mir ja gestohlen. Wenn ich so zurückdenke: der Diebstahl damals in Napier liegt in etwa jetzt so zurück, wie die Zeit, die mir noch in Neuseeland bleibt. Kommt mir trotzdem ewig vor, einfach weil die Tage hier auf der Farm extrem lang erscheinen. Kann mich wenn ich spätabends ins Bett gehe kaum noch dran erinnern, was ich morgens gemacht habe. Trotzdem geht die Zeit irgendwie sehr schnell herum, dieses typische Paradoxon.

Apropos Zeit, die wurde nicht nur bei Euch, sondern auch bei uns umgestellt. 10 Stunden Unterschied sind es nur noch. Während ihr Euch der Helligkeit aber nun länger erfreuen dürft, wird es hier jetzt bereits ab 6 Uhr dunkel, das ist ziemlich ungewöhnt. Und bald sogar noch eher.

Nicht nur früher dunkel wird es, sondern so langsam auch kälter, grade nachts, und deutlich regnerischer. Schon allein deshalb ist eine warme Regenjacke so langsam sinnvoll. Gestern mussten wir zum ersten Mal den Kamin anwerfen, weil es einfach zu kalt wurde. Die Farm besteht ja überwiegend nur aus Holz, Isolierung ist hier nicht. Im Raum, wo ich sitze sind ständig die Fenster ein wenig geöffnet – und man kann sie nicht schließen. Etwas Kaminwärme gelangt hier zwar rein, in naher Zukunft muss ich mein Quartier aber wohl in die wärmere Stube verlegen.

Immerhin werde ich hier nicht so frieren wie in Culverden. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt kommen praktisch nicht vor, damit aber auch leider kein Schnee. Den Gedanken, im Juni noch Ski zu fahren, musste ich auch aufgeben, die Skigebiete eröffnen alle erst im Juli, und dann habe ich kein Auto mehr. Aber vielleicht habe ich ja Glück, und es fällt bereits früher viel Schnee, ich behalte mein Auto lange genug und habe nebenbei auch noch genug Moneten um mir das zu leisten.

Aber Schnee mus sja auch nicht unbedingt sein, auch wenn etwas Weiß in der grünen Landschaft wirklich nicht schaden würde. Wie eine angehende Lehrerin aus einem angeblich nicht existierenden Ort überrascht meint, sei es hier so grün, dass „sie grün vor Neid werde“. Woher dieses erstaunliche Wissen doch nur stammt (??? :P).

Immerhin, es stimmt: Neuseeland ist wirklich sehr grün. Nicht nur das Gras, sondern vor allem die vielen Bäume. Was ich im geografischen Zusammenhang aber auch noch loswerden möchte ist, dass Neuseeland ungemein hügelig bzw. gebirgig ist. Wer mir eine Stelle auf dem Festland nennen kann, wo man bei vielleicht 10km Sicht in die Umgebung keine Erhöhung feststellen kann, den werde ich reich belohnen. Viel Spaß beim Suchen!

Über die Geografie habe ich überhaupt bisher wenig Worte verloren. Das werde ich in Zukunft noch nachholen, in ganz eigenen Worten, ohne als Plagiator von Wikipedia-Artikeln in die Geschichte einzugehen. Freut Euch drauf!

 

Advertisements
Nächster Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: