Mein Wochenende

Euer Wochenende mag grade erst begonnen haben, meins ist aber nun schon wieder vorbei. Gemacht habe ich einiges.

Gestern trieb es mich ins Aquarium, ich wollte schließlich mal wieder ein paar Fische sehen. Nach einer Fahrt durch die Innenstadt Aucklands und anschließendem Abbiegen auf den „Tamaki Drive“ ging es auf dieser schönen Straße, die sich direkt an Aucklands Küste entlangschlängelt nach Süden, mit herrlichen Blicken auf Rangitoto und die anderen Inseln.

Bald war ich dann auch schon angekommen, beim „Kelly Tarltons“, wie das Aquarium benannt nach seinem Gründer, heisst. Doch wo ich war am Parkplatz, war kein Aquarium, sondern nur ein kleines Häuschen, das vielleicht Platz für ein paar Fische, jedoch nicht für die vollmundig angpriesenen Haie hatte.

Das liegt daran, dass das Aqarium vollständig unterirdisch angelegt ist, in alten Abwassertanks nämlich. Dort wurden fachmännisch die sicher bekannten Glasröhren eingebaut und bildeten nach Fertigstellung 1985 dann den weltweit größten Glastunnel durch ein riesiges Aquarium.

„Kelly Tarltons“ ist nicht sonderlich groß, einen Vergleich mit Sydneys Aquarium kann es nur schwerlich standhalten. Dafür ist alles ganz gut umgesetzt. So geht man erst durch eine Art Ausstellung über das Leben in der Antarktis und Vehikel, die dort benutzt werden, schließlich besitzt das Aqarium nicht nur Fische, sondern auch ziemlich viele Pinguine.

Die erlebt man, von einigen kleinen Minifenstern am Anfang abgesehen, nur aus dem „snowcat“, ein Original antarktisches Schneemobil, das einen durch das Pinguingehege führt, das, muss man sagen, artgerecht eingerichtet ist. Es ist nämlich ordentlich kalt und mit Kunstschnee ausgestattet (wo gibt es das sonst?), neben einen riesigen Aqarium mit kaltem Polarwasser, in dem die Pinguine rumtollen, sowohl große Königspinguine als auch kleinere Verwandte. War schon putzig denen zusehen, während das Schneemobil durh die Gegend ruckelte. Gegen Ende brach dann auf einmal ein Killerwal aus dem Wasser neben uns – eine Attrape versteht sich. Die Meikanerin hinter mir hat sich aber tierisch erschreckt 😀

Neben den Pinguinen gibt es natürlich auch noch Fische zu sehen, darunter riesige Rochen, zu denen man für Extrakosten sogar ins Aquarium steigen darf. Genauso kann man auch mit den dortigen Haien tauchen, die tun ja nix. Waren vorallem Sandtigerhaie (die Haiart hat tausende verschiedenen Namen) und andere Konsorten, die zwar durchaus lang, aber nicht sehr stämmig waren. Trotzdem nett zuzusehen, wie sie über einen gleiten, während man, auch hier das Spezielle an „Kelly Tarltons“, auf einen Förderband durch den Glastunnel befördert wurde, bei dem allerdings auch immer die Möglichkeit bestand, auf den schmalen Fußpfad auszuweichen, wenn man sich die Fische näher anschauen wollte, so z.B als sie von Tauchern gefüttert wurden, die Haie natürlich auch.

Neben diesem riesigen Tanks mit vielen Haien und anderen Fischen und dem Tank mit dem vielen Rochen gab es auch noch diverse kleinere Aquarien mit Oktopus, Aal, Riesenkrebsen. Piranhas und Co., aber nicht allzuviel. Was mir jedoch so langsam unangenehm auffällt ist, dass es überall „Findet Nemo“-Aquarien gibt, mit Clownfisch und den anderen Konsorten aus dem Film.

Ingesamt habe ich mich dort knapp 2 Stunden aufgehalten,  bei bestimmt 5-maligem Durchgehen und intensiven Schauen aller Aqarien, allzu viel ist also wirklich nicht zu sehen. Gelohnt hat es sich trotzdem, allerdings vor allem wegen der Pinguine.

Der Eintritt ist zwar teuer, ich hatte mir jedoch einen Auckland Multipass besorgt, der dann doch recht preiswert Aucklands 4 Top-Attraktionen kombiniert. So habe ich nun schon meinen Ausflug nach Rangitoto Island, den Besuch des Skytowers und den Freizeitpark Rainbows End (mit Neuseelands einzig wirklichen Achterbahnen) bezahlt, die ich in den nächsten Wochen noch angehen werde.

Nach dem Aquarium genoss ich noch die Aussicht über den Hafen Aucklands und die Stadt, ging eine lange Mole entlang, um die Angler zu beobachten und fuhr dann letztlich den „Tamaki Drive“ weiter entlang zur Mission Bay, wie der Name sagt eine Bucht nahe der Innenstadt, die auch über einen ganz netten Strand verfügt – und über leckere Eiscreme, der ich nicht widerstehen konnte.

Den Tag bin ich dann noch etwas in der Gegend rumgefahren, ehe ich am späten Nachmittag mir auf dem Rückweg dachte, noch bei „Westgate“ eine Pause zu machen, um dort vielleicht auch ins Kino zu gehen.

„Westgate“ ist eine Art riesiger Einkaufskomplex, wo es wirklich alles gibt. Jeder große Supermarkt ist vertreten, jede andere große Handelskette, jeder Fast-Food-Laden, jede Bank, unzählige Restaurants und Bars, ein großes Kino, Bowlingbahn und noch viel, viel mehr, dazwischen Parkplätze soweit das Auge reicht. Gelegen ist „Westgate“ am bisherigen Ende des Motorways nahe Massey, ab „Westgate“ fängt das dicht besiedelte Gebiet Aucklands an bzw. hört es auf. Sind noch ca. 20km zur Innenstadt, Auckland ist ja ziemlich weitläufig. Nach Helensville sind es ca. 25km, weshalb Westgate auch für alle Landbewohner hier wohl das Zentrum für Besorgungen ist .

Ich fahre automatisch jedes Mal dran vorbei, wenn ich nach Auckland oder südlicher will, habe bis auf das Kino aber noch nicht viel gesehen. Also machte ich einen Stopp, um mal so eine richtige Shoppingtour ohne Shoppen zu machen 😉 Kann ja auch nicht sein, dass ich nach 8 Monaten in Neuseeland noch nicht in den großen Geschäftsketten drinne waren, ob nun für Elektronik, für „quasi alles“ oder für Autozubehör…

Jetzt weiß ich zumindest, was es alles so gibt, genaueres werde ich noch zu berichten wissen, wenn mir die offensichtlichen Themen mal ausgehen…

Danach war ich dann tatsächlich auch noch im Kino, wo ich mir den Film „Red Riding Hood“, ein modernes Märchen in Anlehnung an „Rotkäppchen“. Da die selbe Regisseurin wie von „Twilight“ muss ich wohl nicht sagen, wie der Film letztlich ist. Ich empfand ihn trotzdem recht sehenswert und muss ehrlich sagen, dass bisher wenige Filme einen so hohen Spannungspegel hatten. Aber das ist wohl Geschmackssache.

Kommen wir nun zum heutigen Tag, der für mich 6 Stunden später als der gestrige begann, wollte nämlich mal wieder ausschlafen. Ging dann auch nur noch zu einem Kurzausflug in die Waitakere Ranges, wo ich eine Wanderung zu einem Wasserfall gemacht habe, welcher  auch ganz schön war. Badesachen hatte ich zwar nicht mit, das Wasserloch an den Wasserfällen lud jedoch so zum Baden ein, dass ich mich meiner Kleidung entledigte und ein ausgiebiges Bad im zwar kalten, aber noch angenehmen Wasser genoss. Pech bloß, dass einer kam…

 

 

Der Regen kam nämlich, weshalb ich das Bad lieber beendete und zurück zu meinem Auto ging, durch den grünen Regenwald der Waitakere Ranges. Onwohl das Wetter immer schlechter wurde, fuhr ich noch über Schotterstraßen zum einsamen Westküstenstrand Anawhatas. Dort angekommen war der Nebel aber bereits so dicht, dass ich das Meer zwar hören. aber kaum bis garnicht sehen konnte. Dabei ist die Landschaft dort doch so schön. Ein anderes Mal wird das zeigen, ich fuhr sofort wieder zurück und kam dann hier auch endlich in Helensville an, wo ich dann leider festgestellt habe, dass ich meine Kamera verloren hatte, mit all den schönen Fotos des Wochenendes. Grade hatte ich den dritten Film voll, und nun ist sie weg und ich weiß nicht wohin. Richtig mies ist das – ein schöner 1. April…

 

 

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