Ein ungenutzter Tag

Heute war mal ein ziemlich langweiliger Tag. Bekanntlich habe ich donnerstags ja frei, konnte diese Freiheit aber garnicht nutzen, da mein Auto immer noch in der Werkstatt ist.

Eigentlich dachte ich, ich bring es da mittwochs morgens vorbei und hol es am Nachmittag wieder ab – kann ja eigentlich nicht so schwer sein, einen neuen Blinker einzusetzen. Doch aus Mittwoch wurde Donnerstag, und aus Donnerstag wird Freitag werden. Ich hoffe, dass es zumindest morgen Mittag fertig ist, sodass ich noch einen kleinen Trip unternehmen kann – mal schauen.

Man mag mir jetzt entgegnen, ich könne einfach mit dem Bus fahren oder etwas in der Umgebung unternehmen, doch das hört sich leichter an als es ist. Zur Bushaltestelle sind es über 2km (auch wenn ich für die nur 20 Minuten brauche) und die Busse nach Auckland fahren auch nur selten, vor allem morgens. Wer um 12 Uhr aufwacht, darauf spekulierend, dass das Auto eh noch nicht fertig ist (wie dem auch war), hat da Pech gehabt.

Hier in Helensville ist ansonsten ja nicht allzu viel los, das Museum spare ich mir für die letzten Tage auf, wenn ich mein Auto verkauft habe. Wie die aussehen werden, darauf habe ich jetzt einen Vorgeschmack. Ich bin hier echt total abhängig von einem eigenen Vehikel geworden – ich weiß garnicht, wie die meisten anderen hier das aushalten können ohne eigenes Fortbewegungsmittel.Nach nächster Woche hat es mich auch immerhin knapp 20.000 Km über neuseeländische (Schotter)-Straßen transportiert, nicht wenig in etwa 6 Monaten.

Denn nächste Woche findet, wie bereits angekündigt, mein 4-tägiger Roadtrip über die Coromandel Peninsula statt (sofern denn das Auto bis dahin seinen neuen Blinker hat ;)). Auf diesem werde ich evtl. von Pablo begleitet, den mexikanischen Freiwilligen, der für den M Tabor Trust in Mt Albert arbeitet. Mt Albert ist nur knapp 20 Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum entfernt – da hätte ich auch ohne Auto genug zu tun. Nähere Infos zur Reiseplanung folgen noch.

Wie man sich sicher denken kann, war der heutige Tag deshalb nicht sonderlich spannend, sondern von einer langen (endlich mal wieder :P) Computersession geprägt, die wohl noch ein paar Stündchen andauern wird.

Immerhin hatte  ich ein fabelhaftes Abendessen, „goat curry“ von Robert (der Ziegenbock schmeckt ganz gut :P) und habe noch zwei Leute nach Hause gebracht mit dem Hintergedanken, mich bei Woolworths mit neuer L&P zu versorgen. Der Genuss von L&P ist mittlerweile zur Sucht geworden, ein Aufnehmen anderer Flüssigkeiten schwierig. Ich hoffe, ich verdurste nicht in Deutschland, denn L&P wird einzig in Neuseeland vertrieben und der Import wäre etwas teuer, aufgrund des Gewichts würde mich eine Flasche schon knapp 30 Euro kosten – na dann mal Prost! Vielleicht zeigt sich der Weihnachtsmann ja mal gnädig.

Im Supermarkt war ich dann auch, aber nicht alleine, sondern mit Francis, den ich zu seinem betreuten Wohnen zurückgebracht habe (ein anderes Mt Tabor House hier in Helensville (#73)). Das hat mich dann gleich vor ungeahnte Herausforderungen gestellt, Francis ist nämlich blind. Ich habe ihn jedoch erfolgreich durch den Supermarkt gelotst und sicher nach Hause kutschiert, um danach noch 500m weiter zu fahren, um zu schauen, wie es meinem Honda geht. Immerhin steht er nicht mehr an der Straße, sondern scheint in der Garage zu stehen. Ein Fortschritt zu gestern, hoffen wir, ich habe ihn morgen wieder.

Falls ihr Euch jetzt noch fragt, was ich in meinen alltäglichen Computer-Sessions treibe, kann ich Euch noch ein paar Informationen liefern.

– meistens schreibe ich hier einen Eintrag, wie Ihr sicher bemerkt

– 3 verschiedene Nachrichtenportale (darunter SPON) werden täglich vollständig abgegrast, sprich alles gelesen 😛

– diverse weitere Blogs lesen

– immer wenn mich ein Thema interessiert, weiteres Wissen aneignen (Wikipedia lässt grüßen)

– Soziale Netzwerke und Co. 😛

– in letzter Zeit massive Studiums-Information – ich bin so überinformiert, das geht garnicht, bin aber gezwungen noch mehr zu wissen 😀

Mein Allgemeinwissen war ja schon immer recht gut ausgeprägt, es ist mittlerweile jedoch fast zur Sucht, aber auch zur reinen Überlebensnotwendigkeit geworden, neue Informationen einzusaugen.

Außerdem höre ich die ganze Zeit Musik, schau mir hin und wieder einen Film an, spiele Spiele (soweit das auf dem Netbook geht), vor allem jedoch Sach und Poker und mache diverses anderes- das Internet ist groß 😛

 

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Ein Kommentar

  1. Tatjana

     /  März 17, 2011

    puh, du hast ZEIT! sowas ist hier leider mangelware… obwohl ich jetzt endlich mit meiner mini-hausarbeit fertig bin. 🙂
    die freizeit, die ich habe, verbringe ich aber auch immer ein bisschen damit, mir deinen blog durchzulesen 🙂
    wie siehts denn aus, mit der studiumsentscheidung? verrätst du sie mir? 😉

    Antwort

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