Coromandel: Tag 4: Karangahake-Paeroa-Te Aroha-Miranda

Widmen wir uns nun den bereits letzten Tag der Coromandel-Rundfahrt, nachdem ich grade aus dem Kino wiedergekommen bin, das ich nach einen schönen Tag in Auckland inklusive des Aquariumbesuches dort aufgesucht habe. Mehr dazu dann morgen…

Am vierten Tag machte ich erst einmal noch eine Wanderung in der Karangahake Gorge, den sogenannten „Windows Walk“, der in einigen Metern Höhe durch einen durch den Fels gehauenen Tunnel verläuft – ganz ohne Lichter. Erst ging es jedoch entlang des Flusses in der Schlucht entlang, wohl eher als Klammbach zu bezeichnen, ein Landschaftsfeature, das ich in Neuseeland bisher noch nicht gesehen hatte, da ich ja den Buller Gorge in Murchison leider verpasst habe.

Vor erwähntem Tunnel konnte man bereits ein altes Pumphaus erkunden, dafür wurde zu einer Taschenlampe jedoch nicht nur geraten („advisable“), sondern auf Schildern als „desirable“ (begehrenswert) bezeichnet. Und tatsächlich flösste mir das dunkle Loch allerhand Furcht ein, da ich eben keine vernünftige Leuchtquelle mithatte, die Kamera ausgenommen, deren Blitz kurzzeitig die Orientierung wieder herstellen könnte. Die Gefahr mich zu verirren, erschien mir dort zu groß, also ging ich zurück und machte nur den „Windows Walk“. Der war zwar ebenso stockdunkel, dafür musste man aber nur mehr oder weniger den Gang folgen, ganz ohne Verirr-Gefahr. Zeitweise gab es auch natürliche Lichtquellen, nämlich in den Fels gehauene Fenster (daher der Name des Tracks), aus denen man einen guten Blick auf Schlucht und Fluss hatte. Trotzdem war es teilweise stockdunkel und ich tastete mich mit den Händen an der Felswand langsam voran. Schaute man nach oben, dann sah man doch etwas Licht – Glühwürmchen nämlich, die diesen Gang bevölkerten. Die habe ich jetzt also auch mal gesehen, deren Leuchten ist aber so schwach, dass davon nichts erhellt wird. Der Weg verlief die ganze Zeit auf einer historischen Loren-Trasse und hat sich wirklich gelohnt.

Von der Karangahake Gorge ging es dann in den nur ein paar entfernt gelegenen Ort Paeroa, eine Stadt, die, wie ihr euch vorstellen könnt, es mir besonders angetan hat. Paeroa ist nämlich Ursprungsort meines Dauergetränks, dessen Verlust ich garnicht verkraften werde. Diese Besinnung auf Lemon & Paeroa prägt das ganze Stadtbild, auch wenn das Getränk dort mittlerweile garnicht mehr produziert wird. Trotzdem wehen an jedem Geschäft L&P Flaggen, Banner und ähnliches.

Highlight ist aber sicher eher die riesige L&P-Flasche, die schön an der Hauptstraße (SH2) ausgestellt ist. Ein paar Fotos konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, ehe es ins L&P-Cafe ging, weil ich gehört hatte, es sei der einzige Ort auf der Welt, wo es L&P-Eiscreme gebe. Das war auch so und ich muss sagen, sie schmeckte göttlich. Wie eine Mischung aus Vanille und Zitrone, bloß mit diesen unvergleichlichen Geschmack, um den ihr mich beneiden würdet 😛

Neben L&P hat Paeroa aber eigentlich nicht sonderlich viel zu bieten, es profitiert jedoch davon ein beliebter Zwischenstopp zwischen Auckland und Tauranga zu sein, wie man unschwer feststellen kann, und ist die größte Stadt der südlichen Coromandel.

Da ich noch viel Zeit hatte fuhr ich ins 20km weiter südlich gelegene Te Aroha, das geografisch gesehen nicht mehr auf der Coromandel, sondern schon in Waikato liegt. Te Aroha ist nach den gleichnamigen Berg benannt, der übersetzt schlicht „die Liebe“ lautet. Von diesem immerhin 950m hohen Berg soll man angeblich über die halbe Nordinsel schauen können, wenn das Wetter klar ist. War es aber natürlich immer noch nicht, und ich natürlich auch nicht oben. Könnte mir aber durchaus vorstellen, da noch hochzuklettern.

Te Aroha ist bzw. war vor allem ein Kurort, von dem die alte Kuranlage am Fuße des Berges zeugt, welche unter anderem auch ein Museum beherbergt, deren interessanten Exponate ich mir für einen geringen Obulus angesehen habe. Danach ging es zum Geysir von Te Aroha – kein sonderlich großer, da ich die Geysire um Rotorua aber allesamt verpasst habe bisher, habe ich nun auch einen Geysir gesehen, auch wenn es eher wie ein Springbrunnen aussah. Der „Mokena-Geyser“ spuckte das Wasser jedoch immerhin ca. 6m gen Himmel, die Rauchschwaden zeugen davon, dass das Wasser auch heiß sein muss. Ich hatte Glück, dass grade als ich dort ankam, der Geysir ausbrach, das tut er nämlich nicht allzu oft.

Nach Te Aroha wollte ich dann langsam wieder heim nach Helensville aufbrechen, immerhin ja eine gut 3-stündige Fahrt, die aber noch 2 nette Stops beinhaltete.

So schaute ich mir die Ngatea Watergardens an, eine wirklich traumhafte Gartenanlage mit viel Wasser und ironischen Schildern, wo etliche, so scheint mir, professionelle Fotografen mit ihren Hochleistugskameras herumliefen und ihre Fotos machten. Einen kleinen Teil der ganzen Pracht dort konnte ich vielleicht aber auch einfangen.

Doch all die Pflanzen beiseite, für mich viel spannender war das angeschlossene Mini-Museum, das eine Kollektion über 11.000 verschiedenen Dosen zeigte !!! Es war wirklich ziemlich genial, so z.B fast alle bisher exisitierenden Cola-Dosen zu sehen oder auch deutsche Bierdosen, von denen 2 ganze Regale vollstanden. Teilweise echt interessant, wusste garnicht, dass es Bierdosen mit Emblem der deutschen Fußballmannschaften gab, mit Eisenbahnabbildungen drauf oder allerlei anderen Sachen.Die Sammlung reicht mindestens bis 1896 zurück, wo es anscheinend auch schon Coca-Cola gab, das bei den dortigen Olympischen Spielen in Athen ausgeschenkt wurde. Natürlich nicht nur deutsche, sondern Bierdosen aus aller Welt und ebenfalls einen Haufen von Softdrinks, Säften und Co. Echt lohnenswert.

Als ich am Ende des Besuchs noch mit der Besitzerin sprach, wie es mir schien, und zur Sprache kam, dass ich als Freiwilliger mit geistig Behinderten arbeite, griff sie schnell in die Kasse und gab mir die immerhin 10 Dollar Eintritt zurück – eine sehr nette Geste 🙂

Nach Ngatea kam dann noch ein Stopp in Miranda hinzu, dort kann man nämlich Vögel beobachten. Miranda liegt gegenüber der Coromandel auf der anderen Seite des Hauraki Gulf, das Meer dazwischen ist auch als „Firth of Thames“ bekannt und ein international bedeutendes Feuchtgebiet geschützt nach der „RAMSAR-Konvention“ (soviel dazu :P). Erst etwas durchs Feuchtgeibet gewandert, konnte man dann , bevor der abgezäunte Strand begann, die vielen Wandervögel beobachten. Eine Dame vom Doc war mit einem Teleskop von der Partie, mit dem Interessierte ohne Fernglas die Vögel beobachten können, die dort vor allem wegen des reichhaltigen Nahrungsangebotes an Mini-Krebschen anzutreffen sind. So sah ich also seltene Vögel, deren Namen mir jedoch schon wieder entfallen sind, die dort eine Pause einlegen, ehe sie nach Sibirien oder sonstwo hin fliegen.

Ein paar Kilometer weiter besuchte ich dann auch noch das Infozentrum über die Sache mit den Vögeln, aber ich glaube, Ornithologen findet man nicht unter meinen Lesern, so dass ich nun besser zum Ende komme.

Dem Straßenverlauf an der Küste folgend fuhr ich durch den bereits zu Auckland gehörenden, aber total ländlichen Franklin-Distrikt zurück nach Auckland, um mich im Südosten erst einmal noch zu verirren. Den habe ich jetzt aber auch gesehen und festgestellt, dass dort eh nichts interessantes zu sehen wäre. Fast wäre ich noch nach Papatoetoe gekommen, die wohl kriminellste Gegend Neuseelands, in die man sich besser nicht reinwagen sollte, konnte vorher aber schließlich auf den Motorway abbiegen, der mich sicher zurück nach Helensville geführt hat.

Zusammengefasst also ein schöner Tag, der den schönen Kurzurlaub schön abgeschlossen hat, um es mit schön vielen „schön-s“ zu sagen. Hier noch die Schönsten der schönen Bilder –

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Coromandel: Tag 3: Whitianga-Waihi-Karangahake

Weiter geht es mit Tag 3, der mit strömenden Regen in Whitianga begann. Eigentlich war mein Übernachtungsziel das 1 1/2 Stunden südlicher gelegene Whangamata, doch aufgrund der Wetterverhältnisse einhergehend mit Nebel war ich auch tatsächlich schon nach 1 1/2 Stunden da. So verpasste ich, die schönen Hafenstädte von Tairua und Whangamata. In letzterem wollte ich zwar stoppen, da in der Stadt jedoch grade eine Großveranstaltung stattfand und es extrem voll war (wie ich später erfahren habe wohl „Karneval“), bin ich direkt weiter nach Waihi gefahren, das bereits im Inland der südlichen Coromandel liegt bzw. schon den Anfang der Bay of Plenty markiert.

Über Waihi wusste ich vorher nur, dass die Stadt etwas mit Gold zu tun hatte. Was mich dort dann erwartet hat, habe ich jedoch nicht erahnt. Direkt im Stadtzentrum, 50m gegenüber des Informationszentrums beginnt eine riesige Tagebau-Goldmine, die „Martha Mine“. Als ich ins Infozentrum ging, war mir das noch nicht bewusst, ich hatte mich jedoch schon für den großen Hügel auf der anderen Seite interessiert, wo Stufen anscheinend zu einer Aussichtsplattform führten. Dort erkundigte ich mich dann und besuchte auch das Museum über die Mine, die von der US-Firma Newmont, dem wohl zweitgrößten Minenunternehmen der Welt betrieben wird. Das Museum war dann wohl auch von denen finanziert und entsprechend von einer positiven Grundeinstellung geprägt, trotzdem aber noch recht informativ. Danach ging es dann, trotz Regens und auf dem Oberkamm des Hügels peitschenden Windes, die wirklich riesige  Mine anzuschauen. Doch ein Blick reichte mir nicht, ich machte mich auf den Weg um den Pit Rim Walkway, einen Spazierweg, der einmal rund um die Mine verläuft. Ca. 4,5 Kilometer lang, da kann man sich mal ausrechnen, wie groß die Mine so zu sein scheint. Ihr Betrieb wurde zwischenzeitlich mal eingestellt, aufgrund der stetig steigenden Gold- und auch Silberpreise (Silber wird auch gefördert) rentiert sich die Förderung mittlerweile aber wieder. So werden wöchentlich Gold und Silber im Volumen von etwa 1 Million $ gefördet.

Doch in naher Zukunft wird die Mine wohl stillgelegt, nach dortigen Plänen soll die Mine ganz grün mit vielen Bäumen werden, eine Art Parkanlage, die sicherlich auch weiterhin viele Touristen nach Waihi locken wird. Das die Stadt eine Geisterstadt wird,  will man nämlich versuchen zu vermeiden.

Der Weg um die Mine brachte viele Ausblicke, auch wenn die letzte Hälfte eher durch Wald und Wiesen führte, ohne Blick in die Mine, die übrigens nicht die einzige in der Umgebung ist. So gibt es in der Nähe auch eine profitable, allerdings unterirdische Goldmine.

Nach der gut einstündigen Wanderung fuhr ich dann nach Waihi Beach – wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, haben fast alle Städte nahe der Küste, aber im Inland einen Schwesterort gleichen Namens mit „Beach“ hintendran. Strandwetter war natürlich nicht, ich fuhr also nur hindurch weiter nach Süden bis nach Bowentown, das auf einer Halbinsel liegt, die den Tauranga Harbour eingrenzt. Von hier gab es einen Blick auf diesen inklusive Matakana Island, was den Tauranga Harbour nur 2 kleine Ausfahrten beschert. Die eine sah ich damals am Mt Maunganui, die andere nun hier. Wär das Wetter besser gewesen, so hätte ich den Mount wie auch Tauranga wohl erblicken können.

Nach diesem letztmaligen Ausflug an die Pazifikküste wendete ich mich dann dem Inland zu. Wenn man nicht grade 100km nach Norden (Whitianga) oder Süden (Tauranga) fahren will, geht die einzige Straße nach Westen in dieser Gegend durch die Karangahake Gorge. Das ist eine Schlucht, durch die eben diese Straße, der State Highway 2 führt, der meist auch ziemlich gut gefüllt ist, bietet er doch die Haupt- und schnellste Verbindung von Auckland zur Coromandel und Bay of Plenty.

Die Schlucht ist nicht sonderlich groß und schnell durchfahren, hat in der Mitte jedoch einen großen Parkplatz, von dem viele Wanderwege abzweigen. Dort gibt es auch ein paar Häuser, u.a. einen Backpackers, wo ich beschloss, die Nacht zu verbringen. Eine sehr gute Wahl, wie sich später herausstellte.

Die Karangahake Gorge ist nämlich, man kann es sich denken, früher Goldgräbergebiet gewesen. Zeitweise lebten 3000 Menschen dort auf engsten Raum, die Überreste der Gebäude sind auch heute noch zu besichtigen. Ebenso gibt es noch alte Schienen, auf denen ein Großteil der Wanderwege verläuft. Soviel dazu.

Ich beschloss, da erst später Nachmittag, noch eine kleine Wanderung zu unternehmen. Erst musste man 2 Hängebrücken überqueren, denn entlang der Straße verläuft in der Schlucht eben ein recht reißender Fluss, der an der Stelle des Parkplatzes sich t-artig mit einem anderen verbindet. Mein Wandertrack ging erst an der der Straße gegenübersetzten Seite des Flusses entlang. bis schließlich eine Brücke wieder auf die andere Seite führte. Jedoch nicht zur Straße, sondern in einen 1km langen Eisenbahntunnel, der mitten durch den Fels führte. Der ist zu begehen, was ich natürlich auch machte, trotz fehlender Taschenlampe. Zum Glück war der Tunnel leicht erleuchtet, doch streckenweise war es schon ziemlich dunkel. Einen ganzen Kilometer ging es gradeaus, bis man an andere Ende kam. Insbesondere das Echo dort war sehr nett, was mich zu einigen unüblichen lauten Geräuschen trieb, die andere Wanderer sich verschreckt haben.

Nach der Wanderung, die nicht die einzige bleiben sollte (die nächste fand bloß am nächsten Tag statt) machte ich es mir dann in meinem Hostel bequem, wo ich eine nette deutsche Frau kennenlernte und mit ihr über mich und sie quatschend den frühen Abend verbrachte. Ihr Sohn machte 2 Jahre zuvor hier Work&Travel und der dortige Kurzbesuch hat Sie dazu hinreißen lassen, das Land ausgiebig zu erkunden, die Kinder seien ja auch eh im Ausland. Kommt mir fast bekannt vor 😛

Mein Abendessen bereitete ich mir dann tatsächlich selbst zu. In Waihi hatte ich mich mit Gehacktem und einer Zwiebel zugedeckt, die ich fachgerecht schnitt (während ich Liter an Tränen verlor) und mit dem Gehackten vermischt. Es war die kleinste Portion, die es gab, meine Gesprächspartnerin meinte jedoch, das würde locker für 4 Personen reichen. Nungut, mein Hunger war groß. Leider mischte ich auch ordentlich Chillipulver hinein, was ich beim Essen zusammen mit Nachos ziemlich bereute. Festzuhalten ist aber, dass ich mittlerweile allein in der Lage bin, mich kochend zu verpflegen.

Der Abend klang dann sehr schön aus, es passierte nämlich das, was ich an kleinn, aber feinen Hostels so liebe. Neben mir und der deutschen Frau waren noch zwei andere Deutsche da, die beide dort wwooften, das heißt, unentgeltlich dort 2-3h täglich arbeiten, dafür jedoch freie Unterkunft erhielten. Zu unserer Runde kamen jedoch auch die beiden Besitzer der Herberge hinzu, spendierten Wein (Hilfe, ich habe wieder Alkohol getrunken!!), Chips und sogar Eis von der speziellen Sorte „Goody Goody Gumdrops“ (schmeckt wie Kaugummi, und sind auch Kaugummistücke drin). War ein nette Laberei und der Abend zog sich entsprechend in die Länge. Mehr möchte ich darüber dann auch keine Worte verlieren 😛

Hier noch mal wieder ein paar Fotos:

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Coromandel: Tag 2: Whitianga und Area

Der zweite Tag begrüßte mich mit weißen total wolkenverhangenen Himmel einschließlich Regen. Kein Wunder, dass ich dadurch später losfuhr, als es geplant war. Weiter auf dem Pacific Coast Highway ging es von Coromandel aus über den Gebirtgszug der Coromandel Ranges hinunter an die Ostküste. Man hätte einen tollen Ausblick haben können, dank des freundlich gesagt miesen Wetters war damit aber nichts (siehe Fotos).

Mein erstes Ziel war Whangapoua, wo ich New Chums Beach besuchen wollte, der vor ein paar Jahre (2005 glaub ich) als einer der Top10-Strände der Welt gekürt wurde. Die Bilder sahen auch vielversprechend aus, mit eigenem Auge habe ich ihn jedoch nicht erblicken können. Das liegt daran, dass man am Whangapouas eigentlichen Strand hätte entlang wandern müssen und einen nicht so untiefen Fluss durchwaten müssen, was auch nur bei Ebbe wirklich gut möglich sei. Schade, ich war bei Flut da, das Regenwetter machte mir aber eh nicht grade Lust jetzt zu einem Strand zu wandern.

Dadurch das New Chums Beach etwas schwer zu erreichen ist (nach dem Fluss muss man noch über einen Hügel wandern) ist er allerdings auch ziemlich unberührt – in letzter Zeit verdichten sich jedoch Anzeichen, dass ein Investor dort etwas bauen will, worauf es natürlich ordentlich Widerstand gibt.

Nach der Feststellung das Sprit in Whangapoua etwas teuer war, schaffte ich es grade noch so nach Whitianga, wo ich erstmal auftanken war. Schade bloß, dass die Kreditkarte nicht funktionierte – und jetzt kommen wir auf Tag 1, dort an der Tankstelle nämlich ebenfalls nicht. Jeweils danach an der Bank oder im Supermarkt jedoch schon, was ich etwas komisch fand. Nungut, ich hab mich beide Male noch aus der Misere retten können, da ich grade neues Taschengeld auf mein eftpos-Konto bekommen hatte… (am Sonntag hats dann an der Tankstelle aber wieder funktioniert ;))

Whitianga ist wohl die größte Stadt der Coromandel, auf jeden Fall ihr touristisches Zentrum. Gelegen in der Mercury Bay (von der ich nicht allzu viel sah wegen des Wetters) und neben den Meer umschlossen von einem Inlet, mir fehlt das deutsche Wort dafür, vielleicht Lagune oder sowas…

Der strömende Regen ließ jedoch jede Aktivitätslust verschwinden, weshalb ich es mir erst einmal in meinem Hostel gemütlich machte. Nach einer halben Stunde erkundigte ich dann immerhin das Städtchen und ging ins ortseigene Museum – bei dem Wetter ja durchaus sinnvoll. Und es war auch durchaus interessant. Aber damit möchte ich Euch nicht langweilen, denn der Nachmittag brachte ja noch deutlich Interessanters.

Im Hostel lieh ich mir einen Spaten aus und fuhr dann südlich in die Gegend um Hahei, wo die Hauptattraktionen der Coromandel liegen.Es war gegen Mittag, gegen 17 Uhr wollte ich aus bestimmten Gründen  am Hot Water Beach sein, dazu später mehr. Da ich erstmal Zeit hatte ging es zu Cooks Beach, benannt nach Neuseelands (zweiten bzw. wirklichen) Entdecker, der hier einst, knapp 240 zuvor den Anker lichtete.  Von hier aus beobachtete Cook ein seltenes Himmelschauspiel, das irgendwas mit der Umlaufbahn des Merkur zu tun hat, wonach er dann dadurch seine exaxte Position auf der Welt feststellen konnte. Danach war zum ersten Mal klar, auf welchen Koordinaten Neuseeland in etwa liegt, und der Name Mercury Bay stammt nicht von ungefähr daher.

Nach Cooks Beach, was für mich nur ein kleiner Blick und ein paar Fotos des Strands hieß. ging es dann zur Cathedral Cove nahe Hahei, ebenfalls eine Hauptattraktion. Vom Parkplatz entlang der Steilküste nordwestlich von Hahei ging dann ein Weg entlang, der zur Cathedral Cove führte. Vor noch kurzer Zeit war der Weg gesperrt, denn ein Orkan hatte letzten Herbst weite Teile des Weges, insbesondere den Abstieg von der Steilküste zum Strand hinuter, zerstört. Der Weg war zwar nun wieder begehbar, das letzte Stück jedoch immer noch recht provisorisch. Das Wetter war mir wohlgesinnt, denn immerhin regnete es nicht mehr. Entlang der Steilküste hatte man einen guten Blick auf die Mercury Bay mit ihren vielen kleinen Inseln.

Da die Cathedral Cove eben ein beliebtes Ziel ist, war trotz der Wettermstände auch allerhand los. Der Weg war sehr matschig, sodass ich den Abstieg in eine Bucht zuvor hinunter fast bereut hätte. Der deutschen Familie, die mich Kletterkünstler vorließ um den Weg zu testen, habe ich natürlich mit meinem astreinen Hochdeutsch gedankt, konnte den Familienvater jedoch nicht daran hindern, sich auf dem exrem rutschigen matschigen Stufen hinzulegen. Immerhin nichts passiert. Die Bucht bot dann letztlich auch garnichts, noch nichtmal einen Strand (weil Flut war), weshalb ich wieder hoch und weiter zur Cathedral Cove ging. Der provisorische Weg dort hinunter bestand dann tatsächlich nichtmal aus Stufen, sondern ging durch den Busch hinab nach unten, immerhin konnte man sich an einem Seil festhalten.

Nun, was ist die Cathedral Cove. Eigentlich nur ein nicht sonderlich spannendes Loch in einem Felsen, die Bilder werdens zeigen. Aufgrund von Steinschlaggefahr war der Weg hindurch auch abgesperrt, was die ganze Grotte damit etwas verschandelte. Am Strand hielt ich mich auch nicht allzu lange auf, sondern verließ nach einigen Fotos den vollen Strand an der Cathedral Cove dann auch mit Richtung Hot Water Beach.

Hot Water Beach ist die Gaudi der Coromandel – man kann sich nämlich am Strand ein Loch buddeln, worin dann heißes Wasser strömt, in dem man relaxen kann. Soweit jedenfalls die Theorie!

Der ganze Spaß geht jedoch nur bei Ebbe, sprich max. 2 Stunden vor bzw. nach Low Tide. Das sorgt auch dafür, dass die Flut jedes Mal die Gegend wieder so verändert, als sei hier nie gebuddelt worden.

Aufgrund des hohen Wellenganges war es auch nochmal etwas schwieriger, da das heisse Wasser nur entlang ganz weniger Stellen hochkommt. So buddelte ich, während andere Leute nur einen Meter neben mir schon ihrenheißen Pool hatten, die Finger wund und bekam doch nur kaltes Wasser aus dem Boden oder auch Meerwasser, die Wellen waren wie gesagt hoch. Das führte dazu, dass ich meinen Pool dreinmal weiter nach hinten verlagerte, später die Seite wechselte und dann das Glück hatte, in einen bereits schon fertigen Pool zu gehen, den die Besitzer verlassen wollten. Deren Pool baggerte ich noch etwas aus und legte mich dann  ins wirklich sehr warme Wasser hinein.

Man kann sich das nicht als Whirlpool vorstellen, dafür hat man einfach zuwenig Wasser. Vielleicht so 10cm hoch, grade so genug beim Hinlegen vielleicht ganz untertauchen zu können. Mehr ging auch nicht, der blöde sand rutscht ja immer wieder in die Tiefe.

Da saß ich dann bzw. lag in einen der Pools, die alle direkt nebeneinander lagen, für die nächsten 3 Stunden. Das Wasser war jedoch nicht nur warm, sondern wurde, insbesondere an meinen Füßen, immer ziemlich heiß. In einen Pool in der Mitte konnte man z.B garnicht rein, weil das Wasser um die 60 Grad heiss war.

Der Hot Water Beach kommt nämlich durch einen unterirdischen Fluss geothermal erwärmten Wassers zu seinen Namen, der wenige Zentimeter unter dem Watt herfliesst, mit maximalen Temperaturen bis 65 Grad Celsius. Je nachdem wo man buddelt, ist das Wasser dann mal heißer oder kälter, ansonsten kann man sich ja auch mit 20 Grad kalten Meerwasser abkühlen, das man wenige Meter vor sich hat. Das Meer dort fordert jedoch jedes Jahr mehrere Todesopfer, da auch erfahrene gute Schwimmer  den starken Unterströmungen dort unterlegen sind, wenn sie sich schwimmend ins Meer vorwagen. Gibt zwar Rettungsschwimmer am Strand, aber immer eben nur zur Hauptverkehrszeit um Ebbe rum.

Nun, was soll ich noch groß darüber sagen. Ich hatte in meinen Pool einen wirklich schönen Abend, unterhielt mich mit anderen Erholungssuchenden (manche tranken ganz stilecht Wein und Sekt, während sie in ihrem Sandpool lagen) und erfrischte mich zeitweise im Meer (aber nicht schwimmend ;)). Gegen Abend wurde es dann so langsam auch kälter, mein Pool wurde jedoch immer wärmer. So kam ich in den interessanten Genuss, dass mein nicht im Wasser befindlicher Körper vor Kälte zitterte, während sich der im Wasser befindliche fast verbrannte. Mit heißem Schlamm zugedeckt liess es sich aber aushalten 😉

Mehr Worte möchte ich auch garnicht mehr über den Abend verlieren, habe ja mittlerweile schon ziemlich viel geschrieben. Schaut Euch also einfach die Fotos an!!!

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Coromandel: Tag 1: Auckland-Coromandel Town

Berichten wir nun über den ersten Tag meines Coromandel-Rundtrips, nachdem ich aufgrund einer Geburtstagsfeier einer Supportperson eines benachbarten Hauses, die allerdings bei uns stattfand, etwas länger etwas zu tun hatte.

Los ging es am Donnerstag Morgen gegen 9 Uhr, auf direkten Wege über den garnicht so wie erwartet verstopften Motorway und dann die SH2 auf die Coromandel Peninsula. Das Wetter verhieß schon nichts gutes, doch ab und an konnte man noch blauen Himmel und Sonne sehen – immerhin. Auf dem Motorway stellte ich dann doch auch tatsächlich fest, dass es hier in der Gegend um Auckland so etwas wie „Autobahnraststätten“ gibt (wo auch sonst…). Die Toiletten dort sind aber nicht nur sauber, sondern auch kostenlos, wie auch in der allerkleinsten Ortschaft oder in der entlegensten Wildnis…

In die führte es mich dann auch bald. In Thames, der ersten und auch größten Stadt der Coromandel war ich ja bereits 2 Wochen zuvor gewesen, weshalb ich auf direktem Wege weiterfuhr. Die wunderschön gelegene Straße führte hinter Thames dann direkt am Wasser des Hauraki Gulfs bis nach Coromandel Town, nur am Ende ging es mal ein paar Hügel hinauf, die die Ausblicke aber nur noch schöner machten. Hier sagen Bilder mehr als Worte, deshalb tun wir so, als seien wir in Coromandel Town angekommen, wo wir erst einmal das Informationszentrum besuchen und uns über Aktivitäte erkundigen.

Wie bereits vorher geplant fuhr ich von Coromandel nordwärts in die entlegenen Regionen der Halbinsel, die größtenteils nur durch eine Schotterstraße verbunden ist. Wieder sehr schöne Landschaft, starker Wind und am Ende ein schöner Ausblick auf Great Barrier Island. Jetz habe ich diese doch recht große Insel auch mal erblicken können. Mein Weg führte mich bis zum Ende der Straße in die Fletcherbay, wo neben einem Campingplatz auch ein Wanderweg zu finden ist, auf dem man den Nordosten der Coromandel, durch den keine Straße führt, erwandern kann. Dazu hatte ich aber weder Zeit noch Lust. Aber eine sehr schöne einsame Bucht. In der Nähe liegt auch der Mt Moehau, der höchste Berg der Coromandel, den man allerdings nicht besteigen darf, weil er von den Maori als heilig angesehen wird und diverse Häuptlinge dort begraben sind.

Zurück an der Wegscheide nahe Colville (letztes Örtchen vor Beginn der Schotterstraßen) nahm ich dann die andere Schotterstraße und fuhr noch durch den auf der Straße zugänglichen Nordosten, unter anderem auch in eine kleine Bucht mit ein paar Ferienhäusern (Baches genannt). Ein Bach ist für Kiwis kein Fluss, sondern ein Ferienhäuschen, und grade die Coromandel, nicht allzuweit von Auckland, Hamilton und Tauranga gelegen, zieht erholungssuchende Großstadtbewohner ziemlich an, weshalb in jeder kleinen Bucht eben diese Baches zu finden sind.

Das Wetter wurde so langsam jedoch ziemlich mies, ein Vorgeschmack auf die nächsten 3 Tage. So konnte ich letztlich auf der Bergabfahrt nach Coromandel Town hinunter das schöne Panorama nicht wirklich geniessen.

In Coromandel wurde ich dann erst von einem Hostel abgewiesen, das schon voll war, fand dann aber ein anderes, das auch ganz nett war.

So waren auf meinem Zimmer 2 Kiwis, die dabei waren, eine Fahrradtour von Auckland bis ganz nach unten ganz im Süden der Südinsel (Bluff) zu machen – sie hatten also noch jede Menge vor sich…

Auch in meinem Zimmer war ein tschechischer Rentner, der einigermaßen verständlich sowohl auf englisch wie auch deutsch radebrechte. Erst allen Zimmergenossen, wie das Christchurch-Erdbeben ihn den Urlaub verdorben hat (er musste 10 Tage in Notunterkünften ausharren bis er sein Gepäck wiederhatte, aber immerhin habe er ja überlebt) und dann später mit mir über Deutschland sprach. Er kannte auch ganz gut Minden und damit auch Herford, jedenfalls das Bier dieser Stadt, von dem er einst 160 Liter zapfte (als kleine Anekdote am Rande :P).

Denn sonst habe ich vom ersten Tag nicht mehr viel zu erzählen, die Tankstellengeschichte verschiebe ich auf morgen, dann brauch ich sie gewißermaßen nicht zweimal erzählen, mein Abend war nicht sonderlich erlebnisreich und endete bereit um 21 Uhr !!! im Bett, ziemlich früh für meine Verhältnisse.

Nun noch einige Fotos, die meine Aktivitäten illustrieren dürften 😉

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Die Coromandel: Ein Ausblick

Hilfe, ich werde sentimental. Habe mir grad zufällig alte Fotos angekuckt, die ich auf meinem PC gespeichert hatte und mich köstlich amüsiert, insbesondere über die umwerfenden Foto des äußerst fotogenen „Schienpo-Abo-Pharao-tut-uns-leid-man-Rechenstorch-Schnittlauch-Schnitzel-Schniddys“, der mir diesen Spitznamen verzeihen möchte 😛 (dabei ist das längst noch nicht alles…)

Aber weg von alten zu neuen Bildern: auf meiner 4-tägigen Reise durch die Coromandel konnte ich allerhand neue Eindrücke sammeln, wenn gleich mir der Wettergott nicht wohlgesonnen war.

War es am ersten Tag nur leicht bewölkt und regenlos, so habe ich die nächsten 3 Tage kein einziges Mal mehr die Sonne gesehen, stattdessen jedoch dichtbewölkten Himmel und Massen an Regen, der, welch göttliche Fügung, bei meinen Outdoor-Aktivitäten meist eine Pause einlegte.

Die nächsten 4 Tage werde ich damit verbringen, meine Erlebisse zu veröffentlichen und zu illustrieren, damit auch ihr die nasse Schönheit der Coromandel erleben könnt. Morgen geht es los mit dem ersten Tag – Helensville-Coromandel Town, wobei ich die gesamte Nordspitze der Coromandel erkundet habe und auch „die“ Insel, Great Barrier Island erblickt habe. Doch mehr dazu morgen.

Vielleicht mögen meine Berichte und Bilder helfen, über den drohenden Super-GAU am morgigen bzw. eher heutigem Tag hinwegzutrösten… 😛

Mein Coromandel-Trip

Juhu, morgen geht es los. Nach 9 Wochen harter Arbeit endlich mal ein langes Wochenende, in denen ich während 4 hoffentlich schöner Tage wieder etwas ausspannen kann. Das Wetter soll zwar nicht so schön werden, aber ich bin ja nicht aus Zucker, auch nicht ohne Jacke.

Eine kleine Auszeit wird auch langsam Zeit, nachdem ich 9 Wochen im selben Bett geschlafen habe und keine Nacht von der Farm weg war. Das wird aber nun der Fall sein, denn mein Auto ist wieder da. Netterweise haben die ohne Extrakosten auch noch die Stoßstange wieder auf Vordermann gebracht und noch ein paar andere Kleinigkeiten gefixt, sodass ich jetzt wieder voll straßentauglich bin. Hat übrigens nur so lange gedauert, weil der Blinker nicht rechtzeitig angekommen ist…

Nun möchte ich Euch einen kleinen Überblick über meine Reiseroute geben:

morgen (Donnerstag) werde ich nach einer Skyp-Plauderei mit Tobias gegen 9 Uhr aufbrechen und Richtung Süden zur CoromandelPeninsula fahren, dabei aber vermutlich erstmal in der morgendlichen Rush-Hour auf dem Motorway festsitzen.

Ich merke grade, dass es ziemlich lange dauern würde, meine Pläne aufzulisten darum kurz die Highlights für mich.

– Cape Colville (Nordspitze), weil ich mal einen Blick auf Great Barrier Island haben möchte

– Cathedral Cove (eindrucksvolle Grotte, vom Meer aus zugänglich)

– Hot Water Beach: wohl „die“ Attraktion: während der Ebbe kann man am dortigen Strand sich Löcher buddeln, die sich mit warmen Thermalwasser füllen, in dem man entspannt relaxen kann – ein selbstgegrabener Whirlpool also

– New Chums Beach nahe Whangapoua (unter der Top10 der weltbesten Strände gelandet)

– Karangahake Gorge (Schlucht im Inland)

– Paeroa: Giant L&P Bottle (die muss ich natürlich fotografieren)

Dazu kommt noch jede Menge anderes Zeugs, ich lass mich und Euch mal überraschen…

Hier noch eine Karte der Coromandel, der südliche Teil ist allerdings nicht mit drauf (Paeroa, Waihi, …).

Bilder von Matamata und Tauranga

Mal wieder ein paar Bilder: ein paar wenige von Matamata, wo ich ja das Auenland besucht habe. Die Bilder von dort darf ich aber ja unter Andohung schlimmster Folterqualen auf keinen Fall veröffentlichen, zumal ich einigen meiner Leser zutraue, mich onhin anzuschwärzen 😛

Sonst sind noch ein paar Aufnahmen meiner Tage in Mt Maunganui/Tauranga dabei, ansonsten war es das auch schon.

Mein Auto habe ich übrigens wieder, meiner kleinen Reise steht dann nichts mehr im Wege 😉

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Studiums-Selbsttest (oder wie intelligent ich doch bin :D)

Als bekennender Narzisst komme ich nicht drum rum, Euch als Abwechslung mal ein bisschen meine gehobene Intelligenz näher zu bringen. Auslöser dafür ist der Studiums-Selbsttest, den man mittlerweile machen muss, um sich für ein Studium in Baden-Würtemmberg überhaupt bewerben zu können. Eigentlich keine schlechte Idee, und da ich mich in BaWü auch zumindest bewerben werde, habe ich auch den Test gemacht.

Dieser besteht aus einem eher langweiligen ersten Teil, wo man bestimmten Aussagen mehr oder weniger zustimmen muss, der ziemlich trypische Umfragenteil also. Danach wird es aber spannender, 3 verschiedene, durchaus anspruchsvolle Tests je zu sprachlichen, rechnerischen und bildlichen Denken. Das ganze dauert in etwa 2 Stunden, man muss also ein bisschen Zeit investieren, dafür hat man eine ganz gute Einschätzung wie „intelligent“ man in Vergleich mit anderen Teilnehmern ist.

Diese Teilnehmer sind wohl vor allem Schüler aus Bawü, deren Abi ja soooo anspruchsvoll ist, dass sie entsprechend intelligenter als der Bundesdurchschnitt sein müssen. Da jeder aber dran teilnehmen kann, sind die Vergleichsgruppen vielleicht etwas verfälscht.

Man muss keine Daten von sich eingeben, man bekommt nur einen TAN, falls man mal zwischendurch was anderes machen möchte oder es an verschiedenen Tagen machen möchte. Hier der Link: http://www.was-studiere-ich.de.

Nun zu meinen Ergebnissen, die ich als Beweis natürlich bildlich veröffentliche:

Ich bin angeblich sehr für ein Studium geeignet, besonders in „unternehmerischen“ (wer hätte das gedacht) und „forschenden“ (schon eher) Feldern.

Meine Fähigkeiten sind spitzenklasse im sprachlichen Denken mit 100% (hätte ich nicht anders von mir erwartet…) Die 97% im rechnerischen Denken überraschen dann aber doch ziemlich, genauso die 89% im bildlichen und räumlichen Denken, wo, wie ich fand, sehr knifflige Aufgaben zu lösen waren.

Der Studiengangsempfehlungsmechanismus krankt etwas, doch trotzdem kommen eigtl ganz gute Vorschläge, die ich teilweise sogar mal angepielt habe oder sogar noch tue. Wie dem auch sei, macht Euch selbst ein Bild…

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Bilder aus der Taranaki-Region

Die Tongariro-Story habe ich ja bereits veröffentlicht, Zeit also die Taranaki-Region zu illustrieren.

Danach kommt auh nur noch Matamata, Tauranga und Rotorua – dann wars das schon mit dem Reisemonat 😉

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Ein ungenutzter Tag

Heute war mal ein ziemlich langweiliger Tag. Bekanntlich habe ich donnerstags ja frei, konnte diese Freiheit aber garnicht nutzen, da mein Auto immer noch in der Werkstatt ist.

Eigentlich dachte ich, ich bring es da mittwochs morgens vorbei und hol es am Nachmittag wieder ab – kann ja eigentlich nicht so schwer sein, einen neuen Blinker einzusetzen. Doch aus Mittwoch wurde Donnerstag, und aus Donnerstag wird Freitag werden. Ich hoffe, dass es zumindest morgen Mittag fertig ist, sodass ich noch einen kleinen Trip unternehmen kann – mal schauen.

Man mag mir jetzt entgegnen, ich könne einfach mit dem Bus fahren oder etwas in der Umgebung unternehmen, doch das hört sich leichter an als es ist. Zur Bushaltestelle sind es über 2km (auch wenn ich für die nur 20 Minuten brauche) und die Busse nach Auckland fahren auch nur selten, vor allem morgens. Wer um 12 Uhr aufwacht, darauf spekulierend, dass das Auto eh noch nicht fertig ist (wie dem auch war), hat da Pech gehabt.

Hier in Helensville ist ansonsten ja nicht allzu viel los, das Museum spare ich mir für die letzten Tage auf, wenn ich mein Auto verkauft habe. Wie die aussehen werden, darauf habe ich jetzt einen Vorgeschmack. Ich bin hier echt total abhängig von einem eigenen Vehikel geworden – ich weiß garnicht, wie die meisten anderen hier das aushalten können ohne eigenes Fortbewegungsmittel.Nach nächster Woche hat es mich auch immerhin knapp 20.000 Km über neuseeländische (Schotter)-Straßen transportiert, nicht wenig in etwa 6 Monaten.

Denn nächste Woche findet, wie bereits angekündigt, mein 4-tägiger Roadtrip über die Coromandel Peninsula statt (sofern denn das Auto bis dahin seinen neuen Blinker hat ;)). Auf diesem werde ich evtl. von Pablo begleitet, den mexikanischen Freiwilligen, der für den M Tabor Trust in Mt Albert arbeitet. Mt Albert ist nur knapp 20 Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum entfernt – da hätte ich auch ohne Auto genug zu tun. Nähere Infos zur Reiseplanung folgen noch.

Wie man sich sicher denken kann, war der heutige Tag deshalb nicht sonderlich spannend, sondern von einer langen (endlich mal wieder :P) Computersession geprägt, die wohl noch ein paar Stündchen andauern wird.

Immerhin hatte  ich ein fabelhaftes Abendessen, „goat curry“ von Robert (der Ziegenbock schmeckt ganz gut :P) und habe noch zwei Leute nach Hause gebracht mit dem Hintergedanken, mich bei Woolworths mit neuer L&P zu versorgen. Der Genuss von L&P ist mittlerweile zur Sucht geworden, ein Aufnehmen anderer Flüssigkeiten schwierig. Ich hoffe, ich verdurste nicht in Deutschland, denn L&P wird einzig in Neuseeland vertrieben und der Import wäre etwas teuer, aufgrund des Gewichts würde mich eine Flasche schon knapp 30 Euro kosten – na dann mal Prost! Vielleicht zeigt sich der Weihnachtsmann ja mal gnädig.

Im Supermarkt war ich dann auch, aber nicht alleine, sondern mit Francis, den ich zu seinem betreuten Wohnen zurückgebracht habe (ein anderes Mt Tabor House hier in Helensville (#73)). Das hat mich dann gleich vor ungeahnte Herausforderungen gestellt, Francis ist nämlich blind. Ich habe ihn jedoch erfolgreich durch den Supermarkt gelotst und sicher nach Hause kutschiert, um danach noch 500m weiter zu fahren, um zu schauen, wie es meinem Honda geht. Immerhin steht er nicht mehr an der Straße, sondern scheint in der Garage zu stehen. Ein Fortschritt zu gestern, hoffen wir, ich habe ihn morgen wieder.

Falls ihr Euch jetzt noch fragt, was ich in meinen alltäglichen Computer-Sessions treibe, kann ich Euch noch ein paar Informationen liefern.

– meistens schreibe ich hier einen Eintrag, wie Ihr sicher bemerkt

– 3 verschiedene Nachrichtenportale (darunter SPON) werden täglich vollständig abgegrast, sprich alles gelesen 😛

– diverse weitere Blogs lesen

– immer wenn mich ein Thema interessiert, weiteres Wissen aneignen (Wikipedia lässt grüßen)

– Soziale Netzwerke und Co. 😛

– in letzter Zeit massive Studiums-Information – ich bin so überinformiert, das geht garnicht, bin aber gezwungen noch mehr zu wissen 😀

Mein Allgemeinwissen war ja schon immer recht gut ausgeprägt, es ist mittlerweile jedoch fast zur Sucht, aber auch zur reinen Überlebensnotwendigkeit geworden, neue Informationen einzusaugen.

Außerdem höre ich die ganze Zeit Musik, schau mir hin und wieder einen Film an, spiele Spiele (soweit das auf dem Netbook geht), vor allem jedoch Sach und Poker und mache diverses anderes- das Internet ist groß 😛