Aktuelles aus Helensville

Mal wieder ein Text zwischendurch:

ich könnte durchaus ein wenig erzählen, probiere mich aber kurz zu halten:

das angekündigte „Camp“ auf der Coromandel Peninsula ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Das Wetterphänomen La Niña sorgt nämlich auch hier in Neuseeland für schlechtes Wetter bzw. hat. So gibt es nicht nur in Queensland in Australien Überschwemmungen, sondern auch hier. Auch in der Umgebung von Auckland, aber nicht hier in Helensville, auch wenn der Flusspegel schon bedrohlich hoch war. Unser angepeiltes Ziel in Thames (so heisst die größte Stadt auf der Coromandel) hatte aber wirklich Hochwasser zu beklagen. Die angestrebte Go-Kart-Bahn (worauf sich mancher doch so gefreut hatte), hätte zum Jetski-Parcour umfunktioniert werden können und der Unterkunftsort war wohl von der Außenwelt abgeschnitten.

Nichtsdestotrotz, die Woche war bisher trotzdem ganz nett. Montag, eigentlich ein öffentlicher Ferientag, habe ich ganz normal gearbeitet. Neben den schon routinierten Toiletten- und Badezimmer-Putzen habe ich halben Meter hohen Rasen gemäht und sogar mit einem maschinisierten Weedeater Freundschaft geschlossen – komisches Ding.

Dienstag ging dann das Unkraut pflücken weiter, ein ganzes großes Gemüsebeet hab ich gesäubert, die Abfälle häuften sich meterhoch. Ab und an bin ich auch mal gefahren und hab Leute irgendwo innerhalb Helensville weggebracht oder abgeholt.

Die erste größere Fahrt erfolgte dann heute. Nämlich mitten nach Auckland in den Auckland Zoo!Ist ganz nett, wenn die Arbeit aus einem Zoobesuch besteht, den man ohnehin noch machen wollte. Noch besser ist natürlich, wenn einem das Ganze noch bezahlt wird, die 20 Dollar gebe ich gerne für was anderes aus.

Dafür trug ich eben die Verantwortung über 8 Leute, die hinter mir im großen Van saßen, den ich in Deutschland garnicht fahren dürfte. Über Landstraße, Motorway und Innenstadt ging es dann zum Zoo – das ganze sogar unfallfrei!

Dort verbrachten wir dann unseren Tag. Wir, dass waren neben mir (natürlich nenne ich mich zuerst!) noch Kris, die koreanische Freiwillige Eunhye sowie die Tochter einer Managerin des Trusts als Supporter. Als Core People anwesend waren Narelle und Kevin aus unserem Haus, sowie die ebenfalls in einen anderen Haus in Helensville wohnenden Agnes und Rachel. Die anderen waren entweder zu Hause geblieben oder haben den Alternativtrip ins MOTAT unternommen. Das ist das „Museum of Transport and Technology“, das ich auch noch besuchen werde. Aber für Museen brauche ich nunmal Zeit und muss allein sein, außerdem ist das nicht so teuer wie der Zoo gewesen 😛

Besonders gern habe ich Agnes, eine 64-jährige alte Dame mit Geografie-Tick, die erstaunlich viel darüber weiß. So kennt sie nicht nur Düsseldorf und Hannover, sondern weiß auch wo sich Kassel und Essen befinden. So haben wir meinen Wohnort schonmal etwas eingegrenzt. Den werde ich hier in Zukunft aber noch näher zeigen.

Nun jedenfalls zum Zoo: der ist eigentlich ganz schön. Hat mal gnz gut getan, wieder  Tiere wie Löwen und Tiger, Nashörner und Elefanten, Giraffen, Geparden und Servale, Otter, Affen und vieles mehr zu sehen, die in großzügigen Gehegen ein ganz nettes Leben zu führen scheinen, trotz der Belästigung durch die Besucher – hier in Neuseeland ist es (gegen Aufpreis meist natürlich nur) eine persönliche Begegnung auch mit großen Raubtieren zu erleben und diese gar anzufassen. Insgesamt waren wir sicher 5 Stunden dort, es war also eine ganz nette Beschäftigung neben der ansonsten bisher zwar relaxten, aber recht langweiligen Arbeit.

Arbeit als Vergnügen setzt sich morgen übrigens fort: dann geht es nämlich ins Kino mit den Leuten, natürlich wieder kostenfrei für mich.

Freitag gibt es dann noch ein BBQ im Schwimmbd – mit privaten Thermal-Pool. Ich bin mal gespannt!

Das ganze fand jetzt hauptsächlich wegen ausgefallenen „Camp“ statt, doch ab und an werden solche Aktivitäten auch in Zukunft noch auftreten – ich freu mich drauf!

Nächste Woche fängt dann auch wieder das normale Tagesprogramm der Leute hier an, ich werde also langsam aber sicher immer mehr und ,mehr zu fahren haben.

 

 

 

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