Rotorua

Zum Abschluss meiner Reisezeit noch ein kleiner Überblick über Rotorua und meine Erlebnisse heute dort. Der geplante Ausflug wurde nämlich trotz guten Wetters (aber zu hohen Seegangs) abgesagt. Naja, vielleicht schaff ich es noch ein Wochenende dorthin.

Dementsprechend musste ich mir für meinen letzten vollen Reisetag ein Alternativprogramm überlegen. Bin dann irgendwann durch Rotorua gestreift, wo mir aufgefallen ist, dass die Innentadt ja natürlich nicht alles ist.

So war ich am großen See,  an dem Rotorua liegt, und der in Küstennähe teilweise eine sehr seltsame gelbliche Farbe hat. Nicht nur der Geruch hat gleich merken lassen, dass es sich bei diesem gelblich verfärbten Wasser um Schwefelwasser handelt, der Schwefel steigt an den Stellen nämlich nach oben. Grade diese Stellen sind jedoch bevorzugte Stellen für all die Vögel, vor allem viele Möven (das Meer ist ja auch nicht allzu weit weg), die dort aber eben kein Futter finden.

Dann ging es zum Museum Rotoruas, das im wohl „europäischsten“ Gebäude ganz Neuseelands untergebracht ist, dem ehemaligen Badhaus, das im elizabethanischen Stil errichtet fast wie ein Schloss aussieht. Dieses Gebäude war die erste wirkliche Investition der neuseeländischen Regierung in den Tourismus (100 Jahre zuvor) und lockte all die reichen Weltenbummler an, die in jenem Badhaus in warmen Schlammbädern und ähnlichem verwöhnt wurden. Die Badewannen gabs im Museum dann auch zu besichtigen, genauso wie Ausstellungen über Maori-Kultur, Maori-Soldaten im 2. Weltkrieg, Gemälde über Wasserfälle und eine Ausstellung über die Vulkane der Umgebung, insbesonder dem Ausbruch des schon erwähnten Mt Taraweras gewidmet, bei dem 150 Menschen starben. Die Lava aus dem Vulkan war da garnicht mal so schlimm, das Schlimme war, dass unter einem See die Erde wegbrach und das Magma sich mit dem Wasser des Sees vermischte – und dass Feuer und Wasser sich nicht so vertragen, dürfte klar sein. Gab also eine deftige Explosion an jenem Tag im Mai 1886, die bis Christchurch zu hören gewesen sein soll (dort war heute übrigens mal wieder ein Erdbeben).

Nach dem Museum ging es noch durch die dem Museum vorgelagerten „Government Gardens“ und später noch mit dem Auto etwas durch die Umgebung. Mehr habe ich jetzt auch nicht erlebt.

Morgen werde ich mal wieder den barmherzigen Samariter spielen und Jonas und Markus vom Flughafen hier in Rotorua abholen, die von Christchurch (wo ihr nächstes Projekt ist) hierhin geflogen kommen. Danach wollte ich noch ein bis zwei weitere Thermalfelder besuchen, ob mit ihnen oder ohne weiß ich nicht. Dann fängt um 16 Uhr auch schon das Camp an, ich bin mal gespannt.

Morgen ist dann übrigens auch, wenn ich mich nicht ganz irre, schon der Halbzeittag meines Neuseeland-Aufenthalts. 25 Wochen habe ich schon hinter mir, 25 liegen noch vor mir. Das Mid Year Camp ist also tatsächlich gut gewählt. Ziemlich schnell vergangen die Zeit, aber doch soviel erlebt…

Nun gut, vielleicht werde ich mich vom Camp melden können, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall dann aber wieder, wenn ich in Auckland bin – wünscht mir eine schöne weitere zweite Halbzeit 😉

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2 Kommentare

  1. Tatjana

     /  Januar 21, 2011

    Viel Spaß beim Mid-Camp! Ich bin gespannt auf dein neues Projekt.
    Aber sag mal, ich bin schon ganz gespannt auf deine fotos – wann lädst du die denn wohl hoch? 😉
    liebe grüße aus bielefeld,
    Tati =)

    Antwort
    • Ein kleines wenig Geduld noch, in 3-4 Tagen werede ich wohl mal langsam anfagen
      – Internet werde ich jedenfalls haben den Berichten derer, die schon dort weilten, nach.
      Sei auch sehr entspannte Arbeit, fast noch relaxter als in Culverden 😀

      Antwort

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