Wellington-Wanganui-Tongariro

Widmen wir uns nun dem Teil nach Wellington, mal schauen, wie weit ich komme.

Von Wellington aus wollte ich noch die Kapiti Coast erkunden (die Küste im Südwesten der Südinsel) und in Wanganui übernachten. Gelandet bin ich stattdessen schon in National Park Village.

Von der Kapiti Coast habe ich nicht viel gesehen, allzu viel Interessantes gibt es dort aber auch gar nicht. Nach ein paar Minuten Fahrt von Plimmerton habe ich nämlich mal wieder jemanden mitgenommen. Dieses mal ein geschätzte 80 Jahre alter Mann, der aber noch richtig fit aussah. Er wohne in Nelson und wollte nach Wanganui, um dort (seine ehemalige Heimatstadt) bei einem Freund zu übernachten, ehe er weiter nördlich zur Coromandel Peninsusla wollte, um von dort den ganzen Weg per Fahrrad zurückzulegen. Fahrrad fahren tur er nämlich anscheinend gerne, so sei er letztes Jahr durch Südfrankreich geradelt und hat mich übers Radeln in Deutschland ausgefragt.

Ihn mitzunehmen erwies sich jedoch als Volltreffer, er erklärte mir nämlich alles Mögliche, über die Landschaft, durch die wir fuhren, über jeden Fluss, den wir überquerten usw.

Einziges Erwähnenswertes auf der Fahrt nach Wanganui ist die kleine Stadt Bulls. Den Namen „Bulls“ vermarkten nämlich irgendwie alle Geschäfte der Stadt mit irgendwelchen markanten Werbesprüchen, wo „Bulls“ drinne steckt. Gab zwar kein „Buller King“, „Sub-Bull“ und „Mc Bulls“, aber der Rest war schon ganz nett.

Irgendwann waren wir dann angekommen und überquerten die lange Brücke über den Wanganui River, der der Stadt (ca. 40.000 Einwohner) ihren Namen gegeben hat, oder umgekehrt.

Der gehört zu den größten Flüssen Neuseelands – nicht so wasserreich wie der Clutha (im Süden der Südinsel) und nicht so lang wie der Waikato (schon erwähnt), aber doch an der Mündung (Wanganui liegt natürlich am Meer) ziemlich breit.

In Wanganui habe ich mich aber nicht weiter aufgehalten, nur meinen Gast herausgelassen, vollgetankt und dann weitergefahren, weil mal grade Mittag war.

Statt wie geplant von Wanganui nach Taranaki , bin ich zu den Vulkanen gefahren.

Und zwar durch den Whanganui Nationalpark, der so heißt, weil der Fluss irgendwo dort im abgelegenen Nirgendwo entspringt.

Ich bin jedoch nicht die Schnellstraße gefahren, sondern habe die von vielen angepriesene „Wanganui River Route“ genommen, die auf Schotterpisten sich direkt entlang des Wanganui Rivers windet. Auf der Strecke liegen noch ein paar kleine Ansiedlungen, mit ganz besonderen Namen. Ich kann nämlich voller Stolz behaupten, dass ich innerhalb eines Tages in Athen, London und Jerusalem war (und zurück nach Neuseeland geflogen bin). Die Schilder, deren Bild ich noch veröffentliche, werden es beweisen!

Sonst bot die Strecke einen immer schönen Blick auf das Hügelland und den zwar recht schmal werdenden, aber doch schönen Wanganui River.

Als man den irgendwann aus den Augen verlor und die vielen Hügel sich lichteten, gab es dann auch schon den Mt Ruapehu zu bestaunen, der in der Ferne über den Hügeln der Hochebene thronte. Ich war nämlich mittlerweile knapp 400m höher als Wanganui – die drei Vulkane dort stehen allesamt auf einen Hochplateau. Zum Ruapehu ging es dann auch bald, genauer gesagt zur Ortschaft Ohakune an dessen Fuß. Da die Hostels dort jedoch etwas teuer waren. Entschloss ich mich noch weitere 30km nach National Park Village zu fahren.

Zuerst fuhr ich jedoch den Mt Ruapehu hinauf, zu einem Skigebiet das sich an den Südhängen befindet. Denn nicht etwa dieAlpen der Südinsel bilden ein großes Skigebiet, sondern am Mt Ruapehu liegt das größte Skigebiet Neuseelands. Allerdings an den Nordwesthängen, wo ich auch noch hinkommen sollte. Das „Turoa Skigebiet“ ist zwar etwas kleiner, aber auf den Infotafeln sah es doch noch ganz nett aus. Von dort oben hat man auch einen netten Ausblick und kann schon mal das schwarze Vulkangestein und die Geröllwüste bestaunen, die aber nicht darüber hinwegtäuschen sollen, dass der überwiegende Teil der Anfahrt durch Regenwald geht.

In die Skigebiete Neuseelands wird nämlich soweit wie möglich hoch gefahren, geparkt und dann geht’s weiter in die Lifte.

Irgendwann ging es dann nach Nationalpark Village, ich checkte in mein Hostel ein und mir kam die Idee, das Tongariro Crossing zu machen. Die Idee wurde zum Wahn, ich lieh mir Schuhe und Jacke aus, buchte meinen Shuttle und wartete gespannt auf den nächsten Tag.

Den Abend bin ich dann noch zu dem großen Skigebiet an den Nordwesthängen des Mt Ruapehu gefahren, dem „Whakapapa Skifield“. Toller Ausblick natürlich, aber allzu viel gab es auch nicht zu sehen. Aber vielleicht komme ich im Winter ja nochmal dorthin, um den Skisport zu frönen…

Noch ein Wort zu National Park Village. Der Ort verdankt seine Existenz (genauso wie der anderen in der Region) der Tatsache, dass, wenn kein Schnee liegt, jeder das „Tongariro Crossing“ machen möchte, und wenn Schnee liegt, alle in die umliegenden Skigebiete am Ruapehu strömen.

Demnach wohnt quasi keiner wirklich dort, es gibt aber allein 6 verschiedene Hostels in meiner Preisklasse – schwere Auswahl also, aber meine Wahl war ganz gut.

Wie der nächste Tag gelaufen ist, habe ich ja schon geschrieben…

 

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