Morgen Tongariro Crossing!

So ist das, wenn man alleine ist und ein Auto hat. Ganz spontan habe ich meine Route deutlich verlängert und vollkommen verändert.

Was ich alles gemacht habe, wird noch nachgereicht, jetzt bin ich jedenfalls in National Park (Village), am Fuße des Mt Ruapehu direkt zwischen dem Tongariro und Whanganui Nationalpark gelegen.

Morgen werde ich das Tongariro Crossing machen, weshalb ich gleich schon schlafen gehe, um morgen früh (um 8 gehts los) einigermaßen fit zu sein.

Ich hatte darüber bereits geschrieben, als ich in Taupo war, aber es ist eines der schönsten Tageswanderungen der Welt, wenn auch konditionell recht anspruchsvoll. Ich hoffe, ich halte durch! Sind zwar „nur“ 17km, dafür aber etliche Höhenmeter, und noch etliche Höhenmeter mehr, wenn ich mich entschließe noch einen der Vulkane zu besteigen.

Bei einem werde ich auch den Aufstieg wagen, dem Mt Ngauraheo, den ihr sicher alle schon einmal gesehen habt. Er dient nämlich in der HdR-Trilogie als Mount Doom (der Schicksalsberg, wo der Ring ins Feuer geworfen wird).

Ich habe leider keinen machtvollen Ring, den ich wegschmeissen kann, aber vielleicht landet eine Schneekugel im Krater. Im neuseeländischen Hochsommer noch Schnee zu fühlen, das wird sicher cool. Die Aussicht wird, sofern die Wolken nicht allzu tief hängen, eh unglaublich.

Die drei Vulkane dort, Mt Ruapehu (2612m), Mt Ngaurahoe und Mt Tongariro  (beide ca. 1700m) sind übrigens immer noch teilweise aktiv. Der Ruapehu ist grade 2007 das letzte Mal richtig stark ausgebrochen, hoffentlich tut er das nicht morgen 😉

Vorwiegend geht der Track aber durch eine trostlose Geröll-Landschaft, unterbrochen von Kraterseen mit erstaunlichen Farben. Die ganze Gegend dort diente übrigens auch als Filmkulisse für „Mordor“.

Falls ihr also nicht auf meine Bilder warten könnt, schaut Euch einfach den dritten Teil von HdR an, dann seht ihr, durch welche Landschaften ich mich bewege.

Ein zurück gibt es jetzt auch nicht mehr. Ich musste mir vernünftige Wanderschuhe und eine warme Jacke ausleihen (meine wurden ja geklaut), habe schon Proviant für einen Tag besorgt und den Shuttle-Bus gebucht und bezahlt, der mich zum Anfang des Tracks bringen wird und mich am Ende, sofern ich nach 8 Stunden Zeit dort auch ankomme, abholen. Der Track macht nämlich keine Schleife, sondern endet sozusagen auf der anderen Seite der Hochebene, ich kann also nicht mit dem Auto fahren, wenn ich nicht den ganzen Weg wieder zurückgehen wolle (diese Zumutung nimmt wohl niemand auf sich).

Ich werde Euch dann berichten, wie es war – sofern ich denn wieder heil hier ankomme. Bin zwar nun gut ausgerüstet, doch um meine Kondition mache ich mir ein wenig Sorgen. Drückt mir die Daumen, betet für tolles Wetter morgen (bei mir) und hofft auf meinen nächsten Blog-Eintrag!

 

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Ein Kommentar

  1. Tatjana

     /  Januar 12, 2011

    Daumen sind gedrückt, Gebet für gutes Wetter bleibt eher kurz, aber dafür bestimmt mindestens genauso wirksam. 🙂
    Viel Spaß!

    Antwort

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