Tag 2-4 in Sydney

Weiter geht’s mit Sydney und meinen Erlebnissen dort. Wo war ich gleich stehen geblieben?

Achja, am zweiten Tag hier in dieser vielfältigen Stadt, die mir immer besser gefällt.

Dort machten wir am Morgen eine „Free Tour“. Ein Guide, in unserem Fall eine junge Studentin, führt eine Handvoll (max. 30) Interessierte völlig kostenfrei (wenn man sich nicht erbarmt, ein Trinkgeld zu geben) durch die Stadt zu interessanten Plätzen, die man sonst wohl kaum gesehen hätte. Ganz zu schweigen von den vielen interessanten Geschichten über Sydney und die angesteuerten Orte. Vieles hatten wir bereits am Vortag gesehen, aber lohnenswert war es trotzdem.

Drum gab es auch ein Trinkgeld und eine Empfehlung meinerseits an Euch: wenn ihr in Sydney seid, macht eine „Free Tour“!

Was haben wir am Nachmittag gemacht? Da muss ich schon fast etwas nachdenken. Die letzten Tage waren nämlich etwas ungefüllt zu meinem Bedauern, doch dazu später.

Jetzt fällt es mir wieder ein, wir (Markus und Ali, ein Brasilianer, der hier im Hostel auch ist und schon bei der Tour dabei war) haben uns eine Fähre zur Watsons Bay genommen. Das ist eine Bucht am Ende des großen Naturhafen von Sydney (übrigens der weltgrößte Naturhafen), kurz vor dem offenen Meer. Das haben wir dann auch gesehen, mit Blick nach Neuseeland, das man aber natürlich nicht sehen kann. Doch ziemlich genau in der Richtung liegt Auckland, bloß über 3000 Meilen entfernt. Nach ein bisschen Chillaxen (Relaxen + Chillen) an einem Nudisten-Strand (:D) ging es dann noch einmal um den South Head, die wirklich letzte Spitze des Festland-Australiens vor dem offenen Meer. 500M weiter nördlich ist der North Head nahe Manly, und zwischen diesen beiden Felsbegrenzungen geht es vom „Sydney Harbour“ ins offene Meer. Geschwommen sind wir dort nicht, eine Malerin an einem Strand zuvor hatte uns gewarnt, dass sich gerne Haie in die kleinen Buchten dort bewegen. Oft sieht man auch Netze, nicht nur gegen Haie, sondern auch gegen andere gefährliche Seetiere. Ob es nun ein Steinfisch oder eine Seewespe ist, ein blaugeringelter Oktopus, eine besondere Schnecke oder eine Seeschlange, ein Hai oder Stachelrochen – man kann auf viele Weisen hier in den Gewässern vor Sydney ums Leben kommen. Immerhin gibt es hier keine Salzwasserkrokodile, die kommen nur weiter nördlich vor…

Den Abend verbrachten wir dann noch, wie im Vor-Beitrag angekündigt, in 2 Bars. Über den Alkoholkonsum bin ich immer noch nicht hinweggekommen, ich kann gar nicht mehr einschlafen, so schlimm ist das…

 

Gestern war dann ein weiterer Gammeltag. Was ich alles so schreibe, mag sich zwar viel anhören, tatsächlich könnte man aber noch sehr viel mehr machen. Und da ich hier nun nur 10 Tage bin insgesamt, wäre mir ein straffes Programm lieber.

Aber wie dem auch sei, irgendwann am späten Morgen ging es dann Richtung ein paar Museen, da es hieß, wir wollten um 14 Uhr an einen Strand. Geschafft haben wir immerhin eineinhalb Museen. Ich hatte es letztens schon geschrieben, aber das ständige Warten, weil irgendwer irgendwelche Sachen nicht auf die Reihe kriegt, nervt mich ziemlich an….

Zuvor gab es jedoch noch eine Rundfahrt mit der Monorail – wie es sich gehört hat nämlich Sydney auch eine Magnetschwebebahn, die so knapp 10 Meter hoch durch die Innenstadt verkehrt. Eröffnete ein paar ganz nette Ausblicke, bevor wir mit dem Museumsprogramm begannen.

Wir waren jedenfalls im Museum der Australischen Münzbank, wo eine Austtellung über die Dollar-Noten zu sehen war.

Schon gewusst, dass die australischen Dollar-Noten die weltweit ersten auf Polymer gedruckten Geldscheine waren? Und das Australien diese Technologie mittlerweile in 27 andere Länder, darunter auch Neuseeland, exportiert hat?

Ich persönlich finde die Australischen Dollar, insbesondere das Münzgeld eh sehr interessant. Das 2-Dollar-Stück hat nämlich etwa die Größe einer 1.Cent-Münze in Deutschland, ist bloß etwas dicker und golden. Am Anfang hatte ich die immer für 2 Cent gehalten, nun weiß ich es besser. Je kleiner die Werte werden, desto größer werden die Münzen. Komisch, finde ich!

 

Danach ging es noch schnell durch die „Arts Gallery of NSW“ (New South Wales – Bundesstaatm wo Sydney liegt), wo australische Kunst und europäische des Mittelalters ausgestellt sind. Meine Mitreisenden schien das jedoch nicht allzu sehr zu interessieren, sodass wir das baldig wieder verließen, war mittlerweile aber auch schon fast 14 Uhr. Ich werde jedoch wiederkommen, Grund ist nämlich eine spezielle Ausstellung, die zwar kostet (sonst ist die Galerie kostenfrei), aber der riesigen Schlange vor dem Ticketschalter nach wohl durchaus sehenswert ist.

Vielleicht habt Ihr schon einmal etwas von der chinesischen Terrakotta-Armee gehört? Ein paar Krieger dieser Armee und andere chinesische Ausstellungsstücke werden in dieser Sonderausstellung für kurze Zeit gezeigt. Und bis ich nach China komme, wird wohl noch etwas Zeit vergehen…

 

Wie schon erzählt, um 14 Uhr sollte es zum Strand gehen, in unserem Fall den berühmten „Bondi Beach“ (sprich Bondai). Von 14 Uhr dauerte es dann aber ganze 4h, bis wir dort ankamen. Ziemlich nervig. Neben Ali und Markus kam auch noch eine Chilenin, Javiera, mit uns, deren südamerikanischen Freunde dort auch mit am Strand waren. Aber das ganze nervige Prozedere erspare ich Euch mal, irgendwann waren wir dann dort am Strand, den man vor lauter Menschen kaum noch gesehen hat. Ein doch ziemlich großer Strand, doch so viele Menschen an einem Strand sind doch etwas Neues. Der Strand hat zwar keine Hainetze, aber ich sprang trotzdem schnell ins angenehm kühle Nass. Der potenzielle Menschenfresser hätte bei diesem Angebot auch die Qual der Wahl. Neben den ganzen Schwimmern ist Bondi Beach vor allem ein beliebter Platz für Surfer, die auf den doch recht hohen Wellen reiten. Die Wellen werden an die 2m hoch und es macht richtig Spaß sich dort hineinzuwerfen und so weiter. Es war jedenfalls noch ein ganz schöner Spätnachmittag, auf den ich jetzt nicht weiter eingehe.

Trotzdem hat mich der Tag, auch wenn hieraus vielleicht nicht ersichtlich, ziemlich angenervt, weshalb ich entschlossen habe, heute alleine loszuziehen. Das habe ich auch gemacht!

Nach knapp 10 Tagen Reisen mit anderen, brauchte ich das auch mal wieder. Alleine reisen ist für mich jedenfalls deutlich angenehmer. Trotz des späten Aufstehens habe ich auch einiges geschafft heute. Der Tag war vor allem sehr maritim – und von Haien geprägt.

Zuerst ging es zum Darling Harbour, dem Haupt-Vergnügungskomplex Sydneys. Dort ringen diverse Museen, ein Aquarium und Zoo, ein Imax-Kino mit der weltgrößten Leinwand, unzählige Restaurants und Bars, dazu im Moment auch ein Zirkus, und noch Tausend andere Sachen um die Gunst der mehr oder minder liquiden Besucher. Aufgrund meiner Liquidität ging es erst einmal in ein kostenfreies Museum. Im „National Maritime Museum“ werden vor allem Schiffe und alles was zur Seefahrt dazugehört, gezeigt. Für Kosten kann man dann auch noch diverse Schiffe besichtigen, aber das musste nicht sein. Es gab jedoch noch eine spezielle Sonderausstellung über „Haie“, die sehr interessant und auch amüsant war. Jetzt sind mir erst die wirklichen Ausmaße eines Weißen Hais bewusst bzw. der anderen Verwandten (die sind nämlich richtig groß) und ich weiß genau, welche Art wieviele Menschen angegriffen oder getötet hat. Unter jeder dieser Fakten stand jedoch ein cooler Spruch, dass so und soviel mehr Menschen jedes Jahr von Rehen und Möwen, Toastern und Bügeleisen getötet werden. Ein interessanter Spruch mal frei übersetzt über den Blauhai:

„die Chance überhaupt einem Blauhai zu begegnen ist 500mal kleiner als mit einem Flugzeug abzustürzen und dabei umzukommen – wenn man den Absturz jedoch überlebt, so wird dieser Hai mit großer Wahrscheinlichkeit der Erste sein, der „Hallo“ sagt! Sehr ermunternd!

Ein weiteres Highligt war noch ein Propaganda-Video gegen Hai-Fehlalarme. Stühle, Toaster oder Drachen (zum Fliegen lassen) werden als Haiflosse gesehen und alle verlassen entsetzt das Wasser. Am Ende dann Großaufnahme dieser Dinge und der Spruch, dass jedes Jahr so und so viele Menschen durch Stühle, Drachen oder Toaster ums Leben kommen…

Lebendige Haie gab es dort jedoch nicht zu sehen. Die sollte ich jedoch später noch zu Gesicht bekommen. Es ging nämlich irgendwann nach Manly, wo ich vorhatte, das „Oceanworld“.Aquarium anzusehen. Im Darling Harbour gibt es nämlich das Sydney Aquarium und Wildlife World, wo ich eigentlich reinwollte, von der langen Schlange abgeschreckt, bin ich jedoch nach Manly gefahren. Das dortige Aquarium, der Sydney Tover (309m hoher Fernsehturm!) und die beiden anderen genannten Attraktionen haben ein gemeinsames Ticket, was ich mir in Manly dann geholt hatte. So vermeide ich die lästigen Wartezeiten am Darling Harbour, in Manly ging es nämlich schnell. Manly liegt jedoch auf der Sydney gegenüber liegenen Landseite, auf einer schmalen Landzunge, die bald darauf mit dem schon erwähnten „North Head“ endet.

Die Fährfahrt bot mal wieder hervorragende Foto-Möglichkeiten des Hafens und schon bald fand ich mich im Aquarum wieder, dass aber eher eine Enttäuschung war. Bis auf den in heutigen Aquarien schon fast Standard zu seienden Haitunnel fast gar nichts. Man kann dort für Aufpreis mit den Haien tauchen – es sind zwar große, aber recht ungefährliche Sandtigerhaie. Aber nichts für mich. Relativ schnell hatte ich das Aquarium durch und erkundete noch die Meerseite (zum offenen Meer hin) Manlys, wo auch der Manly Beach liegt, der zweite große Strand Sydneys, der fast noch voller war als Bondi Beach am Tag zuvor. Dann ging es mit der Fähre zurück, irgendwann war ich wieder im Darling Harbour. Die Wildlife World hatte zwar schon geschschlossen (ein andermal), dafür konnte ich direkt an der Schlange vorbei ins Sydney Aquarium marschieren, den zweiten an diesem Tag. Und dieses Aquarium lohnt sich wirklich! Ist allerdings ja auch das angeblich weltgrößte. Neben allen möglichen australischen Spezies von Groß bis Klein, Haitunneln, Rock Pools und so weiter, gibt es auch ein paar wirkliche besondere Tiere, die ich noch nie gesehen hatte.

Darunter das Schnabeltier (das wohl rätselhafteste Tier auf Erden, googelt mal) und Dugongs (Seekühe). Möchte Euch jetzt nicht über jeden Fisch erzählen, drum komme ich mal langsam zum Ende. Den Tag ausklingen lassen habe ich noch im Kino mit dem Film „Gullivers“ in 3D. Die Adaption von Swifts „Gullivers Reisen“ ist wirklich ziemlich witzig und empfehlenswert.

Nun sitze ich hier im Hostel und habe diesen Aufsatz geschrieben. Den Markus habe ich, bis auf heute Morgen, noch nicht gesehen, soweit ich weiß, tourt er mit den Partybus durch Sydney bei Nacht. Na dann mal Prost! Da geh ich lieber ins Kino…

 

Morgen ist dann dieses Jahr auch schon zu Ende, ein sehr wechselhaftes Jahr mit vielen Veränderungen, Guten und Schlechten, Kleinen und Großen, Erfolgreichen und Mißerfolgreichen. Aber an und für sich ein gutes Jahr. 2011 wird aber noch besser, denke ich. Ist ja schließlich auch das letzte volle Jahr, bevor die Welt, wie Ihr sie kennt, untergeht….

 

Euch allen ein schönes Neues Jahr: kommt gut rein und haltet an Euren Vorsatz fest, auch weiterhin meinen Blog zu lesen.

Und vielleicht schaltet ihr am Nachmittag mal den Fernseher ein (14Uhr – es sind 10h Zeitunterschied) und schaut das Feuerwerk Sydneys an – größtes Feuerwerk der Welt. Es wird ziemlich cool werden, denke ich, ich hoffe nur, ich kriege auch einen vernünftigen Platz, und zwar hier im Hafen, möglichst mit Blick sowohl auf Brücke als auch Oper. Das heißt allerdings Opfer bringen, ich werde wohl schon gegen frühen Nachmittag mit Lebensmitteln bewaffnet zu meinem favorisierten Aussichtspunkt losziehen müssen und dann etliche Stunden warten (der Zugang zu vielen Gebieten ist nämlich begrenzt und kontrolliert, grade zu den besseren, wo ich hin will).

Aber es wird sicher einzigartig episch!

 

Bis dann, im Neuen Jahr, 2011!

 

 

 

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