Reisemonat: Tag 5/6: Nelson-Havelock

Diesmal nur kurz, auch wenn ich viel Zeit habe.

Ich liege hier auf meinem Hochbett im Backpackers in Havelock – und unter mir (ein Bett unter mir :P) liegt eine andere Deutschsprachige, die sich die ganze Zeit einen ablacht beim Skypen. Sie weiß noch nicht, dass ich deutsch bin und sie verstehen kann – genausowenig wie die bestimmt 30 Deutschen letzte Nacht im Hostel in Nelson (bestimmt mehr als die Hälfte dort).

So langsam wird mir nämlich echt bewusst, wie viele Deutsche das Land hier kolonisieren. Ich habe gelesen, Deutschlands Wirtschaft ist in Aufschwung – von Krise kann man jedenfalls bei den Massen nicht mehr reden. In Nelson gibt es z.B extra einen „Wurstladen“, der Bratwurst, Currywurst und Co. verkauft – hätte ich gerne mal wieder gegessen. Wollte auch grade mit schönem deutschen Akzent eine Currywurst bestellen („Could I have a Curry-Wurscht, bitte“), aber der  Verkäufer hatte grade den Laden geschlossen.

Sonst kommt mir aber zugute, dass ich meinen deutschen Akzent doch weitgehend verloren habe, und ich mich somit nicht immer als Deutscher ausgeben muss und auch nicht als solcher erkannt werde. Echt interessant nämlich, was man dann alles mitbekommt an geheimen Gesprächen 😀

Allgemein scheinen die Neuseeländer gegen uns ja nichts zu haben. Im Gegenteil, bei Arbeit wird die Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Belastbarkeit geschätzt – und sonst lassen die Deutschen ja auch Massen an Geld hier im Land. Aber das ist ein anderes Thema, auf das ich irgendwann noch einmal eingehen werde.

Jetzt erst einmal, was nach meinem letzten Artikel geschah. Ich erkundete Nelson, nachdem der Regen aufgehört hatte – bloß gibt es in Nelson nicht viel sehen. Bis auf die Kathedrale. Ansonsten kann man aber ganz gut shoppen, Essen gehen usw. – ist ja auch die drittgrößte Stadt der Südinsel, wenn auch nicht größer als Herford – eher sogar noch kleiner. Hab mir ein Buch als Vorweihnachtsgeschenk gegönnt, dass ich am Abend fast  schon durchgelesen habe. 300 Seiten geschafft, auf Englisch natürlich. Das war dann auch schon meine Tätigkeit am Abend, denn es hatte wieder mit Regen begonnen. Dabei ist Nelson eigentlich die Stadt mit den meisten Sonnenstunden – 2400 pro Jahr.

Heute morgen ging es dann direkt hier in die Marlborough Sounds nach Havelock – eigentlich mit dem Ziel alles hier ausführlich zu erkunden. Ist ein sehr hügeliges, grünes Gebiet mit vielen Fjorden und Inseln usw. Bloß leider regnete es am Morgen schon wieder – seit ich aufgeacht bin, und jetzt imemrnoch, wirklich strömender Regen. Dazu noch dichter Nebel, sodass ich, obwohl ich direkt an einem wunderschönen Fjord bin, noch nichts von der Umgebung gesehen habe. Hoffentlich klart es am Nachmittag noch etwas auf…

Morgen geht es dann nach Picton, was ja ebenfalls in den Sounds liegt, ein etwas größerer Ort, vor allem weil er der Fährhafen nach Wellington darstellt. Dort geht es übermorgen dann auch hin – mit der Fähre, zuerst durch den Queen Charlotte Sound. Ich hoffe, dass Wetter ist zumindest dann besser.

 

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