Heute frei nach gestrigem Erfolg!

Nach einer Woche Pause nun der nächste Artikel.

Bevor ich morgen auf den 11. Reisetag eingehe: heute hatte ich frei (zur Klarstellung: nicht durch den Erfolg, falls die Überschrift das implizieren sollte).

Ein öffentlicher Ferientag, weil in Christchurch die „Show“ stattfand. Das ist ein Event, das bereits Mittwoch begonnen hatte und bis heute andauern sollte. Hauptsächlich geht es da um Rinder und Schafe, mit denen alles mögliche angestellt wird und ein paar andere „Bauern“-typische Aktivitäten wie Traktorwettrennen oder Holzhacken. Kostet natürlich auch was. Ich hätte es zwar spendiert bekommen, habe mich aber nicht entschieden dorthin zu gehen, hätte sich für 2-3h auch nicht gelohnt, weil die Veranstaltung schon um 5 beendet wurde (das Programm dort war eh nicht so der Kracher),

In Christchurch war ich trotzdem, und zwar am Meer, zuerst in der Hafenstadt Lyttelton, die in einer schönen Bucht hinter den Hügeln nahe der Banks Peninsula liegt. Dort ist auch ein größerer (Container)-Hafen, der das schöne Bild der Bucht (erinnert an Dunedin) leider zerstört. Trotzdem ein netter Ort, der sich an den steilen Hang schmiegt. Auf dem Weg dorthin bin ich auch erstmals in Neuseeland durch einen Tunnel gefahren (selbst zumindest; sonst aber auch nur der Homer-Tunnel zum Milford Sound). Der war sogar ein paar Kilometer gleich lang. Nach Lyttelton habe ich noch die Governors Bay besucht. Hier liegt ein ICYE Projekt, ein Kinderheim, in dem auch ein paar andere Freiwillige arbeiten. Die kann man wirklich für die schöne Lage dort beneiden. Ich bin ein bisschen am Meeresufer lang spaziert (war leider Ebbe) und habe mir aus der Entfernung mal das Projekt angeschaut. Wollte ja keinen bei der Arbeit stören, wobei ich glaube, dass eh keiner da war (war etwas still :D). Naja, danach ging es dann zurück nach Christchurch, doch nicht durch den Tunnel, sondern über einen Pass, der sich die doch recht hohen Hügel hinaufschraubt. Auf dem höchsten Punkt, wo sich auch ein Parkülatz und Cafe befindet, hat man eine super Aussicht. Auf der einen Seite der Blick in die  von Hügeln umschlossene Bucht, auf der anderen Seite über ganz Christchurch mit den noch schneebedeckten Bergen am Horizont. Hat sich gelohnt, diesen Weg zu nehmen. Danach ging es dann mit gewissen Umwegen zurück nach Culverden. Sonntag werde ich wohl nach Akaroa fahren (diesmal wirklich, ja), welches auf der erwähnten Banks Peninsula liegt, eine von Hügeln zerklüftete Halbinsel bei Christchurch, dessen Ausläufer eben schon dort waren, wo ich jetzt war. Ist aber von Christchurch immer noch so eine Stunde Fahrzeit. Die Strecke sieht aber sehr schön aus.

Zum nächsten Reiseartikel werde ich heute nicht mehr kommen, deshalb noch ein paar Worte zu gestern:

gestern war in sehr erfolgreicher Tag. Nicht nur, dass ich im Tennis gewonnen habe, zusammen mit Christian im Doppel (6:3 und nach hartem Match 6:5 bei den schon früher erwähnten komischen Regeln(.

Nein, ich habe auch meine Ehre wiederhergestellt. Und zwar wird in Room 5 (Klasse 5/6) donnerstags immer ein Mathe-Test geschrieben, der „Basic Facts Speed Test“. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um(100) einfache Rechenaufgaben (wie z.B. 6+7, 81:9, 8×7 oder 19-6), die in höchstens 7 1/2 Minuten möglichst schnell gelöst werden müssen. Dass das noch Mathematik ist, die der Christoph beherrscht, wollte ich natürlich zeigen. Also hatte ich vor etlichen Wochen mal aus Spaß mitgeschrieben. War natürlich auch alles richtig und ich war einer der Schnellsten – aber nicht der Schnellste. Während viele Kinder nämlich tatsächlich sehr lange für die 100 Aufgaben brauchen, sind 2 Kinder ziemlich schnell. So schnell, dass ich geglaubt hatte, sie würden „cheaten“. Darum habe ich bei den letzten Tests denen nur zugeguckt, um zu schauen, was ich falsch mache. Ich schreibe nämlich einfach nicht schnell genug. Die Aufgaben sind in einem Sekundenbruchteil gelöst, doch ma muss die Lösung eben niederschreiben. Für die 100 Aufgaben habe ich gestern 1 Minute und 38 Sekunden gebraucht, d.h. nicht ganz eine Sekunde pro Rechnung und Beschriftung. Schneller geht das echt nicht für mich. So hatte ich gestern dann auch meine Konkurrenten in den Schatten gestellt – doch der Rekord liegt bei 1 Minute und 10 Sekunden. Da muss man echt schon arg übertrieben schnell schreiben können. Probiert das doch einfach selbst mal aus!

Wie dem auch sei, ich habe bewiesen, dass ich doch noch besser rechnen kann als die Schulkinder – Gott sei Dank! Die Uni kann also kommen (wobei der Mathe-Anteil dort quasi nicht vorhanden sein wird, denke ich :D)

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2 Kommentare

  1. Tatjana

     /  November 12, 2010

    Sag mal, was wird eigentlich dein neues Projekt? Steht das schon fest? Oder hast du dich entschieden, einfach noch mehr zu reisen, falls das überhaupt noch möglich ist? ;D
    lg,
    Tatjana =)

    Antwort
    • Jetzt liest sie schon während der Vorlesung meinen Blog 😀 Oder auch nicht…
      Jedenfalls musst du noch ein paar Vorlesungen über dich ergehen lassen, bis ich Dir die Frage beantworten kann.
      Ich hoffe, ich komme in ein „Working with Disabled“-Projekt mitten in Wellington (würd gene in ne größere Stadt), aber wird noch 3-4 Wochen dauern, bis ich genaues weiß.
      Reisen tue ich natürlich auch ein wenig. Ab den 10. Dezember habe ich ja schließlich 6 Wochen Sommerferien, von denen ich ja u.a. auch 10 Tage in Sydney bin 😀

      Antwort

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