Zwischenstand

Mal kein Artikel über meine Reise, sondern ein kleiner Zwischenstand.

Schon ist wieder eine Woche Arbeit rum, die sich jetzt ja schon als Alltag etabliert hat. Eine Tätigkeit möchte ich aber noch kurz anreißen, da ich sie bisher noch nicht erwähnt habe. Die Kinder müssen nämlich öfters mal Handschrift üben. Das habe ich damals in der Grundschule ja abgrundtief gehasst. Meine Klaue hat sich ja auch letztlich bis zu den Abiturklausuren hingezogen. Ich finde meine Schrift ja schön, wer sie nicht lesen kann, hat halt Pech gehabt. Jedenfalls darf ich die Handschrift der Kinder bewerten, obwohl ich davon ja nicht viel Ahnung habe. Ich gehe also rum und vergebe zwischen 1 und 3 Sternen, je nachdem, wie schön die Kinder geschrieben haben. Hin und wieder gibt es sogar noch einen extra Sticker. Diese kleine Aufgabe mag ich sehr, vielleicht auch weil etwas Willkür meinerseits im Spiel ist – meistens mache ich mir den Spaß, erst weniger Sterne zu malen, um dann letztendlich doch noch mehr zu geben.

Doch die Arbeit ist nach der Schule noch nicht vorbei. Zu unserem Haus hier gehört auch ein nicht so kleiner Garten, wo das Gras wie verrückt sprießt und gedeiht. Dazu haben wir nur einen Handrasenmäher, der noch nichtmal vernünftig funktioniert.

Außerdem machen Christian und Ich (bzw. haben schon) an die Arbeit, sämtliches Unkraut zu zupfen, was bisher schon 5 volle Schubkarren zur Folge hatte. Wir haben aber gerade mal ca. 1/4 fertig…

Also noch genug Arbeit die nächsten 8 Wochen. Es sind nämlich tatsächlich nur noch 8 Wochen hier (sofern ich das Projekt wechseln sollte), so schnell geht das. Ab dem 10. Dezember beginnen nämlich schon wieder die Sommerferien. Doch die Zeit wird jetzt auch etwas interessanter. In ein paar Tagen eröffnet der Swimmingpool der Schule, in dem ich dann, wann ich will, baden kann. Außerdem spiele ich jetzt für Culverden (im Team mit Christian und 2 anderen Lehrerinnen) Tennis gegen Teams aus anderen Dörfern. Mittwoch hatte ich bereits ein Match (bzw.2), was  auf dem Hartplatz mit den blöden Bällen und mangelnder Eingespieltheit (nur Ausreden :P) aber oft nach hinten losgegangen ist. Im Doppel mit einem Mädel gegen Christian und einer haben wir (obwohl sie quasi noch nie gespielt hatte) immerhin gewonnen.

Außerdem mache ich die nächsten Wochen einen Fahrkurs. „Defensive Driving“, um mein Unfallrisiko zu minimieren. Die Idee ging von Neil aus, und die Schule finanziert auch den ganzen Spaß. Schaden tut es sicher nicht!

Heute war ich dann in Christchurch, wo ich jemand einen Glückstag beschert habe. Ich hatte nämlich 2 Freikarten (von Neil) für das Rugby-Match im AMI Stadium (Canterbury vs Counties), die übrige Karte wollte aber keiner.

Bin ich also alleine nach Christchurch gefahren, wo ich mich natürlich verirrt habe, um nach einer Stunde Fahrt durch die Stadt dann direkt am besagten Stadion anzukommen (welch Zufall), wo keine 100m ein kostenfreier Parkplatz frei war. Parken war nämlich meine größte Sorge. Da ich noch 3 Stunden zum Spiel hatte, habe ich dann noch die Innenstadt Christchurchs erkundet (die 2km entfernt ist, aber etwas Spazieren schadet ja nicht).

Eigentlich eine ganz schöne Stadt, die ich bald nochmal besuchen werde, um die diversen Museen abzugrasen (ja, ich beknne, ich gehe sehr gern in Museen aller Art…), was mir heute aus Zeitmangel verwehrt blieb. War aber immerhin in der berühmten Christchurcher Kathedrale.

Was die übrige Freikarte betrifft: mir kam eine lustige Idee, die ich dann auch ausgeführt habe. Ich habe sie, mit der Aufschrift „Your lucky day today? Have fun!“, in der Toilette bei McDonalds in der Innenstadt hinterlassen. Da hat sich bestimmt jemand gefreut…

Und tatsächlich, als ich im AMI Stadium (36000 Kapazität) saß, um das Rugby-Match über mich ergehen zu lassen, saß neben mir jemand (der die Karte gefunden hatte, war nämlich diejenige Platznummer). Ich habe mich jedoch nicht zu erkennen gegeben, soll der denken, was er will.

Rugby ist eigentlich eine ganz spannende Sache, wenn man sie erst einmal verstanden hat. Die Stimmung im Stadion war aber nicht so toll (waren aber auch nur ungefähr 20000 Leute da), da hätte ich mir mehr erwartet. Das Spiel ging übrigens 39 : 19 für Canterbury aus, war also etwas einseitig. Jetzt habe ich also auch mal ein Rugbymatch gesehen, das stand ja auf meiner To-do-Liste hier.

Soviel dazu, ist ja wieder genau soviel geworden, wie sonst auch. Ich hoffe, ihr kommt noch mit dem Lesen nach 😀

 

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Ein Kommentar

  1. Tatjana

     /  Oktober 17, 2010

    aber klar kommen wir mit dem lesen nach! – ich zumindest. ;D
    schreib weiter so viel – ich fühl mich schon fast so, als ob ich mit in neuseeland wär! 😀
    liebe grüße aus bielefeld,
    Tatjana =)

    Antwort

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