Südinselreise: Tag/Nacht 1 – Dunedin

Es ist soviel geschehen während meiner Reise, dass ich das unmöglich hier alles zusammenfassen kann. Man mag es kaum glauben, aber ich halte mich schon kurz . In Folge werde ich auch weniger schreiben, aber der 1. Tag/Nacht ist eben sehr erzählenswert 😀

Los ging es Samstag früh morgens um 4 Uhr, wo ich Paul in Hawarden abholte und wir dann nach Dunedin düsten und ein paar Kaninchen killten, die leider die Angewohnheit haben, bei Lichtschein über die Straße laufen. Aber macht nix – das sind eh Schädlinge hier und man findet alle 500m einen zerfetzten Fleischklumpen auf der Straße liegen…

Nach Zwischenstopp in Ashburton (McDonalds was sonst) und an der Küste nach Timaru, erreichten wir dann um die Mittagszeit (verspätet) Dunedin, wo wir uns beim „New World“ Supermarkt mit Rico trafen. Zur Verspätung kam es, weil wir einen ziemlichen Umweg durch die Stadt auf uns nahmen und den Weg nicht richtig fanden (Dunedin hat zwar wenig Einwohner, aber eine größere Fläche als ganz Berlin). Wir folgten dann Rico zu seiner Gastfamilie, die auf einer wunderschönen Farm auf einem Hügel in Port Chalmers, einen Vorort Dunedins, lebt (siehe erstes Foto). Aufgrund der abgeschiedenen Lage (3km Matschweg) war ich auch beruhigt, mein Auto dort für die 2 Wochen abzustellen. Waren dann ja nicht 2 Wochen, was dann eher als Nachteil anzusehen ist (doch dazu später). Nach Umpacken und Verabschiedung ging es dann zum Einkaufen in den „Pak n Save“ in Dunedin (wohl am ehesten mit deutschen Discountern vergleichbar, doch wesentlich größer) und danach in die Innenstadt, wo wir uns den schönen historischen Bahnhof und die kleine Altstadt anschauten. Relativ bald verließen wir dann aber schon Dunedin und fuhren auf die angrenzende Otago Peninsula, wo man angeblich Pinguine beobachten konnte. Sehr schöne Dünen- und Küstenlandschaft, Pinguine konnte man jedoch nur in einem privaten Schutzreservat sehen, was uns zu teuer schien. Immerhin sahen wir in weiter Entfernung ein paar Seelöwen.

Wir suchten uns dann relativ früh einen Rastplatz für unsere erste Nacht im Zelt und fanden ihn dann auch an einer Stelle unweit der Straße nahe einem kleinen Wald. Auf diesen kleinen Stück campten wir also wild (der dortige Müll impliziert aber, dass wir nicht die einzigen in der Geschichte Neuseelands sind, die diese glorreich blöde Idee hatten).

Glorreich blöde Idee, weil direkt neben uns Hühner und Hähne frei herumliefen, unter ihnen auch eine verängstigte Katze, die sich aber nicht für die Hühner interessierte. Vielleicht könnt ihr euch denken, warum das nicht so optimal war. Nachdem die Zelte aufgebaut waren, begannen wir den Festschmaus: Spaghetti Bolognese, zubereitet in Gas bzw. Petroleumkochern. Schmeckte ganz gut, ich hatte bloß leider kein Geschirr dabei und musste etwas improvisieren. Um 20 Uhr gingen wir dann auch schon ins Bett (weil es eben dunkel wurde und wir nicht mehr viel machen konnten).

Doch die Nacht wurde ein absoluter Horror (für mich), der, hätte ich nicht ein paar Tage danach, die Reißleine gezogen, ein lebenslanges Trauma für mich mit sich gebracht hätte… Es fing an mit der unbequemen Lage im Zelt, der trotz eigtl. ganz guten Schlafsack herrschenden Kälte und den immer stärker werdenden Wind, der das Zelt immer mehr durchschüttelte. Nach 2-3 Stunden Halbschlaf, als der Wind sschon fast im Sturm ausartete, meinte Rico (der mit mir im Zelt war), wir müssten das Zelt abbauen, damit es nicht einstürzt (Pauls hat hingegen gehalten). Wir also mitten in der Nacht in der Dunkelheit im Sturm mit der Aufgabe ein Zelt abzubauen. Das hat allerdings ganz gut geklappt. Die Rest der Nacht mussten wir dann eben im Auto verbringen, auf den Vordersitzen natürlich (der Rest war vollgepackt), was aufgrund fehlender Rücklehnmöglichkeiten nicht sehr angenehm war. Immerhin war es etwas wärmer, doch trotzdem bin ich alle halbe Stunde immer wieder aufgeschreckt. An Schlaf war dann spätestens ab 4 Uhr morgens auch nicht mehr zu denken. Grund: das angesprochenen Hühnerproblem. Freudig begrüssten die Hähne mit ihrem nie endenwollenden Krähen den Morgen, der uebrigens die Sommerzeit mit sich brachte (ist hier schon Ende September, sind jetzt 11h Unterschied). Leider zu früh für meinen Geschmack. Wir machten das beste draus und brachen dann relativ früh auf für die nächste Etappe. die uns an die Catlins Coast führen sollte. Doch dazu mehr das nächste Mal…

 

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