Ich lebe noch… (nach Absturz aus 4000m Hoehe)

Einiges passiert in den letzten Tagen. Die aufregendste Woche meines Lebens kann man fast sagen. Aber erst einmal, mir geht es gut. Ich sitze hier im Backpacker in Queenstown (sorry fuer die Rechtschreibung, neuseelaendische Tastaturen haben keine Umlaute und SZs…), wo ich heute meine letzte Nacht verbringe, ehe ich morgen frueh nach Dunedin aufbreche, um mein Auto zu holen! Ja, genau, ich bin nicht mehr Zelten.

Ich habe mich von Rico und Paul getrennt, weil die Naechte im kalten, unbequemen Zelt ohne fliessend Wasser nicht ganz nach meinem Geschmack sind. Ich habe mich mit ihnen (die das hier bestimmt mitlesen, drum muss ich aufpassen, was ich sage… :P) eigentlich ganz gut verstanden, ziehe es aber doch auch vor, alleine zu reisen. Dann kann ich auch einfach mal in das Museum gehen, was mir grade ins Auge springt, Essen was ich moechte und ueberhaupt unternehmen was ich moechte. Ueber unsere Reise bis Queenstown werde ich noch berichten: ich habe tolle Naturerlebnisse gehabt, aber das Zelten war echt hart…

Seit gestern bin ich also hier in Queenstown. Hier wuerde ich gerne mal leben, sofern das noetige Kleingeld da waere. Die Stadt ist sehr touristisch und international, man hoert neben Englisch sehhr viele deutsche, aber auch spanische, japanische, franzoesische, russische und wasauchimmersprachliche Stimmen. Auf den recht ueberschaubaren Statdkern (in Herford waere das ungefaehr die Innenstadt) kommen jedoch ueber 150 Bars und Restaurants und unzaehlige Laeden, das Ausgeh- und Shoppingparadies schlechthin. Allerdings auch etwas gehobenere Preise. Doch nach den Entbehrungen der letzten Tage musste ich gestern einfach eine Bar besuchen, wo mir lecker Pizza (Tri-Factor hiess sie)serviert wurde. Eine neuseelaendische Bar mit Livemusik hatte ich bisher auch noch garnicht… Auch Mackas und Co. sind vorhanden, ich konnte mir also guenstig wieder den Bauch vollschlagen.

Dann sollte man noch etwas ueber Queenstown wissen: es ist die Adrenalin-Hauptstadt der Welt. Unzaehlige verrueckte Dinge kann man hier machen, ob nun Bungee, Rafting, Jetboating, Zorbing, Heliskiing und viel viel mehr… Die grossen Skigebiete Neuseelands sind hier auch direkt vor der Haustuer (Cardrona, Treble Cones, Remarkables). Gelgen ist Queenstown inmitten der Berge, an dem gro0en See Wakatipu, es bietet also auch einen wunderschoenen Panoramablick.

Nun, was den Titel dieses Artikels angeht, ich habe mich auch an eine dieser extremen Aktivitaeten gewagt. Wenn nicht gleich die extremste. Eigentlich habe ich ja Hoehenangst (gehabt). Aber die ist jetzt ueberwunden. Ich bin mich naemlich aus 12000 feet Hoehe (das sind knapp 4000m!) aus einem Flugzeug gefallen (natuerlich ungewollt :P) und habe den 45-sekuendigen Freien Fall mit ca. 200 kmh mit wunderbaren Ausblick auf die Berge und Seen genossen, ehe der Fallschirm sich gluecklicherweise (sonst saesse ich hier nicht…) oeffnete und ich noch einen wundervollen Flug nach unten hatte. Einfach der Wahnsinn! Beste Minute meines Lebens! Man kann das nicht beschreiben, einfach ausprobieren, man wird wirklich nicht enttauescht. Beweisfotos reiche ich nach, allerdings nicht vom Sprung an sich, das ist naemlich extrem teuer gewesen. Der Sprung zwar auch, aber da hat sich jeder Cent gelohnt.  Der Sprung (ich war natuerlich nicht alleine, sondern an jemanden gekettet) sollte eigentlich heute morgen stattfinden, wurde aber wegen schlechten Wetters abgesagt… Der Himmel ist aber noch aufgeklart und ich hatte dann heute Nachmittag dieses einmalige Erlebnis.

Was meine weitere Reiseplanung betrifft, werde ich morgen mit dem Bus nach Dunedin fahren und hoffentlich mein Auto finden, was ziemlich abseits abgestellt steht. Dann geht es nach Oamaru mit Zwischenstopp bei den Moeraki Boulders. In Oamaru werde ich dann blaue Pinguine hoffentlich zu sehen bekommen (kleinsten Pinguine der Welt). Samstag geht es dann zum Mount cook, dem hoechsten Berg Neuseelands. Danach dann ueber Wanaka die West Coast hoch, mit Besuch bei Franz Josef und Fox (Gletscher) und schliesslich zurueck nach Culverden, wo ich dann viele tolle Fotos hochladen werde und ueber meine bisherigen und kommenden Erlebnisse noch ausgiebiger eingehen werde.

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