Kaikoura und so

Dies war mein bisher bestes Wochenende in Neuseeland.

Und das trotz der Arbeit am Freitag, die eher eine Qual war. Ich hatte mich nämlich dazu bereit erklärt, Christian bei der Kinder-Disco zu unterstützen. Die 8. Jahrgangsstufe hat nämlich eine solche veranstaltet, um Geld für irgendeine Klassenfahrt zu sammeln. Christian war DJ, und ich war sein Helfer, habe mit auf- und abgebaut, den DJ-Bereich überwacht und aufgepasst, das die Kinder keinen Blödsinn machen. Außerdem war ich „Judge“ bei verschiedenen Partyspielen, wo ich die jeweils Besten bewertet habe. Von 17-19 Uhr war Disco für die 1.-4. Klassen, von 19-22 Uhr für die 5.-8. Klassen. Zumindest musikmässig liess es sich aber aushalten. Denn auch die kleinen Kinder hier werden mit deftigem HipHop und Co. beschallt, was aber immer noch besser ist als irgendwelche deutschen Karnevalskinderlieder… Getanzt habe ich aber nicht großartig, dafür war das Publikum etwas jung…

Samstag morgen wollte ich dann nach Kaikoura aufbrechen. 10 Uhr sollte es losgehen, wurde dann aber 14 Uhr. Mein Auto hat nämlich gestreikt. Irgendwas ist wohl nicht ganz in Ordnung mit der Batterie o.ä., jedenfalls sprang es nicht an. Als Neil dann m 14 Uhr kam und es versuchte, klappte es dann auf einmal wieder. Ich hatte vorher allerdings auch nicht den Mut gehabt, den Anlasser 30 Sekunden zu zündern, danach sprang es nämlich dann an. Jetzt ist aber wieder alles super.

Ich fuhr also nach Kaikoura, und nahm die Inlandstraße (es gibt auch einen Weg an der Küste entlang), weil der Wind doch sehr kräftig bläst und man verdammt aufpassen muss, nicht von der Straße gedrängt zu werden. Die 100 Minuten Fahrt nach Kaikoura haben irre Spaß gemacht. Vorbei am Gebirge, über viele Hügel mit Zickzackstraßen und gan engen Kurven, an Abgründen vorbei und über bestimmt 10 einspurige Brücken. Dabei kaum Verkehr (Hin- und Rückfahrt kamen mir vlt. höchstens 20 Autos entgegen, vor und hinter mir war nie einer), sodass man die schmalen Kurven auch gut schneiden konnte. Dazu noch schön Musik gehört, was will man mehr. In Kaikoura angekommen, hatte ich dann erstmal Mühe meine Unterkunft zu finden. Glücklicherweise hatte ich über meinen iPod Screenshots vom Ort meiner Unterkunft gemacht, sodass ich es doch recht schnell gefunden habe.

Eingecheckt und ausgepackt, habe ich dann Kaikoura erkundet. Wollte eigentlich in den Stadtkern, bin aber in die falsche Richtung gelaufen. Drei freundliche dort heimische Jugendlichr haben mich dann dort aber hingebracht. Nach den Kauf lebensnotwendiger Sachen ging es dann zurück zum Hostel und dann zum Strand um den Sonnenuntergang zu beobachten. Nach einer Kleinigkeit zu Essen habe ich dann noch im Hostel (übrigens: Albatross Backpackers) gelesen und mich dann in meine Höhle verkrochen (ja, mein Bett war sozusagen eine Höhle, sehr nett (siehe Diashow).

Heute ging es dann nach dem Auschecken zu einer Wanderung um die Kaikourische Halbinsel. Das hat mich schon so 3 Stunden Wandern gedauert, es hat sich aber gelohnt.  So habe ich Robben vor meiner Nase gesehen, das Panorama bestaunen können (wo sieht man schon schneebedeckte Berge direkt neben dem Ozean) und mich von Tieren angreifen lassen. Von wegen in Neuseeland gibt es keine gefährlichen Tiere. Mit meiner roten Jacke über die Kuhweide gehend, war mir schon ganz mulmig zumute. Kurze Zeit später wurde ich dann von einem Schwarm Möven attackiert, die mich zwangen, geduckt meinen Kopf mit den Händen schützend in den zum Glück nahe gelegenen Wald zu laufen… Keine Ahnung was mit denen los war…

Doch das Highlight kommt jetzt erst noch. Nachdem ich mein Auto getankt hatte, fuhr ich nämlich zum Ohau Point, das ist 30km nördlich von Kaikoura. Schon die Anfahrt lohnt sich. Doe Straße schmiegt sich an die hohe Steilküste und führt direkt am Wasser entlang. Links also viel Fels, und rechts endloser Ozean.  Doch was ist der Ohau Point? eigentlich kann man dort eine Kolonie von Robben beobachten. Eigentlich… Die waren auch jetzt da. Doch der große Abstellplatz war vollgeparkt, also muss es ja noch eine Besonderheit geben, und die gibt es. Und zwar führt dort vom Strand ein kleiner Wanderweg ins Gebirge zum Ohau-Wasserfall. Eigentlich nichts besonderes. Vom Ohau-Wasserfall, der einen kleinen Teich speist,  rauscht ein Bach zur Küste hinunter und vereiningt sich mit dem Pazifik.

Ich nahm also den nur 10-minütigen Weg zu den Wasserfällen auf mich und erlebte mein persönliches Naturhighlight bisher in Neuseeland (es war keine Überraschung, ich hatte davon gehört und bin deswegen dahin gefahren).

In dem kleinen Süsswasser-Teich schwammen nämlich ganz viele, süße, kleine Baby-Robben. Dazu der bestimmt 30m hohe Wasserfall. Die Robbenbabies planschten im Teich, sprangen herum und zeigten „coole Moves“, ein paar ruhten auch auf den Steinen aus und wurden von den leider vielen Touristen belästigt, die natürlich probierten,  den Robben möglichst nahezukommen und sie mit ihrem Blitzlichtgewitter zu verchrecken. Naja, Fotos habe ich auch gemacht, sogar ein Video gedreht (mal schauen, ob ich das hier irgendwie einfügen kann), mich aber doch etwas mehr zurückgehalten als die anderen menschlichen Individuuen dort.

Auf der 2-stündigen Rückfahrt, wo ich wieder die Inlandroute nahm, kam es dann noch zu einem Highlight. Ich musste 5 Minuten mitten auf der Hauptstraße anhalten, weil vor mir eine Herde Schafe die Straße mir entgegen hochgetrieben wurde. War auch mal ganz nett.

Eben war ich dann noch in Hawarden und habe mich mit Paul getroffen, der dort als Freiwilliger im Hurunui College arbeitet. Wir haben viel gelabert (auf Deutsch, vielleicht wär in Zukunft Englisch besser) und er hat mir Hawarden und seine Schule gezeigt. Er wird auch höchstwahrscheinlich mit in den Urlaub fahren. Unsere genauer Reiseroute werde ich die Tage noch brkanntgeben, soviel vorweg, es wird sehr erlebnisreich werden. Rico und ich sind nämlich „Herr-der-Ringe“-Freaks und haben es uns vorgenommen, alle Drehorte zu besichtigen. Rico hat so ein „Location-Book“ und die Route schon geplant. Unter anderem werden wir z.B eine Mehrtages-Wandertour unternehmen, wo wir auch durch Flüsse waten müssen und in Hütten übernachten, um den Wald „Lothloriens“ oder ähnilches zu sehen. Aber auch die „normalen“ Sehenswürdigkeiten werden wir erkunden und genug Spaß anderweitig haben.

Ich lade auch noch ein paar Fotos hoch, die könnt ihr euch in der Diashow anschauen. Ihr werdet schon zuornden können, was wann und wo ist 😉

Ist nur der erste Teil von ein paar Bildern (upload dauert verdammt lange)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

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Ein Kommentar

  1. Tati Boki

     /  September 20, 2010

    mein gott, das sind ja wunderschöne fotos. wenn die landschaft wirklich so umwerfend ist, bist du echt ein glückspilz und zu beneiden.
    dass du allerdings so viel zeit zum reisen hast, hätte ich nicht gedacht… ;D
    ganz liebe grüße aus dem kaltem deutschland,
    Tatjana =)

    Antwort

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