Ski foaarrnn!

Heute war es soweit. Es ging Ski fahren, zum Mt Lyford. Nachdem ich zu früh abgeholt wurde (um die Schuld auf andere zu schieben :P), hatte ich grade nur die Gelegenheit schnell das fürs Skifahren wichtige anzuziehen und mitzunehmen und deshalb nichts anderes Lebensnotwendiges mit. Ziemlich bedrückend.

Nach der Fahrt über schwindelerregende Pässe kamen wir frühmorgens dann im nebligen Skigebiet an, man sah wirklich garnix. Hinein ging es in das Haus, das  gleichzeitig als Restaurant, Ticketstop, Ausleihservice, Toiletten und Erste-Hilfe-Einrichtung fungierte, dabei aber knapp die Größe eines kleineren Einfamilienhaus hatte. Hier in Neuseeland ist halt alles etwas kleiner – und entspannter.

Das sah meindurch die Alpen verwöhntes Auge hier auch auf Anhieb. Das Skigebiet bestand aus 2 Tellerliften, einem Schlepplift, ja, das wars eigentlich, man könnte noch den kleinen Seillift erwähnen, der vielleicht 30m reichte. Das Angebot an Strecken war demnach natürlich dürftig, in einer halben Stunde sollte man durchaus alles abfahre können, wenn man denn nicht teilweise irrsinnig lange an den wenigen Liften warten müsste. Denn voll war es trotzdem.

Hatte man sich  aber erstmal an die komischen Skischuhe und Ski (erstere hab ich wechseln müssen wegen starker Fußschmerzen, die Skier auch, der 2. Ski war aber ganz nett) gewöhnt, genauso an den unpräparierten, festen Schnee und die wetterbedingten schlechten Sichtverhältnisse, konnte das Vergnügen dann losgehen. Kein Zweifel, ich bin verwöhnt, was Skipisten angeht, hier war selbst ich nicht gefordert (trotz schlechter Rahmenbedingungen wie erwähnt). Trotzdem hat es Spaß gemacht, insbesondere als später der Himmel noch aufklarte und sich ein herrliches Panorama bot. In Europa wäre die ganze Anlage vermutlich garnicht genehmigt geworden, aber die Kiwis sehen alles ziemlich entspannt. Da kann auch mal ein Schlepper des Lifts einfach abfallen, wird wieder drangeschraubt schnell und weiter geht es. Genauso wie die Autos sich reihenweise die ungesicherte , nur autobreite Schotter- bzw. eher Matschpiste hochquälen müssen, bzw. runter. Ich wäre da garantiert nicht gefahren.

Für die doch recht deftigen Preise bei dem Angebot würde ich nicht wiederkommen, dieses Mal bezahlte netterweise meine Schule den Trip, der von Bruce, einem Lehrer meiner Schule organisiert wurde, der mich auch mitnahm. Das hört sich jetzt vielleicht alles negativ an, aber ich möchte ja auch mal was Negatives hören lassen (Kulturschock ). Soll auch nicht drüber hinwegtäuschen, dass ich trotzdem einen super Tag hatte, der nach Ankunft in Culverden noch spannender wurde.

Denn – vielleicht ahnt es wer – ich hatte ja nix Lebensnotweniges mit, und dementsprechend in der morgendlichen Eile meinen Schlüssel vergeßen (neben Geld, Handy, Ipod, …) und mein Mitbewohner, der auch mit am Mt Lyford war  (allerdings Snowboard) war noch nicht da. Ich lief also zu einem Haus in der Nähe, wo er sein könnte, und richtig, sein Auto stand da, doch im Haus war niemand. Musste ich also draußen hier warten, bis er kam.

Ok, nicht ganz. Die Garage hier hat nämlich ein zu einem Gastraum umfunktioniertes Hinterzimmer mit Betten, in dem ich es mir gemütlich machte, und sogar über die vorhandenen Literatur herfiel. Irgendwann kam dann auch Christian und ich kam endlich rein. Lektion gelernt – ich gehe hier niemals mehr ohne Schlüssel aus dem Haus.

Meinen Fotoapparat hatte ich übrigens als einziges wichtiges Objekt die ganze Zeit bei mir und auch entsprechend benutzt, Beweise reiche ich nach.

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Ein Kommentar

  1. Tatjana

     /  August 17, 2010

    Happy Birthday!!!!
    Ich hoffe, dein Geburtstag war mindestens genauso schön wie deine bisherigen (Arbeits-)Tage in Neuseeland, wo bis jetzt scheinbar alles richtig super läuft.
    Ich wünsche dir ganz, ganz besonders viel Spaß und Erfolg für dieses Jahr.
    Lass wieder von dir hören – du machst mich ganz neidisch! 😀
    Liebe Grüße aus dem regnerischen Herford,
    Tatjana =)

    Antwort

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