Das Musical

Mal ein kleiner Beitrag zwischendurch:

endlich ist es geschafft, die „production“ der Amuri Area School ist vorüber. Heute war nach gestern die zweite und letzte Aufführung des Musicals mit dem vielsagenden Namen „Aaaaarrrhhh“, welches von 2 Lehrern hier verfasst wurde, Stuart und Kirsty, die eine Menge Arbeit darin investiert haben.

Auch ich habe einiges meiner (freien) Zeit investiert und so ungefähr 20 Überstunden geleistet, aber es hat sich gelohnt, auch wenn es oft langweilig war. Ich war ja schließlich keiner der altersmässig bunt durchmischten Darsteller, sondern „nur“ Requisiten-Schlepper, von denen es aber eine ganze Menge gab. Den besten Part an der Sache durfte ich dann leider nicht ausführen (einen Anker hoch- und runterziehen), weil die technischen Vorraussetzungen nicht so optimal dafür waren. Im Gegensatz zu unseren schulischen Aufführungen im Stadttheater, fand dieses Spektakel in der schulischen Turnhalle statt. Doch es gab eine richrtge, große Bühne, Tribünen und Stühle für gut 200 Zuschauer und die Technik, die ich mit installiert hatte, braucht sich durchaus nicht zu verstecken. Das Bühnenbild und die Verkleidung der Akteure war auf alle Fälle viel aufwendiger, als man es von deutschen Schulproduktionen gewöhnt ist (ich beziehe mich u.a. auf unserem Variete-Abend RGH). Das liegt auch daran, dass der Kunst- und Holzarbeits-Kurs die Requisiten bastelten und bemalten (was ich am ersten Tag hier auch getan habe). Darüber hinaus griff der Schuldirektor in die Tasten des Klaviers gemeinsam mit ein paar jungen, musisch talentierten Schülern an E-Gitarren. Denn es war natürlich ein Musical, auch wenn mir zumindest die Lieder eher unbekannt waren. „We don“t need no education“ oder „Country Roads“ dürfte jedem aber ein Begriff sein. Um euch nicht noch mehr auf die Folter zu spannen, jetzt letztlich, worum es denn eigentlich ging. Ich muss gestehen, dass ich trotz der vielen Proben und Auftritte (ingesamt 7) die Story nicht wirklich durchblickt habe. Es handelt sich jedoch um Piraten, es kommt irgendeine Prophezeiung ins Spiel, ein böser Kraken droht irgendwas, die Piraten kommen in die Region hier um Culverdeb und lösen irgendwelche Aufgaben, wobei sich zwei ineinander verlieben. Zwischendurch kommen immer mal wieder ein paar Songs, wozu dann die kleineren Grundschulklassen zu getanzt oder gesungen haben (besonders die Erstklässler in Oktopus-Kostümen waren so süß ;)). Es wird dann Bezug genommen auf irgendwelche Fernseh-Shows oder whatever (ein Neuseeländer hätte unseren Variete-Abend ja auch nicht verstanden) und letztlich finden die Piraten dann einen Schatz, der böse Kraken taucht auf, wird bekämpft und besiegt und alle sind glücklich.

Hört sich verwirrend an, war aber ganz unterhaltsam, und hat blendend geklappt. Mit mehr möchte ich euch dann auch garnicht mehr langweilen.

Morgen geht es für mich nach Hanmer Springs für eine Nacht, wo ich unter anderem das dortige Thermalba besuchen werde. Mal was anderes…

Allgemeines über die Schule

Wie versprochen, möchte ich euch einen kleinen Einblick über die Amuri Areea School geben. Der Artikel wird leider irre lang, obwohl ich mich erstmal nur auf Allgemeines beschränke, und meine Arbeit erst in den nächsten Tagen vorstellen werde.

In die Schule kommen alle Kinder der mehr oder minder näheren Umgebung. Mehr oder minder nah heisst in diesem Fall durchaus im Umkreis von 30 km. So gibt es in diesen entfernten Orten (Hawarden, Waiau. Rotherham, Hanmer Springs) meist Grundschulen oder Mittelschulen (5-8), spätestens die Oberstufe absolvieren aber alle Schüler hier in Culverden. Wenn man bedenkt, dass die Schule trotzdem mal grade 270 Schüler hat, kann man erahnen, dass es hier etwas einsam ist. Auf diese 270 Schüler kommen aber in etwa 30 Lehrer, was ein für Deutschland wohl utopisches Betreuungsverhältnis darstellt. Die Klassen bewegen sich insofern auch bei maximal 15 Leuten, in höheren Jahrgängen auch deutlich weniger. Dadurch ist die individuelle Entwicklung jedes Einzelnen viel besser möglich. Darüber hinaus kommen auch oft noch Aushilfslehrer, die wie auch  ich manchmal, den Schülern Nachhilfe geben. Diese werden einfach für kurze Zeit aus dem Unterricht geholt und es wird z.B Rechnen geübt.

Erwähnenswert ist zudem, dass es drei sogennannte „whanau“ gibt, Häuser (wie bei Harry Potter :D) denen die Schüler angehören und die sich unter einander einen Wettstreit um Hauspunkte liefern. Sie heißen Caverhill, Mitchell und Hamilton (benannt nach den ersten Siedlern hier in der Region). Hauspunkte gibt es z.B beim „Talent Quest“ (siehe unten), Sportwettkämpfen oder auch für besonders leistungsstarke Schülern. Diese müssen übrigens Schuluniformen tragen, die aus Rock bzw. kurzer Hose, T-Shirt der Hausfarbe und grünem Pullover mit Schulemblem bestehen. Die Schüler hier sind entsprechend abgehärtet, ihnen macht es anscheinend nichts aus, bei dem aktuell eiskalten Temperaturen so, zwanghaft, rumzulaufen. Für Sport gibt es zudem nochmal ein bestimmtes Dress, ohne das man nicht mitmachen darf. In Deutschland galt ich noch als strenger Gegner einer Schuluniform, mittlerweile habe ich mich aber dran gewöhnt (ich kann schließlich anziehen was ich will :P) und würde das auch in deutschen Schulen unterstützen.

Die Stunden sind hier anders gegliedert als in Deutschland. Die Schule beginnt um 8.45 (einer für mich ganz humanen Zeit) mit einer zehnminütigen „Form Time“, wo Kleingruppen von Schülern mit jeweils einem Lehrer Wichtiges für den Tag klären. Ab 8.55 beginnt der Unterricht. Es gibt sogenannte „periods“ die eine gesamte Zeitstunde umfassen. Nach der zweiten Periode gibt es eine 25-minütige Pause, wo die Kinder essen und spielen können. Von 11.20 bis 13.20 währen dann die nächsten beiden Perioden, die darauf folgende Pause dauert dann sogar 45 Minuten. Hier können die Kinder in der Kantine essen, relaxen oder wieder spielen, oder was auch immer. Einmal wöchentlich findet dann auch ein sogenannter „Talent Quest“ statt, quasi eine Castingshow, wo die Schüler der drei verschiedenen Häuser ihr Talent zeigen und dafür bewertet werden. Das Talent (oder auch nicht) besteht z.B aus Gesang, Klavierspiel oder Tanzdarbietungen, meist ziemlich lustig für die zahlreichen Zuschauer, die sich dafür in der Turnhalle („Gym“) eingefunden haben. In den Pausen muss ich ab und an Aufsicht führen, also rumspazieren und auf die Kinder aufpassen, meist habe ich jedoch frei und unterhalte mich im Lehrerzimmer mit anderen Lehrern, lese dort Zeitung oder rätsel Sudokus und esse natürlich eine Kleinigkeit, die ich mir in der dortigen Mikrowelle aufwärme. Nach dieser großen Pause gibt es noch eine letzte Periode, die von 14.05 bis 15.05 geht. Danach ist die Schule beendet, die Schüler strömen zu ihren Bussen und auch mein Arbeitstag ist beendet, sofern ich nicht ab und an noch kleinere Hilfstätigkeiten verrichte. Im Moment stehen z.B zahlreiche Proben (u.a. noch Sonntag Abend) für das Musical an, das nächste Woche aufgeführt wird. Und ich darf Requisiten schleppen, Kabel verlegen und sonstiges aufbauen. Das ist zwar eher langweilig, aber ja auch nur bis nächste Woche nötig, wenn die Aufführungen sind.

Zur baulichen Substanz (welche ausschließlich aus Flachbauten besteht, Treppen sucht man hier vergeblich) kann man sagen, dass man die Schule in Primary School und Secondary School aufteilt, welche durch die treffend „School Road“ benannte Straße durchschnitten wird. Bis auf die Schulbusse vor un nach der Schule kommt hier aber kaum ein Auto vorbei, wenngleich die Straße noch etliche Kilometer (hab auf ihr letzten Samstag ein paar Kilometer zurückgelegt) ins Umland hineinführt. Die Primary School-Seite besteht aus mehreren Gebäuden, einem großen Spielplatz für die Pause, dazu Fussball-/Rugbyfeld und sogar 2 Tennisplätze. Es gibt 6 „rooms“, also Klassenräume für die Kinder, dazu noch Büros und ein Versammlungsraum, wo das „Assembly“ der Primary School stattfindet (freitags). Dort werden nach dem Singen der Nationalhymne (sehr lustig bei dem Kindergeschrei) Preise verliehen, Arbeiten vorgestellt und Dinge angekündigt.                             Außerdem ist das dorfeigene Schwimmbad (und Whirlpool) auf dieser Seite untergebracht, das man bei den eisigen Temperaturen im Moment natürlich noch nicht benutzen kann. Aber ich freue mich schon auf dem Sommer, ich kriege sogar einen eigenen Schlüssel dafür. Zudem befindet sich auf dem Gelände neben viel Gras noch der Kreisel, wo die Schulbusse warten, Materialhäuser (wo die Kinder sich Spielsachen für die Pausen ausborgen können) und sogar eine kleine Zahnklinik, wo die Zähne der Kinder kontrolliert werden können.

Die Secondary-School-Seite ist etwas größer. So gibt es ein Gebäude, in dem sich Büros, Sekretariat und Lehrerzimmer befinden, eine recht große „Library“ (wo ich in Zukunft sicher das ein oder andere Buch ausleihen werde), die Turnhalle („Gym“ genannt“), Kantine, Aufenthaltsraum (bzw. eher Haus) für die Oberstufe, etliche Sportstätten draußen und natürlich noch die ganzen Gebäude mit den Lehrräumen, ob nun  für Kunst, Holzarbeit, Informatik, Sozialwissenschaften oder was auch immer. Unter anderem gibt es auch einen Raum, in dem über hochmoderne Kommunikationstechnik Schüler weit entfernt unterricht werden (videokonferenz-mässig). Überhaupt ist die Ausstattung hier in Längen besser, als man das von deutschen Schulen (jedenfalls vom RGH) gewöhnt ist. So stehen in fast jedem Raum ein paar Computer und darüber hinaus liegen auch überall ein paar fette Notebooks rum, was als ziemlich selbstverständig (selbst in der 1. Klasse) angesehen wird.

Alles in allem also eine Schule, auf die ich auch gerne gegangen wäre. Deutschland sollte sich an solchen Schulen in vieler Hinsicht ein Beispiel nehmen. Auf den Unterricht, meine Arbeit und sonstiges werde in den nächsten Tagen noch eingehen, dieser Artikel wird ungewollt einfach viel zu lang gerade (ich kann leider Unwichtiges nicht vom Wichtigen trennen…).

Ein paar Fotos

Hier ist eine sehr kleine Auswahl an Fotos in irgendeiner Reihenfolge,

Falls ihr Facebook habt, könnt ihr, sofern mit mir befreundet (Datenschutz ist wichtig :P), alle 121 Bildlein sehen.

Nicht umsonst heisst Neuseeland Aotearoa - Land der langen weißen Wolke

ein weißer Berg im Skigebiet Mt Lyford

heiße Matschquellen in Roturua, direkt neben unserem VOS-Camp-Haus

Schafe gibts hier natürlich auch...

Ich beim Golfen 😉

Blick von vorne auf die Grundschule, wo ich am meisten arbeite

Aussicht von der Straße vorm Haus

mein Mitbewohner Christian (Snowboarder ;))

Blick auf die Südalpen von Culverden

Just to give u an impression 😉

Ski foaarrnn!

Heute war es soweit. Es ging Ski fahren, zum Mt Lyford. Nachdem ich zu früh abgeholt wurde (um die Schuld auf andere zu schieben :P), hatte ich grade nur die Gelegenheit schnell das fürs Skifahren wichtige anzuziehen und mitzunehmen und deshalb nichts anderes Lebensnotwendiges mit. Ziemlich bedrückend.

Nach der Fahrt über schwindelerregende Pässe kamen wir frühmorgens dann im nebligen Skigebiet an, man sah wirklich garnix. Hinein ging es in das Haus, das  gleichzeitig als Restaurant, Ticketstop, Ausleihservice, Toiletten und Erste-Hilfe-Einrichtung fungierte, dabei aber knapp die Größe eines kleineren Einfamilienhaus hatte. Hier in Neuseeland ist halt alles etwas kleiner – und entspannter.

Das sah meindurch die Alpen verwöhntes Auge hier auch auf Anhieb. Das Skigebiet bestand aus 2 Tellerliften, einem Schlepplift, ja, das wars eigentlich, man könnte noch den kleinen Seillift erwähnen, der vielleicht 30m reichte. Das Angebot an Strecken war demnach natürlich dürftig, in einer halben Stunde sollte man durchaus alles abfahre können, wenn man denn nicht teilweise irrsinnig lange an den wenigen Liften warten müsste. Denn voll war es trotzdem.

Hatte man sich  aber erstmal an die komischen Skischuhe und Ski (erstere hab ich wechseln müssen wegen starker Fußschmerzen, die Skier auch, der 2. Ski war aber ganz nett) gewöhnt, genauso an den unpräparierten, festen Schnee und die wetterbedingten schlechten Sichtverhältnisse, konnte das Vergnügen dann losgehen. Kein Zweifel, ich bin verwöhnt, was Skipisten angeht, hier war selbst ich nicht gefordert (trotz schlechter Rahmenbedingungen wie erwähnt). Trotzdem hat es Spaß gemacht, insbesondere als später der Himmel noch aufklarte und sich ein herrliches Panorama bot. In Europa wäre die ganze Anlage vermutlich garnicht genehmigt geworden, aber die Kiwis sehen alles ziemlich entspannt. Da kann auch mal ein Schlepper des Lifts einfach abfallen, wird wieder drangeschraubt schnell und weiter geht es. Genauso wie die Autos sich reihenweise die ungesicherte , nur autobreite Schotter- bzw. eher Matschpiste hochquälen müssen, bzw. runter. Ich wäre da garantiert nicht gefahren.

Für die doch recht deftigen Preise bei dem Angebot würde ich nicht wiederkommen, dieses Mal bezahlte netterweise meine Schule den Trip, der von Bruce, einem Lehrer meiner Schule organisiert wurde, der mich auch mitnahm. Das hört sich jetzt vielleicht alles negativ an, aber ich möchte ja auch mal was Negatives hören lassen (Kulturschock ). Soll auch nicht drüber hinwegtäuschen, dass ich trotzdem einen super Tag hatte, der nach Ankunft in Culverden noch spannender wurde.

Denn – vielleicht ahnt es wer – ich hatte ja nix Lebensnotweniges mit, und dementsprechend in der morgendlichen Eile meinen Schlüssel vergeßen (neben Geld, Handy, Ipod, …) und mein Mitbewohner, der auch mit am Mt Lyford war  (allerdings Snowboard) war noch nicht da. Ich lief also zu einem Haus in der Nähe, wo er sein könnte, und richtig, sein Auto stand da, doch im Haus war niemand. Musste ich also draußen hier warten, bis er kam.

Ok, nicht ganz. Die Garage hier hat nämlich ein zu einem Gastraum umfunktioniertes Hinterzimmer mit Betten, in dem ich es mir gemütlich machte, und sogar über die vorhandenen Literatur herfiel. Irgendwann kam dann auch Christian und ich kam endlich rein. Lektion gelernt – ich gehe hier niemals mehr ohne Schlüssel aus dem Haus.

Meinen Fotoapparat hatte ich übrigens als einziges wichtiges Objekt die ganze Zeit bei mir und auch entsprechend benutzt, Beweise reiche ich nach.

Tag 1 und 2

Schon ist der zweite Arbeitstag zu Ende, wie schnell doch die Zeit vergeht…

Der erste fing für mich gestern um kurz vor 9 an, bot aber noch nicht allzuviel Spannung. Da man mir noch einen „Stundenplan“ schrieb, durfte ich den Tag über in dem Raum zubringen, den ich in Deutschland gehasst habe.

Richtig geraten?! Genau, ich durfte in den Kunstraum und habe dort gewisse Sachen bemalt. Einen Zaun weiß bepinselt und Plakate veredelt, alles Sachen für das Schul-Musical, was bald aufgeführt wird. Zwischendurch unterhielt ich mich mit der Lehrerin. Pro Stunde waren auch jeweils immer um die 4 Schüler da, die geholfen haben. In der Pause wurde ich dann eingeführt, wie die Pausenaufsicht zu machen ist. Ich muss nämlich ab und an in den Pausen über den Schulhof der Primary School gehen und dabei aufpassen, dass die Kinder auch schön brav sind, ihr Pausenbrot aufessen und nicht auf den Rasen laufen.

Sonst habe ich innerhalb der Schule an diesem Tag nicht viel erlebt, jede Menge jedoch danach. Am späten Nachmittag ging ich nämlich mit Christian Golfen (er hat das ganze Equipment mit allen nötigen Schlägern). Culverden hat nämlich einen traumhaften Golfplatz mit herrlichem Panoramablick auf die weißen Berge. Wir wollten einfach ein bisschen üben auf ein paar Bahnen, um nicht zu spät zum Dinner zu kommen, was wir wiederum bei Tina einnahmen, einer Lehrerin, wo diesmal auch wieder 2 andere anwesend waren. Der Golfplatz hat 9 Bahnen und wir schafften die ersten 4. Nachdem ich am Anfang noch Probleme mit dem Schlagen hatte, wurde ich im Laufe der Bahnen immer besser (hab ja bisher auch nur auf Fehmarn gespielt). Als es bei der zweiten Bahn über den kleinen Bach ging, passierte das erste Missgeschick. Natürlich landete mein Ball direkt im tiefen Wasser, wo er jetzt auf ewig bleiben darf. Entsprechend nervös war ich, als wir zum zweiten Mal über den Bach schlagen mussten. Dieses Mal klappte aber alles und der Ball kam wohlbehalten auf der anderen Seite an. Auf der letzten, immerhin 500m langen Bahn passierte mir aber noch ein Missgeschick. Der Ball landete mitten in einer riesigen Pfütze, die mitten auf dem Platz stand, von mir aus aber nicht sichtbar war. Weil ich das Verlieren dieses Balls nicht auch noch eingestehen wollte, zeigte ich Herz, indem ich mir die Schuhe auszog und in das eiskalte, aber nur knöcheltiefe Wasser watete, um den Ball hinaus zu holen. Von Christian wurde dies natürlich frenetisch gefeiert. Am Ende der Bahn konnte dann ich ihn feiern, als ihn ein fantastischer Schlag gelang. Aus 20m Entfernung traf er nämlich im hohen Bogen mit einem Aufsetzer erst die Lochfahne und letztlich das Loch. Ein Schlag, dessen Wahrheit ich innerhalb der Schule nun bereits ein paar mal bekräftigen durfte. Weil es nun aufs Abendessen zuging und dazu dunkel wurde, machten wir Schluss und aßen bei Tina zu Abend, unterhielten uns und fuhren relativ zeitig in mein neues Zuhause, wo ich recht bald einschlief. Ob es immer noch der Jetlag ist, ich weiß es nicht, ich bin jedenfalls um 21 Uhr so hundemüde, dass ich schlafen muss.

Schlafen kann man hier zum Glück gut, sodass ich heute morgen gut gestärkt aufwachte, um den zweiten Tag anzugehen. Ich hatte nämlich eine große Aufgabe vor mir: nachdem ich nach 5 Minuten allmorgendlichen Spaziergang in der Schule angekommen war, wurde mir eröffnet, ich solle während des „Assembly“, einer Versammlung der ganzen Schule, eine kleine Rede halten. Ich kam also zusammen mit einigen Lehrern in die Turnhalle und wollte mich auf die dortigen Stühle setzen, während die Schüler auf der Tribüne saßen. Doch alle blieben stehen, denn es wurde erst die neuseeländische Nationalhymne gesungen. Die ist zweisprachig (Maori und Englisch) und sehr schön anzuhören, solltet ihr mal machen. Danach wurde ich nochmal offiziell begrüsst und habe dann ein paar Worte über mich gesagt hat. Ich werde in der Schule wohl von den Schülern nur „Mr H (Ätsch)“ gerufen werden, weil „Heuermann“ für Englisch-Sprachige doch sehr schwer auszusprechen ist. Hat bisher auch noch keiner hingekriegt, hört sich an wie „Yuhermän“. Danach wurden noch diverse Schüler ausgezeichnet, haben über Exkursionen berichtet und so weiter. So eine feierliche Versammlung wär in deutschen Schulen auch garnicht mal so schlecht!

Meine Arbeit heute war sehr aufregend und vielfältig. Zuerst war ich in der Primary School bei den ganz kleinen Schülern, habe den Unterricht beobachtet und ihnen beim Lesen geholfen. Reihum mussten sie zu mir kommen und haben mir aus kleinen Heften Geschichten über Piraten oder Nilpferde vorgelesen, die ich jetzt schon auswendig kenne. Danach assistierte ich einer anderen Lehrerin in derselben Klasse, die mir ein weinendes Kind überließ, das ich verwahren sollte, was sich als sehr schwer herausstellte, weil ich einerseits nicht wusste, was los war, und andererseits auch nicht verstand, wenn sie was sagte, ganz zu schweigen von meinen limitierten Englisch, mit dem ich sie zu trösten versuchte. Hat aber letztlich dann geklappt. Mit dem Verständnis klappt es ansonsten aber ziemlich gut und mein Englisch scheint immer besser zu werden. Ich habe jetzt sogar schon den Punkt erreicht, dass ich meist in Englisch denke.

Danach half ich in der Bibliothek einen „special needs“-Jungen beim Lesen und anschließendem Aufgaben lösen. Mit ihm werde ich noch öfter zu tun haben. In der letzten Stunde assistierte ich Bruce beim Sport. Wir sichteten Leute für das Schulfussball-Team. Für einen Deutschen sah das ziemlich grottig aus, dem Neuseeländer war die Leistung wohl aber eine Gute. Bruce war jedenfalls voll des Lobes über die beiden Mannschaften, aus denen er die Schlechtesten aussortierte, um somit das Schulteam zu bilden. Ich half ihn dabei, die Auswahl war aber nicht sonderlich schwer, weil nicht allzu viele weg mussten und wir deshalb einfach das fussballerisch nicht so starke Geschlecht (ihr wisst schon) nahmen… Bruce macht übrigens mit ein paar Schülern am Sonntag einen Trip zum Mount Lyford, und ich darf mitkommen. Ski fahren in Neuseeland, und das Beste, die Schule bezahlt sogar alles für mich. Ich freue mich schon riesig!

Ankunft in Culverden

Folgender Eintrag stammt vom 10. August, 15.30 Uhr.

Endlich angekommen in Culverden, diesem schönen Flecken Erde auf der Südinsel Neuseelands.

Nachdem ich gestern um 10 Uhr aus den Backpacker in Christchurch auschecken musste, habe ich mich bei dem dortigen regnerischen und eiskaltem Wetter schwerbeladen auf den Weg zum „Grand Chancellor Hotel“ gemacht, wo ich abgeholt werden sollte, allerdings erst um 11. So musste ich eine ganze Stunde und etwas mehr in der Kälte verharren, sodass ein Hotelangestellter mich schon einlud, drinnen zu warten. Wär auch besser gewesen, hab mir bestimmt wieder eine Erkältung eingefangen. Ich wartete und wartete, und es kam keiner, nur einmal hatte ich das Gefühl, ich könnte abgeholt werden, es kam nämlich ein älterer Mann mit einer japanischen Klasse aus einem Bus gestiegen und begleitete sie ins Hotel. Der Mann kam mir bekannt vor – und richtig – nach der Verabschiedung von den Japanern kam er zu mir und stellte sich als Neil vor. Er ist der Direktor der Schule, wo ich jetzt ein paar Monate arbeite. Die Japaner waren Austausch-Schüler, die zwei Wochen in Culverden verbracht haben und nun am Tag meiner Ankunft verabschiedet wurden.

Nach einem kleinen Plausch mit Neil schleppten wir mein Gepäck zum Bus und dann ging es los.

Ich fand es echt klasse, ganz allein in einem neuseeländischen Schulbus zu fahren, den doch recht langen Weg nach Culverden. Platz für das Gepäck war also genug da.

Doch vor Ankunft in Culverden machten wir noch in einem Cafe halt, das laut Neil die besten Speisen zwischen Christchurch und Culverden anbietet. Die fabelhafte Lasagne, die Neil mir ausgab, bestätigte dies durchaus. Nach dem Essen und dem Gespräch, das natürlich schon im Bus geführt wurde, fuhren wir (wer nicht denken kann: Neil fuhr den Bus) weiter nach Culverden, machten aber Halt in der Kleinstadt Amberley, um mir in der dortigen WestPac-Bank eine Bankkarte zu besorgen, da wir in Rotorua keine gekriegt haben. Jetzt bin ich wohl der einzige, der eine hat, und das ist auch wirklich komfortabler. Das war auch nicht ganz so einfach, ohne Neil hätte ich das wohl nicht hinbekommen. Danach ging die Fahrt weiter in hügliges Terrain. Waren es bisher fast nur grüne Wiesen, wurde es nun hüglig und felsig. Bald sah ich das traumhafte Gebirgs-Panorama im Hintergrund, davor weidende Schafe oder jetzt im Winter leere Weinreben, hier in der Nähe ist nämlich ein bekanntes Weinbaugebiet. In Culverden angekommen, wurde erstmal der Bus eingeparkt, Neil zeigte mir ein grade in Bau befindliches Haus in der Nähe und schließlich schleppten wir mein Gepäck zur Schule.

Was die Schule betrifft, werde ich noch einen kleinen extra Artikel schreiben. Neil zeigte mir jedenfalls all die Räume, wir spazierten mitten in den Unterricht hinein und ich habe mich den Lehrern und Schülern vorgestellt. Unter anderem traf ich so auf meinem Mitbewohner Christian, Chemie-Lehrer dort, doch dazu später mehr. Nachdem ich alle Räume gesehen hatte, hatte ich die erste kleine Arbeit vor mir, nämlich das Schleppen von Instrumenten in die Turnhalle, weil dort in den nächsten Tagen ein Musical aufgeführt wird, wo ich vielleicht die Lichter steuern werde oder so. Nach Schulende um 3 kam Christian, stellte sich mir vor und fuhr mich und mein Gepäck und sich in sein Haus (bzw. das Haus ist Eigentum der Schule), mein neues Zuhause für die nächsten Monate. Auch hierzu werde ich einen extra Artikel verfassen mit ein paar Bildern.

Es sei aber gesagt, dass für alles gesorgt ist. Breitband-Internet, Fernsehen mit Sky, eine warme Dusche, ein wundervolles Bett und gut funktionierende Heater, die zumindest mein Zimmer schön warm halten. Sonst ist es nämlich ziemlich kalt hier.

Mein Mitbewohner Christian ist wirklich ein super entspannter Kerl, mit dem ich bald Tennis spielen werde und andere Sachen tue. Wir gehen z.B Golfen, er hat das Equipment, und in Neuseeland braucht man auch keine Platzreife, das ist toll. Er ist total hilfsbereit wie alle Menschen hier, sodass ich mich wirklich wohlfühle.

Wir haben bereits zusammen etwas in Deutschland wohl Strafbares getan, nämlich einen Fernseher aus der Schule entwendet (weil unser etwas klein war) und zu uns verfrachtet. Scheint hier normal zu sein. Weil wir ihn nicht in Christians Auto kriegten, hat uns sogar wer anders geholfen und brachte ihn vorbei. Echt nett hier.

Nach einer kleinen Ruhezeit, den Auspacken meiner Sachen und Starten des Waschens der Sachen letzter Woche (ja, ich kann die Waschmaschine sogar bedienen) ging es dann zu Tina, ebenfalls eine Lehrerin, wo ich zusammen mit ihr, Christian und noch einer Lehrerin lecker Hühnchen zu Dinner aßen, uns unterhielten und später noch den Film „IronMan“ anschauten, der montag Abends im Free-TV lief (was in Deutschland eher unüblich wäre).

Christian fiel dabei aus allen Wolken, als er erfuhr, dass ich kein Bier trinke. Aber er hat es ganz gut verkraftet, denke ich.

Wieder zurück ging ich schnell schlafen in meinem schönen großen Bett, in einem ordentlich aufgeheizten Raum. Was am anderen Morgen geschah und wie mein erster Arbeitstag verlief, den ich grade hinter mir habe, werde ich im nächsten Eintrag berichten.

Christoph allein in Christchurch

Soo, ich habe es geschafft. Ich bin in Christchurch – mutterseelenallein.Ich genieße jetzt flüssiges Internet die nächsten Stunden hier im Backpacker, das wurde auch so langsam mal Zeit. Wie kann man bloß ohne Internet (über)-leben? Ich habe es, wie man sehen kann, ja schon genutzt, und euch hier ordentlich Lesestoff gegeben, sehr viel mehr als dort steht habe ich auch nicht gemacht (ich erzähl natürlich auch nicht alles :P).

Ich war grade Essen – wo wohl – genau, ihr wisst schon, und habe mir danach das Örtchen gesucht, wo ich morgen auf Neil, meinen zukuenftigen Chef treffen werde und mit ihm nach Culverden gelange. Heut abend werde ich noch was Vernünftiges essen gehen, groß die Stadt erkunden ist aber nicht, einerseits regnet es hier ziemlich schlimm (wie es auch in Roturua fast nur geregnet hat), andererseits habe ich seit Aufbruch um kurz vor 3 morgens auch nicht wirklich geschlafen und bin etwas müde. Man mag es kaum glauben, aber ich habe mich von der Eule zur Lerche gemausert. Ich habe die Zeit 22 Uhr in Neuseeland noch nie im wachen Zustand erlebt, die 8 aber  morgens immer gesehen. Zum Weg hierhin gibts nicht besonderes zu sagen, als dass wir (8 Leute nach Christchurch, 4 nach Great Barrier Island) irre lange beim Flughafen warten mussten, ich Extra-Fees fürs Gepäck zahlen musste und im Flugzeug netterweise mehr Beinfreiheit hatte als im Airbus – lag am Notausgang, der bei unserer Reihe verlief. Gepäck ist auch alles angekommen, selbst der notdürftig verstaute und wirr festgezurrte Schlafsack. Ich bin mit den 3 Freiwilligen von Living Springs (so ein Abenteuercamp) von deren Manager empfangen worden, der mich netterweise hierhin gebracht hat. Hab so das Gfühl, dass ich ihn nicht dasletzte Mal gesehen habe…

Die anderen Freiwilligen hier arbeiten in einem Kinderheim namens Cholmondeley( sprich Chomley) und wurden u.a. von ein paar kleinen Kindern empfangen, auch nett… Naja, ich werde morgen ja auch noch empfangen 🙂

Gestern im Camp hatten wir noch den Haka und einen anderen Tanz gelernt, gar nicht so einfach. Macht aber irre Spaß, den zu tanzen und in Maori zu schreien. Fotos dürften bald folgen, von vielen Dingen…

Sonst war nicht mehr allzuviel los, Ihr braucht ja auch nicht alles wissen!

Unwichtiges

Folgender Eintrag stammt vom 7. August, 10.30 Uhr.

Seit dem letzten Eintrag ist quasi nix geschehen und mit allzu langweiligen Sachen möchte ich den Blog ja auch nicht andauernd vollpumpen.

Aber ich befinde mich momentan in einer Zeit der Muße, das Programm geht wohl erst um 15 Uhr los. Dann besuchen wir nämlich das „Marae“, Versammlungshaus der Maori und stellen uns deren besonderer Zeremonie. Danach kriegen wir noch den Haka und anderes gelehrt. Klingt interessant.

Bisher war das Programm ansonsten sehr locker, wir haben fast die Hälfte der Spracheinheiten unter den Tisch fallen lassen (unser Englisch ist nun mal super toll!)

Nicht so schön ist allerdings die Tatsache, dass wir auf unseren Flug nach Christchurch wohl nur 20kg mitnehmen dürfen. Meine 27kg sind da definitiv zu viel, andere haben sogar noch mehr und dementsprechend größere Probleme. Wir klären das noch ab und hoffen, dass wir ohne große Zusatzkosten alles mitnehmen können.

Wenn ihr das hier liest, werde ich zumindest angekommen sein….

Dieses und jenes…

Folgender Eintrag stammt vom 6. August, 18.15 Uhr:

Rugby! Was ist das für ein Sport? Grade komme ich von der Wiese, wo wir dieses Spielchen zelebriert haben. Wir Freiwilligen und einige junge Maori (und ein ganz junger Maori, Sohn unserer Englisch-Lehrerin Lanea). Hat ein bisschen gedauert, bis ich die Regeln begriffen habe, dann gings aber rund. Wir haben zuerstr „Touch“-Rugby gespielt, wo man den Gegner eben nur kurz berührt, statt sich auf ihn drauf zu werfen. Als wir zu „Contact“-Rugby übergingen, habe ich aus gesundheitspräventiven Gründen dann aufgehört. Als schneller Läufer habe ich aber sogar einen Punkt gemacht, oder wie man das nennt.

Doch das ist nicht alles, was wir heute gemacht haben.

Gestern hatte ich ein kleines Interview mit Sam über Projekt usw. und er hat mir aufgetragen, meinen Vorstrafen-Register aka Führungszeugnis zu kopieren.

Leider das wirklich einzige Dokument, dass ich nicht in irgendeiner Form dabei hatte. Aber der modernen Kommunikation sei dank, in einem Internetcafe in Roturua konnte ich eine Kopie ausdrucken. Dort waren wir nämlich mehrere Stunden, um u.a. einen Bank-Account bei WestPac zu eröffnen, worauf mein Taschengeld überwiesen wird.

Das ging schnell und unkompliziert, man kommt aber auch nur in WestPac Filialen an das Geld ran.

In Begleitung von Jonas, einem Schweizer Volunteer, war ich noch eine neuseeländische SIM-Karte kaufen, bei Mcces was essen (weil wir kein Mittag hatten; und Internet wollten, was es da aber nicht gab..), im Copy-Shop und letztlich im Internetcafe in Roturua.

Hin und zurück kamen wir mit den Bus, wobei viele von unserer schon halb geteilten Gruppe warten mussten, weil nicht alle in den Bus passten. Die sind nämlich nicht ganz so groß wie bei uns gewohnt.

Wirklich auffällig ist aber die Freundlichkeit der Menschen hier. Nur um Beispiele zu nennen, wenn alte Leute den Bus betreten, stehen sofort fast alle auf den vorderen Plätzen auf und bieten ihren Platz an (in Deutschland ziemlich selten, finde ich).

Oder wir fragten mitten in einem Kaufhaus eine dort arbeitende Dame, ob wir Kopien machen könnten (bei einem Photoshop), was dort aber nicht ging.

In Deutschland wäre das Gespräch wohl beendet gewesen, hier ist die Dame mit uns raus vor das Kaufhaus gegangen und hat uns den Weg erklärt. Ich mag Neuseeland!

Eben habe ich erfahren, dass ich Sonntag Nacht in einem Hostel in Christchurch übernachten werde – ganz alleine – ehe ich am Montag morgen Neil, der Direktor meiner Projekt-Schule persönlich abholt, weil er sich montags in Christchurch befindet.

Dorthin komme ich von Auckland aus mit dem Flugzeug zusammen mit den anderen Südinsulanern. Halb 4 Sonntag morgens fährt der Bus nach Auckland, das wird nochmal eine längere Reise. In Christchurch werde ich am Flughafen dann wohl abgeholt und in das Hostel verfrachtet, wo ich mich nach überstandener Nacht dann auf Culverden freuen kann.

Der verdammte dritte Tag…

Folgender Eintrag stammt vom 4. August, 21.40:

Ich liege hier in meinem Hochbett nach einem langen, anstrengenden Tag, und werde müde wie ich bin gleich schlafen gehen. Meine Erkältung ist leider ziemlich schlimm geworden, ich war heute also eher ein körperliches Wrack und habe entgegen meinen Prinzipien zu den mir angebotenen Tabletten gegriffen – war eine gute Entscheidung!

Wir haben heute u.a. viel über Neuseeland und die Maori-Kultur gelernt, Englisch trainiert (fällt einem immer leichter) und witzige Maori-Spiele gespielt.

Wir, das sind übrigens 32 Freiwillige, darunter 20 Deutsche, sodass ich meine Heimatsprache erstmal nicht vermisse, auch wenn wir uns redlich bemühen, Englisch zu sprechen.

Zu den Nichtdeutschen gehören Fast-Deutsche wie Ösis und Schweizer, aber auch Personen aus Südkorea, Taiwan, den USA, Frankreich, Island und Honduras.

Gesehen habe ich noch nicht viel vom Parkgelände hier, wo unsere „Lodge“ ist, auch wenn es einen sehr schönen Eindruck macht. Grund ist nämlich, dass der Maori-Name für Neuseeland seinen Namen alle Ehre macht: Aotearoa, the land of the long white cloud.

Diese lange weiße bzw. eher graue Wolke kann ich seit Ankunft in Auckland bewundern, ich habe noch kein einziges Mal die neuseeländische Sonne erblicken können, weil einfach der Himmel nur grau ist. Und es schüttet hier wie aus Eimern.

Das Essen ist ganz ok, aber ich würde lieber selbst was kochen für mich, hab mir schon einen Plan gemacht, wie ich das angehe. Leben werde ich nämlich sehr wahrscheinlich zusammen mit einem jungen Lehrer in einem großen eigenen Haus. Hört sich gut an!

Wir werden dann sehen, wie es ist. Wenn ich dies dann poste, bin ich nämlich in Culverden und habe hoffentlich Internet!