In Dubai…

bin ich in Dubai. Heil angekommen, der Flug ging einmal quer über den Irak, über Kundus, Nähe Bagdad, Basra und dann war endlich Kuwait erreicht… Bei den ganzen Scheichs im Flugzeug wäre ein Abschuss aber wohl auch eher kontraproduktiv gewesen. Sehen konnte man leider nichts bei der Dunkelheit…

Der Flug ging schnell rüber. Hab den Film „Wolfman“ gesehen, Musik gehört und Spiele gezockt, sogar mit anderen Leuten netzwerkmässig. Das Unterhaltungssystem ist schon cool. Essen war auch ok, Hühnchenbrust mit Pilzen. Gnocci usw.

Jetzt chillen wir hier in Dubai in coolen Liegesesseln und warten auf den Flug gen Sydney. Hier kann man auch mit € bezahlen, und es ist ziemlich billig. Burgerking gibtss hier nämlich auc

Advertisements

Grüsse vom Fughafen Dü

Viele Grüsse vom Flughafen Düsseldorf, ich sitze hier am Gate, wo Internet frei ist. Boarding ist in einer halben Stunde, Sicherheitskontrollen sind überstanden.

Leider hat ein Mitreisender sein -visum verloren, aber dem Internet hier sei dank, wird das wohl noch hinkommen.

Verabschiedung war kurz und schmerzlos, aber mir gehts gut und ich freu mich jetzt riesig. Danke auch nochmal für die tolle Feier gestern.

Noch 2 Tage…

Noch ziemlich genau 2 Tage, nämlich genau 48h, während ich hier grade beginne zu schreiben, ist es noch, bevor die Boeing 777 abhebt und ich 1 Jahr den deutschen Boden nicht mehr spüren werde.

Die Anspannung und Aufregung ist jetzt regelrecht zu fassen, es ging doch ziemlich schnell, dauert aber eigentlich viel zu lange. Morgen Abend steigt noch meine Abschiedparty, mal schauen…

Freitag gehts dann wahrscheinlich mit dem Zug nach Düsseldorf, wo ich mich um 18 Uhr mit 4 anderen Freiwilligen, mit denen ich schon mehr oder weniger in Kontakt stehe, treffe, um gemeinsam einzuchecken .          Hoffentlich wirds bis dahin kein heißer Genuss in vollen Zügen!

Wenn dann der Abschied überstanden ist, die Sicherheitskontrollen überwunden und das Warten beendet, hebe ich hoffentlich pünktlich um 21.20 gen Dubai ab, wo ich um ca. 6 Uhr (3 Uhr deutsche Zeit) morgens lande und nach 4-stündigem Aufenthalt dann mit dem  A380 weiterfliege. Ich bin gespannt!

Der nächste Eintrag wird wohl von Neuseeland aus erfolgen, also geniesst meine letzten Worte aus dem heimischen Herford…

Mein Projekt, meine Schule ist mir schonmal sehr sympathisch, ich werde groß im Newsletter angekündigt, die Erwartungen scheinen hoch zu sein 😛

Scheint auch eine recht niveauvolle Schule zu sein, wie schon das Schulmotto „Nihil nisi optimum“ sagt, für die des Latein Unkundigen, das heisst soviel wie „Nichts als das Beste“. Ich freue mich schon auf meine Aufgaben, die mir noch relativ unbekannt sind.

So das wars jetzt von hier (erstmals mit Netbook, kleine Tasten sind anstrengend)

Ka kite ano!

Projekt ist da!

Wer hätte es gedacht…

Es sind bloß nur noch 10 Tage, bis ich unser in vieler Hinsicht armes Deutschland verlasse und mich nach Aetoeroa, dem Land der langen weißen Wolke begebe.

Dort habe ich nun endlich auch mein Projekt bekommen: die Amuri Area School in Culverden !

War meine Erstwahl, dementsprechend bin ich froh, dort gelandet zu sein. Seltsamerweise wollte da sonst keiner hin, weshalb die mich wohl dankend genommen haben. Nun gut, im Dorfe Culverden, das mitten in der Pampa der Südinsel liegt, leben auch mal grade 400 Seelen. Neben einer Tankstelle, einem Motel, einen kleinen Laden, Souvenirshop und meiner erwähnten Schule gibt es hier immerhin einen Golfplatz. Das wars dann aber aber auch schon. Da die (hohen) Berge der neuseeländsichen Alpen jedoch nicht weit sind, und auch nur Christchurch eine Stunde Fahrt entfernt, werde ich es wohl dort erstmal ganz gut aushalten können. Wohnen werde ich vermutlich in einer Gastfamilie, näheres weiß ich jedoch noch nicht genau. Genauere Tätigkeiten im Projekt kann ich auch noch nicht verraten, es wird aber wohl auf das Betreuen der Kinder im Unterricht, Korrekturen und beim Lernen helfen, Begleitung und vtl. auch Training bei sportlichen, kulturellen, usw. Aktivitäten und sonstige Arbeiten hinauslaufen, wie ich hörte von einem ehemaligen Freiwilligen, alles sehr abwechslungsreich.

Nun bleibt nur noch abzuwarten, in 10 Tagen gehts los, ich freu mich auf den Flug, wo ich in einer Filmorgie die letzten paar Kinofilme mir reinziehen werde, die ich verpasst habe zu schauen, und dann natürlich noch viel mehr auf die Ankunft. Wird ein langer weg sein…

Vorbereitungsseminar in Berlin

So, jetzt bin ich schon 3 Tage vom VOS wieder da, sodass ich so langsam mal davon berichten könnte.

Gestern hiess es schonmal Abschied nehmen, von meinen Jungscharkindern und den anderen Gemeinde-Jugendarbeit-Aktiven, was mir mal leicht, mal schwerer gefallen ist. Abschiede fallen noch mehrere an, am 29. gibts dann ja auch noch ne kleine, aber feine Abschiedsparty!

Aber zurück zum Seminar, was einfach super toll war! Stattgefunden hat es im Haus Kreisau in Berlin-Spandau, in abgeschiedener Top-Lage direkt an der Havel bzw. Wannsee. Leider war ich der einzige Neuseeland-Gänger, aber machte nix. Mein Projekt habe ich übrigens leider immer noch nicht, was aber am ICYE NZ liegt, der ICJA hat sich schon entschuldigt.

Ob es nun an der Location, den Leuten oder gar dem Lehrinhalt lag, kann ich garnicht sagen, es lag einfach an allem. Der typische Seminartag begann für mich mit dem Aufstehen um 9.45 mit anschließendem schnellen Duschen, damit ich zum Einheiten-Beginn um 10 Uhr stets pünktlich fertig war. Das Frühstück hab ich Morgenmuffel natürlich (gewollt) verpasst (8-9 Uhr ist einfach zu früh). Mit einem schnell verspeisten Brötchen mit (oder ohne) garnix ging es dann in die Einheit, die stets mit einem Energizer eingeleitet wurden, der uns wohl wach machen sollte. Da mussten wir u.a. kotzende Känguruhs nachahmen, haben Laurentia gesungen (Kindergartenlied mit Bewegungen *kotz*) oder haben Schnickschnackschnuck mit Fans gespielt, was bedeutet, dass der Unterlegene dem Sieger zujubeln und nachrennen muss.

Die Einheiten waren nicht ganz so spannend, eingeschlafen bin ich jedoch nie. Ob es nun Rollenspiele waren, die in einem wohl ausgefeilten bühnenreifen Theaterstück unserer Gruppe endeten und damit nicht ganz den Sinn erfüllten; ob wir in die Nachbarschaft geschickt wurden, um Gutes zu Tun und damit unser Selbstverständnis als Freiwilliger zu entdecken (2h Unkraut jäten im Vorgarten :D); ob wir über Gesundheit usw. im Gastland redeten oder eine Traumreise machten, die für feuchte Augen und beanspruchte Hände sorgte (4 Seiten sinnloses Geschreibsel, das uns in der Mitte des Austauschjahres zugesendet wird) – das ALLES hört sich vielleciht nicht spannend an, war es aber. Selbstverständlich haben wir noch viel, viel mehr gemacht, aber man braucht ja nicht alles zu verraten.

Um 13 Uhr gab es immer Mittagsessen, was wie jedes Essen vegetarisch war (ICJA möchte das so aus ethischen Gründen), also nicht ganz mein Fall. Aber die doch recht üppig vertretenen Vegetarier oder sogar Veganer hat es sicher gefreut…

Die danach anfallende Pause bis 15 Uhr wurde nicht selten zum Baden im Wannsee bzw. Havel (weiß garnicht genau) benutzt, teilweise wurden sogar hauseigene  Ruderboote geentert und dann in der Mitte des Sees gekentert.Ganz schöne Arbeit, dieses mit wasser vollgelaufene Boot wieder zurück zu bringen und auszuschöpfen. Ein Glück, das ich das vom festen Land beobachten konnte.

Die Einheiten waren spätestens immer um 22 Uhr zu Ende, danach folgten dann noch viele Gespräche und lustige Spiele. Werwolf-Sessions z.B, wo ich leider tausendmal in Folge als einfacher Bürger spielen durfte, aber mich immer alle für den Wolf hielten (wers kennt). Intellektuelle gespräche konnte man aber auch zuhauf führen, so wurde auch schnell deutlich, dass bei Seminarwahlen die Grünen klar gewinnen würden. Natürlich auch mit Ausnahmen, genauso wie es nicht nur angehende Politikwissenschaftler und Abiturienten mit 1er-Schnitt und einem Highschoolyear im Ausland gab. Trotzdem ein ziemlich angenehmer Elite-Club, ich hab mich durchaus wohlgefühlt unter Leuten, die Rilkes Lyrik lesen und über philosophische Ansichten diskutieren :D.

Billard, Tischtennis usw. konnte ich auch spielen und dabei meine außergewöhnlichen Skills zur Schau stellen. So wurde mir gar das Kompliment zuteil, Tischtennis wie ne Krake zu spielen… Ich hoffe es war nur eine Anspielung auf Paul und die damit verbundene meinige Vorahnung, und nicht die der Mehrarmigkeit.

Jetzt schreib ich hier soviel Uninteressantes, dass ich mal aufhören werde, nur von Berlin berichte ich noch.

Am Mittwoch machte man nämlich das, was der ICJA sonst eigentlich nicht macht: eine Exkursion.

Es ging in das Deutsche Historische Museum in eine Führung dreier Studentinnen, die den deutschen Postkolonialsimus kritisch hinterfragten. Leider nicht allzuviel Neues für mich Geschichts-LKler, drum packte mich schnell die Schlafkrankheit, die wohl von bösen Wissenschaftlern versucht wurde zu heilen, indem sie afrikanischen Eingeborenen Wasserfarben spritzten…. Soviel zum glorreichen deutschen Kolonialismus…

Danach wurde es aber spannender. Nach langer Diskussion ging es nach Berlin-Kreuzberg, wo nach der U-Bahnstation eine lange Pause eingelegt wurde, weil alle ganz heiss auf einen Gemüse-Kebap waren, die Schlange dort aber schon bei unserer Ankunft 20 Leute betrug. Da mir der Sinn jedoch nach Fleisch stand, ging ich mutterseelenallein durch die dunklen Gassen Kreuzbergs und aß 2 Currywürste an der angeblich 2-besten Currywurstbude Berlins. Hat auch gut geschmeckt nach der langen Fleischabstinenz… Danach gings dann in einem Biergarten auf den Kreuzberg, wo wir Deutschlands Niederlage gegen Spanien sahen. Das anschließende Frustbesäufnis war nicht so nach meinem Geschmack, nach elend langer Diskussion und Entscheidungsträgheit mancher Individuuen fuhr ich mit ein paar Leuten heim, was immerhin 2h in Anspruch nahm. Doch im Bus von Spandau zu unserer Unterkunft wurde ich reichlich entschädigt, indem ich Opfer eines wohl angetrunkenen Berliner Jugendlichen wurde, dessen Sprache zwar verständlich, aber ganz sicher nicht korrekt Deutsch war. Die voll korrekte Stimmungskanone grölte Lieder mit uns (wir unfreiwillig) und hat uns bestens unterhalten. armes Deutschland!

Soviel erstmal zum Seminar, das wirklich super war, und so massig an Information und Erlebnissen, das ich das nur sehr punktuell wiedergeben kann.Hier noch ein Gruppenfoto von uns…